B4 Teil 1 Geretsried
Fragen zur Prüfung des Laufbahnlehrgangs B4 Teil 1 an der Staatlichen Feuerwehrschule Geretsried
Fragen zur Prüfung des Laufbahnlehrgangs B4 Teil 1 an der Staatlichen Feuerwehrschule Geretsried
-
- 1 / 350
-
Flashcards
10. Was sollte man beim Brand eines Fahrzeuges mit Elektroantrieb bezüglich der Batterie beachten ?
- mit viel Wasser kühlen (Sprühstrahl, unter das Fzg., Batterie(Hochvoltspeicher) am Fzg. Boden
- Kläranlage verständigen (wenn Hochvoltspeicher offen und Wasser eindringt Flusssäure !)
- bei fortgeschrittenem Brand, brennen lassen, Umgebung kühlen
- Hochvoltspeicher ist immer aktiv, kann nicht abgeschaltet werden.
11. Wie verhalten Sie sich bei Unfällen mit alternativ angetriebenen Fahrzeugen ?
- A auslaufende Betriebsstoffe
- U Unterboden kontrollieren (Tanks, besondere Leitungen, Hochvoltspeicher..)
- T Tankdeckel (2 Einfüllstutzen ?, Stecker)
- O Oberfläche (Beschriftung, Aufbauten auf Bussen)
12. Was sagt Ihnen die ABS – Regel beim Verkehrsunfall ?
- A Absperren
- B Brandschutz
- S Sichern
1. Wie erklären sich die 1,5 m Sicherheitsabstand zu 15 kV Oberleitungen der DB ?
1000 V = 1 cm Abstand
15000 V = 15 cm Abstand
x 10 fache Sicherheit = 1,5 m
2. Wie gehen Sie bei einem Bahnunfall vor ?
- Hinweis auf Gefahr: - 3 m Abstand von Gleismitte
- mind. 1,5 m Abstand zur Oberleitung
- 20 m bei abgerissener Oberleitung
- Einstellung des Fahrbetriebes
- Abschaltung der Oberleitung (Fax!)
- Notfallmanager anfordern (Erdung, Fachberater)
- Räder „unterkeilen“
- Einbremsen des Zuges
- Rettung durchführen
1. Welche Unfallarten bei Maschinenunfällen kennen Sie ?
- Trennen
- Fangen
- Schlagen
- Durchdringen
- Klemmen
- Einsperren
- Elektrisieren
2. Nennen Sie die Vorgehensweise bei Maschinenunfällen.
- Energiezufuhr trennen
- Sichern
- Entlasten
- Versorgen
- Befreien durch: a. Demontieren b. Schneiden c. Spreizen
- Transportieren
- Außer Betrieb nehmen
3. Wie lauten die 5 Sicherheitsregeln nach DIN VDE 0100 ?
- Freischalten
- gegen Wiedereinschalten sichern
- Spannungsfreiheit feststellen
- Erden und Kurzschließen
- benachbarte unter Spannung stehende Teile abdecken
1. Welche Führungsgrundsätze gelten zur Erfüllung von Führungsaufgaben
- Aufgabe, Befugnisse, Mittel aufeinander abstimmen
- Aufgabenbereich überschaubar, klar abgegrenzt
- Unterstellungsverhältnis und Weisungsrecht klar abgrenzen
- Fürsorgepflicht und Erhaltung der Leistungsfähigkeit der Einsatzkräfte
- Zusammenarbeit mit anderen, nicht unterstellten Kräften
- Einsatzleiter ist immer Gesamtverantwortlicher
2. Aus welchen 3 Bereichen besteht das Führungssystem und zu was dienst es ?
- Führungsorganisation - Führungsvorgang - Führungsmittel
- dienst zur Erfüllung aller Führungsaufgaben
3. Was verstehen Sie unter Führungsorganisation ?
Die Führungsorganisation legt die Aufgabenbereiche der Führungskräfte fest und gibt die Art und
Anzahl der Führungsebenen vor.
