Antimykobakterielle Wirkstoffe
Antimykobakterielle Wirkstoffe
Antimykobakterielle Wirkstoffe
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Cartes-fiches
Charakteristikum Mykobakterium
hoher Anteil an langkettigen, alpha-verzweigten C40 bis C60 Fettsäuren, den sog. Mycolsäuren, in der Zellwand
=> hohe Widerstandsfähigkeit gegen viele antibakterielle Wirkstoffe!
Einteilung der Wirkstoffe
Einteilung der Wirkstoffe:
• Hemmstoffe der mykobakteriellen Zellwandfunktion z.B. Isoniazid, Ethambutol
• Hemmstoffe der bakteriellen Zellwandsynthese z.B.Terizidon, D-Cycloserin (aktiver Metabolit von Terizidon)
• Hemmstoffe der RNA-Polymerase z.B. Rifampicin, Rifabutin
• Hemmstoffe der Folsäuresynthese z.B. Dapson
• Hemmstoffe der Proteinbiosynthese z.B. Streptomycin
oft Kombination aus 4 unterschiedlichen Klassen
Wie lange muss therapiert werden?
mindestens 6 Monate, da Mykobakterien sehr widerstandsfähig sind
wichtigste Mykobakterien
Mykobakterium tuberculosis (Tuberkulose), Mykobakterium leprae (Lepra)
Standard-Tuberkulose-Therapie
Isoniazid + Rifampicin + Ethambutol + Pyrazinamid
Abkürzung für Enoyl-ACP-Reduktase
InHa
Rifampicin
Hemmstoffe der DNA-abhängigen RNA-Polymerase
Ansa-Verbindung: planares Ringsystem + Henkel
• partialsynthetisch
• wirkt geg. versch. Mykobakterien und grampositive Bakterien
• in Kombination mit Isoniazid, Pyrazinamid, oder Ethambutol zur Verringerung von Resistenzen
• lipophil, gut resorbierbar, überwindet B/H-Schranke und Plazenta
• Metabolismus: Deacetylierung and C21-OH;
• starker CYP Induktor, speziell CYP3A4! Verkürzung der HWZ von 2-5 h auf 1-2 h nach
Rifabutin
Hemmstoffe der DNA-abhängigen RNA-Polymerase
• partialsynthetisch,
• bei M. tuberculosum 10-fach potenter als Rifampicin
• geringere Resorption als Rifampicin, aber Anreicherung in Geweben und Zellen
• 5- bis 10-fach höhere Konz in der Lunge als im Plasma
• ebenfalls CYP3A4-Induktor und wird auch von diesem metabolisiert.