A.i.O./Hygiene

Lagerung/präoperative Vorbereitung Höhereinstieg OTH15

Lagerung/präoperative Vorbereitung Höhereinstieg OTH15


D. R.
Diese Lernkarten vermitteln Grundlagen zur Operationslagerung und OP-Hygiene für medizinisches Personal. Sie behandeln korrekte Lagerungstechniken wie Rücken-, Seiten- oder Beachchair-Position, Gefahren wie Druckstellen oder Verbrennungen sowie Maßnahmen zur Patientensicherheit und Hygiene im OP. Besonders wichtig sind Fixation, Polsterung und Vermeidung von Metall-Haut-Kontakt. Ideal für OP-Pflegekräfte, Anästhesisten und Chirurgen zur Vorbereitung auf sichere und hygienische Eingriffe.
Cartes-fiches
22
Utilisateurs
20
Langue
Allemand
Catégorie
Médecine
Niveau
Autres
Créé / Mis à jour
29.05.2016 / 16.08.2026

Cartes-fiches

Hygiene ist die Lehre von....

der Verhütung von Krankheiten und Erhaltung und Festigung der Gesundheit

Wer lagert im OP?

Lagerungspfleger, Anästhesie, Operateur, FF/FM OT. Es wird in enger Zusammenarbeit gelagert.

Wann wird gelagert im OP?

wenn die Vorbereitungen der Anästhesie fertig sind und das Muskelrelaxans wirkt (bei Vollnarkose).

Was sind die Folgen einer unsachgemässen Lagerung?

  • Lähmungen
  • Druckstellen
  • Dekubiti/Nekrosen
  • Verbrennungen
  • Auskühlen

Was sind Ihre Massnahmen um Lagerungsschäden zu vermeiden?

ausreichende und sinnvolle Polsterung, Nässeschutz, Vacuummatratze, Stützen (Seite, Schulter,Füsse) Fixation, mgl. physiologische Lagerung der Extremitäten, kein Überstrecken, Überbeugen der Gelenke, Tücher oder Bair hugger,

Warum können Verbrennungen während der Operation entstehen?

Beim einsatz von Hochfrequenzstrom:

Kriechstrom (Metall-Körper Kontakt)

vermehrte Ansammlung von Flüssigkeiten (Desinfektionsmittel, Fruchtwasser, Urin, Schweiss, Blut)

fehlerhafte Bedienung des HF Gerätes

Bennen Sie die Lagerung und entsprechende Herausforderungen die Patientensicherheit betreffend.

Steinschnittlagerung

Herausforderungen:

Genügend gepolsterte Beine in der Schale.

Fuss sicher fixiert ohne abzuschnüren.

Physiologische Winkel in Knie- & Hüftegelenk

Gesäss je nach OP weit genug an der Tischkante.

Intimspäre wahren (Intimbereich zudecken)

(An-)Lagerung des Armes -> Metall-Haut Kontakt vermeiden

Infusionsarm (2.Arm) an Bügel hängen oder auslagern (Cave: Nervenplexus, N. radialis,N.ulnaris)

 

Welche Stellen sind Dekubitusgefährdet in der Rückenlage?

Erläutern Sie die Begriffe :

1.Trendelenburg

2. Anti-Trendelenburg

 

und bennen eine Operation die in der jeweiligen Lagerung durchgeführt wird.

Trendelenburg :zB:( Lap.)Eingriffe am Unterbauch(Sigmaresektion, Hysterektomie)

Anti-Trendelenburg : zB: (Lap.) Eingriffe am Oberbauch

Rückenlagerung : umschreiben Sie diese Lagerung und zeigen mögliche Gefahren auf.

Pat. liegt auf dem Rücken. Ein Arm an/hoch gelagert.

Gefahren : 

Dekubitus -> Gelmatte, Polsterung: Kopf, Körper, Fersen
                     unterpolstern

Sicherheit > Beingurt, ev.Seiten-Schulter-Fuss Stützen 
                    Fixation

Nervenschäden-> Polstern, physiologische Lagerung
                             Arm max.90Grad Abduzieren
                             Überstrecken der Beine verhindern,
                             oberhalb Kniekehle unterpolstern

 

 

Seitnlagerung : umschreiben Sie diese Lagerung und zeigen mögliche Gefahren auf.

