Anatomie Block 1_Zytologie

Anatomie Block 1_Zytologie

Anatomie Block 1_Zytologie


K. H.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Zytologie, insbesondere die Zellstruktur und -funktionen. Sie behandeln zentrale Themen wie Zellorganellen, Transportmechanismen und die Rolle von Substanzen wie ATP und Proteinen. Die Karteikarten sind ideal für Medizinstudenten, die sich auf Zytologie vorbereiten, da sie detaillierte Informationen zu Zellkomponenten wie Mitochondrien, Lysosomen und der Plasmamembran liefern.
Karten
42
Lernende
4
Sprache
Deutsch
Kategorie
Medizin
Stufe
Andere
Erstellt / Aktualisiert
10.04.2015 / 06.02.2022

Lernkarten

Totipotente Zellen

Alleskönnende Stammzellen, können zu einem vollständigen Lebewesen heranreifen

Stammzellen

unbegrenzt teilungsfähige, undifferenzierte Zellem mit noch nicht festgelegter Entwicklung

Pluripotente Zellen

Vielkönnende Stammzellen, können sich zu allen Zelltypen eines Organismus entwickeln, aber nicht mehr zu einem eigenständigen Organismus

Apoptose

programmierter Zelltod, aktive Selbstzerstörung, von Fresszellen abgebaut, gesteuert durch Hormone etc. KEINE ENTZÜNDUNGSREAKTIONEN!

Nekrose

provozierter Zelltod durch Schädigung von aussen, führt zum Anschwellen der Zelle → ENTZÜNDUNGSERSCHEINUNGEN!

Die 3 Hauptbestandteile einer Zelle

  • Plamsmamembran/Plasmalem
  • Cytoplasma/Zelleib
  • Zellkern/Nucleus

Bestandteile der Zellmembran

  • Phopholipid-Doppelschicht (Bi-Layer)
  • Cholesterin
  • Membranproteine (Kanalproteine, Rezeptoren, Transporter/Carrier, Enzyme, Ionenkanäle, Ionenpumpen)
  • Glykolipide und Glykoproteine
  • Glykokalix (molekulare Unterschrift)
  • (BG Antigen) (Erys haben BG Anhängsel aber kein ID Anhängsel → da Zellkern fehlt // daher gehen Bluttransfusionen

Funktionen der Zellmembran

  • Barriere des Stoffaustausches
  • Bewegliche und zugleich robuste Struktur
  • Kommunikation zwischen den Zellen und äusserer Umgebung (Interstitium)
  • Schutz der Zelle
  • Identifikation der Zelle (Glykokalix)

Zellkontakte

  • Gap Junctions (offene Kontakte/Tunnel, schnelle Ausbreitung der chem. und elektrische Signale in einigen Teilen des Nervensystems, im Herzen, Magen-Darm Trakt und Gebärmutter)
  • Tight Junctions (Verschmelzung benachbarter Zellen/Verschlusskontakte, in Zellen des Epithelgewebes die Magen, Darm und Harnblase auskleiden, um den Durchtritt von Substanzen zwischen den Zellen zu verlangsamen und zu Verhinder, dass der Inhalt dieser Organe ins Blut und in die umgebenden Gewebe sickert)
  • Desmosomen ("Druckknöpfe", Haftkontakte, trägt zur Stabilität von Zellen und Gewebe bei. v.a. bei Zellen der Epidermis und bei Herzmuskelzellen. die Desmosomen verhindern, dass sich die Epidermisszellen unter Zug voneinander trenne und sich Herzmuskeln während der Kontraktion auseinander ziehen

Die Semipermeabilität der Zellmembran hängt ab von...

  • Molekülgrösse → H2O, gelöste Gase, Ethanol, Harnstoff etc können Zellmembran ungehindert durchdringen, Zellmembran ist aber undurchlässig für Ionen, polare Moleküle wie Glucose, dafür sind die spez. Transportproteine nötig
  • Fettlöslichkeit → je besser eine Substanz fettlöslich ist, desto leichter kann sie die Membran überwinden
  • Elektrische Ladung der Substanz → Ionen könne die Phopholipid-Doppelschicht kaum überwinden

Konzentrationsgradient

Konzentrationsunterschied einer Substanz an zwei verschiedenen Orten, z.B. Innen- und Aussenseite der Plasmamembran

Extrazelluläre Flüssigkeit: Hohe Konz. an O2-Molekülen, Na+

Zytosol: Hohe Konz. an CO2-Molekülen, K+

elektrischer Gradient

Ladungsunterschied auf beiden Plasmamembranseiten → Membranpotential

Innenseite der Zelle: NEGATIV

Aussenseite der Zelle: POSITIV

elektrochemischer Gradient

gemeinsamer Einfluss des Konzentrationsgradienten und des Membranpotentials eines bestimmten Ions

Transport durch die Plasmamembran durch...