4. Nennen Sie die Bestandteile einer Einsatzleitung !
- Einsatzleiter
- rückwärtige Führungseinrichtung
- gegebenenfalls Führungsassistenten und Führungshilfspersonal
5. Wie setzt sich eine Führungseinheit zusammen ?
- Führungsassistent /-en
- Melder
- Fahrer
6. Welche Führungseinheiten bezüglich ihrer Größe gibt es ?
- Führungstrupp
- Führungsstaffel
- Führungsgruppe
- Führungsstab
7. Wie setzt sich ein Führungsstab zusammen ?
- Leiter des Stabes
- S1 Personal - S2 Lage - S3 Einsatz - S4 Versorgung evtl. - S5 Pressearbeit - S6 IuK
- Fachberater und Verbindungspersonen
8. Welche Führungsstufen kennen Sie ? Erläutern Sie kurz !
- Führungsstufe A Führen ohne Führungseinheiten (bis zu 2 Gruppen)
- Führungsstufe B Führen mit örtlichen Führungseinheiten (F-Trupp/ F-Staffel) (Zug oder Verband)
- Führungsstufe C Führen mit einer Führungsgruppe (Verband)
- Führungsstufe D Führen mit einer Führungsgruppe bzw.- stab (mehrere Verbände od. E-Stellen)
9. Was ist eine Befehlsstelle ?
Der Sitz der Einsatzleitung
10. Wie kann eine Befehlsstelle eingerichtet werden ?
- ortsfest (Gebäude mit der entsprechenden Logistik IuK)
- beweglich (Einsatzleitwagen)
11. Was muss der Einsatzleiter zur Gefahrenabwehr einsetzen ?
- die richtigen Mittel
- zur richtigen Zeit
- am richtigen Ort
12. Nennen Sie die Eckpunkte des Führungsvorgangs !
- Lagefeststellung – Erkundung/ Kontrolle
- Planung – Beurteilung/ Entschluss
- Befehlsgebung
13. Welche Unterteilung der Führungsmittel gibt es ?
- Mittel zur Informationsgewinnung
- Mittel zur Informationsverarbeitung
- Mittel zur Informationsübertragung
14. Nennen Sie Mittel zur Informationsgewinnung für den Einsatzleiter !
- Alarmierungsstichwort
- Einsatzauftrag
- eigenen Wahrnehmungen
- durch Meldung von anderen (beteiligten) Personen
- Einsatzunterlagen (Alarm- und Einsatzpläne, FW Laufkarten und -pläne
- Brandmeldeanlagen
- Nachschlagewerke
15. Was muss ein Einsatzbefehl mindestens enthalten ?
- Einheit
- Auftrag
16. Nennen Sie allgemeine Einsatzgrundsätze für Führungskräfte im Feuerwehreinsatz (ZF).
- Auftragstaktik
- Klare Befehle
- Klare Strukturen
- Ordnung des Raumes
- Überblick bewahren und verschaffen
- ständige Kontrolle
- kein eigenes Arbeiten
- Hierarchie einhalten ( ZF GF Mannschaft)
17. Was sagt die sogenannte 2-5er Regel aus ? Nennen Sie Beispiele.
Ein Einheitsführer kann zwischen zwei und fünf taktische Einheiten der niederen Führungsebene führen.
Ab 2 gleichberechtigten Einheitsführern wird ein höherer Einheitsführer benötigt/ empfohlen