Der Körper ist in rechter oder linker Seitenlage. Der Patient liegt auf seiner gesunden Seite. Der Rücken liegt nahe an der Tischekante.Seitenstütze auf Höhe von Thorax und Becken. Vacuummatratze. Gelmatte. Der Kopf ist in Kopfschale und/oder gut gepolstert. 

Infusionsarm ist in Schale hochgehängt, anderer Arm ist nach vorne ausgelagert.

Gefahren : Dekubitus : Schulter unterer Arm, Spina,
                  Tibiaköpfli,Malleolus.
                  Druckstelle/Stauung : Ohr! zw.Knie
                  Lähmungen : Plexus
                  Verbrennungen : Haut- Metall Kontakt bei der 
                  Armlagerung,zw.Beinen
                  Fixation: wenn ungenügend Sicherheit des 
                  Pat gefährdet.

Beachchair Lagerung: umschreiben Sie diese Lagerung und zeigen mögliche Gefahren auf.

Pat. liegt/sitzt wie in einem Liegestuhl. Halbsitzende Lagerung. Der Kopf ist in einer Halterung fixiert. Der Infusionsarm ist leicht ausgelagert. Der andere Arm beweglich oder angelagert( je nach Indikation)

Gefahren :

Lähmungen (Gesäss, Plexus, unter den Kniekehlen gut polstern)


Druckstellen/Stauungen: Schulterblätter, Gesäss, Ferse

 
ungenügende Patientensicherheit: Fixation des Kopfes!!! (-> in Verlägerung der Wirbelsäule) Seitenstützen, Beingurt Oberschenkel.

Dekubitus : Ferse, Gesäss
Thrombosen -> Antithrombosestrümpfe
Verbrennungen-> Nässeschutz zw Beinen, Metall-Haut Kontakt vermeiden 
                  

zählen Sie Massnahmen auf, die ein Wohlbefinden der Patienten im OP gewährleisten.

Pat. mit Namen ansprechen

Pat.nach OP und Seite fragen


Vorstellen der eigenen Person mit Name und Funktion.

Wahren der Intimspäre( nicht abdecken, für wenig Fluktuation sorgen)

Nicht alleine lassen

Informieren bei Handlung

Warme Tücher, ev. Musik
Angenemer Umgang, eingehen auf den/die Patient-in
Sicherheit gewährleisten bei der Lagerung
Pat. fragen nach Wärme/Kälte

 

 

Welche Operationen können in Seitenlage durchgeführt werden?

Was ist der Unterschied zwischen Blutleere und Blutsperre?

Bei der Blutsperre wird die Extremität mit einer Esmarck`schen Binde von distal nach proximal ausgewickelt bevor die pneumatische Manschette gefüllt wird.

 

Ihre Aufgaben als Springer betreffend:  Blutsperr-Manchette?

beim Anlegen :- gut polstern ( mit Strumpf und Watte),
                        - Manchette satt anlegen
                        - Manchette mit Schlauch
                          zum Druckluftgerät verbinden   
                        -Drückhöhe nach Rücksprache mit
                         Operateur einstellen.

beim Herstellen der Blutleere/Sperre :
                        - Extremität wird hochgelagert (ev. aus-
                          gewickelt)
                        - Luft wird gemäss eingestelltem Druck
                          in Manchette gepumpt.
                        - Dokumentation der Zeit, Druck und 
                          Dauer.
 Währen der OP : Zeit im Auge behalten und Operateur
                             halbstündlich informieren.

    

Wie lange darf die Blutleere/Blutsperre dauern?

Darf im Gesicht des Patienten rasiert werden?

Wie hoch sollte der Druck der Blutsperre/leere eingestellt sein am Arm?

200-250 mmHg

Wie hoch sollte der Druck bei einer Blutleere/sperre

am Bein sein?

280-400 mmHg

Kontraindikationen bei Blutsperre/Leere

  • Durchblutungsstörungen
  • Infektionen
  • erhöhtes Tromboserisiko

Indikationen einer Blutsperre/leere

bessere Übersicht im OP Gebiet (va bei Frakturen und Nerven/Gefäss operationen an der Hand/ amFuss)

Study