BA103
alles mögliche aus dem Modul BA103
alles mögliche aus dem Modul BA103
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Flashcards
intrinsische Motivation:
- Der Lernende interessiert sich persönlich für die Thematik und möchte sein Wissen erweitern.
- abhängig von dem Gefühl von Selbstbestimmung und dem Gefühl von Kompetenz.
- Das Gefühl von Kompetenz schwindet bei einem zu kritischen Feed-back
- Selbstbestimmung kann beschnitten werden, indem dem Lernenden zu viele Grenzen gesetzt werden (zeitlich, inhaltlich etc.)
Extrinsische Motivation:
- Der Lernende interessiert sich persönlich nicht für die Thematik, um eine Prüfung zu bestehen muss er sich aber dennoch darin ausbilden. Seine Motivation kommt von Aussen (Prüfung).
- Die extrinsische Motivation ist abhängig davon ob das Bestreben nach Autonomie und Kompetenz des Lernenden unterstützt wird (zBsp konstruktive Hilfestellung und teilweise positives Feed-back). Ebenso ist die Motivation grösser, wenn sich der Lernende sozial eingebunden fühlt.
Nenne die 3 Phasen der Selbststeuerung
1. Performance Phase (Self-Control, Self-Observation)
2. Self-Reflection Phase (Self-Judgment, Self-Reaction)
3. Forethoght Phase (Task Analysis, Self-Motivation Beliefs)
Zusatz: Phasen gehen in einander über. (Kreislauf)
Kognitive/metakognitive Regulation (3 Punkte):
- Vorwissen
- kognitive Lernstrategien
- metakognitive Lernstartegien
motivationale Selbstregulation (3 Punkte):
- motivationale Orientierung ( Leistungsmotivation, Selbstwirksamkeit)
- Motivation in Situation (Aufmerksamkeit, Anstrengung, Ausdauer)
- Volitionale Merkmale (Abschirmung gegen Versuchungen)
Nenne die 4 Normen, welche zur Beurteilung von Leistungen herangezogen werden.
- Individualnorm= Entwicklung eines Schülers, Lernzuwachs
- Sozialnorm= Gruppenbezogene Notengebung
- Idealnorm= Opitmalste Leistungserreibarkeit, Sachbezogen, Erreichen eines Lernziels
Normen sollten bei der Benotung von Schülern kombiniert werden
Welche Faktoren beeinflussen die Persönlichkeitsentwicklung im schulischen Kontext gesehen?
- Kultur und Epoche
- Gesellschaft (Medien, Wirtschaft etc.)
diese 2 Faktoren beeinglussen das Schlusystem, welches wiederum
- die schulischen Umwelten
- die familialen Umwelten
beeinflusst.
Die Interpretation dieser Umwelten eines Individuums tragen zur Persönlichkeitsentwicklung bei.
Nenne die strukturell angelegten Dilemmata der Schule (3)
1. kulturelle (Re-)Produktion oder Innovation?
2. Selektion oder Changengleichheit?
3. Qualifikation für Gesselschaft oder das Individuum?
Nenne die gesllschaftlich bedingten Problem für die Schule (6)
1. Überbelastung der Familien
2. Armut
3. Jugenderwerbslosigkeit
4. Freizeit
5. Orientierungslosigkeit
6. Abweichendes Verhalten
Nenne 6 Probleme, welche mit der Bewältigung von Schulaltag zusammenhangen
1. Strukturierung
2. Qualifikationsparadox
3. Leistung und Beurteilung
4. Elternerwartungen
5. Beziehungen
6. Regeln und Sanktionen
Nenne die gesellschaftlichen Funktonen des Bildungswesens (Schule, 4 Punkte).
- Kulturelle Reproduktion
- Qualifikationsfunktion
- Allokationsfunktion
- Die Integrations und Legitimationsfunktion
Kulturelle Reproduktion (Funktion der Enkulturation):
- Beherrschung grundlegender Symbolsysteme (Sprache, Schrift)
- Verinnerlichung gesellschaftlicher Werte
- Erhalt der Kultur ist das Ziel (eigene Notiz)
Qualifikationsfunktion:
- Vermittlung von Fertigkeiten und Kenntnissen, welche in der Arbeitswelt von Nutzen sind (Lehre)
- Heute steht vor allem die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit im Zentrum dieser Funktion
- Man lernt Fleiss und Pünktlichkeit (eigene Notiz)
Die Allokationsfunktion des Bildungswesens:
- bezieht sich auf die soziale Gliederung in der Gesellschaft, da das Bildungswesen durch das Benotungssystem die Leistungen der Schülerschaft ihren beruflichen Laufbahnen zuordnet.
