Beschaffungslogistik

Beschaffungslogistik

Beschaffungslogistik


Matthias Müller
Diese Karteikarten bieten einen umfassenden Überblick über die Beschaffungslogistik und richten sich an Fachleute, die sich mit der Planung, Organisation und Optimierung von Beschaffungsprozessen befassen. Sie decken Themen wie Bedarfsermittlung, Informationsbeschaffung, Einkauf, Lagerfunktionen und die Bedeutung von Lieferanten ab. Die Karteikarten helfen Unternehmen, ihre Beschaffungsstrategien zu verbessern, Kosten zu senken und die Effizienz der Lieferkette zu steigern.
Karten
69
Lernende
11
Sprache
Deutsch
Kategorie
Finanzen
Stufe
Andere
Erstellt / Aktualisiert
14.07.2014 / 19.09.2018

Lernkarten

LZ4: Definiere Elemente des strategischen Beschaffungsprozesses als Teilprozess und ordne entsprechende Optimierungspotenziale.

z. B. mit Lieferant Rahmenvertrag abschliessen.

Vorteile:
-kleinere Lgerbestände durch kleinere Anlieferungsmengen
-kürzere Lieferfristen (keine Sicherheitsbestände nötig)
-bessere Verfügbarkeit
-erhöte Flexibilität
-Nutzung von Mengenrabatten resp. Preisstaffeln
-einfachere Administration 

LZ4: Definiere Elemente des operavtiv Beschaffungsprozesses als Teilprozess und ordne entsprechende Optimierungspotenziale.

-Lieferant ist in der Regel bereits bekannt
-Abrufe aus Rahmenverträge
-operative Beschaffung nimmt Einfluss auf die Verfügbarkeit und die Liquidität eines Unternehmens

LZ9: Skizziere einen Prozessablauf von der Absatzplanung bis zur BEstellanforderung (BEdarfs-PLanungsmodell und definiere seine Einflussgrösse.

Basis aller Planaufträge ist der Absatzplan (Forecast). Es handelt sich um eine rollierende zu erwartende Auftragslage, die einerseits aus Kundeninformationen, andererseits aus der Historie bestimmt wird.

Aus dem Absatzplan wird wird der Produktionsplan abgeleitet. Dabei werden die Bestände in der Pipeline der Supply-Chain (Downstream) berücksichtigt.

Produktionsplan ist die Grundlage für den Materialbedarfsplanungslauf (MRP). Anhand der ERP-Stammdaten "Arbeitsplan" und "Stücklisten" wird der Kapazitätsbedarf (Kapazitätsplan)  und der Materialbedarf (Materialplan) ermittelt.

In Produktionbetrieben enthält der Materialplan Halbfabrikate als auch Rohmaterialien. 

LZ14: Erkläre den Einsatz des ERP-System beim Bedarfsermittlungsverfahren.

ERP ist die Abkürzung für Enterprise Resource Planning. Daten und andere Informationsarten werden mit der ERP-Software bearbeitet und in einer zentralen Datenbank gespeichert. Mit einem ERP-System können finanzielle, logistische und administrative Daten leicht miteinander verknüpft werden.

LZ 14: Erkläre die Bedarfsermittlung

-Ermittlung und Ableitung eines nach Menge und Zeit definierten Bedarfes
-mit Hilfe von einfacheren manuellen oder komplexeren EDV-unterstützten Mitteln
-Verknüpfung über alle Produktionsstufen
-Benötigte Mengen müssen gerade rechtzeitig für den Einsatz im folgenden Prozess fertig gestellt werden

LZ14: Erkläre die Ermittlung des Primärbedarfs.

Die Ermittlung des Primärbedarfs wid meist dem Verkaufs- und Marketingsorganisationem einer Unternehmung übertragen. Angaben bilden die Grundlage für die Grobplanung und das Produktionsprogramm und beeinflusst die Beschaffungsplanung.

LZ14: Erkläre die Ermittlung des Sekundärbedarfs.


Es handlet sich um einen abhängigen Bedarf für die Produktion notwendigen Materialien.  Voraussetzung:
-Primärbedarf und Zusammensetzung der Endprodukte sind bekannt (Stücklisten)

Der Sekundärbedarf kann auf Daten unterschiedlicher Quellen basieren:

LZ14: Erkläre die Ermittlung des Sekundärbedarfs bei voll spezifiziertem Primärbedarf.

Sekundärbedarf ergibt sich aus dem spezifizierten Primärbedarf und der daraus resultierenden Grobplanung/Produktionsprogramm sowie den, im Zeitpunkt der Bedarfsermittlung, bereits vorliegenden Kundenaufträgen.

