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Sprache Deutsch
Stufe Berufslehre
Erstellt / Aktualisiert 19.10.2016 / 13.03.2021
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Betreuerische Arbeit orientiert sich primär an den ethischen Grundprizipien. "Gutes tun" und "schaden vermeiden"

Nenne die fünf ethischen Grundprinzipien.

 

Die fünf ethischen Grundprinzipien sind:

  • Nicht -Schaden-Prinzip
  • Autonomie-Prinzip
  • Führsorge-Prinzip
  • Gerechtigkeits-Prinzip
  • Menschenwürde-Prinzip
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Betreuerische Arbeit orientiert sich primär an den ethischen Grundprizipien.

Beschreibe das Nicht-Schaden-Prinzip.

Das Nicht-Schaden-Prinzip

"Niemand darf anderen Menschen Schaden zufügen."

In einer modernen Gesellschaft können wir entscheiden, wie wir unser leben gestalten wollen.Wirbsind frei in der Wahl der Handlungen, die unser selbst betreffen. Unsere Freiheit endet aber da, wo die Freiheit anderer beginnt. Diese Begrenzung der Freiheit des einzelnen, zum Schutz der Freiheit anderer, muss durch klare Regeln gewährleistet werden. Eine dieser Regeln ist das Nicht-Schaden-Prinzip. Das Nicht-Schaden-Prinzip weist eine grosse Nähe zur "Goldenen Regel" auf (vgl. Thema Ethik).

 

 

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Betreuerische Arbeit orientiert sich primär an den ethischen Grundprizipien.

Beschreibe das Autonomie-Prinzip.

Das Autonomie-Prinzip

"Die Entscheidung des Anderen Respektieren".

Das Autonomie-Prinzip ist ein allgemeines ethisches Prinzip, welches alle Lebensbereiche betrifft. Autonomie="sich selbst Gesetze geben". Unsere Freiheit bzw. Selbstbestimmung ist jedoch nie absolut und ist u.a. durch das gleiche Recht Anderer begrenzt. In unsere Zeit übersetzt haeisst das: Ein (möglichst) selbst bestimmtes Leben zu führen, eigene, unabhängige Entscheidungen zu treffen.

Das Autonomie Prinzip beinhaltet die moralische Forderung, Entscheidung anderer, die sie selber betreffen, zu respektieren, sofern andere dadurch nicht eingeschränkt oder gar geschädigt werden.

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Beim Autonomie-Prinzip im Hinblick auf Betreuungs- und Pflegeeetik wird auch von situationsbezogener Autonomie gesprochen. Was wird unter situationsbezogener Autonomie verstanden

Vor allem in bder Betreuuungs- und Pflegeethik kann es nicht darum gehen, ob eine Person generell autonom ist, sondern es geht immer darum, ob einzelne Entscheidungen autonom sind. Man bezeichnet dies als situationsbezogene Autonomie

Z.B.:Einem an Demenz erkrankten Menschen kann nicht pauschal die Fähigkeit zu aotonomen Entscheidungen abgesprochen werden. Auch er kann "klare" Momente haben und z.B. entscheiden, welches Kleidungsstück er tragen möchte oder ob er Besuch in der Cafeteria oder in seinem Zimmer empfangen möchte.

Wichtig: Das Recht auf Autonomie steht über den Forderungen des Führsorge-Prinzip. Ein Mensch hat die Freiheit und das Recht, Hilfsangebote abzulehnen.

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Wan gilt eine Entscheidung in der Regel als autonom? Nene die vier Kriterien.

Eine Entscheidung gilt in der Regel dann als autonom, wenn die vier folgenden Kriterien erfüllt sind:

  1. Die Person handelt bewusst und absichtlich.
  2. Die Person ist angemesssen informiert.
  3. Die Person ist fähig, die Situation und die Folgen ihrer Entscheidung zu verstehen.
  4. Die Person entscheidet aufgrund dieses Verstehens frei, d.h. sie wird nicht von dritten beeinflusst (gezwungen, manipuliert).

 

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Betreuerische Arbeit orientiert sich primär an den ethischen Grundprizipien.

Beschreibe das Führsorge-Prinzip.

Das Führsorge-Prinzip

Führsorge bedeutet hier, Menschen vor Schaden oder Gefahren und ihnen Gutes zu tun, ihre Lebensqualität zu erhalten oder wo möglich zu verbessern.

