Becker, TU BS


B. V.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Automatisierungstechnik auf Universitätsniveau. Sie behandeln zentrale Konzepte wie Prozesskopplung, Systeme und Petrinetze, wobei sowohl technische als auch ethische Gründe für Automatisierung beleuchtet werden. Die Karteikarten eignen sich besonders für Studierende der Elektrotechnik, die sich mit der Struktur und dem Aufbau von Prozessen sowie deren Automatisierung vertraut machen möchten.
Flashcards
16
Students
0
Language
German
Level
University
Created / Updated
19.02.2015 / 19.02.2015

Cartes-fiches

Was ist ein System?

Welche Axiome gibt es? Erklärung dazu

  • Strukturprinzip:Die Abgrenzbarkeit des Systems. System ist eigenständig, besteht aus Menge von Teilen die wechselseitig in Beziehung stehen. Teile werden durch Größen beschrieben, Werte der Größen kennzeichnen Systemzustand
  • Dekompositionsprinzip: Ein System kann in Untersysteme aufgeteilt werden. Subsysteme stehen in wechselseitiger Beziehung
  • Kausalprinzip: Logischer Aufbau. Spätere Zustände müssen von vorangegangenen abhängig sein. Logik von Abläufen.
  • Temporalprinzip: Zeitliche Abhängigkeit der Einzelsysteme (Determinierung)

Die Grundform eines technischen Prozesses

VS->TP->NS

(Vorzustand->technischer Prozess->Nachzustand)

Grundformen von Prozessen

  • kontinuierliche Prozesse: (Fließprozess)->el. Versorgung, Materialfluss
  • Stück-(Batch-)prozess: ->Rangierbahnhof
  • Chargenprozess: ->Arzneimittelherstellung

Ethisch/humane Gründe für Automatisierung

Entlastung des Menschen von

  • Gesundheitsgefährdung/Unfallrisiko
  • monotoner/stereotypischer Arbeit
  • zu komplexer Arbeit (Reaktion, Bedienhäufigkeit, Präzision, Übersicht)

Technisch/ökonomische Gründe für Automatisierung

  • möglicher Aufbau komplexer Systeme
  • Maximierung Kosten/Nutzen-Verhältnis
  • Optimierung Energie/Materialverbrauch
  • flexible Anpassung an Prozess
  • Verbesserung Produktqualität, Anlagenzustand, Ausfallverhalten 

Wesentliche Begriffe der objektorientierten Beschreibungsform:

  • Objekte: konkrete oder abstrakte Bestandteile eines Systems mit einer Menge von Attributen
  • Klassen von Objekten: Definition des Wesens eines Objektes
  • Vererbung: Ableitung von Objektattributen in Unterklasse (Kollegium(Attribut:Lehrer)->Lehrer(Attribute: Alter...)
  • Methoden: Prozeduren zum Veränderung von Attributen eines Objektes
  • Nachrichtenaustausch: Interaktion der Objekte durch Anwendung von Methoden
  • Abstraktion: Abbildung komplexen Zusammenhangs in vereinfachter Form
  • Kapselung: Zugriff auf Attribute nur durch von Klasse definierte Methoden

Strukturbausteine Prozesse in Petrinetz

(Folgeprozess, Fusionsprozess, Spaltprozess, Zeitprozess)

(Folgeprozess, Fusionsprozess, Spaltprozess, Zeitprozess)

Strukturbausteine Prozesse in Petrinetz

(Ereignisgekoppelter Prozess, zeitlich gekoppelter Steuerprozess, Synchronisationsprozess)

(Ereignisgekoppelter Prozess, zeitlich gekoppelter Steuerprozess, Synchronisationsprozess)

Aufbau einer Produktionsanweisung

  1. Rezept
  2. Teilrezept
  3. Phase
  4. Grundfunktion
  5. Grundfunktionselement

Schichtenmodell für Leitsysteme

  • Strategische Ebene (langfristig: z.B. Unternehmensziele)
  • Dispositive Ebene (Veröffentlichter Fahrplan)
  • Taktische Ebene (Disponierter Fahrplan)
  • Operative Ebene (Steuerbefehle)

Handbedienter Prozess (als Petrinetz)

Handbedienter Prozess

Indirekte Prozesskopplung off-line (Petrinetz)

Prozesskopplung off-line

Indirekte Prozesskopplung in-line

Prozesskopplung in-line

Direkte Prozesskopplung mit automatischer Beeinflussung

Direkte Prozesskopplung mit automatischer Beeinflussung

Direkte Prozesskopplung mit automatischer Zustandserfassung

Direkte Prozesskopplung mit automatischer Zustandserfassung

Direkte geschlossene Kopplung

Direkte geschlossene Kopplung

Étudier