Basisexamen extra Lernkarten
Zusätzliche Lernkarten für das chirurgische Basisexamen.
Zusätzliche Lernkarten für das chirurgische Basisexamen.
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Flashcards
Wundarten
- Mechanische Wunden offen/geschlossen (Stich-, Schnitt-, Riss-, Quetsch-, Bisswunden etc.)
- Thermische Wunden
- Chemische Wunden (Koagulation durch Säuren, Kolliquation durch Laugen)
- Aktinische Wunden (Strahlenschäden)
Zwingende Antibiose bei Wundversorgung
Bisswunden durch Tiere/Menschen
Schusswunden
Pfählungsverletzungen
Unterschätzung des Wundausmaßes
Quetschwunden
Stichwunden
Bisswunden
Formen der Wundheilung
Primäre Wundheilung: bei gut adaptierten Wunden innerhalb weniger Tage
Sekundäre Wundheilung: über den Schritt der Ausbildung von Granulationsgewebe Entstehung von einer deutlich sichtbaren Narbe innerhalb einiger Wochen
Epitheliale Wundheilung
Restitutio ad integrum bei Verletzungen lediglich bis aufs Korium
Aktinische Wunde
Wunde, die durch Strahlenexposition ausgelöst wurde
Phasen der Wundheilung
- Exsudative Phase
- Proliferative Phase
- Reparative Phase
Exsudative Phase
1. Phase der Wundheilung (ca. 4 Tage)
Ausbildung der primären Azidose, Gefäßkontraktion, Auslösung der Gerinnungskaskade und Thrombozytenaggregation. Ausschüttung von Wachstumsfaktoren. Einwanderung von Gewebsmakrophagen und Phagozytose von Detritus und Bakterien. Ausbildung der sekundären Azidose durch interstitielles und perivasales Ödem, Einwanderung von Granulozyten und zunehmende Gefäßproliferation.
Proliferative Phase
2. Phase der Wundheilung (ca. 10 Tage)
Kollagensynthese. Einwanderung von Fibroblasten, Entwicklung zu Myofibroblasten und sichtbare Kontraktion der Wunde. Epithelialisierung der Wunde. Reifung von Kollagen Typ III zu Kollagen Typ I und Zunahme der Belastbarkeit.
Reparative Phase
3. Phase der Wundheilung (bis zu 1 Jahr)
Ausbildung einer stabilen Narbe und Wiederherstellung der mechanischen Stabilität.
Einflussfaktoren der Wundheilung
- Verschmutzungsgrad
- Durchblutung
- Beschaffenheit des umgebenden Gewebes
- Gewebespannung
- Lebensalter
- Hyperbilirubinämie (negativer Effekt auf Kollagensynthese)
- Urämie
- Kortisontherapie
- Zytostatikatherapie
- Strahlentherapie
Wunddehiszenz
Auseinanderweichen der Gewebeschichten einer Wunde (zB. auch Platzbauch)
Nahtinsuffizienz
Auftreten vor allem bei Anastomosen im tiefen Rektum oder am Ösophagus, typischerweise innerhalb der ersten 7 Tage.
Maßnahmen: Revisionsoperation zur Ursachenbehebung, interventionelle Drainageeinlage, parenterale Ernährung
Regenerationsfähigkeit unterschiedlicher Gewebe
Haut: 5-14 Tage
Bindegewebe: mehrere Monate
Blutgefäße: wenige Tage
Knochen: ca. 9 Wochen; erst Bildung von bindgewebiger Matrix, die sekundär verknöchert
Sehnen: ca. 4-8 Wochen bei Sehnennaht
Nerven: keine Regeneration > Waller-Degeneration; bei Kontakt beider Enden Restitutio ad integrum möglich
Gelenkknorpel: Heilung als weniger widerstandsfähiger Faserknorpel
Narbenwucherung
Hypertrophe Narbe: breite erhabene Narbe
Narbenkeloid: hypertrophe Narbe mit pseudopodienartigen Fortsätzen in der Umgebung
Wundheilungsstörungen
- Hämatom/Serom: Entlastung ist erforderlich, da sonst Spannungsblasen, Epidermiolysen und Infektionen entstehen können
- Wundinfektion: primär/sekundär
- Wunddehiszenz: Auseinanderweichen von Gewebeschichten
- Nahtinsuffizienz
Wundinfektion
primäre Wundinfektion: bereits durch den Verletzungsgegenstand eingebrachte Erreger
sekundäre Wundinfektion: erst im Rahmen der Wundversorgung eingebrachte Erreger
Einflussfaktoren: Virulenz des Erregers, Resistenz des Patienten, örtliche Gewebeverhältnisse
Wundinfektion mit Anaerobiern
durch Minderdurchblutung entsteht eine ungenügende Sauerstoffversorgung im Wundvereich, was das Einnisten von Anaerobiern begünstigt
Chronische Wunden
- Ischämisches Ulkus: Mangeldurchblutung
- Venöses Ulkus: venöse Hypertonie, Ödembildung; chronische Gewebssklerosierung
- Diabetischer Fuß: 80% neuropathische Ulzera, 20% angiopathische Ulzera
Bei allen chronischen Wunden tritt eine bakterielle Besiedelung im Sinne einer Low-Grade-Kolonisation auf, dadurch kann die Reparationsphase nicht eingeleitet werden.