Als Fachfrau/Fachmann Betreunghaben Sie aufgrund Ihres Berufsrolle eine besondere moraischeVerantwortung.Sie haben für das Wohlergehen von menschen zu sorgen, die dies nicht vollumfänglich eigenverantwortlich tun können. Die Ihnen anvertrauten Menschen sind z.B. nicht in der Lage, bestehende Gefahren zu erkennen oder die Folgen ihres Tuns im Voraus abzuschätzen zu können und ihr Handeln danach zu richten. darau ergibt sich eine besondere Scgutzbedürftigkeit.

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Betreuerische Arbeit orientiert sich primär an den ethischen Grundprizipien.

Beschreibe das Gerechtigkeit-Prinzip.

Das Gerechtigkeit-Prinzio

"Gerechtigkeit bedeutet keine Willkür und keine Benachteiligung/Diskriminierung"

Im allgemeine Sinn bedeutet Gerechtigkeit "Rechtmässigkeit" und steht im Gegensatz zur "Willkür.

Ein Rechtsstaat trägt für die "Rechtmässigkeit" im Umgang zwischen Individuen und im Umgang zwischen Individuen und dem Staat die Verantwortung. Er hat dafür Gesetze zu schaffen, dafür zu sorgen, dasss diese Gesetze angewendet werden und dass sie von allen eigeklagt werden können.

Güter und Chancen sollen also gerecht verteilt werden. Werden viele Gelder für eine Sache (Strassenbau) gebraucht und etwas anders kommt zu kurz (Betreuung) kann das zu einem Betreuungsnotstand führen.

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Wenn ein Staat beispielsweise viel Geld für Strassen und Sportplätze ausgibt, aber zu wenig für die Betreuung von Kindern, alten und behinderten Menschen, so ist das ungerecht und kann zu einem Betreuungsnotstand führen. Wan kann von einem betreuungsnotstand gesprochen werden.

 Von einem Betreuungsnotstand kann gesprochen werden, wenn betreuungsbedürftige Menschen aufgrund von mangelnden personeller Ressourcen bspw. nicht vor Gefahr, Überforderung, Verwahrlosung ect. geschützt werden können.

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Betreuerische Arbeit orientiert sich primär an den ethischen Grundprizipien.

Beschreibe das Menschenwürde-Prinzip.

Das Menschenwürde-Prinzip

"Jeder Mensch besitzt - ohne jede Vorbedingugn - den gleichen schutzwürdigen Wert"

Der Begriffder Menschenwürde ist Ausdruck der Idee oder Erfahrung, dass jeder Mensch aufrund seiner blosser Existenz, d.h. ohne jede Vorbedingung, den gleichen schutzwürdigen Wert besitzt. Die Beachtung des menschenwrde-Prinzip umfasst die Beachtung aller oben genannten ethischen Prinzipien.

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In der Grundhaltung des FaBe findet man auch die Grundwerte (sind Werte die in der Gesselschaft als besonder wichtig angesehen werden.) . Nenne die vier Grundwerte

Diese Grundwerte gelten auch im Betreuungsalltag.

  • Freiheit
  • Gerechtigkeit
  • Soladarität
  • Gewaltlosigkeit
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In der Beziehung zwischen Betreuungsfachpersonen und den betreuten Menschen besteht immer ein Machtgefälle. Dieses Machtgefälle beinhaltet immer die Gefahr des Machtmissbrauchs und damit des Verstossens gegen ethische Grundprinzipien.

Verschiedene Professionen, die mit Menschen arbeiten, haben für ihre berufliches Handeln ethische Richtlinien erlassen (Medizin, Pflege, Psychotherapie ect.). Aus der Grundhaltung des FaBe - Berufes lassen sich ethische Richtlinien für das berufliche Handeln ableiten.

Nenne die Grundhaltung des FaBe Berufs. Nene zu jedem der drei Haltungen das oder die ethischen Prinzipen  und beschreibe das passende moralische Handeln in der Betreuungsarbeit dazu. (Beschriben alsTabellenform im Skript)

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Siehe Bild:

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Was wird unter einem ethischen Dilemma verstanden?

Moralisches Handeln in der Betreeung orientiert sich u.a. am ethischen Grundsatz: Das tun, was dem Wohl der betreuten Menschen dien und das unterlassen, was ihrem Wohl schadet.

