Angst im Sport

Kartiekarten passend zur Abiturvorgabe des Sport LK's am Berufskolleg

Kartiekarten passend zur Abiturvorgabe des Sport LK's am Berufskolleg


F. R.
Diese Lernkarten behandeln die Entstehung und den Umgang mit Angst im Sport, besonders in der Berufslehre. Sie erklären, wie Reize und Verletzungen Ängste auslösen, wie Konditionierung funktioniert und welche physiologischen, motorischen und emotionalen Äußerungen auftreten. Praktische Ansätze wie psychoregulative Verfahren und methodische Maßnahmen helfen Freizeitsportleitern, Ängste zu erkennen und zu bewältigen.
Karten
8
Lernende
12
Sprache
Deutsch
Kategorie
Sport
Stufe
Berufslehre
Erstellt / Aktualisiert
22.04.2014 / 21.04.2026

Lernkarten

Definition von Angst und Ängstlichkeit nach Rohracher

"Angst ist ein durch die Erwartung eines drohenden Übels erzeugtes Unlustgefühl"

Grundsituation der Angst nach Gabler

  • Objektive Gefahr von körperlicher Verletzung (Risikosportarten, Kampfsportarten etc.)

  • Gefahr von psychischen Verletzungen: Achtung wird bedroht wird (Blamage, Spott)

  • Neuartige, unüberschaubare und unbekannte Situationen

  • Bedrohung der Selbstachtung (Misserfolge)

Ursachen Von Angst (Lerntheoretischer Ansatz)

  • Klassische Konditionierung

    • Neutraler Reiz (unbedingter reiz) durch Assoziierung mit einem angstauslösenden Reiz (bedingter Reiz) --> Funktion des Angstauslösers

  • Operante Konditionierung

    • Reiz-Reaktions-Schema

    • Modelllernen

  • Generalisierung

    • Angstauslösende Funktion des konditionierten Reizes wird auf ähnliche Reize übertragen

Ursachen von Angst (Kognitiver Ansatz)

Modell:

Äußerungsformen von Angst (mit Beispiel)

  • Physiologisch

    • Erröten, zittern, Schweißausbrüche, Verkrampfungen...

  • Motorisch

    • Mehrmaliges Ansetzen, unsichere/ängstliche Blicke, Zusammenbruch...

  • Emotional

    • Fluchtverhalten, Verletzung vortäuschen...

Methodische Maßnahmen im Umgang mit Angst

  • Eingeständnis und Auseinandersetzung mit der Angst

  • Kleingruppenarbeit

  • Körperkontakt

  • Vertrautheit situativer und personaler Bedingungen

  • Emotionale Geborgenheiten

  • Klarheit der Aufgabe

  • Verlangsamung der Bewegung, gedanklicher Mitvollzug

  • Wahrung der Orientierungsfähigkeit

  • Angst und Schwierigkeitsgrad

 

 

Psychoregulative Verfahren im Umgang mit Angst

  1. Entspannungsverfahren:

  • Autogenes Training

    • Entspannungsmethode der Selbstbeeinflussung

  • Progressive Muskelentspannung

    • Ziel. Anwender lernen selber in kurzer Zeit zu entspannen

    • Für kurze Zeit bestimmte Muskelpartien anspannen, halten und loslassen

    • Auf jeweilige Muskelpartien konzentrieren

 

2.  Kognitive Bewältigungsstrategien:

 

  • Selbstsuggestion

    • Manipulative Beeinflussung einer Vorstellung oder Empfindung

  • Aufmerksamkeitslenkung

    • Aufmerksamkeit kontrollieren und erwünschte Informationen lenken

(Gedankenfluss aktiv steuern)

Rolle des Freizeitsportleiter in angstbesetzten Situationen

  • Mögliche Entstehungsprozesse (früh er)kennen

  • Im Enstehungsprozess bekämpfen

  • Positiven Reiz begleitend einsetzen

  • Material verändern (Ball)

  • Positiv, verbal unterstützen

  • Langsam an Übungen heran führen

Lernen