Betriebswirtschaft 2. Sem

Betriebswirtschaft 2. Sem ab Kap 7

Betriebswirtschaft 2. Sem ab Kap 7


Reto Metzler
Diese Lernkarten behandeln betriebswirtschaftliche Themen auf einem fortgeschrittenen Niveau. Sie konzentrieren sich auf die Analyse von Produktionsmengen, Kosten, Marktanteilen und Marketingstrategien, wobei Begriffe wie Produkt, Kosten, Markt und Umsatz zentral sind. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Studierende und Fachleute, die ihr Verständnis von Unternehmensführung und Marktanalyse vertiefen möchten.
Karten
33
Lernende
2
Sprache
Deutsch
Kategorie
BWL
Stufe
Andere
Erstellt / Aktualisiert
16.11.2013 / 17.03.2016

Lernkarten

Forschung und Entwicklung gehören zu den Kernprozess der Unternehmung, mit denen Kundennutzen geschaffen wird. Worin besteht der Kundennutzen, wenn ein Hersteller von Flugzeugen leisere Flugzeugmotoren entwickelt?

Produktenwicklungen müssen sich von den bereits auf dem Markt vorhandenen Konkurrenzprodukten durch zusätzliche Kundenvorteile abheben, um vom Markt akzeptiert zu werden. Zeigen Sie mögliche Ansatzpunkte für Produktentwicklungen am Beispiel von:

a) Zahnpasta

b) Brot

c) Kleider

a) Grundnutzen aller Produkte: Verhinderung von Karies. Möglicher Zusatznutzen: weissere Zähne, Vermeidung von Mundgeruch

b) Grundnutzen: Nahrhaftes Grundnahrungsmittel. Möglicher Zusatznutzen: Geschmacksintensität, längere Haltbarkeit

c) Grundnutzen: Schutz vor Witterung. Möglicher Zusatznutzen: modischer Schnitt, atmungsaktive Stoffe

Nennen Sie 3 Masssnahmen, mit  dennen  die Unternehmung die Degeneration ihres Produktes verzögern kann?

  • neue Verpackung
  • neues Produktdesign
  • intensivere Werbung

Was geschieht in der Einführungsphase?

Das Produkt ist auf dem Markt noch unbekannt, daher hohe Marketingkosten und noch nicht abgeschrieben Produktentwicklungskosten, jedoch wenig Umsatzerlös.

Finanzergebnis: Verlust

Was geschieht in der Wachstumsphase?

Umsatzerlöse steigen stark. Kosten sinken kurzfristig durch Wegfall der Markteinführung, mit steigendem Umsatz unterproportinal steigende Selbstkosten.

Finanzergebnis: Produk durchstösst Gewinnschwelle

Was geschieht in der Sättigungsphase?

Stabilisierung der Umsatzerlöse und der Kosten.

Finanzergebnis: Produkt in Gewinnzone

Was geschieht in der Degenerationsphase?

Die Umsatzerlöse nehmen durch Preisdruck und Mengenrückgang stark ab. Kosten sinken unterproportional.

Finanzergebnis: Sinkende Gewinnmargen und Absinken des Produktes in die Verlustzone

Ab wann spüllt ein Produkt Gewinn in die Kasse?

Im Schnittpunkt von Umsatzkurve und Kostenkurve ist der Erfolg = 0. Die Erfolgskurve durchstösst in diesem Punkt die Gewinnschwelle.

Welchen Zielkonftlikt in der Beschaffungspolitik hat ein Versandhandelgeschäft für Freizeitbekleidung un Modeschmuk?

Da es sich um modische Artikel handelt, ist der Absatz schwer abschätzbar. Nachbestellungen sind nur beschränkt möglich, weil die Produzenten keine Lager halten. Bestellt das Unternehmen zu viele Ware, riskiert es auf einem unvrekäuflichen Lager sitzen zu bleiben.

Wie wirkt sich die Klassierung in ABC Güter auf die Beschaffung aus?

Bei den A Güter wird sich die Einkäuferin laufend über aktuelle Trends informieren und verscheidene Hersteller persönlich prüfen und erst nach einem sorgfältigen Vergleich einen Einkauf tätigen.

Bei den C Güter werden lediglich schriftliche Offerten eingeholt und eventuell ein Muster vor Abschluss des Kaufvertrages eingeholt.

Der jährliche Kupferverbrauch beträgt 120 Tonnen, der durchschnittliche Lagerbestand an Kupfer 20 Tonnen.