1 GF 2–5 TF
1 ZF 2–5 GF
1 VF 2–5 ZF
1 ZF/ VF 2–5 EAL
18. Auf welche Aspekte sollten Sie bei der Anfahrt zur Einsatzstelle achten ?
- Windrichtung
- Sicherheit vor Schnelligkeit
- Einsatzplan/ Feuerwehrplan
- Fahrzeugaufstellung ( z.B. Brand: ELW und 1. (H)LF an der E- Stelle vorbei, DLK vors Gebäude, 2.(H)LF dahinter)
- Lage auf Sicht
- Verdächtige Personen (Verletzte, Beteiligte)
- Anfahrt, Aufstellung nachrückender Kräfte
1. Was sind die Hauptbestandteile von Biogas ? :
- Methan (55 – 65 %) und CO 2 (25 – 45 %)
- in geringen Mengen Ammoniak und Schwefelwasserstoff, O 2 , N 2 , H 2
2. Welche Gaseigenschaften sind bei Biogas zu beachten ?
Das Dichteverhältnis zu Luft beträgt 0,9, was eine gute Durchmischung mit der Luft bedeutet und sich damit
explosives Gemisch im gesamten Arbeitsbereich befinden kann, weiterhin ist Rohbiogas ein Atemgift
3. Welche Sicherheitseinrichtungen sind an Biogasanlagen vorhanden ?
- Not-Aus für Strom, außen an BHKW
- Gasabsperrhahn
- Über- und Unterdruckventile
4. In welche Brandabschnitte wird eine Windkraftanlage unterteilt ?
- Brandabschnitt (BA) 1 Maschine/ Generator - BA 2 Turm - BA 3 Traforaum
5. Was ist im Brandfall bei Windkraftanlagen zu beachten ?
- Löschen nicht möglich
- großräumig absperren !!!
- Brandausbreitung unwahrscheinlich
6. Was ist im Brandfall bei Holzfeuerungsanlagen zu beachten ?
Vergleichbar mit Heustock oder Silo
Löschmethoden: Abtragen des Brandgutes
Inertisierung mit Stickstoff
KEIN Wasser !!!
7. Was ist bei elektrischen Anlagen, in Bezug auf die Stromstärke, zu beachten ?
Ab 100 mA besteht Lebensgefahr (Bewusstlos, Asystolie, VF)
230 V Hausstrom 230 mA
8. Welche Mindestabstände sind bei folgenden Spannungen einzuhalten ?
Bis 1000 V 1 m
bis 110 kV 3 m
bis 220 kV 4 m
bis 380 kV 5 m
9. Welcher Abstand ist bei am Boden liegenden Freileitungen einzuhalten ?
Ein Mindestabstand von 20 m ist einzuhalten
10. Wie sind elektrische Versorgungsleitungen unterteilt ? Nennen Sie je ein Beispiel.
- 0,4 kV Leitung (Niederspannung) verbindet Wohnhäuser
keine automatische Meldung bzw. Abschaltung
- 20 kV Leitung (Mittelspannung) gehen von Trafo-/ Schalthäusern und Umspannwerken aus
keine automatische Abschaltung, Meldung wird angezeigt -> Störungsdienst
- 110 kV (Hochspannung)
220 u. 380 kV (Höchstspannung) Gittermastleitungen Überland
11. Was ist mit den Begriffen Solarthermie und Photovoltaik gemeint ?
- Solarthermie dient zur Erwärmung von Wasser durch Sonnenenergie
- Photovoltaik wird zur elektrischen Energiegewinnung aus Sonnenenergie eingesetzt
Man unterscheidet netzgekoppelte Anlagen und netzferne PV-Anlagen
12. Welche Vorschriften gelten für die Feuerwehr im Umgang mit PV-Anlagen ?
- Die DIN VDE 0132 „Brandbekämpfung in elektrischen Anlagen“
- Die GUV-I 8677 „elektrische Gefahren an der Einsatzstelle“
13. Wie ist eine PV-Anlage aufgebaut ?
- PV Generatoren (Module)
- Modulanschlussleitung (Gleichspannungsleitung kann nicht stromlos geschaltet werden)
- DC- Freischalter (Gleichspannung)
- Anschlusskarten für öffentliches Netz
14. Mit welchen Leistungen muss bei den unterschiedlichen PV-Anlagen gerechnet werden ?
- Einfamilienhaus ca. 10 kW
- Gewerbebetriebe (große Dachanlagen) mehrere 100 kW
- Freiflächenanlagen mehrere MW