B4 Teil 1 Geretsried

Fragen zur Prüfung des Laufbahnlehrgangs B4 Teil 1 an der Staatlichen Feuerwehrschule Geretsried

Fragen zur Prüfung des Laufbahnlehrgangs B4 Teil 1 an der Staatlichen Feuerwehrschule Geretsried


T. M.
Diese Lernkarten vermitteln grundlegendes Wissen über Gefahrenabwehr, Einsatzplanung und Brandschutzmaßnahmen speziell für die Feuerwehrarbeit in Geretsried. Sie decken Themen wie BIO-Gefährdungen, Brandmeldeanlagen, Einsatzpläne, Führungsvorgänge nach FwDV 100 und rechtliche Grundlagen wie das BayFwG ab. Einsatzkräfte und Führungspersonal profitieren von diesem Wissen, um Einsätze sicher und effektiv zu planen und durchzuführen.
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Allemand
Niveau
Autres
Créé / Mis à jour
05.10.2016 / 16.09.2026

Lernkarten

10. Was sollte man beim Brand eines Fahrzeuges mit Elektroantrieb bezüglich der Batterie beachten ? 

    - mit viel Wasser kühlen (Sprühstrahl, unter das Fzg., Batterie(Hochvoltspeicher) am Fzg. Boden 
    - Kläranlage verständigen (wenn Hochvoltspeicher offen und Wasser eindringt Flusssäure !) 
    - bei fortgeschrittenem Brand, brennen lassen, Umgebung kühlen 
    - Hochvoltspeicher ist immer aktiv, kann nicht abgeschaltet werden. 

11. Wie verhalten Sie sich bei Unfällen mit alternativ angetriebenen Fahrzeugen ? 

    - A auslaufende Betriebsstoffe 
    - U Unterboden kontrollieren (Tanks, besondere Leitungen, Hochvoltspeicher..) 
    - T Tankdeckel (2 Einfüllstutzen ?, Stecker) 
    - O Oberfläche (Beschriftung, Aufbauten auf Bussen) 

12. Was sagt Ihnen die ABS – Regel beim Verkehrsunfall ? 

    - A Absperren 
    - B Brandschutz 
    - S Sichern 

1. Wie erklären sich die 1,5 m Sicherheitsabstand zu 15 kV Oberleitungen der DB ? 

    1000 V   =   1 cm Abstand 
    15000 V = 15 cm Abstand 
    x 10 fache Sicherheit = 1,5 m 

2. Wie gehen Sie bei einem Bahnunfall vor ? 

    - Hinweis auf Gefahr: - 3 m Abstand von Gleismitte 
                                           - mind. 1,5 m Abstand zur Oberleitung 
                                           - 20 m bei abgerissener Oberleitung 
    - Einstellung des Fahrbetriebes 
    - Abschaltung der Oberleitung (Fax!)  
    - Notfallmanager anfordern (Erdung, Fachberater) 
    - Räder „unterkeilen“ 
    - Einbremsen des Zuges 
    - Rettung durchführen  

1. Welche Unfallarten bei Maschinenunfällen kennen Sie ? 

    - Trennen 
    - Fangen 
    - Schlagen  
    - Durchdringen  
    - Klemmen 
    - Einsperren  
    - Elektrisieren 

2. Nennen Sie die Vorgehensweise bei Maschinenunfällen. 

    - Energiezufuhr trennen 
    - Sichern 
    - Entlasten 
    - Versorgen 
    - Befreien durch:   a. Demontieren   b. Schneiden   c. Spreizen 
    - Transportieren 
    - Außer Betrieb nehmen 

3. Wie lauten die 5 Sicherheitsregeln nach DIN VDE 0100 ? 

    - Freischalten 
    - gegen Wiedereinschalten sichern 
    - Spannungsfreiheit feststellen 
    - Erden und Kurzschließen 
    - benachbarte unter Spannung stehende Teile abdecken 

1. Welche Führungsgrundsätze gelten zur Erfüllung von Führungsaufgaben 

    - Aufgabe, Befugnisse, Mittel aufeinander abstimmen 
    - Aufgabenbereich überschaubar, klar abgegrenzt  
    - Unterstellungsverhältnis und Weisungsrecht klar abgrenzen 
    - Fürsorgepflicht und Erhaltung der Leistungsfähigkeit der Einsatzkräfte 
    - Zusammenarbeit mit anderen, nicht unterstellten Kräften 
    - Einsatzleiter ist immer Gesamtverantwortlicher 

2. Aus welchen 3 Bereichen besteht das Führungssystem und zu was dienst es ? 

    - Führungsorganisation  - Führungsvorgang  - Führungsmittel 
    - dienst zur Erfüllung aller Führungsaufgaben 

3. Was verstehen Sie unter Führungsorganisation ? 

    Die Führungsorganisation legt die Aufgabenbereiche der Führungskräfte fest und gibt die Art und  
    Anzahl der Führungsebenen vor. 

