BIGR2 Physiologie / Pharmakologie
1. Semester BIG Rettung 2 Grundlagen Physiologie und Pharmokolgie
1. Semester BIG Rettung 2 Grundlagen Physiologie und Pharmokolgie
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Flashcards
Was sind Oligodendrozyten?
Worin besteht der Unterschied zur Schwannschen Zelle?
Oligodendrozyten myelenisieren die Axone im zentralen Nervensystem.
Der Unterschied zu den Schwannschen Zellen besteht darin, dass Oligodendrozyten gleichzeitig mehrere Axone myelenisieren können.
Sie sind wie die Schwann'schen Zellen auch Teil der Gliazellen, also der formgebenden Struktur.
Nenne 3 Strukturproteine
Koillagen, Elastin , Kreatin
(stabilisieren Gewebsstrukturen)
Was sind Eicosanoide?
Gruppe von hydrophoben, hormonähnlichen Substanzen, die als Immunmodulatoren und Neurotransmitter wirken und an entzündlichen Prozessen im Körper beteiligt sind.
--> Prostaglandine
--> Thromboxane
--> Leukotriene
Nenne 6 Peptidhormone
Insulin
Glukagon
Angiotensin
Erythropoetin
ADH
Oxitozin
Nenne 5 Steroidhormone
Glukokortikoide (Cortisol)
Mineralkortikoide (Aldosteron)
Östrogen
Gestagen
Androgen
Was sind:
-Endomysium?
-Perimysium?
-Epimysium?
Die einzelnen Faszien-Schichten (Bindegewebe)
Endomysium: Umgibt Muskelfaser
Perimysium: Umgibt Sekundärbündel
Epimysium: Umgibt den ganzen Muskel
Vitamin K abhängige Gerinnungsfaktoren
10,9,7,2 --> Kann man sich gut mit 1972 merken (Olympische Spiele)
Diese Faktoren werden Vitamin K abhängig in der Leber gebildet, können also mit Marcumar blockiert werden.
Wie ist die Zellmembran aufgebaut?
Die Zellmembran besteht hauptsächlich aus Phospholipiden und Cholesterin
Phospholipide: Diese kommen in unterschiedlicher Form vor. Sie unterscheiden sich durch ihren Phosphatteil.
--> Äuseres Blatt: Besteht hauptsächlich aus Phosphatidylcholin und Sphingomyelin. Glykolipide (kein Phosphat) kommen ausschließich im äußeren Blatt vor.
--> Inneres Blatt: Besteht hauptsächlich aus Phosphatidylserin, Phosphatidylinositiol und Phosphatidylethanolamin
Wichtige Aufgabe von Phosphatidylinositol:
Phosphatidylinositol spielt eine entscheidende Rolle beim "signaling" (wichtige Station für verschiedene Signalwege Bsp. für Second Messenger bei ß1 Rezeptoren)
Unterschied zwischen kovalenter und Ionenbindung
Kovalente Bindung: Atome teilen sich e- auf äußerer Schale
Ionenbindung: Das elektronegativere Atom nimmt e- auf, das weniger elektronegative verliert e-.--> So entstehen Ionen
Geschwindigkeitsunterschied Reizweiterleitung myelenisiert/ unmyelenisiert
myelenisiert: ca. 100m/s
unmyelenisiert: ca 0,5- 1m/s
Wie verhält sich Mol zu Masse?
Die Massenzahl (molare Masse) im Periodensystem sagt aus, wie viel ein Mol (die Stoffmenge von 6x10²³ Teilchen) eines Stoffes wiegt.
Bsp: C (Kohlenstoff) --> Massenzahl 12 --> 1 Mol wiegt 12 Gramm
Was ist Mol für eine Einheit?
Die Stoffmenge, enthält eine festgelegte Anzahl von Teilchen: 6x1023
Welche Ladung habe Kationen und Anionen?
Kation--> Positiv geladenes Ion
Anion--> Negativ geladenes Ion
Was sind Amine?
Organische Abkömmlinge von Amoniak
(Gewebshormone)
Wie funktionieren Lokalanästhetika?
Na + Kanalblocker: Ruhepotential von -70mV kann nicht verändert werden.--> Keine Reizweiterleitung
Lokalanästhetika dringen lipophil in die Zelle ein (können also ungehindert durch die Zellmembran). Aufgrund des sauren PH Wertes in der Zelle wird die Polarität geändert und der Stoff wird hydrophil. Macht dann von innen die Na+ Kanäle zu.
