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S. S.
Diese Karteikarten behandeln fortgeschrittene Themen der Technik, insbesondere Kupplungen, Bremsen und Wellen. Sie vertiefen sich in das Verhalten von Antrieben, Drehmomenten und Drehzahlen, sowie die Unterscheidung und Eigenschaften verschiedener Komponenten. Die Lernkarten sind ideal für Ingenieure und Techniker, die ihr Verständnis von mechanischen Systemen und deren dynamischem Verhalten vertiefen möchten.
Flashcards
62
Students
2
Language
German
Category
Technology
Level
Other
Created / Updated
05.02.2016 / 24.02.2019

Flashcards

Asynchrones Verhalten:

Nachgiebigkeit der Drehzahl mit wachsendem Motormoment


-geringe Nachgiebigkeit - "harte" Kennlinie -GSNSM

-größere Nachgiebigkeit - "weiche" Kennlinie - GSRSM

-Stabiler Arbeitsbereich durch MKipp begrenzt

Aufbau des Antriebssystems:

Aufbau: -Antriebs- bzw. Kraftmaschine,
-Antriebsstrang bzw. Zwischenschaltung,
-Arbeitsmaschine,
-Steuerungs-bzw. Regeleinrichtungen

Anforderungen des Antriebssystems:

Anforderungen: -Berücksichtigung aller Wirkungsgradverluste
-eventuell benötigter Leistungsbedarf für Nebenantriebe beachten

Aufgabe und Elemente der Antriebs- bzw. Kraftmaschine:

- stellt Antriebsenergie
-häufig Elektromotoren (aber auch Verbrennungs-oder Strömungsmaschinen)

Aufgaben des Antriebsstranges bzw. der Zwischenschaltung:

-sichert Übertragung der Antriebsenergie
- Möglichkeit der Energieanpassung

Elemente des Antriebsstranges bzw. der Zwischenschaltung:

Elemente: -Wellen
-Getriebe
-Wandler
- Kupplungen/Bremsen (schaltbar/nicht schaltbar)

Aufgabe der Arbeitsmaschine:

-wandelt zugeführte (und angepasste) Energie in Ausgangsenergie um
-Klassifizierung über Merkmale wie Kennlinie, Kennfeld, Arbeitsspiel

Aufgaben von Steuerungs- bzw. Regelungseinrichtungen:

-bedarfsgerechte Anpassung der Leistungsflusses
-mittels Informationsverarbeitung und Akteren bzw. Sensoren
-Vergleich von SOLL-und IST-Werten

Klassifizierung von Antriebs- und Arbeitsmaschinen:
Konstant-Moment-Verhalten:

- Mw=konstant - kein Drehzahlabfall bei zunehmender Last
-elektrische Maschinen besitzen dies nicht, lässt sich
aber über Regelantriebe erreichen
-reine Hubarbeit (ohne Beschleunigungsanteile),
Reibungsarbeit oder reine Formänderungsarbeit
- Bsp.: Aufzüge und Hebezeuge, Ventile und Schieber

Synchrones Verhalten:

-ähnelt Konstant-Moment-Verhalten, da sich Synchronmaschine bis
zu Maximalwert drehzahlstarr verhält
-dabei arbeitet sie aber nicht drehwinkelgenau, sondern verändert Polradwinkel
-Grenze des stabilen Betriebsbereiches durch Kippmoment der Synchronmaschine begrenzt

Asynchrones Verhalten:

- Nachgiebigkeit der Drehzahl mit wachsendem Motormoment
-geringe Nachgiebigkeit - "harte" Kennlinie - GSNSM
-größere Nachgiebigkeit - "weiche" Kennlinie - GSRSM
-Stabiler Arbeitsbereich durch MKipp begrenzt

Lineares Drehzahlverhalten:

-Mw = f(n, v)
-Geschwindigkeitsproportionale Reibarbeit
- Bsp.: Papier-und Textilmaschinen

Nichtlineares Drehzahlverhalten anwachsend:

