Anforderung Teilkronenersatz

Form, Funktionen und Fachwörter Zahntechnik

Form, Funktionen und Fachwörter Zahntechnik


Jennifer Ha
Diese Lernkarten behandeln auf Berufslehre-Niveau die Anforderungen an Teilkronenersatz in der Zahntechnik. Sie umfassen die Eigenschaften und Verarbeitung von Gussfüllungen, verschiedene Präparationstechniken wie die Slice-Cut-Präparation nach Rhein, sowie die Vor- und Nachteile von Materialien wie Keramik- und Komposit-Inlays. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Zahntechniker und Zahnmedizinstudenten, die sich mit der Herstellung und Anwendung von Teilkronen vertraut machen möchten, um die Zahnsubstanz zu schonen und ästhetisch ansprechende Lösungen zu bieten.
Karten
28
Lernende
9
Sprache
Deutsch
Kategorie
Technik
Stufe
Berufslehre
Erstellt / Aktualisiert
04.08.2013 / 04.12.2025

Lernkarten

Was ist eine direkte Gussfüllung?

Präzisionskunststoff wird in die Karvität des präparierten Zahnes modelliert und zum Gießen ins Labor geschickt. Verwendung bei kleinen Füllungen

Nachteile und Vorteile der direkten Gussfüllung

Nachteile

  • Umständliche Modellation im Mund
  • Unzureichende Kontrollmöglichkeit
  • Keine Ausarbeitung und Politur durch den Zahntechniker möglich
  • Bei Fehlguß muss Patient erneut einbestellt werden

Vorteile

  • Ausschalten möglicher Fehler durch Abformung und Sägemodellherstellung

Was ist eine indirekte Gussfüllung?

Modellation entsteht auf Sägestumpfmodell

Nachteile und Vorteile der indirekten Gussfüllung

Nachteile

  • Mögliche Fehlerquellen durch Abformung

Vorteile

  • Zeitersparnis für Behandler zB Inlaykette gleichzeitig präparieren, abzuformen und einzusetzen

Definiere Teilkronenersatz 

Kronen die den Zahn nicht allseitig umfassend. Eingeteilt in Halb- und Dreiviertelkronen.

Verankerung durch Rillen/ Leisten/ parapulpäre Stiftchen. Vitalitätserhaltung des Zahnes. Kosmetisch günstige Wirkung.

Nenne die Einteilung der klassischen Teilkronen und beschreibe sie

Halbkronen : Teilkronen im Frontzahngebiet bis zur Mitte der Approximalflächen oral bedeckend

Dreiviertelkronen : Teilkronen im Seitenzahnbereich im gesamten Okklusal- und Approximalraum, oral bedeckend

Nenne Indikationen von Teilkronen

  • Erhaltung Zahnform vestibulär
  • Erhaltung Zahnfarbe vestibulär
  • Korrektur dynamischer Okklusion (bei verloren gegangener Eckzahnführung
  • Wesentlich dauerhafte Verstärkung als zahnärztliche Füllungen
  • Korrektur statischer Okklusion (Vertikale Bisserhöhung im Seitenzahnbereich zur Kontaktentlastung der Frontzähne)

Nenne Kontraindikationen von klassischen Teilkronen aus Metall

  • Unzureichende Mundhygiene
  • hohe Kariesanfälligkeit
  • zu kurze, schmale Zähne
  • devital oder gesamt verfärbter Zahn
  • Ungünstige Bissverhältnisse, di- und konvergierende Pfeiler 
  • als Brückenpfeiler bei mehr als einen Brückenkörper
  • bei Unzugänglichkeit des Arbeitsfeldes (erschwerte Präparationsmöglichkeit im Molarengebiet)

Beschreibe die Kastenpräparation nach Black

Okklusaler Karvitätenrand hat Abschrägung von 20-25 Grad für anfinierbaren Randbereich

Kastenanteil fast parallel für optimalen Halt in Verbindung mit Befestigungszement (heute abgelehnt weil exakter gingivaler Randschluss nicht immer gelingt und wg Schonung gesunder Zahnsubstanz)

 

Welches Prinzip stammt von Black

Extension for Prevention

(Ausbau zur Vorbeugung)

Beschreibe die Slice Cut Präparation nach Rhein

Kleine Kastenförmige Hilfskarvität zur Retentionsvergrößerung für Gussfüllung.

Approximale Präparation mit Schleifscheibe, Schonung der Zahnsubstanz.

