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Sprache Deutsch
Stufe Andere
Erstellt / Aktualisiert 05.10.2016 / 24.09.2022
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1. Wer wir bei einem Einsatz in einem BIO III Labor zusätzlich an der Einsatzstelle benötigt ? 

    - Desinfektor 
    - entsprechend sachkundiger/ geschulter Arzt 
    - Gesundheitsbehörde 
    - Fachkundige Person 

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2. Wie werden biologische Stoffe beim Transport eingeteilt ? 

    Kategorie A: entsprechen der Risikogruppe 4 (oder S4) 
    Kategorie B: entsprechen den Risikogruppen 1,2 und 3 (oder S1, S2, S3) 

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3. Was sagt die Gefahrnummer „606“ aus ? 

    Es handelt sich um einen „Ansteckungsgefährlichen Stoff“ 

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1. Welche Aussagen können Sie über folgende chemische Stoffe treffen ! 
    a. Ammoniak 
    b. Schwefelwasserstoff 
 

    a. Ammoniak: 
        NH₃, gasförmig, farblos, stechender Geruch, leichter als Luft (bei Bindung mit Luftfeuchtigkeit auch schwerer  
        als Luft möglich), akute Toxizität, ätzend, wassergefährdend, Reiz- und Ätzwirkung auf den menschlichen  
        Körper, unter Druck verflüssigt, brennbar, Zündtemperatur 630°C, explosionsgefährlich,  
        Ex- Bereich 15-34 Vol %, bei Austritt tiefkalt (-33°C), in Wasser sehr gut löslich, auch bei starker Verdünnung  
        Bildung von Salmiakgeist 
    b. Schwefelwasserstoff 
        H₂S, gasförmig, farblos, fauler Eier Geruch, schwerer als Luft, akute Toxizität, entzündbar, wassergefährdend, 
        Reiz- und Ätzwirkung sowie Wirkung auf Blut/Nerven/Zellen auf den menschlichen Körper, brennbar,  
        Zündtemperatur 270°C, explosionsgefährlich, Ex- Bereich 4-45 Vol % 
 

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1. Welche Aussagen können Sie über folgende chemische Stoffe treffen !

    c. Chlor 
    d. Salpetersäure 
    e. Schwefelsäure 

    c. Chlor 
        Cl, gasförmig, gelbgrüne Farbe, stechender Geruch, schwerer als Luft, akute Toxizität, ätzend, 
        wassergefährdend, Reiz- und Ätzwirkung auf den menschlichen Körper, unter Druck verflüssigt, nicht brennbar,  
        entzündend/ oxidierend, tiefkalt bei Austritt (-34°C), bildet Salzsäure bei niederschlagen mit Wasser (wenn,  
        nur mit sehr viel Wasser verdünnen, mehrerer Wasserwerfer), ab 1000ppm tödlich 
    d. Salpetersäure 
        HNO₃, in Reinform farblose Flüssigkeit, bei Licht und Wärme Zersetzung zu Stickoxiden unter Gelb- bis  
        Rotfärbung nitrose Gase, scharf stechender Geruch, entzündend/ oxidierend, ätzend, Reiz- und Ätzwirkung  
        auf den menschlichen Körper, mit Wasser mischbar 

    e. Schwefelsäure: 
        H₂SO₄, farb- und geruchlose Flüssigkeit, ätzend, Reiz- und Ätzwirkung auf den menschlichen Körper, mit  
        Wasser mischbar 

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1. Welche Aussagen können Sie über folgende chemische Stoffe treffen ! 

  f.  Natronlauge 
    g. Kohlenstoffdioxid 
    h. Kohlenstoffmonoxid 

    f. Natronlauge: 
       NaOH, farblose Lösung, stark ätzend, auch verdünnt noch für Augen gefährlich, akut toxisch bei Hautkontakt  
       und Verschlucken, löst sich unter starker Wärmebildung sehr gut mit Wasser, pH Wert 14, zur Neutralisation  
       von Säuren, häufigste Verwendung in Labor und Industrie, Nahrungsmittelindustrie (reinigen, spülen,  
       entfernen), Landwirtschaft, Pharmaindustrie. Zur Entsorgung mit Säuren neutralisieren oder stark verdünnen 
    g. Kohlenstoffdioxid: 
       CO 2 , gasförmig, farblos, geruchlos, schwerer als Luft, unter Druck tiefgekühltes und verflüssigtes Gas,  
       Sauerstoffverdrängend Atemgift, ab 1,5 Vol. % toxisch, bei ca. 8 Vol. % innerhalb Minuten tödlich, Produkt  
       einer vollständigen Verbrennung/ Oxidation, wird als sauberes Löschmittel eingesetzt (rückstandsfrei) 
    h. Kohlenstoffmonoxid: 
        CO, gasförmig, farblos, geruchlos, leichter als Luft, entzündlich, toxisch, gesundheitsgefährdend, Wirkung auf  
        Blut/Nerven/Zellen auf den menschlichen Körper, ab ca. 0,01 Vol. % (100ppm) toxisch, bei ca. 0,5 Vol. % 
        (5000ppm)  innerhalb von Minuten tödlich, Zündtemperatur ca. 600°C, Ex- Bereich 12,5 – 75 Vol. %,  

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2. Wo kommt Ammoniak vor ? 

