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Stephan Huelsmann
Lernen

Stephan Huelsmann
Diese Lernkarten bieten einen grundlegenden Einblick in die Biologie von Pflanzen und deren Anpassung an verschiedene Klimazonen. Sie behandeln Themen wie Standortwahl, Überwinterung, Winterhärte und Winterschäden an Gehölzen, sowie die Bedeutung von Bodenart und Klima für die Wuchsleistung. Besonders nützlich sind sie für Gärtner und Baumschulbetriebe, die ihre Pflanzen optimal anpassen und schützen möchten, um Winterschäden zu vermeiden und die Marktlage zu verbessern.
Karten
11
Lernende
1
Sprache
Deutsch
Kategorie
Biologie
Stufe
Grundschule
Erstellt / Aktualisiert
14.12.2013 / 16.12.2013

Lernkarten

Was sind absatztechnische Standortfaktoren einer Baumschule?

• Lage zum Markt • Absatzmittler in der Region • Verkehrsanbindung (BAB)

Was sind Produktionstechnische Faktoren bei den Standortfaktoren einer Baumschule?

• Klima (Temp., Strahlung, Luftfeuchte, Niederschlag) • Boden (Bodenart, Grundwasserstand, Humusgehalt,  Neigung) • Umweltauflagen (Wasserschutzgebiet, Auflagen)

 

Welche Bedeutung hat die Marktlage für einen Baumschulbetrieb?

• marktferne Lage ⇒ Absatz an Wiederverkäufer • marktnahe Lage ⇒ Endverkauf, Dienstleistung

Welche Enflüsse hat der Wachstumsfaktor Temperatur?

• Durchschnittstemperatur / Temperatursumme

⇒ Wachstumsrate 

• Thermoperiode

⇒ Steuerung von Wachstumsprozessen

⇒ Aktivitätswechsel

• Temperaturamplitude

⇒ Wachstumsrate

• Höchsttemperatur:

⇒ Hitzeschäden

• Minimumtemperatur

⇒ Erkältung

⇒ Erfrieren

⇒ Vertrocknen

Welchen Einfluss haben Thermo‐ und Photoperiode auf die Kälteresistenz von Gehölzen?

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Nenne Winterschäden an Gehölzen!

• Erfrieren: ⇒ Eisbildung in der Zelle (Protoplast) • Kühlschaden: ⇒ Erkältung (0-5 °C); mediterane Pfl. • Frosttrocknis: ⇒ Vertrocknen von Immergrünen bei gefrorenem Boden • Hochfrieren: ⇒ Freilegen von Wurzel und Wurzelhals • Eis- /Schneebruch: ⇒ Koniferen, z.B. Juniperus • Schneedruck: ⇒ bei krautigen Pflanzen • Luftmangel unter Schnee: ⇒ Fäulnis, Ersticken krautiger Pfl.,  z.B. Potentilla • Lichtmangel unter Schnee: ⇒ Chlorosen bei Immergrünen

Was bedeutet Winterhärtezone?

Die heutzutage gängigen und verfügbaren Staudensortimente stammen aus quasi der ganzen Welt und sind damit in unterschiedlichsten Klimaten zu Hause. Ob eine hierzulande eingeführte, prinzipiell mehrjährige Pflanze dann auch tatsächlich gut gedeiht und den hiesigen Winter zu überdauern vermag, hängt – neben diversen Standortfaktoren, wie Besonnung, Bodenart, Feuchtigkeit etc. – nicht zuletzt von ihrer prinzipiellen Winterhärte ab. Und da selbst innerhalb von Deutschland beträchtliche klimatische Unterschiede bestehen, stellt sich immer wieder aufs Neue die Frage, ob diese oder jene Pflanzen denn an diesem oder jenen Ort winterhart ist.
In den letzten Jahren sind deshalb viele Staudengärtnereien dazu übergegangen, wie es für Gehölze schon länger üblich ist, in ihren Sortimentslisten Angaben zur jeweiligen Winterhärtezone auszuweisen. In Verbindung mit der von Heinze und  Schreiber 1984 veröffentlichten Karte der Winterhärtezonen für Mitteleuropa (in Anlehnung an die USDA-Map, US Department of Agriculture) lässt sich dann ableiten, in welcher kältest möglichen Zone bzw. in welcher Gegend die jeweilige Pflanze einen üblichen "Durchschnitts-Winter" mit einer Wahrscheinlichkeit von mind. 80% überstehen sollte. 
Wissenswert ist, dass sich die zu den Zonen gehörigen Temperaturangaben auf das mittlere jährliche Minimum der Lufttemperatur beziehen.

Warum setzt die Frosthärte, den Eintritt in die Winterruhe vorraus?

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Definieren sie den Begriff "Provenienz"!

1. Bezeichnung eines Herkunftgebietes: •Teilbereich eines Areals mit gleichen Umweltbedingungen  ⇒ Boden, Klima, Konkurrenz   2. Bezeichnung für Teilpopulation einer Art: • Teilpopulation einer Art mit genetisch fixierten Anpassungen an die Umweltbdg. des natürlichen Verbreitungsgebietes ⇒Frosthärte ⇒ Habitus (Astwinkel wg. Schneebruch) ⇒ Wuchsleistung ⇒ TKG (im Flachland höher ⇒ höhere Wuchsleistung) ⇒ Krankheitsanfälligkeit

 

Wie kann sich die Standortwahl auf Winterschäden auswirken? Welche Klimazonen gibt es?

Makroklima: großräumige, durch geographische Lage bedingte Temperaturverläufe ⇒ nicht beeinflussbar ⇒ Standortwahl   Mesoklima: „Gelände- oder Lokalklima“ ⇒ Mulden = Kälteseen vermeiden ⇒ Standortwahl ⇒ Staulagen vermeiden ⇒ Standortwahl   Mikroklima: „Bestandesklima“ ⇒ Frostschutzberegnung (Kristallisationswärme) ⇒ Abdeckung niedriger Kulturen (Jungpfl.)

Wie lassen sich Winterschäden an Gehölzen vermeiden?

- keine Bodenbedeckung (Untersaat, Mulchstoffe) - Sortimentsgestaltung (⇒ Winterhärtezonen, Probenienz) - frühzeitige Einstellung der N-Düngung - Vernässung von Boden und Substrat vermeiden  ggf. Bewässerung von Immergrünen in frostfreien Phasen - Überwinterung robuster Pflanzen im Einschlag - Überwinterung im Kühlhaus (geeignetes Lagerklima) - Überwinterung von Immergrünen in Schattenhallen - Abdeckung von Containerpflanzen mit Vlies oder Folientunneln(gelochte Milchfolie) - frostfreie Überwinterung empfindlicher Kulturen in beheizbaren Gewächshäusern

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