Bewegungssteuerung
TU Dresden
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Cartes-fiches
41. Mit welchen grundlegenden Anteilen kann das Verhalten einer Baugruppe bzw. Maschine beschrieben werden? Welche beiden Grenzen existieren hinsichtlich der Verhaltensabbildung in einem Modell? Begründen Sie!
-Grundlegende Anteile: stochastische (zufällige) und systematische
-Grenzen der Abbildung:
-prinzipiell --> stochastische Anteile
-technisch/wirtschaftlich --> systematische Anteile (zulässiger Aufwand)
42. Welchen Vorteil bieten Bewegungseinrichtungen mit 6 Freiheitsgraden gegenüber solchen mit weniger als 6 Freiheitsgraden bezüglich der Bewegungskorrektur?
-Bewegungsfehler sind ohe Zusatzeinrichtungen in allen 6 Freiheitsgraden korrigierbar
-Korrekturen sind vollständig über die Vorschubachsen möglich
43. Könnte man mit modellgestützten Korrekturen die Bewegungsgenauigkeit einer Maschine theoretisch "exakt" machen? Begründen Sie!
-Nein, prinzipielle, technische und wirtschaftliche Grenzen für die Verhaltensabbildung bedingen Vereinfachungen im Korrekturmodell, so dass Restfehler unvermeidlich sind.
44. Welche 5 Hauptfunktionen finden sich in einer NC-Steuerung?
-Bedienerschnittstelle (Mensch-Maschine-Schnittstelle (HMI, BOF,...)
-Satzverarbeitung
-Interpolation
-Antriebsregelung
-Funktionssteuerung (SPS)
45. Was passiert im Interpolator einer NC-Steuerung?
-Bahnzerlegung in einzelne Stützpunkte entsprechend des v-Profils
-Berücksichtigung des aktuellen Vorschub-Override-Wertes
-Erzeugung der Antriebssollwerte, d.h. ggf. Transformationen und Korrekturen
-zeitrichtige Ausgabe der Antriebssollwerte an die Lageregelkreise
46. Was passiert in der Satzvorbereitung einer NC-Steuerung?
-Einlesen und Interpretieren (Umrechnen, Syntaxprüfung) des NC-Programms
-Aufteilung in Bewegungs- und Schaltfunktionen
-geometrische Aufbereitung der Bewegungsfunktionen
--> Berechnung intern benötigter geometrischer Größen
--> ggf. Auflösung von Zyklen in elementare NC-Funktionen
--> optional: Werkzeugkorrektur, Koordinatentransformationen, Nullpunktverschiebungen
--> Überwachung geometrischer Grenzen, z.B. Endlagen, Softwareendschalter
-kinematische Aufbereitung der Bewegungsfunktionen
--> Ermittlung Geschwindigkeitsprofil (z.B. Satzvorschau, Eckenverrunden)
--> Überwachung kinematischer Grenzen (z.B. v und a von Antrieben/Bahn)
-Pufferung der aufbereiteten Sätze für die Satzausführung / Interpolation
47. Was ist ein Vorschub-Override? Wozu dient er? Was bewirkt er? Wann ist er besonders nützlich?
-spezielles Bedienelement (Mehrstufenschalter oder Potentiometer) am Maschinenbedienfeld der NC-Steuerung
-dient zur manuellen Beeinflussung (üblicherweise Reduzierung) der Vorschubgeschwindigkeit durch den Bediener während der Abarbeitung eines NC-Programms
-bewirkt die Überlagerung (override) der programmierten Vorschubgeschwindigkeit (F-Wort) mit einem Faktor zwischen 0% und 100% (bis 130%)
-besonders nützlich zum Testen, Einfahren und Optimieren von NC-Programmen