Anzeigenanalyse
Abschlussprüfung Mediengestalter 2014
Abschlussprüfung Mediengestalter 2014
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Cartes-fiches
Beurteilen Sie die gestalterische Gesamtwirkug einer Imagebroschüre.
Erörtern Sie fünf relevante Kriterien.
- Typografie, Schriftwahl/-mischung
- Schriftwirkung, Lesbarkeit, Produkteignung
- Raumwirkung/Aufteilung; Goldener Schnitt
- Farbwirkung/Kontraste
- Bild- und Grafikauflösung, Gesamtwirkung
- Wirkung auf verschiedenen Bedruckstoffen
Erläutern Sie die AIDA-Regel.
Wo findet sie Verwendung?
Es handelt sich um ein Werbeschema in vier Phasen, das vor allem für die Gestaltung von Anzeigen und Plakaten angewendet wird.
Attention - Aufmerksamkeit beim Kunden wecken durch z.B. einen Eyecatcher
Interest - Interesse wecken durch einen Claim
Desire - Wunschverhalten fördern/anregen durch z.B. einen günstigen Preis
Action - Handlung (bestellen, kaufen) auslösen durch z.B. Teilnahme an einem Preisausschreiben
Schema einer Anzeigenanalyse
• Was wird auf den ersten Blick wahrgenommen?
• Was ist der Eye-Catcher?
• Wie ist die Position einzelner Elemente?
• Wie ist die Blickführung?
• Wurden Diagonalen, horizontale- oder vertikale Achsen verwendet?
• Besteht Symmetrie?
• Wurden Elemente gruppiert?
• Was steht im Vorder- oder Hintergrund?
• Wo wurden Texte, Bilder oder Grafiken angeordnet?
• Welche Farben wurden verwendet?
Typografische Elemente
• Satzart
• Aufteilung der Seitenränder
• Textanordnung
• Schriftklassifikation
• Schriftgrößen
• Zeilenabstände
• Auszeichnungsarten
• Schriftfarbe
• Schriftmischung
• Lesbarkeit
• Registerhaltigkeit
• Gesamteindruck
Farbe
• Farbpsychologie
• Farbkontrast
• Farbklang
• Farbschema
Eigenschaften Foto
• Schwarz/Weiß
• Duplex
• Farbfoto
Gesamtwirkung der Anzeige (Eigenschaften)
• Statisch
• Stabil
• Ruhig
• Dynamisch
• Bewegt
• Unruhig
• Technisch
• Provokativ
• Edel
• Konventionell
• Spannend
• Emotional
• Schockierend
• Lustig
(Bild-)Formate
• Hochformat
• Querformat
• Quadratisch
• Vieleck
• Oval
• Rund
Fragen die vorab geklärt werden sollten
• Wer ist das Zielpublikum?
• Was habe ich zu verkaufen: ein Image oder ein Produkt,
• eine Dienstleistung?
• Was ist meine Botschaft?
• In welchem Medium steht die Anzeige?
• Wie groß soll sie sein, farbig, schwarzweiß, hoch oder
• querformatig?
• Wer ist der Absender: eine Marke oder ein Unternehmen?
• In welchem Umfeld steht die Anzeige?
Was fördert die Lesbarkeit?
• Ausreichend Zeilenabstand
• Ausreichende Schriftgröße
• Falsche Schriftwahl beeinflusst die Lesbarkeit negativ
• Zu viele Auszeichnungen
• Zu viele Schriftschnitte
• Falsche Satzart
• Zu umfangreiche oder zu kurze Zeilen
• Zu viele Trennzeichen oder falsche Trennungen
Farbkontraste Beachten
Warm-Kalt Kontrast/Komplementärkontrast
warme und kalte Farben liegen sich im Farbkreis gegenüber
Farbkontraste beachten
Simultankontrast
Benachbarte Farben beeinflussen ihre Wirkung wechselseitig.
Wenn das Aussehen einer Farbe durch das Umfeld beeinflusst wird.
Farbkontraste beachten
Hell-Dunkel-Kontrast
Unbunte Farben wie schwarz/weiß, gro0e Abstufungen von Grau, Farben mit stark unterschiedlichen Helligkeitswerte.
Farbkontraste beachten
Quantitätskontrast/Mengenkontrast
Die Wirkung einer Farbe ist von der Größe und der Leuchtkraft der Farbfläche ihres Umfeldes abhängig
Farbkontraste beachten
Qualitätskontrast/Unbunt-Kontrast
Das Verhältniss der reinen, kräftigen, leuchtenden Farbe mit hoher Sättigung zur gebrochene Farbe mit geringer Sättigung
Was beschreibt die Syntaktik?
Inhalt des Zeichens.
Wie sieht es aus?
Was ist zu sehen und ggf. welche verschiedenen Elemente sind abgebildet?
Welche Formen und ggf. Farben werden genutzt?
Was beschreibt die Semantik?
Bedeutung des Inhalts.
z.B. Worauf weisen die Farben hin, worauf weist die Form hin?
Welche Bedeutung haben die einzelnen Elemente?
Was beschreibt die Pragmatik?
Zweck des Zeichens.
Hier wird der Zweck des Zeichens zusammengefasst.
Gesetz der Nähe
Nahe beieinander liegende elemente werden vom Betrachter als einer Gruppe zugehörig wahrgenommen.
Gesetz der Ähnlichkeit
Elemente, die gemeinsame Unterscheidungsmerkmale zur Umgebung aufweisen, werden vom Betrachter als zusammengehörig wahrgenommen.
Gesetz der Geschlossenheit
Geschlossene Flächen z.B. Rahmen, werden vom Betrachter als Einheit angesehen
Gesetz der Symmetrie
Elemente die symmetrich einander zugeordnet sind, werden als Einheit erfasst.
Gesetz der guten Gestalt/Gesetz der Einfachheit Grundgesetz der menschl. Wahrnehmung
Wahrnehmung wird auf einfache geometrische Gestalten (Kreise, Quadrate, Rechteck) zurückgeführt.
Gesetz der Erfahrung
Unvollständige Muster werden aufgrund vorhandener Erfahrungen vervollständigt.
Gesetz der Konstanz
Objekte werden in ihrer Größe, Form und Farbe immer in ihrem Umfeld (Hintergrund) wahrgenommen.
Gesetz der Figur-Grund-Trennung
Das Objekt der Wahrnehmung muss sich vom Umfeld abheben, damit es wahrgenommen werden kann (Segmentierung)
Gesetz der durchgehende Linie
Das Gesetz besagt, dass eine Reihe von Punkten/Objekten, die verbunden eine gerade oder sanft geschwungende Linie ergeben, als zusammengehörig empfunden werden.
Gesetz der gemeinsamen Schicksals
Dinge, die sich in die gleiche Richtung bewegen oder die gleiche Orientierung haben, werden als zusammengehörige empfunden.
Innovation
- Neuerung oder Erneuerung.
- Anzeige modern?
- Zielgruppe angepasst?
- Neue Ideen neue Erfindungen?