BFH
EBWL 02
EBWL 02
-
- 1 / 69
-
Lernkarten
Zielfunktionen
• Motivations- und Anreizfunktion
• Bewertungsfunktion:
Handlungsalternativen können auf ihren Beitrag zur Zielerreichung
bewertet werden
• Kontrollfunktion:
Massstab zur Leistungsbeurteilung
• Informationsfunktion:
Informationen über die Unternehmung
Selektionsfunktion:
Eine bewusste Auswahl an Handlungsalternativen wird erst durch Ziele
möglich
• Orientierungsfunktion:
Ziele dienen den Unternehmensmitgliedern
als Rahmen für Handlungen und Entscheidungen und tragen somit zu
einer eindeutigen Orientierung bei
• Steuerungsfunktion:
Steuerung und Lenkung von Verhaltensweisen durch Sollvorgaben
• Koordinationsfunktion:
Harmonisierung der Aktivitäten in verschiedenen Teilbereichen
der Unternehmung
Nach welchen Klassifikationsmerkmalen lassen sich Ziele einteilen?
Zielmerkmal Zielausprägungen
(1) Zielsetzungsinstanz Individuelle/institutionelle Ziele
(2) Zielinhalt Mengengrössen/Geldgrössen; Sach-/Formalziele
(3) Zielausmass Begrenzte/unbegrenzte Ziele
(4) Zeitbezug Kurzfristige/langfristige Ziele
(5) Zielbeziehungen Zielneutralität/Zielantinomie/Zielkonkurrenz/
Zielkomplementarität
(6) Rangordnung Oberziele/Zwischenziele/Unterziele
Zielunterscheidung nach Zielsetzungsinstanz
Individuelle Ziele
• von Einzelpersonen verfolgt
• z. B. Arbeitszufriedenheit als Arbeitnehmerziel
Institutionelle Ziele (kollektive Ziele)
• für Institutionen bzw. Unternehmen gesetzt und verfolgt
• z. B. Existenzsicherung des Betriebes
Zielinhalt
• Angabe der Ziele in Mengeneinheiten(z. B.
Produktionsmenge) oder in Geldeinheiten(z. B. Umsatz)
• Statt absoluter Grössen können auch relative Grössen zur
Zielformulierung herangezogen werden wie
Arbeitsproduktivität(Ausbringungsmenge/Arbeitsstunde)
oder Umsatzrentabilität(Gewinn/Umsatz)
• Für Unternehmen geltende Ziele werden häufig in Sach- und
Formalzieleeingeteil
Welche vier Bereiche von Sachzielen können unterschieden werden?
• Leistungsziele
• Finanzziele
• Führungs- und Organisationsziele
• Soziale und ökologische Ziele
Welche zwei Teile werden beim Zielausmass unterschieden?
Hinsichtlich des Zielausmasses unterscheidet man zwischen
• begrenzten Zielen
(z. B. gewünschte Eigenkapitalverzinsung 6%)
• unbegrenzten Zielen
(z. B. Maximierung der Eigenkapitalverzinsung)
Zeitbezug
In Abhängigkeit von der jeweiligen Entscheidungssituation ist häufig eine
Differenzierung zwischen
langfristigen Zielen und
• kurzfristigen Zielen notwendig
Über welche Eigenschaften sollten Ziele Verfügen?
- Smart
SMART
Simpel/Spezifischt
Messbar
Attraktiv/Akzeptiert
Realisierbar
Terminiert
Was ist Wertschöpfung?
• Wertschöpfung ist das originäre Ziel produktiver Tätigkeit.
• Prozess des Schaffens von Mehrwert durch Bearbeitung:
Kombination von Ressourcen und Fähigkeiten
• Differenzzwischen dem Wert, der von der Unternehmung an
den Markt abgegebenen Leistung und den von ihr
übernommenen Vorleistungen
• Unternehmen als System untereinander vernetzter
Wertschöpfungsprozessemit dem Ziel der Erzielung einer
bestimmten Leistung.
Wie lassen sich Unternehmen kategorisieren?