LZ14: Erkläre die Ermittlung des Sekundärbedarfs bei teilweise- und bei nicht spezialisiertem Primärbedarf.

-Produktionsprogramm umfasst eine Anzahl Ausführungsvarianten (rote, blaue + weisse Velo-Rahmen)
-Anteile im Zeitpunkt der Erstellung des Programms noch nicht bekannt
-Dazu gehörende Teile und Materialine müssen jedoch als Folge der zeitlichen Vorstaffelung beretis gefertigt oder bestellt werden, damit sie rechtzeitig zur Verfügung stehen
-Methoden für möglichst realitätsnahme Bedarfsermittlung für den Sekundärbedarf
      a) Durchschnittsbildung der Vergangenheitswerte
      b) Exponentielle Glättung

LZ14: Erkläre den unabhängigen Verbrauch Teritärbedarf

-für kleine und unwichtige Teile lohnt es sich häufig nicht, diese in eine Stückliste aufzunehmen, z.B. kleine Nieten und Schrauben
-Häufig ist es auch nicht möglich, den Verbrauch von Betreibsstoffen einzelnen Produkten zu verrechnen, z.B. Schmierstoffe bie Produktionsanlagen > Verbrauch pro Verkaufseinheit?

LZ19:Beschreibe die Bedeutung der Materialbeschaffungsplanung.

Es geht um die Materialbeschaffung bei Vorratshaltung, in erster Linie die Planung für X- und Y-Güter.  Die zwei grundlegenden Entscheidungen der Lagerhaltung betreffen die Bestellmenge und den Sicherheitsbestand. Dazu benötigt man grundlegende Informationen (externe und interne Informationen)

LZ19: Nenne die grundlegenden Informationen zur Materialbeschaffungsplanung.

Externe Informationen (produktbezogen)
-Prognosen
-Wiederbeschaffungszeiten
-Preise und Rabatte

Interne Informationen bzw. Kosten (prozessbezogen)
-Mengenunabhängige Kosten der Beschaffung und der Produktion
-Handling- und Lagerkosten
-Fehlmengenkosten
-Kapitalkosten

LZ5: Nenne die Vor- & Nachteile der Einlinienorganisation (Beziehungszusammenhänge) sowie deren Vorkommen?

V: einfache & eindeutige Hierarchie. Die Zuständigkeiten der einzelnen Stellen (Kästchen) sind klar definierbar.

N: Bei grösseren Organisation, vorallem bei Firmen bei mehr als einem Standort, ist dieses Organigramm für eine übergreifende Aufbauorganisation nicht anwendbar.

Vorkommen: ist weit verbreitet, ist vor allem bei Klein und Mittelbetrieben die geeignete Aufbauorganisation.

LZ5: Nenne die Vor- & Nachteile der Mehrlinienorganisation (Beziehungszusammenhänge) sowie deren Vorkommen?

Mehrlinienorganisationen sind sehr selten, normalerweise kennt man die Einlinenorganisation als die Linienorganisation.

V: Einzelne Stellen können mehrere Aufgaben übernehmen, für die sie je ein Vorgesetzten betreut. Das Aufgabenspektrum kann dadurch attraktiv gestaltet werden.

N: Verstehen sich die Chefs nicht, führt dies zu Konflikten und somit ist diese Organisationsform nur eingeschränkt einsetzbar & meist personenabhängig bzgl. Vorgesetzten.

Vorkommen: Findet man eher in Instituten & Forschungszentren als in Industrie, im Handel oder bei DL.

LZ5: Nenne die Vor- & Nachteile der Stablinien Organisation (Beziehungszusammenhänge) sowie deren Vorkommen?

V: Ist geeignet für grössere Unternehmen (> ca. 50 MA). Beinhaltet Stellen, die eine wichtige Funktion im Unternehmen haben können aber keine Führungsverantwortung. Solche Stellen haben eine Unterstützungs / Support-Funktion und sind üblicherweise nicht in der direkten Wertschöpfung tätig.

N: Bei zu kleinen Organisationen kann man damit einen "Wasserkopf" bilden und die Firma zu stark administrieren. Bei zu grossen Unternehmen sind Stabsstellen oft überfordert bzgl. des Aufgabenspektrums oder der zu betreuenden Anzahl MA.

Vorkommen: Typsiche Organisation für ein mittelständisches Unternehmen (KMU) mit einem einzigen Standort

LZ5: Nenne die Vor- & Nachteile der Matrixorganisation (Beziehungszusammenhänge) sowie deren Vorkommen?

V: gibt klare Differenzierung zwischen fachlicher und disziplinarischer Verantwortung eines Vorgesetzten. Ist die Aufgabenteilung klar, ist es eine ideale Form für Unternehmen, die mehrere Standorte haben und die fachliche Führung nicht vor Ort sein kann.