Benenne diese Präparation

Hohlschliffpräparation

(moderne substanzschonende Variante der Scheibenschliffpräparation)

Nenne mögliche Inlaymaterialen

  • Dentale Gusslegierungen (vorzugsweise weiche, hochgoldhaltige, Gelbfärbens)
  • Composite, Kunststoffe
  • Keramik
  • Galvano Gold/Keramik

Nenne Vorteile einer Gussfüllung aus hochgoldhaltiger Legierung gegenüber anderen Materialien

  • Höchst Biokompatibel
  • einfache Verarbeitung, präzise und bleibende Passung
  • Bruchfest, Kantenfestigkeit auch bei dünn auslaufenden Partien
  • bei geringen Platzverhältnissen
  • konventionell einsetzbar 
  • chemisch widerstandsfähig
  • höchste Lebendsdauer
  • bei Zahnhalskarvität einsetzbar
  • ähnlich hart wie Zahnschmelz, Antagonistenschonend
  • gute Kontrolle der Kontaktsituation bei mattierter Kaufläche
  • bei aufbauenden Füllung der Materialstärke nicht eingeschränkt

Nenne Nachteile einer Gussfüllung aus hochgoldhaltiger Legierung gegenüber anderen Materialien

  • evtl. Ionenwanderung (Potentialdifferenz)
  • Ästhetik
  • bei kontraindizierter Präparation kein absoluter Randschluss durch Kontraktion der Legierung
  • Temperaturspeicher
  • Nicht bei devitalen Zähnen anwendbar
  • Kein retentiver Halt bei kleinen Füllungen

Wieso soll man keine Veränderungen des Karvitätenraumes durch "Ausblocken" einer tiefen Kavität vornehmen, um das Gewicht einer "Gussfüllung" gering zu halten ?

Das Befestigungsmaterial wird an der Stelle zum alleinigen Träger das Kaudruckes. Ein baldiges Lösen der Gussfüllung ist zu erwarten.

Nenne Eigenschaften eines Galvano-Inlay

  • Absoluter Randschluss
  • präparationsgrenze ohne Randabschrägung
  • wird Einzementiert
  • wenig Temeratur leitfähig
  • gute Stabilität
  • okklusionskontakt im Ranbereich vermeiden

Nenne Eigenschaften eines Keramik-Inlays

  • Adhäsiv einzusetzen
  • okklusale Füllanteil mind. 2,0mm Höhe und 2,5mm von oral nach vestibulär; Überdeckung von Höckern mind. 1,5mm stärke
  • winklige Übergänge in Karvität müssen leicht abgerundet werden
  • Zahnfarbe sehr gut reproduzierbar

Nenne Eigenschaften eines Komposite-Inlays

  • adhäsiv Einzusetzen
  • okkludierende Höcker können nicht einbezogen werden wg stärker Abrasionsverhalten

Was kann bei einer Unterfüllung eines MOD-Inlays an geschwächten Zähnen mit fehlerhaft gestützten Höckern passieren?

Es entsteht möglicherweise eine Frakturlinie vom Karvitätenboden bis zum Zahnhals verlaufend.

Beschreibe Extensionen der okklusalen Karvitätenränder bei einem MOD-Onlay

a. Überkappen der zentrischen Höcker

b. Überdecken gesamter Kaufläche bis in Höckerkantenbereich der nicht zentrischen Höcker

Wo durch kennzeichnet sich ein Overlay?

  • Bedeckung der gesamten Kaufläche und einer oder beider Approximalflächen
  • Höckerüberkappung an zentrischen und nicht zentrischen Höckern

Definiere Overlay in der Kieferorthopädie 

Indirekt nach Kupferring-Abdruck hergestelltes Molarenband von Schwarz zur Bisshebung

Was ist dein Onlay?

Eine ausgedehnte Gussfüllung, bedeckt gesamte Kaufläche mit Höckerspitzen

Zahnwände werden durch teilweises Bedecken der Höcker geschützt

Was versteht man unter "Die moderne Teilkrone"?

Wird zur Schonung der Zahnsubstanz, des Zahnfleischrandes und aus kosmetischen Gründen angewandt.

Der vestibuläre Teil des Zahnes wird nicht beschliffen

Man unterscheidet je nach Flächenbedeckung zw Halb- und Dreiviertelkrone

Was ist ein Pinlay?

Teilkrone mit Verankerungsleiste, die retentiv in die vestibulär vorbereitete Präparation greift. Im Seitenzahnbereich als 3/4 Krone. Oft zur Funktionskorrektur im Fronzahnbereich.

Was ist ein Pinledge?

Modifizierte Halbkrone mit drei parapulpären Stiften aus Anguss-Draht (Durchmesser 0,8mm, Länge 3,0mm. Nur Frontzahnbereich.

Was sind Pinlay und Pinledge nach Prof. Kirsten?

Hauptsächlich Schutzkronen, keine Befestigungskronen.

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