Dies erklärt wieso Lokalanästhetika nicht in entzündetem Gewebe funktionieren. Das Gewebe ist dort so sauer, dass das Medikament schon vor der Zellmembran hydrophil wird. Damit kann es erst gar nicht in die Zelle gelangen.
Welche Aufgaben hat ATP?
Adenosintriphosphat:
-Als Baustein am Aufbau von DNA und RNA beteiligt.
-Energieliferant für Körperzellen (Die ATPase stellt 7,3 kcal/mol ATP bereit)
Wie ist die physiologische Konzentration von Natrium und Kalium innerhab und außerhalb der Zelle?
Innerhalb: Na+ 15mmol/l, K+ 120mmol/l
Außerhalb: Na+ 140mmol/l, K+ 3,5-5,5 mmol/l
Wie ist die physiologische Konzentration von Natrium und Kalium innerhab und außerhalb der Zelle?
Innerhalb: Na+ 15mmol/l, K+ 120mmol/l
Außerhalb: Na+ 140mmol/l, K+ 3,5-5,5 mmol/l
Nenne 5 verschiedene Amine
T3,T4 (Schilddrüse)
(Nor-) Adrenalin, Dopamin (Katecholamine)
Serotonin
Was sind Membranproteine und welche Aufgaben haben diese?
Z.B.: Kanäle, Carrier, Pumpen, Rezeptoren,...
Aufgaben:
-Transport von Stoffen (durch die Zellmembran)
- Leitung von Informationen in die Zelle
Was ist die Zonula Occludens (Tight Junctions) und welche Aufgaben erfüllt sie?
Proteinleisten am oberen Zellpol. Es entsteht eine Naht aus Proteinverschlusskontakten.
--> Der Interzellulärraum verschwindet. Die Anlagerung der Epithelzellen ist somit sehr dicht.
--> Permeabilitätsbarriere. (Behindert den Parazellulären Transport)
Kommt z.B. im Harnblasenepithel vor: Viele anastomosierendeLeisten --> Hochgradig dicht
Stellt eine Zellpolarität her (Zwei Membranen zu einer --> keine laterale Diffusion von Proteinen)
Was ist die Zonula adhaerens (Gürteldesmosomen) und welche Aufgabe erfüllt sie?
Ist ein Zell-Zell Kontakt
Mechanische Befestigung der Zelle
Schmälert den Interzellulärraum nicht
Enthält integrale Proteine, die die Verbindung zwischen den Epithelzellen herstellen
Was ist die Aufgabe von Desmosomen?
Halten die Zelle wie Druckknöpfe zusammen.
Ähnlich aufgebaut wie Zonula adhaerens (Nur andere Proteine und nicht gürtelförmig)
Was sind Gap-Junctions und welche Aufgaben haben sie?
Bildet zwischen Zellen einen Tunnel aus Connexin, durch den Ionen und Moleküle frei von Zelle zu Zelle diffundieren können.
Interzellulärspalt verkleinert sich.
Aufgaben:
-elektrische Kopplung (Herz- Reizweiterleitung)
-metabolische Kopplung (Nährstoffaustausch)
-Informationskopplung ( Embryonalkopplung)
Was ist die Aufgabe von Enzymen?
katalysieren von Stoffewchselprozessen
Erkläre den unterschied zwischen osmotischem und onkotischem Druck
Osmotischer Druck: Wichtig für den Transport von H2O zwischen intrazellulärem und extrazellulärem Raum.
--> Auf einer Seite einer semipermeablen Membran befinden sich mehr Ionen, als auf der anderen Seite. Da die Membran nur das Wasser durchlässt, wandert das H2O auf die Seite mit der höheren Konzentration, bis diese ausgeglichen ist.
onkotischer Druck: Wichtig für den Transport von H2O zwischen Blutgefäßen und Interstitium
--> Funktioniert wie onkotischer Druck, nur sind hier Makromelküle (z.B. Proteine) und keine Ionen für den Druck zuständig.
