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Lernkarten
Definieren Sie den Begriff Gefährdung. Welche 2 Gruppen von Gefährdungen gibt es?
• Gefährdung ist ein Zustand oder eine Situation, in der die Möglichkeit des Eintritts
eines Gesundheitsschadens besteht
• Unfallgefährdung und Gesundheitsgefährdung
Von welchen allgemeinen Grundsätzen hat der Arbeitgeber bei Maßnahmen des
Arbeitsschutzes auszugehen? Nennen Sie 5 davon! In welchem Gesetz steht das?
• ArbSchG §4 „Allgemeine Grundsätze“:
o Die Arbeit ist so zu gestalten, daß eine Gefährdung für Leben u. Gesundheit
möglichst vermieden und die verbleibende Gefährdung möglichst gering gehalten wird
o Gefahren sind an ihrer Quelle zu bekämpfen
o bei den Maßnahmen sind der Stand von Technik, Arbeitsmedizin und Hygiene sowie
sonstige gesicherte arbeitswissenschaftliche Erkenntnisse zu berücksichtigen
o Maßnahmen sind mit dem Ziel zu planen, Technik, Arbeitsorganisation,sonstige
Arbeitsbedingungen, soziale Beziehungen und Einfluß der Umwelt auf den
Arbeitsplatz sachgerecht zu verknüpfen
o individuelle Schutzmaßnahmen sind nachrangig zu anderen Maßnahmen
o spezielle Gefahren für besonders schutzbedürftige Beschäftigtengruppen sind zu
berücksichtigen
o den Beschäftigten sind geeignete Anweisungen zu erteilen
o mittelbar oder unmittelbar geschlechtsspezifisch wirkende Regelungen
Nennen Sie die Akteure des innerbetrieblichen Arbeitsschutzsystems und beschreiben
Sie für zwei davon deren Aufgaben!
• Verantwortlich:
o Führungskräfte
o Vorgesetzte
o Vertraglich besonders Beauftragte
• Beratend unterstützend/ Mitbestimmend mitwirkend:
o Betriebsrat
Arbeitnehmervertretung
Zusammenarbeit mit anderen Mitgliedern des Arbeitsschutzausschusses
ab 5 ständig beschäftigte Arbeitnehmer (keine leitenden Angestellten) kann
ein Betriebsrat gebildet werden (BetrVG)
o Betriebsärzte
direkte Beratung des Arbeitgebers in allen die Arbeitsmedizin betr. Fragen
direkte Beratung des Arbeitnehmers in Form von ärztlichen Untersuchungen
und arbeitsmedizinischer Beratung
Untersuchung der Arbeitsplätze durch Begehungen, Arbeitsplatzbewertung
und Mitarbeit bei der Gefahrenanalyse
Information und Beratung der Arbeitnehmer durch z.B. Vorträge, Merkblätter
Bestellpflicht: für jeden Betrieb, auch wenn nur ein Arbeiter beschäftigt wird
o Fachrkraft für Arbeitssicherheit
Beraterfunktion: sachkundige Unterstützung für den Unternehmer, die
betriebliche Führungskräfte, den Betriebsrat und Sicherheitsbeauftragte
Beratung bei Planung, Ausführung und Unterhaltung von Betriebsanlagen
Beratung bei der Beschaffung von Arbeitsmitteln und Schutzausrüstungen
Beratung bei der Gestaltung der Arbeitsplätze und Arbeitsverfahren
Sicherheitstechnische Überprüfung von Betriebsmitteln
Überwachung der Arbeitsschutzmaßnahmen
Information und Motivation der Beschäftigten bezüglich des Arbeitsschutzes
Untersuchung von Unfällen
Bereitstellung praxisverbundener Handlungshilfen und Nachweisunterlagen
o Sicherheitsbeauftragter
Unterstützung des Unternehmers oder des von ihm beauftragten
Vorgesetzten bei der Durchführung von Arbeitsschutzmaßnahmen,
Überprüfung von Existenz und ordnungsgemäßer Benutzung
vorgeschriebener Schutzeinrichtungen und persönlicher Schutzausrüstungen
Hinweise auf Unfall- und Gesundheitsgefahren im Betrieb geben
aktive Mitarbeit im Arbeitsschutzausschuss
Bestellpflicht: grundsätzlich: ein Sicherheitsbeauftragter gefordert, wenn das
Unternehmen regelmäßig mehr als 20 Mitarbeiter beschäftigt
• Zur Mitarbeit verpflichtet
o Versicherter (Beschäftigter)
Was beinhalten Aktions- und Sozialprogramm der einheitlichen europäischen Akte?
