Anatomie&Physiologie LST2012
für mich wichtige Sachen
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Flashcards
Ziele des Stoffwechsels
1. er wandelt Stoffe, die wir mit der Nahrung aufnehmen, in körpereigene Stoffe um. Diese benötigen wir für Wachstum und ständige Erneuerung des Körpers
2. er liefert durch den Abbau energiereicher Stoffe Energie für Bewegung, Transportvorgänge, Konstanthaltung der Körpertemperatur
Unterscheidung von zwei Schritten der Stoffaufnahme
1. wahrnehmbare Aufnahme in den Körper bei Essen und Trinken und Einatmen
2. eigenliche Aufnahme ins Blut, die im Verdauungssystem und in der Lunge erfolgt
Zellstoffwechsel
Der Zellstoffwechsel baut aus den aufgenommenen Nährstoffen körpereigene Stoffe auf. Ein Teil davon wird zur Energiebeschaffung abgebaut (=Betriebsstoffwechsel).
Stoffabgabe
exkrete werden über das Blut abtransportiert und Niere ausgeschieden. Kohlenstoffdioxid wird über das Blut und die Lunge ausgeschieden.
Aus welchen Stoffen besteht der menschliche Körper?
Wasser (50-60%), Fette, Proteine, Kohlenhydrate, Mineralstoffe und Spurenelemente, Vitamine
Welche Stoffe müssen in der Nahrung sein? Und welche Bedeutung haben sie?
Wasser, Kohlenhydrate (Zucker und Stärke), Fette, Eiweisse (Proteine und Peptide), Mineralstoffe und Spurenelemente (Salze), Vitamine, Balaststoffe (erleichtern als unverdauliches Füllmaterial die Verdauung)
Osmose
ist eine einseitige Diffusion von Wasser durch eine selektiv permeable Membran. Das Wasser diffundiert zur Lösung mit der höheren Konzentration gelöster Teilchen. In dieser steigt dadurch der Druck, sie heisst hypertonisch. In der Lösung mit der tieferen Konzentration sinkt der Druck, sie heisst hypotonisch.
osmotischer Druck
ist der Druck, den eine Lösung in einem Osmometer durch die Wasseraufnahme erreicht.
Mass für die Tendenz Wasser aufzunehmen.
Abhängig von der Konzentration der gelösten Teilchen. Art der Teilchen spielt keine Rolle.
Wasser im Körper
universelles Transport- und Lösungsmittel unseres Körpers
Die meisten chemischen Reaktionen finden in wässriger Lösung statt.
von ca. 45L Wasser im Körper sind 30L intrazellulär, 12L in der Lymphe und 3L im Blut. Nieren, Lunge, Haut und Darm scheiden täglich 2,5L Wasser aus.
Eiweisse
Makromoleküle mit C-, H-, O- und N-Atomen
20 verschiedene Aminosäuren; 8 davon kann der Körper nicht herstellen = essentiel (müssen mit der Nahrung aufgenommen werden)
Bedarf 1g/kg Körpergewicht am Tag
Funktionen der Eiweisse
- Enzyme katalysieren biochemische Vorgänge
- Strukturproteine stützen und schützen
- Motorproteine bewegen
- Carrier und Tunnelproteine transportieren Teilchen durch Membranen
- Antikörper dienen zur Bekämpfung fremder Stoffe und Zellen
Kohlenhydrate
sind Zuckermoleküle, resp. Polymere aus Zuckermolekülen
Einfachzucker - Glucose
Zweifachzucker - Saccharose
Vielfachzucker - Glykogen, Cellulose und Stärke
nicht essentiell
Kohlenhydrate
- Aufgaben
- Bedarf
- dienen als Betriebsstoffe, Ausgangsstoffe für viele Biosynthesen
- 5g/kg Körpergewicht (zuviel aufgenommene KH werden als Fette eingelagert)
Fette
- Aufbau
- Verwendung
- Fettsäuren
- bestehen aus Glycerin und drei verschiedenen Fettsäuren
- Energiespeicher, Isolationsmaterial gegen Wärmeverlust; energiereichste Betriebsstoffe
- ungesättigte FS = nur Einfachbindungen
gesättigte FS = eine oder mehrere Doppelbindungen
Betriebsstoffwechsel
Unter Betriebsstoffwechsel versteht man den im Organismus unter Freisetzung von Energie erfolgenden Abbau von energiereichen stoffen (z. Bsp. Fette, KH, Proteine) in energieärmeren Verbindungen (=Dissimilation).
