Anatomie Block 3_Blut Einführung
Anatomie Block 3_Blut Einführung
Anatomie Block 3_Blut Einführung
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Cartes-fiches
Abbau und Recycling der Hb Bestandteile
- In Milz, Leber, roten Knochenmark fressen Makrophagen kaputte und alte Erys
- Zerlegung von Hämoglobin in Häm und Globin
- Globin wird in seine AS zerlegt (Wiederverwertung zur Proteinsynthese)
- Eisen wird aus Häm freigesetzt. Häm ohne Eisen = Biliverdin (grün) und dann zu Bilirubin (gelb) abgebaut
- Bilirubin wir d via Blut in Leber transportiert
- In Leber wird Bilirubin in Gallenflüssigkeit abgegeben → Dünndarm → Dickdarm
- Im Dickdarm wird Bilirubin mit Hilfe von Bakterien in Urobilinogen umgewandelt
- Ein Teil des Urobilinogens wird zurück ins Blut aufgenommen, ein ein gelbes Pigment → Urobilin umgewandelt und renal ausgeschieden
- Das meiste Urobiliinogen wird über den Stuhl in Form eines braunen Pigments (Stercobilin) entsorgt.
Anämie Definition
Bei einer Anämie (Blutarmut) aind die Hb Konzentration, die Erythrozytenzahl und/oder der Hämatokrit bei normalem Blutvolumen vermindert = Verminderte Sauerstofftransportkapazität des Blutes
Anämie ist ein Symptom!!!! einer anderen Grunderkrankung!!!!!!
Bau der Erythrozyten
- bikonkave Scheibe
- Bildung im roten Knochenmark, stossen Zellkerne aus und stopfen sich mit Hämoglobin voll
- jedes rote Blutkörperchen enthält ca 280 Mio Hämoglobinmoleküle
- 1 Ery lebt 120 Tage, mit dem Alter werden die Erys "steiff" und weniger verformbar
Bedingungen für eine normale Erythrozytenbildung
- Vit. B12 (Cobolamin) → Nahrung und durch Darmbakterien synthetisiert → Wichtig für Mitose, Nervensystem (Markscheidenbildung), DNA Synthese
- Intrinsic Factor → Wichtig für Resorption von Vit B12 im Duodenum, wird im Magen von Zellen der Mucosa gebildet
- Folsäure → Nahrung und durch Darmbakterien synthetisiert → Wichtig für Zellteilungn, DNA Aufbau, Spermienaufbau (Mangel = spina bifida beim Neugeborenen)
- Eisen in Form von Fe2+ → Eisen kann nur so oder an Häm gebunden resorbiert werden. Eisen aus Nahrung oder Eisen aus Eisenstoffwechsel. Wird als Fe3+ im Blut transportiert und gespeichert.
- Erythropoetin (→ sinkt O2 Gehalt der Gewebe → Hypoxie → stimulation der Nieren zur EPO Abgabe → Proerythroblasten im bone marrow Reifen schneller zum Reticulozyten.
Blut Definition
Blutmenge im Körper
Bindegewebe das aus flüssigem Blutplasma und festen zellulären Bestandteilen besteht
ca. 7% des Körpergewichts = 5-6l Blut bei 70kg KG
Blutplasma
andere gelöste Stoffe
Anteil im Plasma: 2%
- Elektrolyte/Ionen
- Nährstoffe → AS, Glucose, FS und Glycerin, Vitamine und Mineralstoffe
- Regulatorische Substanzen → Enzyme, Hormone
- Abfallprodukte → Harnstoff aus Proteinabbau, Hanrsäure aus Zellkernabbau, Kreatinin aus Muskelstoffwechsel → Trsp im Blut zu den Exkretionsorganen
- HCO3-, gelöster O2
Blutplasma
Funktion der Plasmaproteine
Anteil im Plasma: 8%
- Kolloidosmotischer Druck → Wasserbalance zw. Blut und Gewebe
- Regulation des Blutvolumens → via Osmose kommt Wasser in die Blutgefässe zurück (Albumin= kommt am häufigsten im Plasma vor)
- Transportvehikel für Hormone, Bilirubin, Lipide, fettl. Vitamine etc. (Bsp. Transferrin) → Globuline
- Puffer, die H+ oder OH- binden
- Blutgerinnung → Gerinnungsfaktoren → Firbrinogen
- Abwehr → Antikörper (Globuline Ig), Komplementsystem
- Energiereserve → ca. 200g im gesammten Plasma
Blutplasma
Funktion des Wassers
Anteil im Plasma: 90%
- Lösungs-, Suspensionsmittel für die Komponenten des Blutes