Kategorisierung von Unternehmen/Betrieben (Betriebstypologie) nach
Art des Betriebsziels:
• Erwerbswirtschaftlich orientierte Betriebe (=Unternehmen)
• Non-Profit-Betrieb
Art der erstellten Leistung:
• Sachleistungsbetriebe
• Dienstleistungsbetriebe
Wirtschaftszweigen:
• Sachleistungsbetriebe
• Dienstleistungsbetriebe
Abgrenzungskriterien von Anteilseignern
Abgrenzungskriterien
Rechtliche Grundlage Grad der Selbstbestimmung
Kapitalbeteiligung Gewinnorientierung
Definition Modell
Nachbildung oder Beschreibung der Realität
Abbildung der für wesentlich gehaltenen Elemente eines Bereiches
(Abstraktion)
Vereinfachte Darstellungder Realität
(Mache es so einfach wie möglich, aber nicht einfacher – Einstein)
Zweckgebundene Orientierungshilfe in einer komplexen Welt
(bspw. Landkarte)
Was ist eine Isomorphe Abbildung
Was ist eine Homomorphe Abbildung?
• Isomorphe Abbildung: gibt die Wirklichkeit ohne
Informationsverlust wieder.
• Homomorphe Abbildung: stellt die Wirklichkeit vereinfacht
dar.
Was sind Analogien?
• Mithilfe einer Analogiewerden zwei Sachverhalte, von denen
einer der Zielgruppe vertraut ist, in eine Ähnlichkeitsbeziehung
gesetzt, die sich in der Regel auf einige Aspekte – beispielsweise
Funktion oder Struktur – beschränken.
• Analogien erklären keine Sachverhalte, sie dienen lediglich dazu
diese besser verständlich zu machen. Somit sind Analogien keine
Modelle!
• Allerdings benutzen viele Modelle wiederum Analogien zur
Veranschaulichung.
Unternehmensmodelle / Managementmodelle
• Unternehmensmodelle/Managementmodelle sind umfassende
Darstellungen der Unternehmung und ihrer Führung.
• Ihre Wahl ist beeinflusst von den jeweiligen „Modellbauern“,
konkret von deren Kenntnissen und Erfahrungen.
• In diesem Sinne sind Managementmodelle nie ganz richtig,
nie ganz falsch und nie ganz vollständig.
x
Modelle sollen Akteuren in Organisationen (und Organisationen als
Akteure) helfen, mit der sie umgebenden Komplexität wirksamer
umzugehen (Komplexitätsreduktion).
Nach Ihrem Verwendungszweck lassen sich vier Modellkategorien
bilden (wobei ein Modell auch mehreren Verwendungszwecken
dienen kann).
1. Erfassungsmodelle
2. Erklärungsmodelle
3. Entscheidungsmodelle
4. Gestaltungsmodelle
Welche vier Model-Arten unterscheidet man in Unternehmen?
Erfassungsmodelle
• Beschreibeneine Wirklichkeit und stellen sie mehr oder
weniger vereinfacht dar.
• Dienen in der Regel der Analyse von Sachverhalten.
Erklärungsmodelle
• Zeigen die Wirkungsweise eines Systems auf.
• Konzentrieren sich auf die Ursache-Wirkungs-Beziehungen und
beantworten die „Frage nach dem Warum“.
Entscheidungsmodelle
• Sind auf das Treffen von Entscheidungen ausgerichtet
• Bilden eine Wirklichkeit so ab, dass aufgrund dieser
Darstellung Entscheidungen getroffen werden können.
Gestaltungsmodelle
• Sind das Resultat von Entscheidungsprozessen.
• Sind ein Abbild dessen, wie die Wirklichkeit aufgrund der
getroffenen Entscheidungen zu gestaltenist.
• Die Aufgabe des Managements besteht im Kern aus der
Beherrschung von Komplexität.
• Die klassischen Modelle erreichen dies insbesondere durch
Komplexitätsreduktion.
• Die Methodik „Systemdenken“ erfasst insbesondere den Aspekt
der dynamischen Komplexität und ermöglicht dadurch dessen
Management.
• Dynamische Komplexität erfasst die Eigenschaften eines
Systems, welche nicht direktenund einfachen UrsacheWirkungs-Beziehungen folgen. Sie tritt in Situationen auf, in
denen Ursache und Wirkung subtil, und in denen die Effekte
von Interventionen im Laufe der Zeit nicht offensichtlich
sind.