In konkreten betreuungssituationen führt dies nicht selten zu Situationen, in denen sich zwei ethische Prinzipien gegenüberstehen und Sie sich für das eine ethische Prinzip entscheiden müssen und dadurch zwangsläufig das andere Prinzip verletzen. In solchen Situationen sprich man von einem ethischen Dilemma.

Dilemma definition nach Duden: Wahl zwischen zwei gleich unangehnehmen Dingen.

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Nene ein ethisches Dilemma und zeige auf wo dieses liegt.

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Siehe Bild

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Was bedeutet  der Begriff Paternalismus und nene ein beispiel in der Behindertenbetreuung.

Der Begriff Paternalismus bedeutet,, die neigung jemanden, zu dessen Wohl, zu bevormunden.

"Da du nicht selber wissen kannst, was für dich gut ist, entscheide ich, was für dich gut ist und setze dies - auch gegen deinen Willen - durch."

Beispiel: In der Behindertenbetreuung zeigt(-e) sich dies in krasser Form bspw. bei der Zwangssterilisation von Menschen mit geistigerBehinderung.

Paternalismus zeigt sich aber auch in vielen, alltäglichen Betreuungssituationen, mit Menschen die in ihrer Entscheidungsfähigkeit als eingeschränkt gelten. In der Betreuungsarbeit ist Paternalismus ein seit Langem viel diskutierte Problematik.

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Drängende ethische Fragen stellen sich heute insbesondere in Bereichen der Biomedizin. Viele dieser Fragestellungen sind von grösster Relevanz für Menschen mit Behinderung. Es gibt zwei Zentrale Bereich der Biomedizin. Nene diese zwei inkl. Begriffsdefinition.

Präimplatationsdiagnostik (PID): Untersuchungen die dazu dienen bestimmte Erbkrankheiten und Besonderheiten der Chromosomen zu erkennen, bevor der Embryo in die Gebärmutter eingepflanzt wird.

Pränatalmedizin/ Pränataldiagnostik (PND): Untersuchungen des ungeborenen Kindes und der Schwangeren Frau. Gängige Methoden sind Ultraschalluntersuchung, Untersuchungen von Hormonkonzentrationen im mütterlichen Blut.

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Schwangerschaftabbruch und Sterbehilfe sind zwei weitere Bereiche mit ethischen Implikationen für Menschen mit Behinderung.  Wo liegt die problematik bei Schwangerschaftsabbruch auf bezug Menschen mit Behinderung?

Schwangerschaftsabbruch:

Eine Festgestellte Behinderung ist für sich allein kein ausreichende Grundlage, um die Beendigung einer Schwangerschaft zu rechtfertigen. Das grundsätzliche Recht auf Schwangerschaftsabbruch wird jedoch nicht in Frage gestellt.

Es darf aber keinen rechtlich legitimierten Automatismus zwischen der vorgburtlichen Prognose einer Behinderung und einem Schwangerschafsabbruch geben. Entsprechenden Bestrebungen in der Gesellschaft ist entgegenzutreten.

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Sterbehilfe ist ein weitere Bereiche mit ethischen Implikationen für Menschen mit Behinderung.

Jede Legalisierung aktiver Sterbehilfe bei Menschen mit geistiger Behinderung ist unstatthaft. Wiso?

Die Zulassung einer derartigen Sterbhilfe ist nicht vereinbar mit dem Recht auf Leben der behinderten Person und könnte zudem einer Differenzierung zwischen "lebenswertem" und "lebensunwertem"  Leben Vorschub leisten. Krankheit oder behinderung berühren den Grad der Schutzwürdigkeit des Menschen nicht.

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Nene vier Formen der Sterbehilfe

Die vier Formen der Sterbehilfe:

  • Passive Sterbehilfe
  • Beihilfe zum Suizid
  • Indirekte aktive Sterbehilfe
  • Direkte aktive Sterbehilfe
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Beischreibe die Form der Sterbehilfe: Passive Sterbehilfe

Passive Sterbehilfe

Darunter versteht man den Verzicht auf lebenserhaltende (-verlängernde) Massnahmen. passive Sterbehilfe ist in den Richtlinien der SAMW (Schweizerische Akademie der Medizinischen Wissenschaften) ausdrücklich erlaubt und wird auch praktiziert. (Die passive Sterbehilfe ist gesetzlich nicht ausdrücklich geregelt.)