- Allokationsfunktion bezeichnet die Verteilung auf zukünftige Berufslaubahnen vorzunehmen (durch Bewertungssystem).
- Frage der Changengleichheit
Optimale Zuordnung von Fähigkeitsprofilen (eigene Notiz
Die Integrations und Legitimationsfunktion des Bildungswesens- Friedenssicherung:
- In der Schule werden Werte und Weltsichten vermittelt, welche zur Stabilisierung der politischen Verhältnisse dienen (politische Orientierung wird beispielsweise in Geschichte oder Deutsch vermittelt). -> offener und heimlicher Lernplan
- Legitimation von Autorität
- Legitimation von Leistungsorientierung (Da der Begriff „politisches System“ auch Grundlegende Autoritätsverhältnisse einer Gesellschaft (zBsp. Prüfungen) bezeichnet.)
Die individuellen Funktionen des Bildungswesens:
- Entwicklung der individuellen Leistungspotenzialen (siehe A und B).
- A. Die Enkulturationsfunktion stärkt die Autonomie der Person im Denken und Handeln.
B. Die Qualifikationsfunktion bringt die Change, Wissen und Fähigkeiten zu erlernen, welche eine selbstständige berufliche Lebensführung ermöglichen.
- Instrument der Lebensplanung: Die Allokationsfunktion bringt die Change, durch eigenen Fleiss den beruflichen Aufstieg in die Hand zu nehmen (durch lernen- gute schulische Leistungen- guter Job).
Die Integrationsfunktion bringt die Change der Begegnung mit den kulturellen Traditionen eines Gemeinwesens. Identitätsbildung, Identifikation und soziale Bindung, mit dem Ziel soziale Verantwortung zu erreichen, werden gefördert
Selbstwertgefühl im Zusammenhang mit schulischen Leistungen:
Schulische Erfolge und Misserfolge werden über permanente Selbstbeobachtung in ein Bild von sich selbst überführt (funktioniert allerdings nicht immer einwandfrei).
Wie können schulische Leistungen die Selbstwirksamkeit beeinflussen?
- Durch schulische Leistungserfahrungen bildet sich (im positiven Fall) ein Zutrauen über die eigenen Fähigkeiten (differenziert).
- Der Glaube an die eigenen Fähigkeiten beeinflusst den Werdegang und hilft eigene Ziele zu erreichen.
Erkläre die behavioristische Lerntheorie
- das Verhalten eines Menschen ist durch Impulse der Umwelt fast beliebig beeinflussbar
- genetische Faktoren un Triebe werden nicht miteinbezogen
- Verhalten des Menschen baut sich mit Hilfe von Erfahrungen auf
- Lernen ist also die Folge des Reagierens auf bestimmte Reize, Vorgaben, Begrenzungen, Anregungen, die Anpassung an gegebene soziale Strukturen und die Nachahmung von Verhaltensweisen von anderen Menschen
- Lernen kann intentional (mit Absicht & Motivation) oder inzident (ohne besondere Motivation/Aufforderung) sein.
Klassisches Konditionieren:
Ursprünglich neutraler Reiz übernimmt eine Signalfunktion.
Grundvoraussetzungen für Signallernen:
- Reflexe
- Gesetze der Kontiguität (enge zeitliche Bez. der beiden Stimuli)
- Kontingenz (CS muss zuverlässig vorhersagen, dass UCS erfolgt).
Unbedingter Stimulus (UCS):
ist ein Reiz, der ohne vorangegangenes Lernen eine Reaktion auslöst (z.B. Reflexe)
Unbedingte Reaktion (UCR):
ist eine angeborene Reaktion, die durch UCS ausgelöst wird.
Neutraler Stimulus (NS):
führt zu keiner bestimmten Reaktion
Bedingter Stimulus (CS):
ursprünglich NS, der aufgrund mehrmaliger Kopplung mit UCS eine gelernte/bedingte Reaktion auslöst.
Bedingte Reaktion (CR):
erlernte Reaktion die durch CS ausgelöst wird.
Was ist eine Extinktion und wie funktioniert diese?
- Extinktion = Löschung
- Wenn CS nicht länger UCS ankündigt. (Auf Ton folgt kein Futter mehr)
CR wird mit der Zeit immer schwächer und tritt schliesslich gar nicht mehr auf.
Löschung= CR tritt in Anwesenheit des CS und in Abwesenheit des UCS nicht mehr auf.