4. Nennen Sie die Bestandteile einer Einsatzleitung ! 

    - Einsatzleiter  
    - rückwärtige Führungseinrichtung   
    - gegebenenfalls Führungsassistenten und Führungshilfspersonal 

5. Wie setzt sich eine Führungseinheit zusammen ? 

    - Führungsassistent /-en 
    - Melder 
    - Fahrer 

6. Welche Führungseinheiten bezüglich ihrer Größe gibt es ? 

    - Führungstrupp 
    - Führungsstaffel 
    - Führungsgruppe 
    - Führungsstab 

7. Wie setzt sich ein Führungsstab zusammen ? 

    - Leiter des Stabes 
    - S1 Personal     - S2 Lage     - S3 Einsatz     - S4 Versorgung     evtl.   - S5 Pressearbeit     - S6 IuK 
    - Fachberater und Verbindungspersonen 

8. Welche Führungsstufen kennen Sie ? Erläutern Sie kurz ! 

    - Führungsstufe A Führen ohne Führungseinheiten (bis zu 2 Gruppen) 
    - Führungsstufe B Führen mit örtlichen Führungseinheiten (F-Trupp/ F-Staffel) (Zug oder Verband) 
    - Führungsstufe C Führen mit einer  Führungsgruppe (Verband) 
    - Führungsstufe D Führen mit einer Führungsgruppe bzw.- stab (mehrere Verbände od. E-Stellen) 

9. Was ist eine Befehlsstelle ? 

    Der Sitz der Einsatzleitung 

10. Wie kann eine Befehlsstelle eingerichtet werden ? 

    - ortsfest (Gebäude mit der entsprechenden Logistik IuK) 
    - beweglich (Einsatzleitwagen) 

11. Was muss der Einsatzleiter zur Gefahrenabwehr einsetzen ? 

    - die richtigen Mittel 
    - zur richtigen Zeit 
    - am richtigen Ort 

12. Nennen Sie die Eckpunkte des Führungsvorgangs ! 

    - Lagefeststellung   –   Erkundung/ Kontrolle 
    - Planung   –   Beurteilung/ Entschluss 
    - Befehlsgebung 

13. Welche Unterteilung der Führungsmittel gibt es ? 

    - Mittel zur Informationsgewinnung 
    - Mittel zur Informationsverarbeitung 
    - Mittel zur Informationsübertragung 

14. Nennen Sie Mittel zur Informationsgewinnung für den Einsatzleiter ! 

    - Alarmierungsstichwort 
    - Einsatzauftrag 
    - eigenen Wahrnehmungen 
    - durch Meldung von anderen (beteiligten) Personen 
    - Einsatzunterlagen (Alarm- und Einsatzpläne, FW Laufkarten und -pläne 
    - Brandmeldeanlagen 
    - Nachschlagewerke 

15. Was muss ein Einsatzbefehl mindestens enthalten ? 

    - Einheit 
    - Auftrag 

16. Nennen Sie allgemeine Einsatzgrundsätze für Führungskräfte im Feuerwehreinsatz (ZF). 

    - Auftragstaktik  
    - Klare Befehle 
    - Klare Strukturen 
    - Ordnung des Raumes 
    - Überblick bewahren und verschaffen 
    - ständige Kontrolle 
    - kein eigenes Arbeiten 
    - Hierarchie einhalten ( ZF GF Mannschaft) 

17. Was sagt die sogenannte 2-5er Regel aus ? Nennen Sie Beispiele. 

    Ein Einheitsführer kann zwischen zwei und fünf taktische Einheiten der niederen Führungsebene führen. 
    Ab 2 gleichberechtigten Einheitsführern wird ein höherer Einheitsführer benötigt/ empfohlen 
    1 GF 2–5 TF 
    1 ZF 2–5 GF 
    1 VF 2–5 ZF 
    1 ZF/ VF 2–5 EAL 

