Atemwegserkrankungen

Arzneimittelkenntnisse Assistenzjahr Pharmazie 2012/13, Universität Basel

Arzneimittelkenntnisse Assistenzjahr Pharmazie 2012/13, Universität Basel


D. S.
Diese Lernkarten behandeln Atemwegserkrankungen auf Universitätsniveau und umfassen Symptome wie Husten, Fieber und Atemnot, sowie deren Verlauf und Behandlung. Sie decken auch Themen wie COPD, Infektionen und Medikamentenüberprüfung ab. Diese Karteikarten sind ideal für Medizinstudenten und Fachkräfte, die ihr Wissen über Atemwegserkrankungen vertiefen und ihre diagnostischen und therapeutischen Fähigkeiten verbessern möchten.
Flashcards
30
Students
17
Language
German
Category
Medical
Level
University
Created / Updated
06.03.2013 / 16.05.2022

Flashcards

Hauptsymptome Asthma

– Atemnot (anfallsartig, häufig nachts und bei Anstrengung) – Probleme beim Ausatmen – pfeifende Atmung – Husten – Engegefühl in der Brust – Verschleimte, entzündete Atemwege

Pathologie COPD

Nicht vollständig reversible Abnahme des Atemflusses, Remodelling des Lungengewebes

Hauptsymptome COPD

AHA: Auswurf, Husten (viel am Morgen), Atemnot

Symptome pulmonale Hypertonie

Atemlosigkeit Müdigkeit, Schwindel, Benommenheit Schwäche Brustschmerzen Tachykardie Synkopen = Ohnmachtsanfälle. Beinödeme, abdominale Schwellung (Aszites) Hustenreiz bei Anstrengung und chronische Heiserkeit Symptome in Ruhe treten nur in sehr fortgeschrittenen Stadien auf

Basistherapie pulmonale Hypertonie

Antikoagulation: Aufgrund des hohen Thrombose-Risikos bei PAH, oft empfohlen. Diuretika: Empfohlen bei Patienten mit Rechts-Herz-Insuffizienz und Flüssigkeitsretention. WICHTIG: Elektrolyt- und Nierenfunktions-Kontrolle. Sauerstoff um eine Sauerstoffsättigung > 90% zu halten. Digoxin z.T. bei Rechts-Herz-Insuffizienz und geringem kardialem Output oder Vorhof-Arrhythmien. Plus: Vasodilatation mit CBB, ERA, etc.

Unterteilung Akuität Husten

"Akut" < 3 Wochen; "Subakut", «Grauzone» 3-8 Wochen; und "Chronisch" > 8 Wochen.

Red Flags bei Husten

Hämoptoe Thoraxschmerz Atemnot hohes Fieber Aufenthalt ¡n Ländern mit hoher Tbc-Prävalenz, Tbc-Kontaktpersonen, Obdachlose anamnestisch bekannte Malignome Immundefizienz, HIV-Infektion, ¡mmunsuppressive Therapie extrem starke Raucher ausserdem: unerklärter Gewichtsverlust

Red Flags bei Atemwegsinfekt (Pneumonie?)

Fieber hoch Schmerzen beim Atmen reduzierter AZ Verlauf mit Verschlechterung

Symptome pseudomembranöse Colitis

Die Symptome treten meistens 5 bis 10 Tage nach Therapiebeginn auf un beihnalten Durchfall, schlechter Allgemeinzustand, Bauchkrämpfe und Fieber

Risikofaktoren Penicillinallergie

• Frühere Exposition: 6-fach erhöhtes Risiko • Alter: 20-50 • Andere Krankheiten: Immundefizienz, CF, EBV, CMV • Verabreichung: hohe Dosen, parenteral, intermittierend • Atopie, Familienanamnese: kein vermehrtes Risiko !

Rhinosinusitis "akut" versus "chronisch"

Akut: Kleiner 12 Wochen mit vollständigem Rückgang der Symptome; Chronisch: Länger als 12 Wochen ohne vollständigen Rückgang der Symptome.

Red Flags Rhinosinusitis

Orbitale oder präfrontale Schwellung Visuelle Symptome (z.B. Diplopie, verminderte Sehschärfe, Schwierigkeiten beim Augenöffnen) Schwere Kopfschmerzen Veränderter mentaler Status Somnolenz Hohes Fieber

Unterschiede virale versus bakterielle Rhinosinusitis

Bakteriell: Meist einseitige Gesichtsschmerzen, Hohes Fieber, Zweiphasiger Verlauf

Typisch für eine echte Grippe?

Typisch für die echte Grippe ist: • plötzliches, hohes Fieber • trockener Husten • Kopf- und Gliederschmerzen • Abgeschlagenheit, Schwächegefühl (Auftreten während der typischen Grippesaison)

Ponstand während Schwangerschaft und Stillzeit?

Nein!

Warnhinweise topische Vasokonstriktoren

Wirkung lässt nach Atrophie der Nasenschleimhaut Hemmung der Zilienaktivität Rhinitis medikamentosa ? rhinopathia vasomotorica Schädigung des Schleimhautepithels mit.

Wirkunsdauer topischer Vasokonstriktor?

6-8h!

Triage Optionen

• Teaminterne Weiterleitung. • Pharm. Behandlung: Therapieempfehlung, Betreuung. • Bedingte Weiterleitung: Weiterleitung wenn kein Therapieerfolg, Weiterleitung wenn Verschlimmerung. Dieses Vorgehen ist das "billigste" Vorgehen, denn so wird der Triageentscheid dem Patienten übergeben. Es sollten hier unbedingt Bedingungen mitgeben werden (z.B. "wenn zusätzlich noch Fieber kommt). • Weiterleitung an Arzt: Für vertiefte Abklärung, Direkte Weiterleitung innert Tagen. Gut ist es auch, wenn man gleich erklärt weshalb ("um die Lunge zu röntgen"). Notfall: Sofort Arzt, Spital.