N: ist komplex und bedingt eindeutige Prozesse. Die Führungsverantwortung ist anspurchsvoll und muss viel mehr abgestimmt werden. Ist nicht die ideale Organisation für Unternehmen im Umbruch. Im Zweifelsfall sollte man versuchen, die Stablinien-Organisation der Matrixorganisation vorzuziehen.

Vorkommen: In internationalen Unternehmen anwendbar. Die Matrixorganisation ist die einzige Organisationsform in dieser Dimension, die das strukturiert und umfassend über mehrere Unternehmen erlaubt. s

LZ5: Vor- und Nachteile der Projektorganisation (Aufgabenträger)?

V: Projektorganisation hat ein klares Ziel, einen Plan & damit auch ein Ende. Je länger das Projekt dauert, umso wichtiger ist die Festlegung einer Organisationsstruktur und einer Aufgabenzuteilung pro Teilprojekt / Stelle.

N: Projektorganisationen sind meistens "Schattenorganisationen". Sie werden zusätzlich zur bereits bestehenden Unternehmensorganisation festgelegt. Die Aufbauorganisation kann mehr Verwirrung als Vorteile bringen

LZ5: Vorteile der zentralen Organisation & der dezentralen Organisation?

Vorteile Zentralisierung: Eine Zentralisierung ist nur dann vorteilhaft, wenn Synergien genutzt werden können. Das können administrative, Know-How- oder Investitions-Synergien sein. Im Fall einer Zentralisierung des Einkaufs handelt es sich fast ausschliesslich um den strategischen Einkauf, der aufgrund der notwendigen Bündelung des Know-Hows bezüglich Mat.gruppen und Lieferantenentwicklung für eine solche Organisation sehr gut geeignet ist.

Vorteile Dezentralisierung: Im Gegenteil zum strategischen Einkauf soll der dezentrale (häufig operativer Einkauf) in der Nähe des Geschehens sein und deshalb dezentral organisiert werden. Dabei soll er sich hauptsächlich um die Versorgungssicherheit seines Standorts kümmern.

LZ5: Umschreibe kurz das Leadbuyer Prinzip (Aufgabenträger)?

Eine Leadbuyerorganisation ist nur dann sinnvoll, wo mehrere strategische Einkäufer die gleichen Materialgruppen einkaufen ( z. B. Flansche in China, Indien, Europa).

Der Leadbuyer muss nicht am gleichen Standort sein sondern kann sich im Unternehmen an einem beliebigen Standort befinden - idealerweise in der Nähe der Produktentstehung / Entwicklung und/oder in der hauptsächlichen Beschaffungsregion. Allerdings muss darauf geachtet werden, dass die Materialgruppenstrategien in einer ähnlichen Art und Weise festgelegt, umgesetzt und überwacht werden (Methode).

LZ10: Was bedeutet determinierte Bedarfsstruktur?

determiniert: gut und mittel planbar

Der Bedarf kann für eine bestimmte Zeitperiode zum voraus exakt festgelegt werden, sowohl mengenmässig als auch zeitlich. Er kann innerhalb einer Zeitperiode konstant, schwankend, steigend oder fallend sein.

LZ10: Was bedeutet stochastische Bedarfsstruktur?

stochastisch: schlecht planbar

Der Bedarf für eine bestimmte Zeitperiode kann nur mengenmässig, nicht aber zeitlich vom Verkauf festgelegt werden (z. Bsp.: 1'000 Stk. pro Jahr). Als Hilfsmittel kann nur die Statistik "Anzahl Bezüge" in der vergangenen Zeitperiode berücksichtig werden

LZ10: Was bedeutet heuristische Bedarfsstruktur?

heuristisch: nicht planbar

 

Der Verkauf kann überhaupt keine Auskunft über den zukünftigen Bedarf geben. Diese Teile werden nur auf Kundenauftrag disponiert. Da häufig gar keine Lagerhaltung vorhanden ist, muss für das Fertigprodukt mit einer längeren Lieferfrist gerechnet werden.

LZ 10: Was ist der Bruttobedarf?

Es ist der zukünftig zu erwartende Bedarf innerhalb einer bestimmten Zeitspanne ohne Berücksichtigung von Lagerbestand und Ausstand (offene Bestellungen oder Fertigungsaufträge).

LZ10: Was ist der Nettobedarf?

Er ist der effektiv zu beschaffende Bedarf in Form von Bestellungen (Extern) oder Fertigungsaufträgen (intern). Er ergibt sich als Differenz zwischen Bruttobedarf und dem effektiv vorhandenen Lagerbestand und Ausstand.

