Ausscheidung 2b

Nierenerkrankungen

Nierenerkrankungen


K. W.
Diese Lernkarten bieten einen grundlegenden Überblick über die Ursachen, Symptome und Therapien von Nierenversagen. Sie behandeln Themen wie Diabetes, Bluthochdruck, Medikamenteneinnahme und Dialyse, sowie die Unterscheidung zwischen chronischem und akutem Nierenversagen. Ideal für Patienten und Pflegekräfte, die sich über die Behandlung und Prognose von Nierenerkrankungen informieren möchten.
Cartes-fiches
57
Utilisateurs
12
Langue
Allemand
Catégorie
Biologie
Créé / Mis à jour
30.12.2013 / 22.05.2023

Cartes-fiches

Definition Prostatahyperplasie

Das ist eine benigne Vergrösserung der Prostata. Betrifft vorwiegend ältere Männer.

Auch die Begriffe Prostatahypertrophie und Prostataadenom meinen das Gleiche.

Ursache Prostatahyperplasie

Ursache ist nicht definitiv geklärt.

Es vergrössern sich v.a. die Harnröhrennahen Drüsen der Prostata, so dass die Urethra zunehmend eingeengt wird.

Ursache und Risikofaktoren:

  • Alter
  • die Veränderung des Östrogen-Testosteron Haushalt. Ohne Testosterion kommt es zu keiner Vergrösserung.
  • Erbliche Veranlagung

Symptome Prostatahyperplasie

Entstehen durch zunehmende Verengung der Harnröhre und dadurch Harnabflussbehinderung.

  • 1. Stadium (Reizstadium)--> Harnstrahl ist abgeschwächt, dauert länger bis Miktion beginnt, häufig auf Toilette, Bauchpresse einsetzen um damit sich Blase vollständig leert.
  • 2. Stadium (Restharnbildung) --> Bildet sich Restharn, ständiger Harndrang und kann jeweils nur wenig Urin ausscheiden. Gefahr von HWI wegen Restharn.
  • 3. Stadium (Dekompensationsstadium) --> Kommt zur Überlaufblase mit Harnrückstau bis zur Nieren, Nierenfunktionsschädigung, Vergrösserte Prostata rektal tastbar.

Kann immer ein Harnverhalt auftreten.

Therapie Prostatahyperplasie

Wichtig ist, dass eine Überdehnung der Harnblase und ein chron. Rückstau mit Schädigung der Nieren vermieden wird.

Meidkamentöse Therapie

  • Alpha-Rezeptoren-Blocker (z.B. Hytrin) --> Zur symptomatischen Behandlung von Miktionsbeschwerden. Es hemmt die alpha-1-Adrenorezeptoren

Häufige Nebenwirkungen: Orthostatische Hypotension bis Synkope, Benommenheit und Kopfschmerzen

  • Hormonpräparate (z.B. Proscar) --> Wandelt Testosteron in wirksames Androgen (Dihydrotestosteron) /DHT) um. So behandelt und kontrolliert das Medikament die Symptome und senkt das Risiko eines akuten Harnverhaltes sowie den Bedarf für operative Eingriffe. Das Medikament verkleinert somit die vergrösserte Prostata. Häufige Nebenwirkungen: verminderte Libido, Impotenz und verringerte Ejakulatmenge
  • Phytotherapie --> Phytotherapie ist die Anwendung von Pflanzen, Pflanzenteilen oder deren Zubereitung. Es werden vor allem Serenoarepens (Sägepalme) und Kürbiskerne verwendet.

Operativ

  • TURP – Transurethrale Prostataadenomresektion --> Wird über die Harnröhre mit einem Endoskop durchgeführt. Teile der Prostata werden dort ausgekratzt. Danach wird das Gebiet verödet. Damit keine Stauung in der Harnröhre entsteht (etwa durch Quagula) wird ein Spülkatheter eingelegt. Dieser wird belassen, bis keine Hämaturie mehr vorliegt. Komplikationen intraoperativ: Verletzung der Urethra oder/und Harnblase und Blutungsgefahr. Komplikationen postoperativ: Blutung und allgemeine postoperative Komplikationen
  • Offene radikale Prostatektomie --> Operative Entfernung der gesamten Prostata.