18. Auf welche Aspekte sollten Sie bei der Anfahrt zur Einsatzstelle achten ? 

    - Windrichtung 
    - Sicherheit vor Schnelligkeit 
    - Einsatzplan/ Feuerwehrplan 
    - Fahrzeugaufstellung ( z.B. Brand: ELW und 1. (H)LF an der E- Stelle vorbei, DLK vors Gebäude, 2.(H)LF dahinter) 
    - Lage auf Sicht 
    - Verdächtige Personen (Verletzte, Beteiligte) 
    - Anfahrt, Aufstellung nachrückender Kräfte 

1.  Was sind die Hauptbestandteile von Biogas ? : 

    - Methan (55 – 65 %)  und  CO 2  (25 – 45 %) 
    - in geringen Mengen Ammoniak und Schwefelwasserstoff, O 2 , N 2 , H 2  

2. Welche Gaseigenschaften sind bei Biogas zu beachten ? 

   Das Dichteverhältnis zu Luft beträgt 0,9, was eine gute Durchmischung mit der Luft bedeutet und sich damit  
    explosives Gemisch im gesamten Arbeitsbereich befinden kann, weiterhin ist Rohbiogas ein Atemgift 

3. Welche Sicherheitseinrichtungen sind an Biogasanlagen vorhanden ? 

    - Not-Aus für Strom, außen an BHKW 
    - Gasabsperrhahn 
    - Über- und Unterdruckventile 

4. In welche Brandabschnitte wird eine Windkraftanlage unterteilt ? 

    - Brandabschnitt (BA) 1 Maschine/ Generator     - BA 2 Turm     - BA 3 Traforaum 

5. Was ist im Brandfall bei Windkraftanlagen zu beachten ? 

    - Löschen nicht möglich 
    - großräumig absperren !!! 
    - Brandausbreitung unwahrscheinlich 

6. Was ist im Brandfall bei Holzfeuerungsanlagen zu beachten ?

    Vergleichbar mit Heustock oder Silo 
    Löschmethoden: Abtragen des Brandgutes 
           Inertisierung mit Stickstoff 
    KEIN Wasser !!! 

7. Was ist bei elektrischen Anlagen, in Bezug auf die Stromstärke, zu beachten ? 

    Ab 100 mA besteht Lebensgefahr (Bewusstlos, Asystolie, VF) 
    230 V Hausstrom 230 mA 

8. Welche Mindestabstände sind bei folgenden Spannungen einzuhalten ? 

    Bis 1000 V    1 m 
    bis 110 kV    3 m 
    bis 220 kV    4 m 
    bis 380 kV    5 m 

9. Welcher Abstand ist bei am Boden liegenden Freileitungen einzuhalten ? 

    Ein Mindestabstand von 20 m ist einzuhalten 

10. Wie sind elektrische Versorgungsleitungen unterteilt ? Nennen Sie je ein Beispiel. 

    - 0,4 kV Leitung (Niederspannung) verbindet Wohnhäuser 
                                                                       keine automatische Meldung bzw. Abschaltung 
    - 20 kV Leitung (Mittelspannung) gehen von Trafo-/ Schalthäusern und Umspannwerken aus 
                                                                     keine automatische Abschaltung, Meldung wird angezeigt -> Störungsdienst 
    - 110 kV (Hochspannung) 
      220 u. 380 kV (Höchstspannung) Gittermastleitungen Überland 

11. Was ist mit den Begriffen Solarthermie und Photovoltaik gemeint ? 

    - Solarthermie dient zur Erwärmung von Wasser durch Sonnenenergie 
    - Photovoltaik wird zur elektrischen Energiegewinnung aus Sonnenenergie eingesetzt 
      Man unterscheidet netzgekoppelte Anlagen und netzferne PV-Anlagen 

12. Welche Vorschriften gelten für die Feuerwehr im Umgang mit PV-Anlagen ? 

    - Die DIN VDE 0132 „Brandbekämpfung in elektrischen Anlagen“ 
    - Die GUV-I 8677 „elektrische Gefahren an der Einsatzstelle“ 

13. Wie ist eine PV-Anlage aufgebaut ? 

    - PV Generatoren (Module) 
    - Modulanschlussleitung (Gleichspannungsleitung kann nicht stromlos geschaltet werden) 
    - DC- Freischalter (Gleichspannung) 
    - Anschlusskarten für öffentliches Netz 

14. Mit welchen Leistungen muss bei den unterschiedlichen PV-Anlagen gerechnet werden ? 

    - Einfamilienhaus ca. 10 kW 
    - Gewerbebetriebe (große Dachanlagen) mehrere 100 kW 
    - Freiflächenanlagen mehrere MW 

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