Reizgeneralisierung:
„Ähnliche Reize können die bedingte Reaktion auslösen“. Je mehr Reiz dem ursprünglichen Reiz (CS) gleicht, desto eher und stärker die gleiche Reaktion.
Reizdiskrimination:
Wenn Organismus ähnliche Reize wie CS zu unterscheiden lernt.
Konditionierung 2. Ordnung:
Wenn Konditionierung auf bereits erlernten Reiz-Reaktions-Verbindung aufbaut.
Bsp. Kind mag Spritze nicht wegen Schmerz. Spritze wird zu (CS) und löst Angst aus. Weil Spritze immer in Behandlungszimmer, kann Behandlungszimmer zum CS werden.
Operantes Konditionieren (Stimulus-Reaktion-Konsequenz):
Lernen aufgrund der Konsequenz eines Verhaltens. Lernen durch willkürliches (erlerntes) Verhalten. Ansatz von Thorndike: Reaktion wird verstärkt, wenn Belohnung folgt, sie wird geschwächt, wenn Belohnung wegfällt.
Nenne die drei Gesetze des operanten Konditionierens
1. Gesetz der Bereitschaft: Bereitschaft zum Lernen muss vorhanden sein. Lernen nur möglich, wenn Individuum angenehmer Zustand herstellen oder einen unangenehmen Zustand vermeiden will.
2. Gesetz der Auswirkung: Lernen tritt als Resultat einer Verhaltenskonsequenz auf.
3. Gesetz der Übung: Verhaltensweise muss wiederholt werden um dauerhaft erlernt zu werden.
Nenne die 4 Bestrafungs/Belohnungs- Verstärkungen, welche von Skinner entwicklet wurden
- C plus: positive Verstärkung
- C minus: negative Verstärkung (Bestrafung 1. Art)
- C minus, durchgestrichen: Auf Verhalten folgt das Ausbleiben eines unangenehmen Ereignisses, d.h. eine positive Konsequenz
- C plus, durchgestrichen: Bestrafung 2. Art, positive Verstärkung fällt weg
Nenne die vier verschiedenen Methoden zur Verstärkung
- Kontinuirliche Verstärkung: Verhalten wird jedes Mal bestärkt, sobald es gezeigt wird (Aufbau des Verhaltens)
- Intermittierende Verstärkung: Verhalten wird nur ab und zu verstärkt (höhere Löschungsresistenz).
- Differentielle Verstärkung: Unerwünschtes Verhalten wird ignoriert, erwünschtes positiv verstärkt.
- Shaping: Komplexes Verhalten wird in Teilschritte zerlegt und jeder Schritt positiv verstärkt.
Was ist die Idee von "Lernen am Modell"?
- Wechselseitige Beeinflussung von Person und Umwelt wird miteinbezogen
- Durch blosses Beobachten des Verhaltens einer Person, das verstärkt oder bestraft wurde, verhält sich der Beobachter in ähnlicher Art und Weise, oder er nimmt von diesem Verhalten Abstand. Somit kann ohne langwieriger Versuch-Irrtum-Prozess gelernt werden.
Was sind die Voraussetzungen für "Lernen am Modell"? (nach Bandura)
1. Das Modell ist für den Beobachter attraktiv
2. Verhaltensweisen werden wahrgenommen
3. kodiert (gespeichert)
4. und aktiv nachgeahmt
5. Selbstwirksamkeit
Informationsquellen für die Bewertung der Selbstwirksamkeit:
· Zielerreichung durch eigenes Verhalten
· Beobachtungen über Leistungen anderer (wen er kann, kann ich das auch)
· Selbstüberzeugung und Fremdüberzeugung
· Überwachung emotionalen Erregungen (Angst eher geringen Erfolg, positive Gestimmtheit eher Erfolg)
Unterscheidung von klassischer und sozialer Lerntheorie:
Klassisch: black box, Mensch als unbeschriebenes Blatt, lässt sich beliebig durch Umwelteinflüsse programmieren.
Soziale: Kritisiert eben genannte Punkte der klassischen Lerntheorie und bezieht darum innerpsychische Vorgänge in Theorie des Lernprozess mit ein
Soziales Lernen bedeutet/ist...
...Aneignung und Verarbeitung von Normen, Erwartungen und Regeln der sozialen und kulturellen Umwelt.
...ein lebenslanger Prozess
Nenne die vier Faktoren, welche die Bindungssicherheit beeinflussen.
1. Gelegenheit eine enge Beziehung einzugehen
2. Qualität der Fürsorge
3. Persönlichkeit des Babys
4. familärer Kontext