Vorteile; Bei einem Karzinom hat man auch Möglichkeit Lymphe zu entfernen, es ist ein sicherer, routinierter Eingriff.

Nachteile; offene Operation mit allen möglichen Komplikationen (Hämatome, Wundinfekt, Blutverlust)

Pflegeschwerpunkte Prostatahyperplasie

  • Aufklärung des Patienten über die Diagnose und seine Lebensführung.
    • Eine Blutüberfüllung (Kongestion) der Postata vermeiden:
      • kein langes Sitzen
      • keine beengende Kleidung
      • keine Überfüllung der Harnblase provozieren
    • Kälteexposition, kalte Getränke sowie Alkohol meiden:
      • steigern das Risiko eines Harnverhaltes
    • Lokale Applikation von Wärme erleichtert die Miktion
  • Nach einer Prostataoperation:
    • Mobilisation i.d.R. am 1. Tag post-OP
    • Abends leichte Kost
    • Beckenbodengymnastik zur Regulation der Miktion nach Entfernung des Dauerkatheters
    • Während der Heilung der Wunde in der Harnröhre können noch ca. 4-6 Wochen nach der OP Beschwerden bei der Miktion auftreten

Definition Epidymitis

Entzündung des Nebenhodens

Ursachen Epidymitis

Entsteht meistens durch aufsteigende Keime ausgehend von einem Harnwegsinfekt oder einer Entzündung der Prostata.

Weitere Ursachen könnten sein:

- Chronisches Trauma                                          

- Starke körperliche Aktivität

- Überdehnung des Hodens                                

- ungeschützter Geschlechtsverkehr

Symptome Epidymitis

  • Die Symptome sind meist rasch und erreichen meistens innerhalb eines Tages ihr maximum
  • Vom Samenleiter ausgehend können abdominale  Schmerzen entstehen und teilweise auch Flankenschmerzen
  • Dysurie
  • Ausfluss aus der Harnröhre
  • Nausea
  • Schüttelfrost
  • Fieber

Therapie Epidymitis

Die Nebenhodenentzündung ist sehr schmerzhaft, heilt aber bei frühzeitiger Behandlung recht schnell wieder ab. Unbehandelt kann die Erkrankung einen chronischen Verlauf nehmen und zur Unfruchtbarkeit (Sterilität) führen

  • Sofortige urologische Behandlung
  • Bettruhe (keine körperlichen Anstrengung)
  • Hochlagerung & Kühlung der Hoden
  • Antibiotika
  • Schmerz-und Entzündungshemmende Medis

Definition Orchitis

Hodenentzündung. Meistens durch Viren oder Bakterien ausgelöste Infektion.

Häufig entwickelt sich eine Hodenentzündung aus einer Nebenhodenentzündung oder umgekehrt; man spricht dann von einer Hoden-Nebenhodenentzündung (Epididymorchitis).

Ursache Orchitis

Oft entsteht die Orchitis als Begleitentzündung eines andern Infektes z.B. einer Mumps- oder Windpocken-Infektion. Wahrscheinlich gelangen die Viren von ihrem Ursprungs-Infektionsort über die Blutbahnen in die Hoden.

 

  • Häufig ist eine Viren-Infektion Schuld an einer Hodenentzündung; bakterielle Infektionen kommen eher selten vor.
  • In seltenen Fällen liegt eine Autoimmunerkrankung vor. Diese Erkrankung tritt aber eher bei älteren Männern auf.
  • Hodenentzündung nach Gewalteinwirkung oder nach einem Unfall.