  • passiven Transport: Diffusion, erleichterte Diffusion, Osmose (ohne ATP)
  • aktiven Transport: mit Hilfe von Transportproteinen, Ionenpumpen, Vesikel (braucht ATP)

Diffusion

erleichterte Diffusion

Diffusion

  • passiver Transport
  • durch permeable Membran oder ohne Membran
  • Die in einer Flüssigkeit gelösten Teilchen wandern von der höheren Konzentration zur tieferen, bis der Konzentrationsausgleich stattgefunden hat
  • Diffusiongeschwindigkeit hängt ab von: Temp, Konz. Unterschied, Masse des diffundierenden Stoffes, Memranoberfläche, Diffusionsabstand (bsp erschwehrt bei Lungenentzündung)
  • Diffusion durch Lipiddoppelschicht: O2, CO2, N2, FS, Steriode, fettlösliche Vit., Hormone, Alkohol
  • Diffusion durch Ionenkanäle der Membran (langsamer als freie Diff.)

erleichterte Diffusion

  • gelöster Stoff bidnet sich an einen spezifischen Transporter (Protein) und wird so auf der anderen Seite freigesetzt. Bsp. Glucose gelangt mit Hilfe von Insulin in die Zelle

Osmose

  • passiver Transport, ohne ATP
  • werden zwei unterschiedlich konz. Flüssigkeiten durch eine semipermeable Membran voneinander getrennt, fliesst die Flüssigkeit immer zur Lösung mit der höheren Konzentration
  • hydrostatischer Druck beendet die Osmose
  • osmotischer Druck = Druckdifferenz der Flüssigkeitssäulen

isotone Lösung

konz. der gelösten Stoffe beidseits der Plasmamenbran gleich, isotonisch für Erys

hypotone Lösung

Erys schwellen an und platzen, da extrazelluläre Konz. tiefer ist

hyperone Lösung

Erys schrumpfen, da extrazelluläre Konz. höher

passiver Transport

  • braucht kein ATP
  • Diffusion
  • erleichterte Diffusion
  • Osmose

aktiver Transport

  • braucht ATP
  • durchquerung der Plasmamembran GEGEN das Konzentrationsgefälle, quasi "bergauf" (→ intrazellulär viel K+ → extrazellulär viel Na+)
  • Natrium - Kalium Pumpe
  • Blässchentransport (Endo und Exozytose)

Endozytose

  • aktiver Transport, braucht ATP
  • Transportvorgang für grössere Partikel in die Zelle,  für die die Zellmembran undurchlässig ist
  • Teilchen werdne von Auslälufern des Zytoplasmas umflossen, umgeben das Teilchen vollständig, Membranumstülpung schliesst sich, Teilchen befindet sich nun in Membranumschlossenem Bläschen innerhalb der Zelle. Inhalt des Blässchen kann nun von Lysosomen abgebaut werden.
  • Unter Umständen belibt das Teilchen unverdaut im Zytoplasma → phagozytierte Teerpartikel in Lungenzellen
  • Stoffbeispiele: Transferrin, LDL Cholesterin, div. Vitamine, Hormone, Antikörper, Bakterien, Viren, alte oder tote Zellen, in der extrazellulären Flüssigkeit gelöste Stoffe wie AS, FS

Exozytose

  • aktiver Transport, braucht ATP
  • setzt Stoffe aus der Zelle frei. In der Zelle bilden sich Membranumhüllte Vesikel, diese verschmelzen mit der Plasmamembran und geben den Inhalt in die extrazelluläre Flüssigkeit ab
  • Bsp. bei sekretorischen Zellen → Verdauungsenzyme, Hormone, Schleim u. andere Sekrete
  • Bsp. bei Nervenzellen → Neurotransmitter

Transzytose

  • aktiver Transport, braucht ATP
  • Transport eines Stoffes durch eine Zelle = Endozytose auf der einen und Exozytose auf der anderen Seite

Cytoplasma

Cytosol + Zellorganelle

Zellinhalt zwishcen der Plasmamembran und dem Zellkern

Cytosol

  • intrazelluläre Flüssigkeit, besteht zu 70-90% aus Wasser, gelösten Teilchen wie Ionen, Glucose, AS, FS, Proteinen, Lipiden, ATP, Abfallstoffe etc. Je nach Zelltyp Ansammlungen wie Fetttröpfchen oder Glykogenkörnchen
  • Ort vieler chem. Reaktionen

Zellorganelle

spez. Strukturen innerhalb der Zelle mit spezialisierten Funktionen. Zahl und Art der Organellen variiert je nach Zelle

Mikrofilamente

  • feine Proteinfäden (v.a. aus Actin)
  • gehören zum Cytoskelett
  • Ermöglichen die Zellbewegung, an Muskelkontrakiton beteiligt
  • Stützstruktur

Mikrotubuli

  • gehören zum Cytoskelett
  • unverzweigte Hohlröhren aus Tubulin
  • wachsen aus dem Zentriol in Richtung Zellperipherie
  • dienen als Transportschienen
  • Mitosespindel besteht aus Mikrotubuli

