Antriebssysteme Kapitel 1

Vorlesung von Professor Schlecht

Vorlesung von Professor Schlecht


A. H.
Diese Lernkarten behandeln grundlegende Konzepte und Berechnungen von Antriebssystemen auf Universitätsniveau. Sie konzentrieren sich auf Kennlinien, Drehmoment, Drehzahl und das Verhalten von Antriebs- und Arbeitsmaschinen. Die Karteikarten eignen sich für Studierende der Technik, die sich mit der Auswahl und dem Verhalten von Antriebskomponenten vertraut machen möchten.
Flashcards
33
Students
12
Language
German
Category
Technology
Level
University
Created / Updated
05.02.2015 / 09.02.2020

Flashcards

Methoden der Energieumformung 

ChemischeEnergieinmechanischeEnergiebeiVerbrennungsmotoren

ElektrischeEnergieinmechanischeEnergiebeielektrischeMaschinen 

Methode der Energieanpassung und Übertragung 

Änderung der Drehzahl oder des Drehzahl-Drehmomenten-Verlaufes zwischen Antriebs- und Arbeitsmaschine 

Methode der Energiespeicherung

AustauschundZwischenspeicherungvonchemischerundelektrischerEnergie

bei der Umwandlung in mechanische Energie beim Hybridantrieb 

  • Leistungsfähige Antriebe im Maschinen-, Anlagen- und Fahrzeugbau setzen sich zusammen aus Elementen: 

  • derMechanik

  • derElektrik

  • derSensorik

  • der Aktorik

  • derInformationsverarbeitung 

Beschreibung Antriebs- oder Kraftmaschine 

Durch Antriebsmaschine wird die zur Erfüllung der Gesamtfunktion erforderliche Antriebsenergie bereitgestellt

Typische Antriebsmaschinen:

  •  Elektrische Maschinen (mit den Baugruppen elektrisches Netz, Stromrichter oder Frequenzumrichter und rotierende elektrische Maschine)

  •  Verbrennungsmotoren

  •  Strömungsmaschinen (Turbinen) 

Beschreibung Antriebsstrang, häufig auch als Zwischenschaltung bezeichnet 

  •  Dient zur Übertragung der Antriebsenergie von der Antriebsmaschine zur Arbeitsmaschine

  •  Zusätzlich kann geeignete Anpassung erfolgen

  •  Wichtigste Zwischenschaltungen:

    Wellen
    Getriebe, Wandler
    Schaltbare und nicht schaltbare Kupplungen, Bremsen 

Beschreibung und Funktionsweise Arbeitsmaschinen

Arbeitsmaschine, wandelt die über Antriebsstrang zugeführte und angepasste Energie in die erforderliche Ausgangsenergie des Arbeitsprozesses bzw. der Arbeitsfunktion um

30.10.2014

Vorlesung Antriebssysteme - Kapitel 1 - Zusammenwirken von Antriebs- und Arbeitsmaschine 30

Große Vielfalt möglicher Arbeitsmaschinen: Land-, See- und Luftfahrzeuge
Strömungsmaschinen (Verdichter)
Kranhubwerke

Werkzeugmaschinen sowie verfahrenstechnische Maschinen Klassifizierung von Arbeitsmaschinen kann nach ihren antriebstechnischen Merkmalen wie Kennlinie, Kennfeld oder Arbeitsspiel erfolgen 

Beschreibung udn Funtionsweise Steuerungs- und Regelungseinrichtung  

Steuerungs- und Regelungseinrichtung – bedarfsgerechte Anpassung des Leistungsflusses

Schnittstelle zwischen
leistungsführenden elektrischen und mechanischen System und
Informationsverarbeitung in der Steuerung und Regelung

Einsatz von Sensoren und Aktoren

  •  Sensoren: Erfassung beliebiger Betriebsgrößen als Ist-Werte, Übermittlung an Informationsverarbeitung, Vergleich mit vorgegebenen Soll-Wert

  •  Abhängig von erforderlichen Steuerungs- und Regelungsstrategie werden Aktoren mit Stellgrößen angesteuert, um Leistungsfluss des mechanisch- elektrischen Systems bedarfsgerecht anzupassen 