Symptome Orchitis

  • Heftige Schmerzen im betroffenen Hoden
  • Schwellung der Hoden, ev. der Nebenhoden
  • Berührungs- und Druckempfindlichkeit der Hoden
  • Starke Rötung und Wärmeempfinden des Hodensackes (Skrotum)
  • Oft sehr hohes Fieber und starkes Krankheitsgefühl

Therapie Orchitis

Bei rascher und konsequenter Behandlung heilt eine Hodenentzündung ohne Folgen ab. In schweren Fällen kann es durch Schädigung des Hodengewebes zur Unfruchtbarkeit (Sterilität) kommen.

Allgemeine Massnahmen:

  • Bettruhe, Hochlagern der Hoden, kühlende Wickel

Medikamente:

  • Ev. schmerz- und entzündungshemmende Medikamente
  • Vireninfektion; hier kann nur symptomatisch behandelt werden; bei Infektion mit Mumpsviren haben sich Interferon-Medikamente als nützlich erwiesen; ansonsten kann nur symptomatisch behandelt werden.
  • Bakterielle Infektion: Antibiotika

Chirurgisch:

Bei starker Schwellung oder bei Eiterbildung im Hoden (Abszess) muss operiert werden.

Definition Varikozele

Schwellung im Hodensack, meist linksseitig. Das Venengeflecht um den Hoden ist krampfaderähnlich ausgeweitet. Dies kommt vor allem bei Männern zwischen fünfzehn und fünfundzwanzig Jahren vor.

Ursache Varikozele

Die Varikozele entsteht meistens dadurch, dass der Blutabfluss in die linke Nierenvene gestaut ist, es kommt zu einer Druckerhöhung in der Vene und die Venenklappen werden geschwächt. Durch die Druckerhöhung kommt es zu Aussackungen im Venenkomplex:

- Primäre Varikozele:

  • Ursache anlagebedingt
  •  
  • - sekundäre Varikozele:
  • Verengung der Nierenvene durch die Hauptschlagader und einen der Abgänge derselben
  • Knick der Samenstrangvene
  • Knick durch einen Nierentumor, der die Hodenvene abklemmt
  • Gefässeinrisse oder Blutgerinnsel

Symptomte von Varikozele

  • Oft keine Symptome, Zufallsdiagnose durch Arzt.
  • Schwellungen des Hodensackes, Sichtbar beim Stehen oder Pressen
  • Spannungen und Schmerzen beim Stehen und Laufen. Häufig wird lediglich über ein unbestimmtes Ziehen im Hoden geklagt
  • In der Adoleszenz unter Umständen ausstehende Produktion von Ejakulat

Therapie von Varikozele

Ob Operiert werden muss oder nicht muss individuell abgeklärt werden. Wenn nicht operiert wird, sollte nach einem halben Jahr eine Nachkontrolle mit Ultraschall erfolgen. Eine Varikozele wird normalerweise in folgenden Situationen behandelt:

  • Wenn sie Schmerzen verursacht.
  • Bei rechtsseitiger oder beidseitiger Varikozele
  • Bei Kindern und Jugendlichen, wenn die Varikozele gross oder der Hoden auf der betroffenen Seite kleiner ist.
  • Wenn die Fruchtbarkeit eingeschränkt ist (feststellbar mittels Spermiogramm oder Hormontests).
  • Die erweiterte Vene kann operativ entfernt/abgebunden als auch verödet werden (sogenannte Sklerosierung). Allerdings sind hierbei die Langzeitergebnisse etwas schlechter als bei der Operation (häufiger Rückfälle).

Defintion Hydrozele

Als Hydrozele (Wasserbruch) bezeichnet man eine angeborenen oder erworbene seröse Flüssigkeitsansammlung im Hodensack durch nicht verschlossene Hodenhüllen.

Ursache Hydrozele

Angeboren oder Ursachen für sekundäre (erworbene) Hydrozelen sind z.B:

Symptome von Hydrozele

Schmerzlose, glatt begrenzt, prall elastische Hodenschwellung im Verlauf des Samenstrangs.

Mit zunehmender Schwellung des Hodens sind allerdings Schmerzen, Druck- oder Schweregefühl möglich.

Therapie von Hydrozele

Operation: Band der Hydrozele wird abgetragen und umgestülpt.