    - Düngemittelproduktion 
    - Wärmeträger in Kühl- und Kälteanlagen 
    - Salpetersäuregewinnung 
    - Biogasanlagen 
    - Rauchgasreinigungsanlagen 
    - Kunstdüngerbrände 
    - Im Transportwesen auf allen Verkehrsträger 

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3. Ist Ammoniak eine Säure oder eine Lauge ? 

    eine Lauge 

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4. Wie ist der Wirkmechanismus von Ammoniak in Kälteanlagen ? 

    Verflüssigtes Ammoniak wird in Kälteanlagen verdampft und nimmt so sehr hohe Energien auf 

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5. Wie löst sich Ammoniak in Wasser ? 

  Sehr gut in Wasser löslich, bildet auch bei starker Verdünnung eine ätzende Flüssigkeit (Salmiakgeist) 

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6. Welchen pH-Wert zeigt Lackmuspapier (Indikatorpapier) wenn man Chlor mit Wasser bindet ? 

    Lackmusspapier ist ungeeignet, da Chlor in Wasser gelöst grundlegend erstmal neutral ist (pH 7), Papier wird  
    entfärbt. Möglichkeit besteht aber, dass sich Chlor mit Wasser zu Salzsäure verbindet, Lackmuspapier ROT 

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7. Welche Gefahren gehen von einer Acetylenflasche aus ? 

   Acetylen: C2H2, Ex Grenzen 2,3 – 100 Vol%, poröses Material in der Flasche mit Aceton getränkt, darin Acetylen  
    unter Druck gelöst, bei zunehmender Wärmeentwicklung/ Brandbeaufschlagung Reaktionsprozess, entstehen  
    von Reaktionswärme,  Druckerhöhung Kettenreaktion bis Behälterzerknall. Frühzeitig ausreichend und lange  
    kühlen!!! (wenn stellenweise bedeutsamer oder ungewisser Erwärmung ausgesetzt) 

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8. Wie hoch ist die Ausbreitungsgeschwindigkeit von Schadstoffwolken ? 

   Sie liegt in der Regel bei 60 – 80% der Windgeschwindigkeit 

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9. Aus welchen 4 Bereichen besteht der Gefahrendiamant ? 

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    - Blau   Gesundheitsgefahr                                                      
    - Rot     Brandgefahr 
    - Gelb   Reaktionsgefahr 
    Bei diesen steht die Zahl 0 für keine Gefahr und die Zahl 4 für die größte Gefahr 
    - Weiß   Besondere Anweisungen 
    ein leeres Feld steht für keine besondere Gefahr und definierte Buchstabenkombinationen oder Symbole   
    unterstreichen die vorliegende Gefahr 

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10. Erläutern Sie die seit 01.06.2015 alleingültigen GHS- Gefahrenpiktogramme von GHS01 bis GHS09. 

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11. Was sagt der DG-EA Code (früher Hazchem Code) aus ? 

    Ein 2- oder 3-stelliger Code, der Angaben zu Löschmittel, Sicherheit, Maßnahmen, Reaktionsgefahr und evtl. zu  
    Gefahren für die Bevölkerung macht 
    Wird im deutschsprachigen Transportwesen nicht verwendet, bei Transportfahrzeugen aus dem nicht  
    deutschsprachigen Raum möglich. Wird als oranger Zettel/ Aufkleber direkt an der Ladung angebracht. 
    Kann über entsprechende Literatur Hommel, Datenbanken… entschlüsselt werden. 

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12. Wie lange müssen Messergebnisse schriftlich dokumentiert werden ? 

30 Jahr 

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13. Was sagen 100 Vol. % UEG aus 

    Abhängig vom Kalibriergas sind bei 100 Vol. % UEG, X Vol. % des Gas-Luft-Gemisches erreicht. Ab hier besteht  
    Explosionsgefahr ! Um die tatsächliche stoffspezifische UEG zu erhalten siehe Frage 14 

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14. Wie kann die tatsächlich, vorhandene UEG ermittelt werden ? 

Tatsächliche UEG Vol. %  =    (Messwert x UEG Kalibriergas) : UEG vorhandenes Gas 

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15. Welche Messstrategien gibt es ? 