• Aktionsprogramm (1987):
o Schaffung einen einheitlichen Binnenmarktes
o Beseitigung von steuerlichen, materiellen und technischen Schranken
o Harmonisierung technischer Vorschriften und Normen
o Regelungsgegenstand: Produkte
• Sozialprogramm (1987)
o Programm zur Sicherheit, Hygiene und Gesundheit am Arbeitsplatz
o Schrittweise Angleichung im sozialpolitischen Bereich bei stetigen Fortschritt
o Regelungsgegenstand: Arbeitsumwelt
Worin unterscheiden sich A- und C-Normen?
• A-Normen
o enthalten grundlegende Sicherheitskonzepte und Grundsätze, die für alle
Maschinentypen (in ähnlicher Weise) gelten.
• B1-Normen
o Legen Sicherheitsaspekte fest, die für eine Vielzahl von Maschinen gelten, z. B. Sicherheitsabstände,
Oberflächentemperatur, Lärm
• B2-Normen
o enthalten Festlegungen für sicherheitsrelevante Bauteile, z. B. Zweihandschaltung, Verriegelungen,
Schaltmatten
• C-Normen
o enthalten konkrete Anforderungen und Schutzmaßnahmen zu signifikanten
Gefährdungen, die von einer bestehenden Maschine oder Gruppe von Maschinen
ausgehen. Diese Normen beziehen sich auf die Normen des Typs A, B1 oder B2, die
auf diese Maschine bzw. diese Gruppe von Maschinen anwendbar sind und umfassen
eine Liste der in ihnen behandelten Gefahren.
Welche Pflichten hat der Maschinenhersteller gemäß Anhang I der Maschinenrichtlinie,
welche allgemeinen Grundsätze hat er zu beachten?
• Anhang 1: verbindliche grundlegende Sicherheits-/ Gesundheitsschutzanforderungen
für Konstruktion und Bau von Maschinen
o Festlegung einer Risikobeurteilung
o Risikobeurteilung als Kernstück des Konformitätsbewertungsverfahrens
o Berücksichtigt alle Lebensphasen einer Maschine
(Normalbetrieb, Montage, Einrichtung, Wartung, Demontage, Reparatur)
o Berücksichtigt die bestimmungsgemäße Verwendung und die vernünftigerweise
vorhersehbare Fehlanwendung
Nennen Sie die arbeitswissenschaftlichen Bewertungskriterien in ihre Rangfolge von
oben (niedrigste Stufe) nach unten(höchste Stufe)!
• Sozialverträglichkeit (man kommt unter Leute)
• Persönlichkeitsförderlichkeit (man lernt selber noch was dazu)
• Zumutbarkeit (man macht nicht 10.000 am Tag einen Handgriff)
• Ausführbarkeit (die Aufgabe wird effektiv erfüllt)
• Schädigungslosigkeit (der Arbeitnehmer bleibt auch langfristig gesund)
Was sind leistungsgewandelte Personen?
leistungsbegrenzte und leistungsgeminderte Menschen mit gesundheitliche Gründe für
andauernde nachlassende berufliche Leistungen
Ergänzen Sie die nachfolgenden Aussagen:
Die Belastung ist durch die beiden Größen a)....und b)...gekennzeichnet.
Menschliche Voraussetzungen setzen sich zusammen aus a) ... und b) ...
Die Belastung umfasst alle Anforderungen an den arbeitenden Menschen durch ... .... .... ....
Die Belastung ist durch die beiden Größen a) Belastungsdauer und b) Belastungshöhe
gekennzeichnet.