A) Wie gross ist der Lagerumschlag und die durchschnittliche Lagerdauer?
B) Wie verändert sich der LU & die D LD wenn der Kupferverbrauch um 50% gesteigert wird?
C) Welches Ergebnis ist für die Unternehmung vorteilhafter?

Lagerumschlag = 120 t/20 t = 6
Durchschnittliche Lagerdauer = 360/6 = 60 Tage

B) Lagerumschlag = 180 t/20 t = 9
Durchschnittliche Lagerdauer = 369/9 = 40 Tage

C) Bei B ist das Kapital weniger lang gebunden und fliesst schneller in die Unternehmung zurück

Bei der Beschaffung von Produktionsmitteln werden oft spezielle Investitionsrechnungen durch geführt. Bei der Beschaffung von Rohstoffen oder Handelswaren dagegen nicht.

Wo liegt der Grund für die unterschiedliche Vorgehensweise?

Die Beschaffung von Produktionsmitteln hat Langzeitwirkungen auf die künftigen Betriebskosten & Produktionskapazitäten. Der Entscheid muss neben den Beschaffungskosten auch die künftigen Auswirkungen (Nutzen & Kosten) berücksichtigen.

Bei Rohstoffen und Handeslwaren beschränken sich die Auswirkungen des Entscheids auf den Beschaffungszeitpunkt.

Was ist der Unterschied zwischen einer statischen und einer dynamischen Investitionsrechnung?

Statisch = Künftige Kosten werden zum Nominalwert berücksichtigt
Dynamisch = Künftige Kosten & Nutzen werden auf Investitionszeitpunkt abgezinst

Weshalb liefert die dynamische Investitionsrechnung bessere Entscheidungsgrundlagen als die statische?

Künftige Erträge bedeuten Zinsverlust und sind deshalb weniger wert als sofort anfallende Erträge. Künftige Kosten bedeuten durch die aufgeschobene Zahlung einen Zinsgewinn und wiegen deshalb weniger schwer als sofort zu bezahlende Kosten.
Durch das Abzinsen in der dynamischen Investitionsrechnung wird diesem Sachverhalt Rechnung getragen.

Gehören die folgenden Kostenarten zu den Fixkosten oder zu den variablen Kosten?

  1. Transportkosten
  2. Zinskosten
  3. Abschreibungen

  1. Variabel (mehr Produktion = mehr Transport)
  2. Fix (kein direkter Zusammenhang mit Produktionsmenge)
  3. Fix (kein direkter Zusammenhang mit Produktionsmenge)

Ergänzen Sie die Aussangen mit "steigende", "sinkende" oder "unveränderte" Fixkosten

  1. Eine zunehmende Produktionsmenge bewirkt ... Fixkosten
  2. Eine zunehmende Produktionsmenge bewirkt ... variable Kosten
  3. Eine zunehmende Produktionsmenge bewirkt ... Totalkosten

  1. unveränderte
  2. steigende
  3. steigende

Berichtigen Sie folgende Aussagen

  1. Mit steigender Produktionsmenge sinken die Durchschnittskosten pro Einheit
  2. Bei steigender Produktionsmenge bleiben die fixen Durchschnittskosten unverändert
  3. Bei steigender Produktionsmenge steigen die proportional variablen Durchschnittskosten

  1. Richtig (Fixkosten pro Einheit werden kleiner)
  2. Falsch; sinken(verteilen sich auf grössere Menge)
  3. Falsch; bleiben unverändert (unabhängig von Menge, konstante variable Stückkosten)

Der EP einer Handelsware beträgt 10.-, der VP 25.-. Die Fixkosten belaufen sich auf 75'000.-

  1. Mengenmässiger & wertmässiger Umsatz bei dem Nutzschwelle erreicht wird?
  2. Erfolg bei Absatz von 3000 Einheiten?
  3. Notwendigen Umsatz um RG von 60'000.- zu erzielen?

  1. 5000 Stk. / 125'000.-
  2. - 30'000.-
  3. 9000 Stk.

 

Bei einer Produktionsmenge von 500 Einheiten betragen die Fixkosten total 1,5 Mio. die variablen Kosten total 1,0 Mio. Wie gross sind bei dieser Produktionsmenge:

  1. Die Durchschnittskosten
  2. Die Grenzkosten

  1. Durchschnittskosten = 2.5 Mio / 500 Einheiten = 5000.-
  2. Grenzkosten = variable Stückkosten = 1 Mio / 500 Einheiten = 2000.-

  1. Wo liegt die gewinnmaximale Produktionsmenge?
  2. Wo liegt die Produktionsmenge bei welcher man mit den günstigsten Stückkosten produzieren kann?