Zetriol / Zentrosom

  •  bestehen aus Büscheln von Mikrotubuli
  • Zuständig für Wachstum des Spindelapparetes (Mitose und Meiose)
  • spannen quasi Spindelapparat zwischen sich auf (Chemotherapie wirkt dort)

Ribosom

  • bestehen aus rRNA und Proteinen
  • werden im Nucleus gebildet, verlassen den Zellkern und fügen sich im Cytoplasma ein
  • freie Ribosomen synthetisieren Proteine, die im Cytosol gebraucht werden
  • andere Ribosomen heften sich auf das ER zur Proteinsynthese für spez. Organelle, zum Einbau in Plasmamembran oder zur Ausfuhr aus der Zelle

rause Endoplasmatisches Reticulum

  • Membranumschlossenes Hohlraumsystem, geht in Kernmembran über und ist zu einer Reihe abgeflachter Säckchen gefaltet
  • auf der Oberfläche des ER befinden sich Ribosomen
  • Proteine die von Ribosomen auf ER gebildet werden gelangen zur Bearbeitung und Sortierung in die Räume innerhalb des ER. Dort verknüpfen Enzyme Proteine mit KH → Glykoprotein oder stellt Phopsholipide her.
  • somit bildet das rER sekretorische Proteine, Membranproteine und viele Organellenproteine

glattes Endoplasmatisches Reticulum

  • membranumschlossenes, netzartiges Hohlraumsystem ohne Ribosomen auf der Membranoberfläche
  • es bildet Fettsäuren und Steriode
  • Enzyme des gER (v.a. in Leberzelle) inaktivieren oder entgiften vor allem fettlösliche Substanzen 
  • in Muskelzellen dient das gER als Kalziumionenspeicher (für Muskelkontraktion)

Golgi Apparat

  • napfförmige Membransäckchen, die in Stapeln aufeinander liegen
  • ein einzelner Stapel wird Dityosom genannt
  • nimmt Proteine vom rER auf, verändert, verpackt und sortiert sie zum Transport an ihren Bestimmungsort, quasi "Poststelle"
  • Golgi Apparate sind bes. ausgeprägt in Zellen, die sich auf die Bildung von Hormonen und Sekreten spezialisiert haben
  • Golgi Apparat ist auch an der Bildung von Lysosomen beteiligt

Golgi Vesikel

abgeschnürte Blase für Export oder an anderen Bestimmungsort (z.B. Membran)

Lysosomen

  • membranumschlossenes Vesikel, das vom Golgi Apparat gebildet wird
  • enthält viele verschiedene Enzyme, die eine grosse Anzahl verschiedener Moleküle abbauen/verdauuen können
  • baut durch Phygozytose aufgenommene Fremdkörper ab
  • baut zelleigenene, nicht mehr funktionierende Organelle ab und bringt diese zur Wiederverwertungs ins Cytosol
  • auch eine vollständige Zelle kann durch das Lysosom zerstört werden

Peroxisome

  • ähnl. Struktur wie Lysosom, jedoch kleiner
  • Enthalten mehrerer Enzyme, die Oxidasen (diese entfernen H-Atome aus organischen Substanzen)
  • oxidiert AS, FS, entfigtet gefährliche Substanzen wie Alkohol
  • bildet H2O2 als Nebenprodukt der Oxidation! → stark toxisch
  • Catalase baut aber H2O2 ab, so schützen Peroxisome andere Teile der Zelle vor der Giftwirkung
  • Peroxisome entstehen aus bereits vorhandenen Peroxisomen

Mitochondrien

  • Kraftwerke der Zelle = aerobe Reaktionen der Zellatmung = ATP gewinnung
  • bestehen aus innerer und äusserer Mitochondrienmembran, Cristae (zahlreiche Auffaltungen) und der Matrix (Innenraum)
  • In Matrix findet Zitratzyklus und der FS Abbau statt
  • in inneren Membran findet die Atmungskette statt
  • Mitochondrien enthalten eigene DNA, neue Mitochondrien bilden sich daher aus bereits bestehenden
  • Zahl der Mitochondrien spiegelt Energiebedarf der Zelle wieder = Herzzelle viele, Knorpelzelle wenige

Mitochondrien kommen von der Eizelle der Mutter! gew. Erbkrankheiten sind auf Mitochondrien und können daher nur durch die Mutter weitervererbt werden

tight junctions

verbinden die äussere Oberfläche benachbarter Zellen miteinander. Zellen des Epithelgewebes haben viele Tight junctions. Diese verhindern oder verlangsamen den Durchtritt von Substanzen zwischen den Zellen (so das Inhalt dieser Organe nicht ins Blut und die umgebenden Gewebe sickert 

Desmosom

Druckknopf / Haftkontakt

verbessert Stabilität der Zelle, verhindern das sich Epidermiszellen unter Zug voneinander trennen und sich Herzmuskelzellen während der Kontraktion auseinander ziehen

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