    - Grenzmessung 
    - Eintauchen 
    - Kreuzen/ Durchstoßen 
    - Monitoring 

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16. Wie sind brennbare Flüssigkeiten hinsichtlich ihrer Entzündbarkeit und des Flammpunktes eingeteilt ? 

    entzündlich    (R10)   Flammpunkt > 21°C 
    leichtentzündlich   (F)   Flammpunkt < 21°C 
    hochentzündlich  (F+)   Flammpunkt < 0°C 

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17. Sie haben an einer Einsatzstelle einen IBC Behälter mit wenig Informationen. 
      Welche Möglichkeiten der Informationsgewinnung bezüglich der Produktidentifikation, Maßnahmen,  
      Gefahrenhinweise, Vorgehen etc. kennen Sie ? 

    Nachschlagewerke Fzg.   : Nüßler - Gefahrgutschlüssel, Kühn-Birett – Gefahrgut Ersteinsatz 
    Nachschlagewerke ILS  : Datenbanken: Eri-Cards, Hommel, MEMPLEX 
    Spezialkräfte     : TUIS 
    Sonstige      : Hersteller, Internet, Produktnamenverzeichnis 

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Gefahreneinteilung?

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1. Was ist hinsichtlich der Gefahrengruppen und Schutzkleidung beim A-Einsatz zu beachten ? 

    Gefahrengruppe I:   Einsatzkräfte können ohne Sonderausrüstung tätig werden 
    Gefahrengruppe II:  Einsatzkräfte nur mit Sonderausrüstung mind. Form 1 und PA, weiterhin Filmdosimeter und  
                                        Dosiswarngerät, evtl. Dosisleistungsmessgerät, Dekonmaßnahmen und Hygiene 
    Gefahrengruppe III: Einsatzkräfte nur mit Sonderausrüstung mind. Form 2 oder 3 und PA, weiterhin  
                                        Filmdosimeter und Dosiswarngerät, evtl. Dosisleistungsmessgerät, Dekonmaßnahmen und  
                                        Hygiene. Anwesenheit fachkundige Person 
    Bei Brand grundsätzlich Form 1 mit DIN EN 469 für Feuerschutzbekleidung 
    Transportunfall grundsätzlich wie Gefahrengruppe II 
    Terroristischen Anschlägen generell wie Gefahrengruppe III 

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2. Wie sind die Gefahrengruppen A für den allgemeinen Bereich unterteilt/ definiert ? 

    Gefahrengruppe IA:  Aktivität bis 10⁴ fache der Freigrenze 
    Gefahrengruppe IIA:  Aktivität von 10⁴ bis 10⁷ fache der Freigrenze 
    Gefahrengruppe IIIA: Aktivität über 10⁷ fache der Freigrenze 
    Betrifft nicht das Transportwesen ! 

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3. Wie sind die Grenzwerte von radioaktiven Versandstücken im Transportwesen ? 

    Kategorie I:  max. 5 µSv/h an der Oberfläche (Freigestellt, nicht kennzeichnungspflichtig), Transportkennzahl 0 
    Kategorie II:  max. 500 µSv/h an der Oberfläche, Ortdosisleistung (ODL) in 1 m ≤ 10 µSv/h, Transportkennzahl ≤ 1 
    Kategorie III:  max. 2000 µSv/h an der Oberfläche, ODL in 1 m ≤ 100 µSv/h, Transportkennzahl ≤ 10 

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4. Was sagt die Transportkennzahl auf dem Gefahrzettel aus ? 

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    Transportkennzahl x 10 = max. Dosisleistung (µSv/h) in 1 m Abstand    
    Wenn der Wert höher ist, muss von einer beschädigten Verpackung ausgegangen werden !  

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5. Was können Sie über die Strahlenexposition von Einsatzkräften sagen. 

    - Schutz von Sachwerten 15 mSv je Einsatz 
    - Zur Abwehr von Gefahren für Personen und Verminderung einer wesentlichen Schadensausweitung nicht mehr  
       als 100 mSv je Einsatz/ je Kalenderjahr 
    - Zur Rettung von Menschenleben nicht mehr als 250 mSv je Einsatz/ einmal im Leben 

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6. Dekontamination bei atomarer Strahlung kann zu 90 % wie erreicht werden ? 

    Durch Entkleidung des Betroffenen kann eine 90% Dekontamination erreicht werden. 

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7. Sie müssen einen Trupp zur Abwehr einer Gefahr für Personen in einem Gefahrenbereich mit einer Dosisleistung  
     von 0,6 Sv/h einsetzen. Wie lange darf seine Aufenthaltsdauer sein ? 

    0,6 Sv = 600 mSv bei 100 mSv je Einsatz/ je Kalenderjahr Aufenthaltsdauer 10 min.