- Mw = f(n2)
-Bsp.: Strömungsmaschinen, Schiffsschrauben, Kreiselmaschinen (Pumpen, Verdichter, Gebläse)

-Lastmoment steigt quadratisch mit Drehzahl

Nichtlineares Drehzahlverhalten abfallend:

-Mw=f(l/n2)
-bei kontinuierlich veränderndem Wickelradius
und konstanter Umfangsgeschwindigkeit ist
konstanter Bandzug nötig
- Bsp.: Wickelantriebe für Bleche, Kunststoffoder
Papierbänder

Nichtlineares, durch Lastspiele gegebenes, Drehzahlverhalten:

-Mw=f(1/n²)
- Überlagerung der nicht linearen Kennlinie mit Arbeitszyklen
-ständige Veränderung der Drehzahl n und Moment M
 - drehwinkelabhängiges, periodisches Verhalten bei
verschiedenen mittleren Drehzahi/-Drehmomenthorizonten
- Bsp: Kurbel-und Kolbenarbeitsmaschinen
(Verdichter, Pressen, Scheren)

Arten und Charakterisierung von Arbeitspunkten:

- stabiles Verhalten: dMm/dn < dMw/dn
- instabiler Verhalten: dMm/dn > dMw/dn - Regelung erforderlich
- labiles Verhalten:-in eine Richtung stabil, in andere Richtung instabil - Regelung erforderlich
-Schnittpunkt zwischen den Kennlinien von Arbeits-und Antriebsmaschine
-im stat. Betriebsfall ist Drehmoment Antrieb MM = Widerstandmoment Abtrieb Mw  Mm-Mw=0
-nur statische Drehzahlstabilität im Kennlinienfeld ungeregelter Antriebe
-Kennlinien abhängig von Drehzahl, nicht von Winkelbeschleunigung

Möglichkeiten zum Verändern von Arbeitspunkten:

- zusätzliche Beschleunigungs-und Verzögerungsvorgänge notwendig
- Änderung der kinetischen Arbeit Wkin durch Änderung der Winkelgeschwindigkeit w und des
Trägheitsmomentes J

Notwendigkeiten zur Veränderung von Arbeitspunkten:

- um hohen Wirkungsgrad bei Eelek => Emech zu erzielen
-bei Nachführung vom Arbeitsprozess gegbener Werte (Kräfte, Momente, Drehzahlen, Wege}
- bei Einhaltung von Toleranzbereichen + Überlastungsschutz
-zur Abgrenzung des Antriebs gegen äußere und innere Störeinflüsse

Funktionszweck eines Getriebes:

wandelt Drehzahlen und Drehmomente entlang des Antriebsstrangs um, mit Ziel der
größtmöglichen Effizienz des Motors

Definition Schlupf:

Maß für die Drehzahldifferenz:

s= (n1-n2)/n1 = (w1-w2)/w1

Vor- und Nachteile eines elektrischen Antriebs mittels Leistungselektronik

Vorteile: - genaue Abstimmung der Drehzahl (z.B. für Fräsmaschinen)
-im Vergleich können Verbrennungsmotoren im Stillstand kein Drehmoment
liefern, ein sinnvoller Betrieb ist erst oberhalb der Leerlaufdrehzahl möglich
(zur Überbrückung ist eine Anfahrkupplung erforderlich (Drehzahlwandler}}

Nachteile: - bei großer Leistung sehr teuer und schwer
-Verschleiß an Leistungselektronik wegen begrenzter Anzahl von Schaltvorgängen
-kein Dauerfestigkeitsbereich wie bei mechanischen Komponenten

Grundfunktionen von Kupplungen:

Grundfunktionen von Kupplungen:
-Wellenverbindung
-Schaltfunktion
- Ausgleich von Wellenversatz
- Leistungsübertragung (M und n)
-Beeinflussung der dynamischen Eigenschaften

Ausgleichsmöglichkeiten und Rückstellreaktionen von Kupplungen (inkl. Berechnung):

schema

Schaltvorgangs bei schaltbaren Kupplungen:

-Kopplung der Antriebs-und Abtriebsseite mit unterschiedlichen
Winkelgeschwindigkeiten W10, W20 - schließen der kraftschlüssigen Kupplung
-von t0 bis tsyn rutscht die Kupplung - Rutschzeit: tr= tsyn- t0

-während der Rutschphase erfolgt eine Beschleunigung der langsameren Masse und ein
abbremsen der schnelleren Masse

- tsyn ist erreicht wenn beide Kupplungsseiten gleiche Winkelgeschwindigkeit Wsyn haben

Kupplung Unterscheidung in 2 Varianten:

varianten

Spiel in Bauteilen:

- Kupplungen mit Verdrehspiel: Belastungen durch Geschwindigkeitsstöße möglich
- Zahnräder mit Betriebsflankenspiel: Belastungen durch Beschleunigungsstöße möglich

Bauarten und Besonderheiten von nicht schaltbaren Kupplungen:

-form- bzw. kraftschlüssig starr oder formschlüssig elastisch
-Hauptfunktion ist Ausgleich von Wellenverlagerungen (Ausgleichskupplung)
-drehnachgiebige, formschlüssige Kupplungen mildern Stöße oder dämpfen Schwingungen
-kraftschlüssig drehnachgiebige Kupplungen sind Schlupfkupplungen
hydrostatisch, hydrodynamisch (Strömungskupplungen) oder elektrodynamisch
Drehmomentübertragung durch Drehzahlschlupf zwischen den Kupplungshälften

Bauarten und Besonderheiten von schaltbaren Kupplungen:

dienen dem Unterbrechen und Wiederherstellen der Verbindung von Antriebsteilen
Bauarten: - fremdbetätigt Schaltkupplung
-drehzahlbetätigt Fliehkraftkupplung
-momentbetätigt Sicherheitskupplung
-richtungsbetätigt Freilaufkupplung
alle Bauarten für Form- oder Kraftschluss einsetzbar
(außer kraftschlüssige, drehzahlbetätigte Kupplungen)

Art der Kraftübertragung bei selbsttätig schaltbaren Kupplungen:

- Sicherheitskupplungen, schützen vor Überbelastung durch Trennung bei Überschreitung
eines einstellbaren Maximalmoments
-formschlüssig: -Trennung über Sollbruchstellen
-Anlage erst nach Wechsel des ausgelösten Bolzens wieder nutzbar
-Bsp.: Brech- und Ausklinkkupplungen
-kraftschlüssig: -Drehmom entbegrenzung ohne Zerstörung eines Bauteiles
- Kupplung rutscht bei Überschreiten durch => Rutschkupplung
-Überhitzungsgefahr

Art der Kraftübertragung bei fremdbetätigt schaltbaren Kupplungen:

- formschlüssig:

- Schalten nur im Stillstand oder bei Synchronlauf der Kupplungshälften
möglich (w1 = W2 => Schlupf s=O)
-Schalten im Betrieb wird durch Gleichlaufeinrichtungen (Synchronisierung)
erleichtert (vorgeschaltete Kegelkupplungen)
- Formschluss durch Klauen oder Zähne


-kraftschlüssig:
- können im Stillstand, bei Drehzahldifferenz und unter Last geschalten werde
-Drehmomentübertragung durch Reibflächen und entsprechende Normalkra·.
- beim Einschalten entstehende Reibungswärme durch Rutschvorgänge
führt zum Verschleiß der Reibungsflächen

Unterschied zwischen schaltbarem und übertragbarem Drehmoment bei Schaltkupplungen

schaltbares Drehmoment MKs:

-weiterfeitbares (dynamisches) Drehmoment
=> während Anlauf mit Shclupf

übertragbares Drehmoment MKü:

- übertragbares (statisches) Drehmoment
=> ohne Schlupf

Auswahlkriterien von schaltbaren, reibschlüssigen Kupplungen:

Vorteile:

-zentrische, vollkommen unnachgiebige Wellenverbindungen
-wartungs-und verschleißfrei
-für beide Drehrichtungen geeignet
- kostengünstig und klein bauend