  •  Sensoren: Erfassung beliebiger Betriebsgrößen als Ist-Werte, Übermittlung an Informationsverarbeitung, Vergleich mit vorgegebenen Soll-Wert

  •  Abhängig von erforderlichen Steuerungs- und Regelungsstrategie werden Aktoren mit Stellgrößen angesteuert, um Leistungsfluss des mechanisch- elektrischen Systems bedarfsgerecht anzupassen 

Anforderungen für den Antriebsstrang aus der eingesetzten Antriebsmaschine 

•

•

Vorteil der elektrische Maschine: Bereitstellung eines Antriebsmoments über gesamten Drehzahlbereich, jedoch einstellbare Leistungsabgabe abhängig von Bauart und der Größe „Drehzahl- und Drehmomentgrenzen“

Dagegen können Verbrennungsmotor im Stillstand kein Drehmoment zur Verfügung stellen, sinnvoller Betrieb erst oberhalb der Leerlaufdrehzahl möglich, zur Überbrückung Anfahrkupplung erforderlich (Drehzahlwandler) 

Nachteile der Leistungselektronik: 

  • Mechanische Antriebslösungen vor allem im Leistungsbereich von einigen Megawatt kostengünstiger

  • Hohes Gewicht drehmomentstarker Antriebe und Elektronik

  • Verschleißan Leistungselektronik aufgrundb egrenzter Anzahl von

    Schaltvorgängen 

Berechnung Wellenmoment des Motors M.M

M.M=M.ML-M.MR

M.MR: Motor-Reibungsmoment

M.ML: Luftspaltmoment

 

 

Berechnung Gesamtwiderstandsmoment (Lastmoment)

M.W=M.AW+M.AR

M.AW:Widerstandmoment

M.AR:Reibungsmoment 

Momentenbilanz für stationären Betriebsfall des Antriebs

M.M=M.MR+M.W*

M.W*=M.W*(1/i.ges)

• Zusätzlich sind Reibmomente aus den Übertragungsbaugruppen, z.B. dem Getriebe, ebenfalls bei Widerstandsmomenten zu berücksichtigen

• ImdynamischenFall,z.B.Beschleunigungs-undVerzögerungsvorgängen, sind Beschleunigungs- und Verzögerungsmomente, abhängig von den Massenträgheitsmomenten zu berücksichtigen 

Betrachtung des zeitlichen Verlaufes des Lastmomentes

• StationäreAnteileohnezeitlicheÄnderung 

  •  Lastmomente oder Widerstandsmomente, die nach Einschalten des Antriebes

    sich zeitlich nicht verändern

  •  KannfüreinzigenBetriebspunktmitkonstanterDrehzahlgeltenoderauchbei Antrieben eintreten, die bei konstantem Lastmoment variable Drehzahlen aufweisen

  •  Beschleunigungs-undVerzögerungsvorgängebleibenunberücksichtigt

  •  TypischerVerläufefürArbeitsmaschinenmitreinerReib-oderHubarbeit

    (Kranhubwerke) 

Betrachtung des zeitlichen Verlaufes des Lastmomentes

• PeriodischstationäreAnteile,zyklischwiederkehrend 

  • Periodisch wiederkehrende Belastungsverläufe

  •  EinordnungzwischenvölligunveränderlichenstationärenVerläufenundzeitlich beliebig veränderlichen Lastverläufen von Arbeitsmaschinen

  •  WiederholungscharakterbringtgewisseStationarität

  •  AntriebsleistungsberechnungmithilfeMittelwertbildungleichtmöglich 

Betrachtung des zeitlichen Verlaufes des Lastmomentes

• Zeitlich veränderliche Anteile ohne regelmäßigen Zyklus 

  •   Instationäre Anteile mit nicht periodischem Charakter überwiegen

  •  Sämtliche Beschleunigungs-und Verzögerungsvorgänge einbezogen.