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Beischreibe die Form der Sterbehilfe: Beihilfe zum Suizid

 

Beihilfe zum Suizid

Sie liegt dan vor, wenn man einem Patienten die Mittwl (z.B. Gift) zur Verfügung stellt, um Suizid zu begehne. Diese Form der Sterbehilfe ist nach dem schweizerischen Strafgesetzbuch nicht strafbar, wenn sie ohne "selbstsüchtige beweggründe" geleistet wird.

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Beischreibe die Form der Sterbehilfe: Indirekte aktive Sterbehilfe

Indirekte aktive Sterbehilfe

Sie liegt dan vor, wenn zur Linderung des Leidens Mittel eingesetzt werdden, etwas Morphin zur Schmerzlinderung, die als Nebenwirkung zum Tod führen können. Diese Form der Sterbehilfe ist gemäss SAWM (Schweizerische Akademie der Medizinischen Wissenschaften)-Richtlinien zulässig. (Auch diese Art der Sterbehilfe ist im StGB nicht ausdrücklich geregelt.)

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Beischreibe die Form der Sterbehilfe: Direkte aktive Sterbehilfe

Direkte aktive Sterbehilfe

Ist strafbar. In diesem Fall führt der "Sterbehelfer" den Tod eines Menschen, auf dessen Verlangen, gezielt herbei, mit der Absicht, dessen Leiden zu verkürzen. Diese Form der Sterbehilfe ist nach Schweizerischem Strasgesetzbuch verboten.

 

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Ethische Grundprinzipen der Betreuungsberufe / Betreuerusche Arbeit orientert sich primär an den ethischen Grundprizipein:

Gutes tun und Schaden vermeiden

Will man diese ethischen Prinzipien herunter brechen auf konkrete berufliche handlungen, muss man die Frage beantworten: ....... und wiso ist diese Frage so wichtig?

Was ist "gut" für betreute menschen und was " schadet" ihnen?

Diese Frage zu beantworten ist deshalb besonders wichtig, weil in der beziehung zwischen den professionellen und den betreuten ( Kindern, menschen mit Beeinträchtigung, alten menschene) immer ein Machtgefälle besteht. Und dieses Machtgefälle beinhaltet immer die Gefahr des Machtmissbrauchs.

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In dem noch jungen Betreuungsberuf Fachfrau/ Fachmann betreuung gibt es bisher keine explizit formulierte ethische Richtlinbien. Aus der Grundhlatung des berufes lassen sich jedoch einige ethische Richlinien für das berufliche handeln ableiten.

Stelle  zu jeder Grundhaltung des FaBe Berufs  eine Beispiel was ist "gut für die betreuten Menschen und was "schadet" ihnen?

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Sieh Bild:

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Jeder Mensch hat das unveräusserliche Recht auf Leben.

Denoch ist es so, dass nicht nur in den zeiten des Nationalsozialismus menschen mit Behinderung umgebracht (euthanasiert) wurden, sondern das die tendenz, anderen menschen das Lebensrecht abzusprechen, auch durchaus in einer moderenen, arbeitsethischen fixierten Gesellschaft aktuell ist.

Der höchst umstrittene Bioethiker und Tierethiker Peter Singer gilt für die Einen als grösster lebender Philosoph, für die Anderen - insbesondere die von seinen theorien betroffenen Menschen mit behinderung - als Beführworter der nationalsozialistischen Euthanasie.

Beschreibe was Peter Singer unter Glück versteht und ab wan er eine eine Person als Person betrachtet. Was ist seine Kernaussage.

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Ingers Vorstellung von "Glück" ist gleichbedeutend mit der Abwesenheit von Leid ( und Schmerz). "Glück" - sowohl des Individuums als auch der Gesellschaft - ist rein rationalen (vernuftsgesteuerten) und von Effizienz bestimmten denkweisen geprägt.

Allerdings hat Singer zufolge nicht jeder Mensch diselben Rechte, denn nur "Personnen" komme ein unverfügbares Lebensrecht zu. Zur Tatsache, eine "Person" zu sein, gehört die Fähigkeit, eine Vorstellung des Lebens zu entwickeln, geistige Autonomie und bewusstsein. Das interesse, das eigene Leben fortzuführen, setzt Wünsche voraus, die sich durch Fortpflanzung des Lebens erfüllen können und durch den Tod verhindert würden. Ungeborene und neugeborene Menschen z.B. seien demnach keine personen, sondern gehörten lediglich zur Spezies Mensch.

Weiter Infos und Frage nach seiner Kernaussage siehe Bilder.