Nachteile: -schon geringe Verlagerung der Wellen führt zu Zusatzbelastungen in den Wellen
-leiten Drehmomentstöße ungedämpft weiter oder vergrößern diese (z.B. bei Spiel/


Verwendung nur bei fluchtenden Wellen oder Verbindungen langer elastischer Wellen


Beispiele:

-Schalenkupplung
-Scheibenkupplung
-Naben mit Flansch

Besonderheiten und Einsatzzwecke von nichtschaltbaren, elastischen Kupplungen:

Unterscheidung in: -drehstarre (getriebebewegliche) Kupplungen
- drehelastische Kupplungen
-Schlupfkupplungen
- Einsatz zum Ausgleich elastischer Verformungen der Wellen und Lager (z.B. durch
Wärmeausdehnung oder Ausrichtfehler bei Montage)
-meisten einen weiteren Freiheitsgrad als starre Kupplungen
-durch Ausgleich entstehen immer Rückstellreaktionen (Kräfte/Momente) => belasten die
Welle selbst und auch die Lager

Anlauf einer drehstarren oder drehelastischen Kupplung unter Last:

- beim Anfahren wird dem Nenndrehmoment ein Beschleunigungsmoment überlagert
-vereinfachende Annahme eines stoßfreien Beschleunigungsvorganges

Einmalige kurzzeitige Stöße bei drehstarren oder drehelastischen Kupplungen:

- im Gegensatz zum Idealfall treten in der Realität

immer Drehmomentstöße auf (z.B. Zeitliche

Veränderung des Antriebs-oder Lastmomentes,

Spieldurch lauf)

�� daraus folgt eine Anregung des Schwingungssystems

Antriebsstrang

- zur idealisierten Berechnung wird Rechteckstoß

angenommen (Praxis: Faktor 1,8)

- Anregung führt zu Schwingungen des Zweimassensystems

 => kurzzeitige Drehmomentüberhöhungen

Zusammenhang Anlaufzeit und Beschleunigungsdrehmoment Ms:

- Drehmasse J wird in der Zeit von to bis h von der Ausgangswinkelgeschwindigkeit
wo auf die Endwinkelgeschwindigkeit w1 gleichförmig beschleunigt

Drehstarre Kupplungen bei periodisch schwankenden Antriebsmomenten:

Überlagerung des konstanten Antriebsmomentes mit einer periodischen Anregung
=> maximales Antriebsmoment und maximales Kupplungsmoment durch
Wechseldrehmoment der überlagerten Anregung bestimmt
- drehstarre Kupplungen haben wegen ihrer Bauteilgeometrien und hohen
Werkstoffelastizitäten relativ hohe Steifigkeiten CK 7 Eigenkreisfrequenz WE auch hoch
-Berechnung über Vergrößerungsfunktionen

-Betriebspunkt sollte nicht im Vergrößerungsbereich oder direkt im Resonanzbereich liegen

Aufbau und Eigenschaften von Gelenk-/Kardanwellen:

-Kardanfehler 7 Drehwinkeldifferenz
-Drehmomentübertragung über in Flanschen gelagertes Zapfenkreuz
-Winkelgeschwindigkeit w1 wird sinusförmig auf Welle 2 übertragen
-in Abhängigkeit von Länge der Zwischenwelle und Beugewinkel sind Drehzahlen der
Gelenkwelle zu begrenzen
-größter zulässiger Beugewinkel ß = 45° bei Einzelgelenk und ß = 90° bei Doppelgelenken
- leistungsloses Biegemoment beachten (dynamische Belastung des Zapfenkreuzes)
- Kreuzgelenke immer mit Beugewinkel einbauen, da sonst Gelenklager vorzeitig ausfallen,
da bei gestreckter Einbaulage sonst nur statische Belastung

Definition Leistungsloses Biegemoment:

=> entspricht dem durch die Ablenkung des Drehmomentes hervorgerufenen, in den
Gelenken wirkenden Momentenkomponenten, welche die Welle auf Biegung beanspruchen

Definition Kardanfehler:

Drehwinkeldifferenz zwischen an und abtreibender Welle während eines Umlaufes

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