  1. Im Schnittpunkt zwischen Grenzkosten- und Grenzerlös (Durchschnittserlös)
  2. Im Schnittpunkt von Grenzkosten und Durchschnittskosten

Weshalb führ die kostengünstigste Produktionsmenge nicht gleichzeitig zum höchsten Gewinn?

Weil zwischen den Mengen normalerweise der Grenzerlös grösser ist als die Grenzkosten, also noch zusätzlich Gewinn erzielt wird.

Marketing ist die Ausrichtung des unternehmerischen Handelns auf die Marktbedürfnisse und den Kundennutzen. Erklären Sie diese Definition.

  • Das Leistungsangebot muss auf eine Nachfrage stossen, es muss auf ein Kundenbedürfnis ausgerichtet sein
  • Das Leistungsangebot muss so ausgestaltet sein, dass es das Kundenbedürfnis erfüllen kann. Sind bereits Konkurrenzangebote auf dem Markt, muss es das Kundenbedürfnis besser erfüllen können als die Konkurrenzangebote

Auf einem Markt mit einem Sättigungsgrad von 75% erzielt die Unternehmung X einen Umsatz von 12 Mio. Ihr Marktanteil beträgt 40%

  1. Wie gross sind Marktvolumen & Marktpotenzial?
  2. Eine Unternehmung kann trotz Umsatzwachstum Marktanteile verlieren. Nennen Sie ein Beispiel
  3. Formulieren Sie in einer allgmein gültigen Regel, wann eine Unternehmung Marktanteile gewinnt/verliert.

  1. Marktvolumen = 30 Mio / Marktpotential = 40 Mio.
  2. Wächst der Umsatz um 5% auf 12,6 Mio, das Marktvolumen gleichzeitig um 10% auf 33 Mio, sinkt der Marktanteil der Unternehmung von 40% auf 38%
  3. Gewinnt Marktanteile wenn der Umsatz prozentual stärker wächst als das Marktvolumen, verliert Marktanteile wenn Umsatz prozentual unter dem Volumen liegt.

Ein Gemeinderat plant den Bau eines Schulhauses. Zur Abklärung der Rahmenbedingungen des Projekts (Anzahl Schulzimmer, Ausstattung, Kostenrahmen) führt er eine Marktforschu durch.

  1. Welche Sekundärdaten könnten ihm für die Abklärungen nützlich sein?
  2. Wo würde eine Erhebung von Primärdaten Sinn machen und wie wäre dabei vorzugehen?

  1. Demografische Zusammensetzung der Bevölkerungszahl und Entwicklungstrend der Einwohnerzahl zur abschätzung der künftigen Schülerzahlen (Anzahl Zimmer)
    Statistische Daten der Bauwirtschaft, z. B. Baukosten pro m3 Bauvolumen zur Hochrechnung der Baukosten (Kostenrahmen)
  2. Für die Ausstattung ist eine Befragung der Lehrkräfte / Hauswart sinnvoll. Diese sollen in einem mündlichen Gespräch angeben können, welche Ausstattung sie benötigen (Pflichtbedarf) und welche Zusatzwünsche sie hätten (Wahlbedarf).

Erklären Sie am Beispiel eines Hotels:

  1. Die 3 Produktebenen: Kernprodukt, formales Produkt & erweitertes Produkt
  2. Vier Möglichkeiten der Preiisdifferenzierung

  1. Kernprodukt = Übernachtung, formales Produkt = Grösse & Ausstattung der Zimmer, erweitertes Produkt = Wellness-Angebot, Transportdienst, Gratiszeitung zum Frühstück
  2. Differenzierung zwischen Zeitperioden (Werktage & Wochenende, Hochsaison & Nebensaison)
    Differenzierung nach Lage und Ausstattung der Zimmer
    Differenzierung zwischen Firmenkunden & Privatkunden
    Differenzierung nach Belegungsdauer

Suchen Sie Argumente für eine mündliche Befragung und solche für eine schriftliche?

Bei der mündlichen Befragung können die Fragen erläutert werden und unklare Antworten können geklärt werden. Mündliche ermöglichen daher komplexere Fragestellungen und ergeben differenzierte Antworten.

Vorteile der schriftlichen Befragung sind vor allem Zeitersparnis und die einfachere Auswertung. Eignen sich bei grosser Zahl.

 

Aus welchen Gründen können Zuverlässigkeit von Ergebnissen bei Befragungen beeinträchtigt sein?