Menschliche Voraussetzungen setzen sich zusammen aus a) Physis und b) Psyche
Die Belastung umfasst alle Anforderungen an den arbeitenden Menschen durch
Arbeitsaufgabe, Technik, Arbeitsumgebung, Arbeitsorganisation
Nennen Sie die beiden Beanspruchungsarten und jeweils 2 Beispiele!
• Physische Beanspruchung
o Herz - Kreislaufsystem
o Lunge, Atmung
o muskuläre Systeme
o Sehnen, Bänder
o Nerven, Drüsen
o Sinnesorgane
o Skelettsystem, Wirbelsäule
• Psychische Beanspruchung
o mental – informatorische Beanspruchung
o sozial – emotionale Beanspruchung
Nennen Sie 3 Beispiele für Gefährdungsfaktoren!
• Mechanische Faktoren
o Ungeschützte bewegte Teile
• Klimafaktoren
o Hitze
o Kälte
o Zugluft
o Luftfeuchtigkeit
• Schall
o Lärm
o Infraschall, Ultraschall
• Mechanische Schwingungen
o Hand- Armschwingungen
o Ganzkörperschwingungen
• Beleuchtung, Farbe
• Physische Faktoren
o Schwere dynamische Arbeit
o Einseitige dynamische Arbeit
o Haltungsarbeit / Haltearbeit
o Kombination aus statischer und dynamischer Arbeit
• Psychische Faktoren
Worin unterscheiden sich prospektive von korrektiver Ergonomie?
• Prospektive Ergonomie
o Umsetzung ergonomischer Anforderungen bereits in der Planung Ergonomische
Gestaltungsanforderungen und Kundenwünsche werden zu Beginn eines
Entwicklungsprozesses berücksichtigt
• Korrektive Ergonomie
o nachträgliche Korrektur ergonomischer Probleme aufwendig und häufig mit begrenztem
Erfolg
o Ohne Integration von Ergonomiewissen und Kundenanforderungen können während des
Nutzungsprozesses Probleme auftreten
Nennen Sie den Untersuchungsgegenstand ergonomische Betrachtungen!
Zusammenhänge zwischen gestaltbaren Merkmalen eines Untersuchungsobjektes, dem
Menschen als Benutzer und den Auswirkungen des Gestaltungszustandes mit dem Ziel,
gesetzte Anforderungen zu erfüllen
Nennen Sie 3 Ergonomieaspekte in Normen und jeweils 2 Unteraspekte!
1. Physische Anforderungen
1.1 Körpermaße
1.2 Körperhaltung
1.3 Körperkräfte
1.4 Bewegungsraum
1.5 Sehraum, Sehvermögen, Beleuchtung
2. Psychische Anforderungen
2.1 Psychische Ermüdung, Stress, Ermüdungsähnliche Zustände
2.2 Aufwärmung, Anregung, Aktivierung
3. Anforderungen an Maschinenemissionen
3.1 Temperaturen
3.2 Vibrationen
3.3 Lärm
3.4 Gefahrstoffe
3.5 Strahlungen
3.6 Elektromagnetische Felder
4. Anforderungen an (Maschinen-) Elemente zur Informationsaufnahme
4.1 Signale
4.2 Anzeigen
4.3 Software
5. Anforderungen an Informationseingabe- und Betätigungselemente
5.1 Stellteile
Was ist Akkommodation, welche Einflussfaktoren gibt es?
• (lat. = anpassen)
• Scharfstellung der Augen bei verschiedenen Blickdistanzen
• Einflussfaktoren:
o Alter
o Gesundheit (im besonderen Zustand der Augen)
o Beleuchtung
o Entferungsunterschied
o „Richtung“ (Naheinstellung schneller als Ferneinstellung)
Was versteht man unter säkularer Akzeleration?
• Akzeleration: (lat acellero = beschleunigen)
• Beschleunigtes und vermehrtes Größenwachstum seit ca. 150 Jahren in den europäische
Staaten, Nordamerika, Australien, Neuseeland und Japan
Was bedeutet der „5.-Perzentilwert“ eines Körpermaßes für Frauen einer bestimmten
Altersgruppe“?
Dass 5% aller Frauen aus dieser Altersgruppe ein kleineres Körpermaß aufweisen
