Beatmung und Entwöhnung

zur Vorlesung vom 27.05.2016

zur Vorlesung vom 27.05.2016


Z. S.
Diese Lernkarten vermitteln grundlegende und spezifische Aspekte der Beatmungstherapie und Entwöhnung, darunter lungenprotektive Strategien, Parameter wie PEEP und FiO2, sowie pathophysiologische Konzepte wie Totraum, Shunt und Ventilations-Perfusions-Verhältnis. Sie richten sich an Medizinstudierende, die sich auf Prüfungen vorbereiten oder klinische Zusammenhänge vertiefen möchten, und bieten prägnante Erklärungen zu Beatmungsformen, Oxygenierungsstörungen und Komplikationen wie VILI oder ventilatorassoziierter Pneumonie.
Flashcards
23
Students
6
Language
German
Category
Medical
Level
University
Created / Updated
06.06.2016 / 20.04.2026

Flashcards

Bei der eisernen Lunge handelt es sich um

Bei der Kürass-Beatmung handelt es sich um

Was macht die physiologische Atmung aus?

  • inspiratorisch: Unterdruck
  • exspiratorisch: Überdruck

Klausur: Was versteht man unter einer nicht-physiologischen Beatmung?

eine Positivdruckbeatmung bzw. Überdruckbeatmung

z.B. Langzeitbeatmung nach Tracheotomie mit Beatmungsbeuteln

Klausur: Ursachen der respiratorischen Insuffizienz

Praenchymversagen vs. atemmechanisches Versagen

AaO2

  • wichtiger Parameter zur Beurteilung einer eventuell vorhandenen Oxygenierungsstörung
  • Berechnung
  • Normwert

alveolar-arterielle Sauerstoffpartialdruckdifferenz

  • pAO2: alveolärer Sauerstoffpartialdruck
  • paO2: arterieller Sauerstoffpartialdruck (nach dem Sauerstoffaustausch!)
  • Berechnung: \(AaO2= pAO2 - paO2\)
  • Normwert: 9mmHg

Alveolargasgleichung

  • Berechnung
  • Normwert
  • Normwert unter FIO2 = 100%

  • \(pAO2 = (pBaro - pH2O)FIO2 - pACO2\)
  • 99mmHg
  • 660mmHg

Klausur: Pro 100ml O2-Verbrauch werden ...ml CO2 abgegeben. Daraus ergibt sich ein paCO2 von ...mmHg.

Pro 100ml O2-Verbrauch werden  80ml CO2 abgegeben. Daraus ergibt sich ein paCO2 von 50mmHg.

Ein Oxygeniergunsversagen ist Folge einer Diffusionsstörung.

  • Ursachen der Diffusionsstörung (2)
  • Klausur: Folgen
  • Klausur: Therapie

  1. Abnahme der Diffusionsfläche (Norm 80-120m2)
  2. Zunahme der Diffusionsstrecke
  • Abnahme des arteriellen Sauerstoffpartialdrucks (paO2)
  • Steigerung des alveolären Sauerstoffpartialdrucks (pAO2)

Ventialtions-Perfusionquotient

  • Berechnung und Norm
  • Missverhältnis, wenn (2)

  • \(V/Q = {Lungenbelüftung (V) \over Herzzeitvolumen (Q)} = 0,8\)
  • Je weiter V/Q von 1 entfernt ist, desto ineffektover ist die Atmung
  • Missverhältnis durch Shunt- oder Totraumvolumen.

pulmonale Shunts

  • anatomischer Shunt
  • funktioneller Shunt

Klausur: Ab welchem Anteil am HZV hat eine Erhöhung des FIO2 nur noch eine geringen Einfluss auf den paO2?

  • Gefäße, die natürlicherweise nicht am Gasaustausch teilnehme wie z.B. Vasa privata der Lunge
    • insgesamt 3-5% des HZV
  • Bereichen des Alveolarsystems, die nicht mehr richtig belüftet werden

Ab >35% des  HZV hat eine Erhöhung des FIO2 nur noch eine geringen Einfluss auf den paO2.

 

Totraum

  1. allgemeine Def.
  2. Def.: anatomischer Totraum
  3. Def.: alveolärer Totraum
  4. Def.: funktioneller Totraum

  1. ventilierte, aber nicht perfundierte Anteile der Lunge
  2. Nasen-Rachen-Raum, Trachea, Bronchien
  3. belüftete, aber nicht perfundierte Alveolen
  4. anatomischer + alveolärer Totraum

Totraumquotienten

  • Berechnung und Norm
  • Klausur: Ab welchem Totraumquotienten ist eine Spontanatmung nicht mehr möglich?

  • \(Totraumquotient = {Totraum (VD) \over Atemzugvolumen (VT)} = 0,3\)
  • Ab 0,7-0,8 eine Spontanatmung nicht mehr möglich, da das durch gesteigerte Atemarbeit produzierte CO2 nicht mehr abgeatment werden kann.

Klausur

Beatmungsparameter (4)

 

  1. AMV = AZV*f
  2. I:E
  3. FIO2
  4. Beatmungsdrücke
    • Pinsp
    • Pmax
    • PEEP

Atemfrequenz bei Patienten mit Hirnödem oder hohem Hirndruck

kontrollierte moderate Hyperventilation zur Senkung des paCO2 auf 32-35mmHg

CAVE: Ein Erhöhung der Atemfrequenz führt automatisch zu einer Verkürzung der Exspiration!

  • Folge
  • Vermeidung der Folge

Akkumulation von Ausatemluft (Air-Trapping, Auto-PEEP, intrinsischer PEEP)

vermeidbar durch I:E von 1:3 oder 1:4

Klausur: Die FIO2 sollte so ... wie nötig und so ... wie möglich gehalten werden.

Die FIO2 sollte so hoch wie nötig und so niedrig wie möglich gehalten werden.

Def: Resistance

Atemwegswiderstand

  • bronchialer Strömungswiderstand + Tubuswiderstand

Def: Compliance

Dehnbarkeit

  • Je höher die Compliance, desto geringer steigt der Druck bei einem bestimmten Füllungsvolumen.

lungenprotektive Beatmung (4)

  • Zugvolumen und Spitzendrücke reduzieren: VT = 4-6 ml/kg KG und pmax < 30 mbar
  • Frühzeitige Spontanisierung: Assistierte Spontanatmung
  • PEEP bis zu 15 mbar: Rekrutierung/Offenhaltung der Alveolen
  • Permissive Hyperkapnie: paCO2 > 45 mmHg und pH < 7,2

Klausur: VILI

  • ausgeschrieben
  • Def.:
  • Folgen
     

  • ventilator-induced lung injury
  • Baro-/Volumentrauma mit Distension der Alveolen
  • → Schwellung und Einblutung, Surfactant-Verlust
  • → proinflammatorische Zytokine ⇒ Inflammation und Organdysfunktion

Klausur: VIP

  • ausgeschrieben
  • Empfehlungen zur Prävention (3)

 

  • ventilator associated pneumonia
  • Empfehlungen zur Prävention
    • Händedesinfektion
    • NIV nach Möglichkeit vorziehen
    • supraglottische Absaugung bei Beatmungsdauer > 72h

Étudier