Die Entleerung durch Punktion ist fast immer rezidiv.

Defintion Hodenkrebs

Als Hodenkrebs bezeichnet man eine bösartige (95%) Neubildung von Keimzellen im Bereich der Hoden.

Der Hodenkrebs zählt zu den am besten therapierbaren Krebserkrankungen.

Ursache von Hodenkrebs

Es gibt keine eindeutige Erklärung für die Entstehung, gewisse Faktoren können das Krankheitsrisiko erhöhen:

  • Wichtigster Risikofaktor ist der Hodenhochstand (wenn Hoden bei der Geburt nicht im Hodensack tastbar sind). Die Hoden verbleiben in der Leistengegend. In diesem Fall ist eine Orchidopexie (operative Fixierung der Hoden im Skrotum) vor dem 2. Lebensjahr notwendig.
  • Ein weiterer Risikofaktor ist zudem das Vorliegen eines Hoden-Tumors bei erstgradigen Verwandten (erhöhtes Risiko für Keimzelltumoren).

Symptome von Hodenkrebs

Am Anfang wenig Beschwerden dadurch späte Erkennung.

  • Verhärtungen und Knotenbildung an der Oberfläche eines Hodens
  • Schmerzlose Schwellung der Keimdrüse
  • Plötzliche Schrumpfung ist möglich
  • Ziehen, Spannungsgefühl in den Hoden oder Leistengegend

Später kommt es häufig zu:

  • Schwellungen der Lymphknoten im Bereich des Beckens und der Wirbelsäule (äussern sich als unspezifische Rückenschmerzen)
  • Hoden wird grösser und schmerzhaft

Im fortgeschrittenem Stadium haben sich oft schon Tochtergeschwülste (Metastasen) in anderen Körperregionen gebildet. Unbehandelt führt der Hodenkrebs zum Tod. Bei rechtzeitiger Behandlung sind die Heilungschancen gut.

Therapie von Hodenkrebs

  • Die Operation mit Entfernung der Krebsgeschwulst des Hodens; Fruchtbarkeit bleibt erhalten
  • Strahlentherapie unter Verwendung von Röntgenstrahlen oder anderen hoch-  energetischen Strahlen, um die Krebszellen abzutöten;
  • Chemotherapie unter Verwendung von Medikamenten zur Abtötung der Krebszellen;
  • Knochenmarkstransplantation* als neuere Maßnahme.
  • Nur in fortgeschrittenen Fällen ist eine weitere zusätzliche Lymphknoten-OP zuständig

Nennen Sie mir den Unterschied zwischen einer chronischen und akuten Glomerulonephritis

Bei chronischen Formen der Glomerulonephritis sind die Patienten oft beschwerdefrei.

Die genauen Ursachen einer chronischen Glomerulonephritis sind nicht bekannt. Wahrscheinlich liegt die Ursache jedoch auch bei dieser Form der Nierenentzündung in einer Autoimmunreaktion

Akute Glomerulonephritis

Hinweisende Symptome sind in solchen Fällen ein vorliegender Hypertonus und ein pathologischer Urinstatus (Proteinurie, Mikrohämaturie etc.).

Chron..rezidivierende bakterielle Entzündung, Symptome sind heftiger

Durch was entsteht eine akute Glomerulonephritis,  Krankheitsentstehung Ursache:

Ursache einer akuten Glomerulonephritis ist meist eine vorhergehende Antikörper Reaktion auf Bakteriengifte, meist 2 - 3 Wochen nach ev. unbemerkt verlaufenem bakterielle Infektion, zum Beispiel eine Halsentzündung, Kehlkopfentzündung oder Mandelentzündung mit Bakterien namens Streptokokken.

Manchmal tritt diese Form der Nierenentzündung jedoch auch im Zusammenhang mit Autoimmunerkrankungen auf.

Welche typischen Symptome/Befunde treten dabei auf bei akuter Glomerulonephritis?