Vitamine
- allgemein
-Arten
- essenzielle Nachrungsbestandteile
- Teile des aktiven Zentrums des Proteins
- wasserlösliche Vitamine --> verlassen den Körper über den Harn (E,D, K, A)
- fettlösliche Vitamine --> lagern sich im Fettgewebe ein (Vit. C und Vit. B-Gruppe)
essenziell
Essenzielle Stoffe müssen in der Nahrung enthalten sein, weil sie im Körper nicht hergestellt werden.
Für den Menschen sind es: Vitamine, Mineralstoffe, 8 Aminosäuren und einige Fettsäuren
Vitamin A
- Retinol
- wird in Leber gespeichert und ist leicht oxidierbar
- fettlösliches Vitamin
- halbiertes Carotin
- Funktionen: beteiligt am Sehvorgang und am Wachstum; Immunabwehr, Fertilität (Fruchtbarkeit)
- bei Hypovitaminose: Erblindung, Verhornung der Schleimhäute
Vitamin D
- Calciferol; fettlösliches Vitamin
- kann durch UV-Strahlung im Körper gebildet werden
- wichtig für Calciumstoffwechsel (Knochen), Regulation und Wachstum der Zellen; Immunsystem
- bei MAngel Skelettdeformation
Mineralstoffe
- allgemein
- Ca(2+)/MG(2+)
- Na(+)/K(+)
- Phosphor
- anorganische Bestandteile
- Ca(2+)/Mg(2+): Knochenaufbau, wichtig für Kontraktion der Muskeln, Blutgerinnung
- Na(+)/K(+): wichtig für die Erregungsleitung in den Nerven; Wasserhaushalt
- Phosphor: kommt als Phosphat in Knoschen, Nucleinsäuren und ATP vor
- Katabolismus
- Anabolismus
- abbauender Stoffwechsel
- aufbauender Stoffwechsel
Speichel
- wird von 3 Speicheldrüsen abgegeben (täglich ca. 1-2Liter) -> Befeuchtung der Nahrung
- enthält das Enzym der Amylase (spaltet KH)
- durch Kauen und Vermischen der zerkleinerten Nahrung mit Speichel entsteht ein Nahrungsballen
Schluckvorgang
wenn Nahrungsbrei bereit ist, schliessen sich der Gaumendeckel und der Kehldeckel automatisch
Atemweg muss verschlossen sein, sonst droht das Verschlucken
Vitamin C
= Ascorbinsäure; wasserlöslich und hitzeempfindlich
- unterstützt Wundheilung und Abwehrsysteme; schützt als Antioxidanz empflindliche Stoffe vor Oxidation mit O(2); aufbau von Binde- und Stätzgewebe; verbessert Aufnahme von Eisen-Ion in Blut und Zellen
Aufgaben von Mineralstoffen
- Mineralsalze dienen zum Beispiel in Knochen und Zähnen als härtendes Baumaterial
- Elektrolyte sind an der Bildung und Weiterleitung von nervösen Erregungen beteiligt
- Elektrolyte erhöhen den osmotischen Wert von Körperflüssigkeiten
- Die Aktivität vieler Enzyme ist von der Anwesenheit bestimmter Ionen abhängig
Spurenelemente
anorganische Bestandteile; sehr geringe Mengen; sind Bestandteile von Enzymen und Hormonen
- Fe(2+): Bestandteil des Hämoglobins
- Iod: Bestandteil des Hormons Thyroxin (Schilddrüsenhormon)
- Fluor: wird in Form von Salzen im Zahnschmelz eingelagert (Widerstandsfähigkeit gegen Karies)
Ziele der Verdauung
- Zerlegung der Nahrung in Nährstoffe, die ins Blut aufgenommen werden können (resorbiert) -> das Blut transportiert die Moleküle zu den Zellen
- unverdauliches (kann nicht durch Enzyme zerlegt werden) gelangt in den Darm und wird ausgeschieden
Peristaltik
Bewegung durch abwechselndes Kantrahieren von Ring- und Längsmuskeln. (zieht die Ringmuskulatur in einem Bereich zusammen, wird das Rohr dort enger und der Nahrungsbreiwird vorwärts gestossen. danach erweitert sich das Rohr wieder, indem die Langsmuskulatur kontrahiert)
Resorption der Nährstoffe
1) Stoffe werden durch die Zellmembran in eine Darmepithelzelle aufgenommen (aktiver Transport gegen das Konzentrationsgefälle via Carrierproteine)
2) Die Stoffe diffundieren as der Darmepithelzelle in ein Blutgefäss (erleichterte Diffusion über Tunnelproteine oder Carrier)