- Thermoregulation, in dem Wasser Wärme absorbiert, transportiert und freisetzt
Blutplasma
Zusammensetzung
Flüssiger Anteil des Blutes
- 90% Wasser
- 8% Proteine
- 2% andere gelöste Stoffe
Blutserum
Blutplasma ohne Fibrinogen und andere Gerinnungsfaktoren (lässt man Blut in einem Rührchen stehen, entsteht Serum als flüssiger Überstand
Plasma = Serum plus Fibrinogen
Blutviskosität
= Mass für die Zähflüssigkeit eines Fluids (Gegenteil = Fluidität = Fliessfähigkeit)
Diese ist Abhänging von:
- Hkt
- Erytrhozytenverfrombarkeit → neue Erys sind verformbarer
- Erythrozytenaggregation
- Temperatur
- Strömungsgeschwindigkeit des Blutes (ist Strömungsgeschwindigkeit hoch = mehr Reibung / Strömungsgeschw. steht auch in Zusammenhang mit Blutdurck und Gefässwiderstand)
Blutzellen
- Erythrozyten
- Thrombozyten
- Leukozyten
- Lymphozyten
- Monozyten/Makrophagen
- Granulozyten
- neutrophile
- eosinophile
- basophile
Anteilsmässig befinden sich im Blut am vielsten Erys, dann Thrombos, dann Leukos
Erythropoese → Bildung der Erythrozyten
- In Milz, Leber und roten Knochenmark phagozytieren Makrophagen beschädigte oder schlecht verformbare = alte Erys
- Hämoglobin wird in Häm und Globin getrennt
- Globin wird in seine AS zerlegt (für Synthese neuer Proteine)
- Eisen wird als Fe3+ aus Häm freigesetzt und bindet sich an Transferrin ("Eisentaxi), Häm ohne Wiesen wird zu Biliverdin
- Im Muskel, Leber, Milz wird Fe3+ von Transferrin abgekoppelt und als Ferritin gespeichert
- Wenn Eisen via Nahrung oder aus Ferritin freigesetzt wird, wird es wieder als Transferrin transportiert
- Fe3+ an Transferrin gebunden mit Blut ins rote Knochenmark, dort wird es für die Hämoglobinsynthese gebraucht
- Im roten Knochenmarke werden Vorstufen der roten Blutkörperchen gebildet = Proerythroblast. Dieser teilt sich mehrmals zu Zellen, die mit Hb Synthese beginnen. Gegen Ende der Entwicklung stösst Zelle ihren Zellkern aus und wird zum Reticulozyten. Dieser stopft sich mit Hämoglobin voll.
Funktion des Eisenanteils im Hämoglobin
- Bindung von O2 (4 Moleküle pro Hämoglobinmolekül) → Wechsel der Farbe auf hellrot → Oxyhämoglobin
- Bindung von CO2 → Wechsel der Farbe in dunkelrot/blau
Funktionen/Aufgaben des Blutes
- Transport: Atemgase, Nährstoffe, Hormone, Stoffwechselprodukte (zur Eliminierung)
- Abwehr: Leukos durch phagozytose, spez. Abwehrzellen (Antikörper, Komplementsystem etc)
- Abdichtung: Gefässwanddefekte → Aktivierung des Gerinnungssystems
- Pufferfunktion: Konstanthaltung des Blut pH-Werts auf 7.35-7.45
- Wärmeregulation: Blutzirkulation, Wasser im Plasma, variable Fliessgeschwindigkeit durch die Haut
Hauptfunktionen der Erythrozyten
- Das Hämoglobin in den Erys transportiert den Grossteil des Sauerstoffs im Blut
- Das Hämoglobin in den Erys transportiert einen Teil des Kohlendioxids im Blut (23% des ges. CO2)
- Pufferfunktion
- Träger von Blutgruppenantigenen
Hb Normwerte Frau und Mann
- Frau: 120-160g/l
- Mann: 140-180g/l
Hämatokrit
- Volumenanteil der zellulären Elemente im Blut
- wird üblicherweise in % angegeben oder in Dezimalbruch
- zum Hämatokrit werden auch die Leukos und Thrombos gezählt, wobei Erys mit 96% den grössten Anteil ausmachen
- Normalwerte Frau: 42% / 0.42 (Durchschnittswert)
- Normalwerte Mann: 47% / 0.47 (Durchschnittswert) → Testosteron stimuliert EPO Synthese, daher Männer höherer Hkt Wert
Hämatopoese Definition
Bildung von Blutzellen im roten Knochenmark, v.a. in kurzen und flachen Knochen → Epiphysen der Röhrenknochen. Bei Kindern zusätzlich in den Kochenschäften der Röhrenknochen. Diese werden beim Erwachsenen zu fett.