LINDAAFF

L = Lokalisierung, I = Intensität, Akuität: akut, subakut/chronisch, N = Natur der Läsion, Aussehen, Ausbreitung, D = Dauer, zeitlicher Verlauf, Frequenz, A = Andere Symptome, A = Anamnese, Krankheiten und Medikamente, mögliche Ursache schon angewendete Therapien, F = Verschlimmernde Faktoren, Risikofaktoren, F = Verbessernde Faktoren

Good Wellcoming Practice

Für wen? Andere Medikamente? Anwendung des Medikamentes bekannt? Risikosituation?

SOAP

S: Subjektiv: Subjektive Beschwerden, Patientenaussage. O: Objektiv: Patientenbeobachtung, Messdaten, Medikationsdaten A: Assessment: Problemanalyse mit den gesammelten subjektiven und objektiven Daten, Ressourcenabklärung, Ursachensuche. P: Plan: Lösungsmöglichkeiten, Intervention.

Der Pharmaceutical Care Kreisprozess

1. Erkennen und Analysieren des Patientenproblems. 2. Erhebung und Ausarbeitung der Informationen zusammen mit dem Patienten. 3. Definition der Ziele. 4. Erarbeiten von Alternativen und Begleitmassnahmen. 5. Festlegung des Therapieplans. 6. Designs des Aktionsplans zur Therapiekontrolle. 7. Umsetzung durch den Patienten. 8. Follow-up mit Dokumentation, etc.

Was sollte ein guter Therapieplan alles beinhalten?

Es gehört der genaue Name dazu, sowie die Dosierung, die Anwendungsinstruktion, Risiken und potentielle UAW, Begleitmassnahmen und der Verlauf der Behandlung (Wirkungseintritt und -dauer, Wann die nächste Beratung).

Unterschiede der Symptomatik bei Influenza und grippalem Infekt

Bei Influenza entsteht sehr schnell nach der Infektion Fieber und fast gleichzeitig Kopf-und Gliederschmerzen und wichtig auch Reizhusten. Sehr typisch ist die schnelle Anflutung der Symptome: Sie sind schnell maximal ausgeprägt (1 Tag). Der Schnupfen ist sekundär. Grippaler Infekt: Das erste ist Halsschmerzen und dann starker Schnupfen und nur schwach Fieber. Der Reizhusten kommt im Gegensatz zur Influenza erst verzögert (4 Tage nach Beginn der anderen Symptome) (!).

Unterschied Pharyngitis, Tonsilitis und Laryngitis?

Pharyngitis = Virale Infektion im Rachen, erkennbar durch eine blosse Rötung. Tonsilitis = Bakterielle Infektion im Rachen, erkennbar durch einen weissen Belag auf einer Rötung. Laryngitis = Kehlkopfentzündung.

Was ist alles in einer Rezeptkontrolle beinhaltet?

• Formale Kontrolle • Plausible Dosierung (Überprüfung Therapieplan): Z.T. schwierig bei Erstverschreibungen. • potentielle Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten • Beratungsbedarf ? Dosierung / Handhabung / Therapieplan ? Therapieziel, zu erwartende Wirkungen ? Nebenwirkungen ? Vorsichtsmassnahmen • Beratungsbedürfnis ? Instruktion / Gewährleistung korrekte Anwendung ? Complianceunterstützung • Möglichkeiten/Wunsch nach Generika • Wahl kostengünstige Packungsgrösse

Was beinhaltet ein Medikationscheck?

• Rezeptüberprüfung • Repetition: Zulässigkeitsüberprüfung • Überprüfung der Anwendungsdosierung und allfälliger Mengenlimitationen innerhalb des Rezeptes • lnteraktionskontrolle innerhalb des Rezeptes Kontrolle von Risikofaktoren und Kontraindikationen (die dem Apotheker bekannt sind) • Kontaktnahme zum verordnenden Arzt (falls medizinisch notwendig oder vom Patienten gewünscht) • Missbrauchskontrolle innerhalb Rezeptes • Beratung des Patienten • Wirtschaftlich optimale Wahl der an die Dosierungsvorschriften angepassten Auswahl der Packungsgrösse • Versorgung des Patienten nach Dringlichkeit, Verordnungsänderung in dringenden Fällen

Was beinhaltet ein Bezugscheck

• Eröffnung eines neuen Dossiers (neuer Kunde) • Medikationshistory • Führung des Patientendossiers • Medikamentenüberprüfung auf Kumulation nach dem Kenntnisstand der Patientensituation und unter Berücksichtigung der Selbstmedikation • lnteraktionskontrolle innerhalb des pharmazeutischen Dossiers • Überprüfung allfälliger Mengen-Limitationen innerhalb des Dossiers • Missbrauchskontrolle innerhalb des Dossiers

Ziele der Asthmatherapie

• Keine Symptome tagsüber (< 2 mal pro Woche) • Normale Alltagsaktivitäten inkl. Sport • Keine Symptome nachts, kein Aufwachen • Kein Bedarf "Reliever" (< 2 mal pro Woche) • Lungenfunktion nahe bei Norm • Keine Exazerbationen, Vermeidung von Asthmamortalität • (Keine UAW der Astmhatherapie)

Ziele der COPD-Behandlung

Reduktion der Symptome: • Weniger Husten, Auswurf und Atemnot • Verbesserung Toleranz körperlicher Aktivität • Verbesserung Gesundheitszustand & Reduktion des Risikos: • Prävention der COPD Progression • Prävention & Behandlung der Exacerbationen • Reduktion der Mortalität

Study