LZ15: Wie errechnet man die "Durchschnittsbildung der Vergangeheitswerte" (auch Mittelwert) gennant?

Aus dem Verbrauch on n-Perioden wir der arthmetische Mittelwert xn errechnet (siehe Formel). Ist aber nur dann als Voraussagewert geeinget, wenn der Bedarfsverlauf einigermassen gleichbleibend beurteilt wird.

 

LZ1 Was ist die Beudeutung der Logistik

Baschaffungslogsitk

Porduktionslogistik

Distributionslogistik

LZ 15: Was ist die exponentielle Glättung?

Da bei der Lagerhaltung der Bedarf der nächsten Tage, Wochen oder Monaten zu prognostizieren is, werden zur Schätzung Methoden der kurzfristigen Prognoserechnungen herangezogen. Das in der Praxis am häufigst verwendete Verfahren ist die exponentielle Glättung.
Bei der expontionellen Glättung werden der alte Verbrauchts-Mittelwert vergangener Zeitperioden und der Bedarf der jüngsten Periode unterschiedlich stark berücksichtigt. Die Gewichtung der Bedarfswerte erfolgt mit dem sogenanten Glättungsfaktor, diese Werte liegen zwischen 0 und 1. Je näher der Wert bei 1 liegt, desto mehr wirkt sich der Bedarf der jüngsten Periode auf das Ergebnis der neuen Vorhersage aus.
Dabei ist zu beachten, dass das Verfahren mit einem Anfwangswert initialisiert werden muss.

LZ1 Was ist der Zusammenhang mit der Beschaffungslogistik?

Verbäuche aus der Absatzplaung werden via ERP auf die Einzelteile gerechnet und kommen so in die Beschaffungslogistik

LZ1 Was sind Supportprozesse in der Wertschöpfungskette?

HR, Finanzen, IT etc.

LZ6 Was gibt es für Materialarten?

Sicher der Wertschöpfung

- Rohstoffe, Halbzeuge, Halbfertigzeuge, Fertigprodukte, Handelsware,Hilf und Betriebsstoffe

SIcher der Werkstoffkunde

- Metalle, Nichtmetalle, Organische Stoffe, Halbleiter, Verbundsstoffe

LZ6 Was ist Materialgruppen Management?

Nutzung von Synergien in der Beschaffung durch zusammenfassen von Einkaufkomp. und Bedärfen

LZ11 Was ist ein Bruttobedarf?

Zukünftiger Bedarf ohne berücksichtigung der Lagerbestände und dem Ausstand

LZ 30: Was bedeutet "MRO-Bedarf" was ist dessen Ziel & Zweck?

Bedarf an Hilfs- und Betriebsstoffen (MRO= Maintenance, Repair and Operations) & damit der Bedarf an Teilen resp. Dienstleistungen, die nicht für die direkte Wertschöpfung verwendet werden.

Ziel & Zweck: Kataloge dienen einer effizienteren Beschaffung. Damit können Prozesskosten erheblich reduziert und die Fehlerquote gesenkt werden. Vor allem beim Einkauf von MRO Gütern soll der Einkauf über Kataloge praktiziert werden (eProcurement), da hier die engen Spezifikationen der Komponenten für den Produktionsbedarf nicht gelten.

LZ11 Was ist ein Nettobedarf?

Effektiv Beschaffender Bedarf mit abzug vom Lager und den Bestellungen

LZ 11 Was ist ein Planbedarf?

Bedarf, der wären der Zeit der WBZ gedeckt werden muss

LZ21 Wo wird die Andlerformel am besten verwendet?

Bei Bedarfen die regelmässig sind und der EP immer gleich ist.

LZ27 Was sind Incoterms?

Incoterms regeln die Risiken und Kosten bei der Lieferung, es gibt sehr viele, für den Einkauf ist EXW am besten, Kosten und Risiken werden vom Lieferanten getragen.

LZ25: Welche Kennzahlen können hinsichtlich der Qualität, der Beschaffungskosten und Zeit den strategischen Zielen der Beschaffung entsprechen?

- Termintreue
- Mengentreue
- Qualitätstreue

- Materialpreisveränderung

- Mengentreue
- Terminflexibilität (Servicegrad)

LZ25: Für was dient die Materialpreisveränderung?

dient dazu, die tatsächlichen Preisveränderungen aufzuzeigen. Dies geschieht durch den Vergleich des Preisniveaus am Ende des vergangenen Geschäftsjahrs mit dem Stichtagspreis.

LZ20: Wie lautet die Formel für die optimale Losgrösse? (auch Andler-Formel oder Wilson-Formel genannt)

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