  •  Überlagerte, veränderlichen Anteile stammen aus Arbeitsprozess und aus Drehzahländerungen

  •  Erfordert Fahrdiagramm (Förderanlagen, Bahnantriebe)

  •  Erfordert Fertigungsprogramm bei Werkzeugmaschinen, Walzprogramm bei

    Umformmaschinen

  •  Bei Antrieben mit betrieblich rasch veränderlicher Drehzahl oder Drehrichtungsumkehr sind aus Drehzahldiagrammen erforderliche Zusatzmomente
    zu ermitteln 

Betrachtung des zeitlichen Verlaufes des Lastmomentes 

...

Stationäre Kennlinien von Antriebs- und Arbeitsmaschinen 

...

 Kennlinien von elektromotorischen Antrieben in Vierquadranten- Darstellung 

Auftrag von Drehmoment über Drehzahl 

 Kennlinien von elektromotorischen Antrieben in Vierquadranten- Darstellung 

Auftrag von Drehmoment über Drehzahl 

stationäre Kennlinien sind für elektrische Maschinen 

...

Konstant-Moment-Verhalten für elektrische Maschinen

  • Keinerlei Drehzahlnachgiebigkeit bei zunehmender Last.

  • Elektrische Maschinen besitzen diese Charakteristik grundsätzlich nicht, jedoch lässt sich über Regelantriebe bei Gleichstrom- und Drehfeldmaschinen dieses Verhalten erreichen.

  • Ein verbreitetes Beispiel ist die stromrichtergespeiste fremd erregte Gleichstrommaschine, die eine Lasteinflusskompensation besitzt. 

Stationäre Kennlinien von Antriebs- und Arbeitsmaschinen

Asynchrones Verhalten 

  • Gekennzeichnet durch Nachgiebigkeit der Drehzahl mit anwachsendem Motormoment

  • Geringe Nachgiebigkeit – „harte“ Kennlinie

  • Größere Drehzahlnachgiebigkeit – „weiche“ Kennlinie.

  • Stabiler Arbeitsbereich wird durch das Kippmoment MKipp begrenzt.

  • Weiterhin ist noch die Kennlinie für die fremd erregte Gleichstrommaschine (oder Gleichstromnebenschlussmaschine) eingezeichnet – genauso „harte“ Kennlinie wie die Asynchronmaschine mit ihrem lastbedingten Schlupf.

  • Ebenfalls dargestellt ist noch die „weiche“ Kennlinie der Gleichstromreihenschlussmaschine. 

Stationäre Kennlinien von Antriebs- und Arbeitsmaschinen 

Synchrones Verhalten 

  • Ähnelt zunächst dem Konstant-Moment- Verhalten, da sich die Synchronmaschine bis zu einem Maximalwert drehzahlstarr verhält.

  • Allerdings arbeitet sie dabei nicht drehwinkelgenau, sondern verändert ihren Polradwinkel.

  • Grenze des stabilen Betriebsbereiches ist ebenfalls durch das Kippmoment der Synchronmaschine begrenzt. 

Kennlinien von Arbeitsmaschinen

....

  • Stabilitätskriterium: 

...

Definition Arbeitspunkt

  • Kennlinien von Antriebsmaschine und Arbeitsmaschine schneiden sich in einem Arbeitspunkt 

Definition Stationärer Betriebsfall 

  • Momentengleichgewicht aus Drehmoment MM der Antriebsmaschine und dem Widerstandmoment MW der Arbeitsmaschine

    M.M -M.W =0 

Wovon ist ein Kennlinie des Antriebs abhängig?

Drehzahl

Woraus ergibt sich das Beschleunigungsmoment

...

Wie kann man die kinetische Energie ändern?

mit der Winkelgeschwindigkeit ω (Drehzahländerung bei Antrieben)

• mit dem Trägheitsmomentes J(veränderliche Haspelmasse bei Wickel-bzw. Haspelantrieben oder Strömungsmaschinen mit variablem Füllungsgrad) 

Womit ermittelt man die resultierenden Momente aus Bewegungsänderungen

Bewegungsdiagramme

Auswahl und Berechnug antriebstechnischer Komponenten 

...

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