Bei einer akuten Glomerulonephritis treten meist Symptome auf wie:

  • Wasseransammlung im Gewebe (Ödeme)
  • meist Oligurie verminderte Urinausscheidung (nur 0,5 Liter oder weniger statt normalerweise ca. 1,5 Liter pro Tag)( unter 100ml = Anurie)
  • Bluthochdruck (Hypertonie)
  • eventuell Nasenbluten
  • Kopfschmerzen
  • Sehstörungen
  • Urin mit Eiweiß und Blut, sowie Zylinder Urin (Hämaturie/Makrohämaturie)
  • Ödeme, besonders der Lider, eventuell Hirnödem mit Krämpfen (letzteres sehr selten)
  • Durst
  • schlechter Allgemeinzustand mit Mattigkeit, Fieber, Appetitmangel, Emesis
  • Rückenschmerzen

 

Welche Untersuchungen sind notwendig bzw. welche Untersuchung gibt mir die Sicherheit zur Unterscheidung zwischen chronisch & akut?

Eine zuverlässige Diagnostik ist nur durch die Entnahme einer Biopsie mit anschließender Beurteilung durch den Pathologen möglich. Weitere diagnostische Maßnahmen umfassen die Erhebung eines differenzierten Urinstatus und serologische Methoden zur Fahndung nach antinukleären Faktoren (ANF), ANCA und Antibasalmembran-Antikörpern.

Welche Behandlung / Therapie wird angesetzt bei akuter Glomerulonephritis?

  • Behandlung der Ödeme mit entwässernden Medikamenten (Schleifendiuretika)
  • Behandlung des Bluthochdrucks
  • Einsatz des Antibiotikums Penicillin bei Erkrankung durch die Bakterien namens Streptokokken

Prognose bei akuter Glomerulonephritis

Besonders bei Kindern gut!

Grundsätzlich je schneller die Ursache behandelt wird und je kleiner der verursachte Schaden entstanden ist, desto besser die Prognose

Pflegerische Massnahemen bei akuter Glomerulonephritis

  •     Diät (salz-, eiweiß-, flüssigkeitsarm)
  •     Flüssigkeitsbilanz
  •     Gewichtskontrolle
  •     Bettruhe

Durch was entsteht eine chron. Glomerulonephritis, --> Krankheitsenstehung

Die genauen Ursachen einer chronischen Glomerulonephritis sind nicht bekannt. Wahrscheinlich liegt die Ursache jedoch auch bei dieser Form der Nierenentzündung in einer Autoimmunreaktion.

Welche typischen Symptome und Befunde treten bei chron. Glomerulonephritis auf?

Eine chronische Glomerulonephritis verläuft häufig viele Jahre lang unbemerkt und beschwerdefrei. Erst, wenn diese Form der Nierenentzündung weit fortgeschritten ist, entwickeln sich Symptome, die sich auf eine Nierenschwäche zurückführen lassen:

Weniger ausgeprägt als bei der akuten Form:

  • Müdigkeit ,allgemeines Krankheitsgefühl
  • Leistungsschwäche
  • Durst
  • Polyurie, weil die geschädigten Nieren den Harn nicht mehr genügend zu konzentrieren vermögen
  • Extremitäten: Ödeme /Lidödeme
  • Störungen des Wasser-, Elektrolyt- und Säuren-Basen-Haushalts: Hyperkaliämie, Hyponatriämie, metabolische Azidose
  • Herz und Kreislauf: Herzrhythmusstörungen, Hypertonie, Perikarditis
  • Lunge: Lungenödem, Pleuritis
  • Magen-Darmtrakt: Foetor ex ore, Nausea, Erbrechen, Diarrhoe
  • Zentrales Nervensystem (ZNS): Konzentrationsstörungen, Kopfschmerzen, Verwirrtheit, Krämpfe, Bewusstlosigkeit
  • Haut: Pruritus, bräunlich-gelbe Hautfarbe, Uringeruch
  • Blut: renale Anämie wegen der verminderten Erythropoietinproduktion der Nieren, hämorrhagische Diathese Eiweiß und Blut im Urin (Proteinurie), eventuell Vermehrung harnpflichtiger Substanzen im Blut
  • Knochen: Osteopathie, Neigung zu Frakturen
  • Verminderte Medikamentenausscheidung

Welche Untersuchungen sind notwendig bzw. welche Untersuchung gibt mir die Sicherheit zur Unterscheidung zwischen chronisch & akuter Glomerulonephritis?