Sauerstoffkapazität
= diejenige Menge O2, die von 1g Hämoglobin gebunden werden kann
1 Mol Hb bindet 4 Mol O2, max. O2 Gehalt des Blutes bei einem Mann ca 0.2l O2/l Blut
Sauerstoffsättigung
= % Anteil des oxygenierten Blutes (Merke: auch Pat. mit grossem Blutverlust können normale Sättigung haben, da vorhandene Erys mit O2 besetzt)
Stammbaum Hämatopoese
- Pluripotente (vielkönnende) Knochenmarksstammzelle teilt sich in Lymphytische Stammzellen und in Myelotische Stammzellen
- Aus Lymphatischen Stammzellen entstehen Lymphozyten (B-Lymphozyten, T-Lymphozyten und Natürliche Killerzellen
- Aus Myelotischer Stammzelle entstehen Monozyten, Granulozyten (neutro, eosino und basophile), Retikulozyt →Erythorzyten und Megakaryozyt →Thrombozyten
Ursachen für einen erhöhten Hämatokrit Wert
Polyglobulie = Erythrozytose (Erhöhung der Zahl der Erys über einen physiologischen Normwert)
- Durch Austrocknung (Exsikkose)/Dehydratation = relative Polyglobulie / Pseudoplyglobulie
- bösartige Veränderungen der hämatopoetischen Stammzellen (absolute, primäre Polyglobulie)
- Erhöhter Erythropoetinspiegel bei Hypoxämie = Höhenaufenthalt über 4000m (kompensatorische/reaktive Polyglobulie)
- Re-li Shunt
- Herzklappenfehler
- Lungenerkrankungen (bsp. COPD oder sogar auch Raucher, Körper will mehr Erys, da sich mehr O2 binden will)
- Nierenfunktionsstörungen (Hormon EPO)
- erhöhte Cortisolspiegel (stimuliert Erythropoese)
Ursachen für einen erniedrigten Hämatokritwert
- Anämie
- Hyperhydratation ("Überwässerung", z.B. nach Blutverlust und gleichzeitigem Ersatz durch andere Flüssigkeiten
Wann ist die Blutviskosität erhöht? Was sind die Folgen?
- Polyglobulie = mehr Erys im Blut
- zu hohe Diuretikagabe
- Exsikkose
- Rauchen (Erys erhöht)
Folgen sind ein erhöhtes Thromboserisiko und Blutdruckanstieg
Was versteht man unter Phagozytose?
Welche Zellen betreiben diese?
Unter Phagozytose versteht man die Aufnahme extrazellulärer, fester Partikel durch Zellen (Phagozyten). Und die anschliessende Einschliessung der fremden Zelle in sog. Vakuolen. Die Phagozytose ist eine Form der Endozytose
Chemotaxis, Adhärenz, Aufnahme, Verdauuen, Abtöten
Makrophagen, Monozyten
eosinophile und neutrophile Granulozyten
dendritische Zellen
Zyanose
- bläulich/violette Verfärbung des Haut, Schleimhäute, Lippen und Fingernägel durch Unterversorgung des Blutes mit O2, durch zu geringe O2 Aufnahme oder zu lange Diffusionsstrecken
- Bläuliche Verfärbung wegen desoxygeniertem Hb → Zyanose ist ersichtlich ab 5g desoxygeniertem Hb/100ml Blut
- Raucher werden schneller blau, da mehr Erys
- starke Anämiker werden nicht oder erst spät blau, da weniger Hb
Anämie Symptome
- Haut/Schleimhaut: Blassheit
- Müdigkeit
- Atemnot → Tachykardie (Kompensationsmechanismus)
- Übelkeit, Kopfschmerzen, Ohnmacht, Warnehmungsstörungen, Frieren etc.
Anämie Ursachen
- Blutverlust (OP, Unfall, Ulcus, Karzinome)
- Verminderte Erythropoese (Eisenmangel, Eisenverwertungsstörung, EPO Mangen → Niereninsuff., Vit B12 oder Folsäuremangel, gestörte Zellbildung im Knochenmark)
- gesteigerte Hämolyse (Erbkrankheiten, Autoimmunerkrankungen, Intox, allerg Reaktionen → auf Medis, Infektionen, künstliche Herzklappe)
Leukozytose
→ Erhöhte Leukozytenzahl im Blutbild (→ bei Leukämie kommt es zu einer Verdrängung von Ec und Tcs)
- Ursachen
- Infektionserkrankungen, chronisch nicht infektiöse Entzündungen, chron. Leukämie, Stressituationen
- Symptome
- allg. Krankheitssymptome wie Fieber, Schwäche, Anämie, Infekte, Blutung, geschwollene Lymphknoten
Leukozytopenie
→ Erniedrigte Leukozytenzahl im Blut
- Ursachen
- Knochenmarkschädigungen durch Medis, Blutkrankheiten, viele Virusinfekte und einige Bakt. Infekte, Hypersplenismus (Milzvergrösserung) häufig mit gestörtem Abbau der Blutzellen
- Symptome
- meist asymptomatisch, erhöhtes Infektionsrisiko, wiederholte Infektionen
Wie können sich Leukozyten bewegen?
Sie rollen im Blut dem Endothel entlang, bis sie daran kleben bleiben → Adhäsionsmoleküle sog. Selektine auf Endothelzellen und Adhäsionsmoleküle auf neutrophilen Granulozyten unterstützen die Wanderung durch Blutgefässwand in das verletzte Gewebe