Denkmodelle
• Lineares Denken: Vorherrschend in der heutigen
Managementlehre ist insbesondere die Annahmen von linearen
Zusammenhängen von Ursache und Wirkung
• Ungenügende Voraussetzung: Diese Voraussetzung ist
ungenügend, insbesondere in einer Zeit zunehmender
Komplexität im lokalen, nationalen wie globalen Kontext.
• Systemdenken: Eine Ergänzung in der Managementausbildung ist
geboten. Das „Denkzeug“ Systemdenken modelliert die Realität
anhand kausaler Wirkungskreisläuf
Vier Elemente der Methodik
Elemente der Methodik
(1) Variable
• Eine quantifizierbare, messbare Grösse; benötigt eine
Masseinheit
• Beispiel: Umsatz; Einheit: CHF/Jahr
(2) Kausale Beziehung zwischen zwei Variablen (“Link”)
• Kausale Beziehung zwischen zwei Variablen. Wird durch einen
Pfeildargestellt.
• Die Richtung der Kausalität wird durch eine Polarität
ausgedrückt.
Elemente der Methodik
(3) Polaritäten
• Gleichgerichtete Veränderungen (+, positive Polarität):
je mehr…desto mehr; je weniger…desto weniger;
je höher…desto höher; je niedriger…desto niedriger.
• Entgegen gerichtete Veränderung (-, negative Polarität):
je mehr…desto weniger; je weniger... desto mehr;
je höher…desto niedriger; je niedriger… desto höher.
(4) Wirkungskreislauf: eine in sich geschlossene Kette von Ursache
und Wirkung
• Selbstverstärkend (R):
Reinforcing, verstärkt Veränderungen selbstständig
• Selbstdämpfend (B):
Balancing, Veränderungen werden über die Zeit reduziert
Punkte Globale Umwelt
• Umfasst jene generellen Bedingungsgrössen, die in einem
bestimmten geografischen Raum für eine grössereAnzahl
unterschiedlicher Unternehmen relevant sind.
• Diese Bedingungsgrössenhaben, aber keinen direkten Bezug
zum Sachziel oder den Aufgaben dieser Unternehmen.
• Je nach Autor werden verschiedene globale Teil-Umwelten
unterschieden, das SGMM unterteilt in:
• Gesellschaft
• Natur
• Technologie
• Wirtschaft
Aufgabenumwelt
• Umfasst diejenigen externen Einflusskräfte, mit denen ein
Unternehmen zur Erreichung seiner Sachziele interagiert,
interagieren kann oder aufgrund verbindlicher Vorschriften interagieren
muss.
• Die Aufgabenumwelt umfasst also diejenigen Faktoren, die in direktem
Bezug zur Bewältigung der konkreten Unternehmensaufgaben stehen.
• Elemente der Aufgabenumwelt können sein:
• Eigentümer (Aktionäre)
• Geldgeber (Banken etc.)
• Lieferanten (Rohstoffe, Halbfabrikate, Betriebsmittel)
• (potenzielle) Abnehmer
• (potenzielle) Mitarbeitende
• Staatliche Institutionen
Sphäre 1 Gesellschaft wichtig
• Leistungsbereitschaft und Bildungsstand der Bevölkerung
• Offenheit der Bevölkerunggegenüber Fremdem und Neuem
• Risikobereitschaft der Bevölkerung
• Altersstruktur der Bevölkerung
• Einkommens- und Reichtumsverteilung
• Soziale Probleme und Konfliktpotenziale
• Rolle des Staates, Formen der politischen Meinungsbildung
• Staatliche Normen und Rahmenbedingungen
• Politisches Kräftefeld
• Ressourcenreichtum (Luft, Wasser, Boden, Rohstoffe etc.)
• Zugang zum Meer
• Agrarpotenzial
• Topographie
• Klima (Temperatur, Feuchtigkeit, Unterschiede im Tages- und
Jahresverlauf)
• Artenreichtum (Pflanzen und Tiere)
• Kontamination
Wahrnehmung und Haltung gegenüber der Sphäre Natur ist
abhängig von der Gesellschaft und gesellschaftlichen Diskursen
(Unterschiede je nach Land, Kultur, Zeit etc.)