Je länger die chronische Niereninsuffizienz bereits andauert, desto schwieriger ist es, die eigentliche Ursache für das Auftreten dieser Erkrankung zu diagnostizieren. Es werden folgende Maßnahmen durchgeführt:

  • Ultraschalluntersuchung (Sonographie)
  • Gewebeentnahme der Niere (Nierenbiopsie)
  • Anhand der Laborwerte (chron. Erhöhte Harnstoffwerte im Blut, Proteinurie, )
  • Kretainin Clearence (messung der GFR)

    Zur Berechnung der Kreatinin-Clearance werden folgende Parameter benötigt:

    Die Kreatinin-Konzentration im Blutplasma (Bestimmung des Serumkreatinins)

    Die Kreatinin-Konzentration im Urin, ermittelt aus 24-Stunden-Sammelurin

    Das Volumen des Sammelurins zur Ermittlung des Harnzeitvolumens in ml/min

    Der Korrekturfaktor F, bezogen auf 1,73m2 der Körperoberfläche, berechnet als

    F = 1,73m2/Körperoberfläche.

therapie von chron. Glomerulonephritis?

Bei einer chronischen Glomerulonephritis behandelt der Arzt vor allem die auftretenden Beschwerden. Ist die Funktion der Niere eingeschränkt, umfasst die Therapie bei dieser Form der Nierenentzündung etwa Maßnahmen wie:

                             

  • Diät, je nach Form salz- , eiweiß- und flüssigkeitsarm
  • Vermeidung von Infekten, eventuell Antibiotika
  • eventuell Medikamente zur Senkung des Blutdrucks
  • körperliche Schonung
  • angepasste Flüssigkeitszufuhr

Prognose von chron. Glomerulonephritis

Ist die Erkrankung weit fortgeschritten und hat ein Nierenversagen zur Folge, stellen Dialyse (Blutwäsche) und Nierentransplantation eine Therapiemöglichkeit dar.

  • Erkrankte Nierenkörperchen gehen zugrunde, es bilden sich bindegewebige Narben.
  • Nach unterschiedlicher Krankheitsdauer - wenige Jahre bis Jahrzehnte - entstehen Schrumpfnieren mit Nierenversagen => Niereninsuffizienz

Pflegerische Massnahmen bei chron. Glomerulonephritis

  • Diät, je nach Form salz- , eiweiß- und flüssigkeitsarm
  • Vermeidung von Infekten, eventuell Antibiotika
  • eventuell Medikamente zur Senkung des Blutdrucks
  • körperliche Schonung

Prävention von chron. Glomerulonephrits

Sie Erkrankungen (wie Infekte oder Diabetes mellitus) möglichst frühzeitig behandeln lassen sowie die mitunter schädigende Wirkung von Medikamenten rechtzeitig bedenken, um einen Missbrauch zu vermeiden.

 

Ganz allgemein können Sie manchen Nierenerkrankungen vorbeugen, indem Sie die Nieren und Harnwege gut durchspülen – also für eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr sorgen – und auf das Rauchen verzichten.

 

Nennen Sie mir den Unterschied zwischen einer chronischen und akuten Niereninsuffizienz

  • Beim akuten Nierenversagen (ANV), auch akute Niereninsuffizienz, handelt es sich um eine plötzliche, innerhalb von Stunden bis Tagen einsetzende, prinzipiell rückbildungsfähige Verschlechterung der Nierenfunktion.
  • Es kann nach vorheriger normaler Nierenfunktion (engl.: acute kidney injury) oder nach bereits chronisch eingeschränkter Nierenfunktion (ANV auf dem Boden einer chronischen Niereninsuffizienz, engl.: acute on chronic renal failure) auftreten.

Lernen