Erkläre die Begriffe Endokrin, Parakrin und Autokrin
Endokrin: Beschreibt die Abgabe (Sekretion), eines bestimmten Botenstoffs von bestimmten Zellen (endokrine Drüsen) ins Blut. Die sezernierenden Zellen müssen nicht gleichzeitig Bildungsort sein.
Parakrin: Nicht das Blut, sondern die benachbarten Zellen sind das Ziel des Botestoffs.
Autokrin: Durch autokrine Mechanismen können Zellen auf ihre eigene Botenstoffsekretion Einfluss nehmen.
Wie läuft ein Aktionspotential an der Nervenzelle ab?
1. Ein Reiz oder mehrere Reize heben das Ruhepotential von -70mV bis zur Schwelle an.
2. Spannungsabhängige Na+ Kanäle öffnen sich und "depolarisieren" die Zelle. Ab -30 mV schließen die ersten Na+ Kanäle wieder und spannungsabhängige K+ Kanäle öffnen sich. Da diese relativ träge sind, kommt es zum "Overshoot" (Über 0 mV)
3. Bei der maximalen Spannung des APs (+30mV) haben alle Na+ Kanäle geschlossen. Somit kann die Zelle repolarisiert werden. Bis zu einer Spannung von -30mV ist die Zelle absolut refraktär.
4. Ab -30mV ist die Nervenzelle wieder erregbar --> relativ refraktär. Die K+ Kanäle schließen ab -60mV. Da diese aber nicht nur träge öffnen sondern auch träge schließen, kommt es zunächst zur Hyperpolarisation
5. Das Gleichgewicht zwischen Na+ und K+ wird von der Na+-K+ ATPase wieder hergestellt.
Siehe Bild
Unterschied zwischen: Absolute Refraktärzeit, relative Refraktärzeit
Absolute Refraktärzeit: Nervenzelle nicht erregbar. So lange die Nervenzelle nicht weiter als -30mV repolarisiert ist, sind die Natriumkanäle geschlossen inaktiviert --> Nupsi versperrt den weg
Relative Refraktärzeit: Ist die Nervenzelle weiter als -30mV repolarisiert, kann sie durch einen neuen Reiz erregt werden. Die Na+ Kanäle sind zwar geschlossen aber nicht mehr inaktiviert --> Nupsi is raus.
Das Gleichgewicht zwischen welchen Gefällen definiert das Ruhemembranpotential?
Wenn K+ aufgrund des Spannungsunterschiedes (innerhalb außerhalb der Zelle) nicht mehr der Diffusion durch das Konzentrationsgefälle folgt und somit kein K+ mehr durch die konstitutiv geöffneten K+ Kanäle fließt, ist das Ruhemembranpotential erreicht.
K+ will eigentlich aus der Zelle raus (Konzentrationsgefälle), wird aber durch die positive Spannung gegeüber dem Extrazellulärraum zurück in die Zelle gestoßen.
Welche Katecholamine können am ß1 Rezeptor wirken und was wird dadurch ausgelößt?
-ß1 Rezeptoren befinden sich an Herzmuskelzellen und sind metabotrope, Gq gekoppelte Rezeptoren.
-Adrenalin und Noradrenalin sind zwei mögliche Liganden
-Die Bindung eines Katecholamins führt zur aktivierung der Adenylatzyklase
-Die Konzentration des second messengers cAMP steigt
-cAMP führt über die aktivierung einer Proteinkinase A zur Phosphorilierung eines CA++ Kanals
-Die Ca++ Konzentration steigt, was zu einer Erhöhung der Kontraktilität (und Kontraktionsfrequenz) der Herzmuskelzelle führt.
--> Steigerung der Inotropie und Chronotropie durch Katecholamine
Nenne die Eigenschaften von hydrophilen Hormonen und 2 Beispiele
Peptidhormone und Amine: Bsp: Insulin, ADH Oxitozin, Adrenalin,........
-werden im Blutplasma gelößt transportiert
-Müssen an extrazelluläre Rezeptoren binden um eine Wirkung an der Zelle auszulößen.
Nenne die Eigenschaftenvon lipophilen Hormonen und 2 Beispiele.
Shilddrüßen und Steroidhormone: Bsp: T3, T4, Cortisol, Östrogen, Androgen
- Sie werden im Blutplasma an Transportproteine gebunden transportiert.
- Sie können durch die Zellmembran diffundieren, um intrazellulär an einen Rezeptor zu binden.