  • Zeitdruck = beschränkte Anzahl von Personen = nicht repräsentativ
  • Bei persönlichen Fragen wird oft nicht offen geantwortet

Im Handel spielt der Preis als Marketinginstrument eine wichtige Rollen. Nennen Sie für jede der folgenden Preisstrategien ein Beispiel und suchen Sie Argmuente für die Strategie:

  1. Sonderangebote
  2. Dauerhafte Tiefpreispolitik
  3. Hochpreispolitk

  1. Einzelhandel. Kunden sind bei Gütern des täglichen Bedarf preissensibel (= grosse Preiselastizität), Preisnachlässe werden durch grössere Nachfrage kompensiert.
  2. Media Markt / IKEA (Fachmärkte). Dauerhaft tiefe Preise übertragen sich auf Image und schaffen ihr den Ruf besonders gutes Preis-Leistungsverhältnis zu bieten.
  3. Armani, Rolex (Markenprodukte). Mit hohen Preisen unterstreich Unternehmung den Anspruch ihrer Produkte auf Exklusivität und hohe Qualität.

In der Bekleidungsindustrie sind sowohl direkte wie auch indirekte Vertriebssysteme verbreitet.

  1. Erklären Sie die Vor- und Nachteile beider Systeme
  2. Könnte ein Franchising-System auch im Bekleidungshandel funktionieren?

  1. Direkt: Einfluss auf Marktauftitt des Produktes, Kundenkontakt, hohe Kosten Vertriebssystem
    Indirekt: flächendekende Marktpräsenz, Verlust an Kundennähe
  2. Ja, der Hersteller sichert sich vertraglich das ausschliessliche Beliderungsrecht und setzt allenfalls auch die Verkaufspreise fest. Die selbstständigen Besitzer der Verkaufsgeschäfte entscheiden über Marketingmassnahmen und sorgen für den Absatz der Kleider.

 

  1. Was unterscheidet Werbung vom Sponsoring?
  2. Würden Sie für die Werbung für eine 5-Sterne Hotel Inserate oder TV-Spots vorziehen?

  1. Werbung ist ein eigenständiger Auftritt der Unternehmung am Markt mit einem Kommunikationsziel (Produkt, Imnage)
    Sponsoring ist die Unternehmung Trittbrettfahrer bei einem unabhängigen Anlass. Sie kommuniziert keine eigene Botschaft, sondern erwartet einen Imagetransfer
  2. Das TV ist ein Kommunikationsmittel für die breite Bevölkerung, daher würde dies zu höhen Streuverlüsten führen. Insterate in Zeitungen/Zeitschriften mit Übereinstummung der Zielgruppe (Golf, Wirtschaft, Finanz) wäre besser.

  1. Welche Vorteile  bringt dem Hersteller ein bekannter Markenname?
  2. Ist Nivea eine Produktmarke, eine Dachmarke oder eine Handelsmarke?

  1. Signalisiert Bekanntheit und Vertrauen in die Qualität des Produktes
    Hebt Produkt aus der Masse heraus und verschafft ihm Aufmerksamheit
    Ist Statussymbol und Ausdruck von Lebensstil und Werthaltungen
  2. Nivea ist eine Dachmarke (Körperpflegeprodukte)

Suchen Sie Beispiele von Restaurants mit folgenden Sortimentsmerkmalen:

  1. schmal und tief
  2. schmal und flach
  3. Warum findet man bei Restaurants nur selten die Sortimentskombination breit und tief?

  1. Spezialitätenrestaurants (Indisch, chinesisch)
  2. Fastfood Restaurants
  3. Da es grosse Vorräte braucht. Da Lebensmittel verderblich sind ist hoher Umsatz benötigt. Viele Gäste zweifeln bei zur grosser Auswahl an der Frische.

Verfassen sie für die Berggemeine Bergün Empfehlungen zur Ausgestaltung der Marketinginstrumente (4P) unter Berücksichtigung eines harmonischen Marketing-Mix.

Bergün ist stark Tourismusabhängig (Zielgruppe Familien und Naturfreunde, Wanderer)

Product

  • Kinderfreundliche Hotels
  • Spielplätze
  • Wander- und Spazierwege

Price

  • Günstige Preise
  • Ausgerichtet auf untere und mittlere Kaufkraftklassen

Place

  • Zusammenarbeit mit spezialisierten Reiseverantstalter
  • Zusammenarbeit mit Institutionen für die Organisation preisgünstiger Ferienangebote

Promotion

  • Inserate in Familienzeitschriften, Publikationen für Naturfreunde
  • Wettbewerbe und Gutscheine für Schnupperferien
  • Direktkontakte mit Familienorganisationen, Alters- und Sozialinstitutionen mit konkreten Angeboten

 

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