Formeln


G. G.
Diese Lernkarten vermitteln fundierte Kenntnisse zu Finanzierung, Investition und Bilanzanalyse in Unternehmen. Sie behandeln zentrale Themen wie Kapitalstruktur, Rentabilitätskennzahlen, Liquidität, Cashflow und Finanzierungsregeln sowie deren Zusammenhänge. Auch Methoden zur Bewertung von Investitionen wie Kapitalwert und interner Zinsfuß werden erläutert. Ideal für Studierende und Praktiker, die ihr Verständnis für finanzielle Entscheidungsprozesse vertiefen möchten.
Karten
50
Lernende
20
Sprache
Deutsch
Kategorie
Finanzen
Stufe
Andere
Erstellt / Aktualisiert
12.04.2015 / 23.06.2026

Lernkarten

Cashflow im engeren Sinne

Cashflow dokumentiert den Selbstfinanzierungsspielraum eines Unternehmens.

Nichtentnommener Gewinn

+ Neu gebildetet Rücklagen

+ Abschreibungen

+ Pauschalwertberichtigungen

= Cashflow im engeren Sinne

Rentabilität (Formel)?

(EK-Rentabilität und FK-Rentabilität)

Eigenkaptialrendite:

Nettorendite: \({Gewinn \over EK} *100\); Bruttorendite: \({Gewinn+EK-Zins \over EK} *100\)

 

Gesamtkapitalrendite:

Nettorendite: \({Gewinn \over Gesamtkapital} *100\); Bruttorendite: \({Gewinn+EK-Zins+FK-Zins \over GesamtKapital} *100\)

Cashflow im weiteren Sinne

Jahresgewinn bzw. -verlust

- Gewinnvortrag

+ Verlustvortrag

+ Erhöhung der Rücklagen zu Lasten des Ergebnisses

- Auflösung der Rücklagen zu Gunsten des Ergebnisses

+ Erhöhung der langfristigen Rückstellungen

- Auflösung langfristiger Rückstellungen zu Gunsten des Ergebnisses

+ Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Sachanlagen und Beteiligungen

+ außerordentliche, betriebs- und periodenfremde Aufwendungen

- außerordentliche, betriebs- und periodenfremde Erträge

= Cashflow im weiteren Sinne

 

 

Erläutere den Cashflow

Der Cashflow ist ein Indikator für die Finanzkraft des Unternehmens insofern, als der Spielraum zur Innenfinanzierung, Schuldentilgung und Dividendenzahlung zum Ausdruck gebracht wird.

Aus ihm wird geschlossen, inwieweit das Unternehmen dauernd fähig ist, die erforderlichen Finanzmittel aus eigener Kraft für Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen zur Verfügung zu stellen.

Investierung?

Die Anlagendeckung lässt die Kapitalverwendung eines Unternehmens erkennen. Sie gibt darüber Auskunft, inwieweit das Anlagevermögen durch Eigenkapital gedeckt ist.

Beurteilen Sie kritisch die Aussagefähigkeit der Finanzierungsregeln.

Die Anwendung der Finanzierungsregeln soll zweckorientiert erfolgen. Bei der Anwendung der Finanzierungsregeln sind genaue Kenntnisse der Branche und des Unternehmens unerlässlich. Dabei ist zu beachten, dass es sich bei Verwendung von Bilanzkennzahlen um Stichtagswerte handelt, die nicht repräsentativ für die Fianzierungssituation während eines Zeitraumes sein müssen. Gleichwohl können sie Informationen im internen und externen Betriebsvergleich liefern und als Indikator von Tendenzen im Zeitvergleich dienen.

Erläutern Sie den Leverage-Effekt

Durch die Aufnahme von Fremdkapital kann die Eigenkapitalrentabilität gesteigert werden, solange die Gesamtkapitalrentabilität höher ist als der Zinssatz für das zuletzt aufgenommen Fremdkapital.

oder:

Der "Leverage-Effekt" besagt: Solange die Rentabilität des Gesamtkapitals höher ist als der Fremdkapital-Zinssatz, steigt durch (zusätzliche) Finanzierung mit FK die EK-Rentabilität.

Der Leverage-Effekt legt bei einer Gesamtkapitalrendite, die höher ist als der Fremdkapitalzins, die Entscheidung nahe, eine Fremdfinanzierung der Eigenfinanzierung vorzuziehen, um die EK-Rentabilität zu erhöhen oder sogar Eigenkapital zugunsten von Fremdkapital freizusetzen.

Nenne Sie zwei betriebswirtschaftliche Aspekte, die trotz hoher Eigenkapitalrentabilität gegen eine zu hohe Verschuldung des Unternehmens sprechen.

- Mit wachsendem Verschuldungsgrad nimmt der Einflus von Kreditgebern zu.

- Die Bonität nimmt mit wachsender Verschuldung ab.

- Bei rückläufiger Kapazitätsauslastung verschlechtert sich die Liquiditätslage wegen der Zinszahlungen und der Tilgungsleistungen.

Beurteilen Sie, ob ein positiver Leverage-Effekt in jedem Fall als Handlungsempfehlung für eine bestimmte Finanzierungsart dienen kann und ggf. welche Risiken von einer entsprechenden Entscheidung ausgehen.

Der Leverage-Effekt kann nicht unbedingt als Handlungsempfehlung dienen, da die alternative Verwendung des vorhandenen (da zur Wahl stehenden) EK und die dauerhafte Investitionsrendite zu berücksichtigen ist, d.h. Fremdkapital ist auch in Verlustsituationen zu bedienen.

Wenn die alternative Eigenkapitalanlage eine geringere Rendite einbringt, besteht das Risiko eines niedrigeren Gesamtertrages aus den zur Verfügung stehenden Mitteln.

Wenn sich die Gesamtkapitalrentabilität (bzw. die Rentabilität der konkreten Investitionen) verschlechter oder die Fremdkapitalzinsen steigen, wird sich die Eigenkapitalrentabilität verringern und das Investitions- und Finanzierungsrisikot steigt (Leverage-risk).

Durch Erhöhung des Fremdkapitals wird die Kapitalstruktr auf der Passivseite der Bilanz negativ beeinflußt, die Fremdkapitalquote (Anspannungskoeffizient) steigt (Gefahr für die goldene Bilanzrege) und das Risiko der Ausschöpfung aller Kreditsicherungsmöglichkeiten wird höher.

Was ist die Unternehmer- und was die Unternehmungsrentabilität?

Unternehmerrentabilität : Eigenkapitalrendite

Unternehmungsrentabilität: Gesamtkapitalrendite

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