Muskulatur


Svenja Schudel
Diese Lernkarten bieten eine grundlegende Einführung in die Anatomie, mit Fokus auf Muskeln, Knochen und deren Funktionen. Sie behandeln Themen wie Muskelkontraktionen, Sehnen, Nerven und spezifische Muskeln wie den Musculus biceps brachii oder den Musculus quadriceps femoris. Die Karteikarten sind ideal für Medizinstudenten und Gesundheitsfachleute, die ihr Verständnis der menschlichen Anatomie vertiefen möchten, insbesondere in Bezug auf die Struktur und Funktion von Muskeln und Knochen.
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Langue
Allemand
Catégorie
Médecine
Créé / Mis à jour
21.12.2013 / 08.09.2019

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Durch welche Aktivität kann ein Muskel innere und äussere Strukturen unseres Körpers bewegen?

  • Kontraktion (Zusammenziehen)
  • Relaxation (Erschlaffung)

Welches sind die gemeinsamen Grundeigenschaften der Muskelgewebe? (4)

  • kontraktil (sie können sich verkürzen)
  • dehnbar (sie lassen sich auseinander ziehen)
  • elastisch (sie kehren nach Dehnun oder Kontraktion in ihre Ursprungsform zurück)
  • erregbar (sie können auf Nervenreize reagieren)

Aussehen der QUERGESTREIFTEN MUSKULATUR? (6)

  • Querstreifung unter Mikroskop sichtbar
  • d.h. man erkennt hellere und dunklere Abschnitte
  • Muskelzellen sind sehr gross (im Vergleich zu anderen Zellen)
  • sie werden deshalb als Muskelfaser bezeichnet
  • Sie können bis 30 cm lang sein
  • enthalten viele Zellkerne die typischerweise randständig sind

Wo kommt die QUERGESTREIFTE MUSKULATUR vor?

  • gesamte Skelettmuskulatur

z.B. Arm- und Beinmuskulatur, Bauch- und Rückenmuskulatur, die Kaumuskeln, die Zunge, Zwerchfell

Eigenschaften der QUERGESTREIFTEN MUSKULATUR? (4)

  • wird willkürlich bewegt. d.h. wird bewusst über das zentrale Nervensystem gesteuert
  • kann sich rasch und kraftvoll zusammenziehen
  • relativ schnell ermüdbar
  • gewähnlich über Sehnen mit Knochen verbunden

Aussehen der GLATTEN MUSKULATUR?

  • keine Querstreifung unter Mikroskop sichtbar
  • spindlförmige Zellleibe mit einem einzelnen mittelständigen Kern

Wo kommt die GLATTE MUSKULATUR vor?

  • in den Wänden sämtlicher Hohlorgane des Körpers

z.B. Blutgefässe, Magen- Darmkanal, Harnblase, Gallenblase, Gebärmutter

Eigenschaften der GLATTEN MUSKULATUR? (6)

  • Kontraktion verläuft langsam und unwillkürlich
  • unermüdlich, rhythmisch, ausdauernde Leistung
  • auch in Ruhe sind glatte Muskelzellen immer etwas angespannt (Ruhetonus)
  • Kontrakiton wird autogen (von selbst), durch lokale Faktoren (Dehnungsreiz), durch Hormone (Wehenauslösung), oder durch das vegetative Nervensystem (Sypathikus und Parasympathikus) ausgelöst

Aussehen der HERZMUSKULATUR?

  • Sonderform
  • Querstreifung und einzelne mittelständige Zellkerne
  • Zellen sind durch Glanzstreifen miteinader verbunden und bilden ein Geflecht

Wo kommt die HERZMUSKULATUR vor?

nur Herzmuskulatur

Eigenschaften der HERZMUSKULATUR? (3)

  • arbeitet autonom (selbstbestimmt)
  • rhythmische, ausdauernde, schnelle, kraftvolle Kontraktion
  • ermüdet nicht

Skelettmuskulatur:

Aufbau des Skelettmuskels

  • kleinste Einheit: fadenförmige Sturktur = Myofibrillen = zur Kontraktion befähigt
  • mehrere Myofibrillen = Muskelfaser (Muskelzelle)
  • Zellmembran der Muskelfaser =  Sarkolemm (Nähe des Zellkerns)
  • einzelne Muskelfasern werden durch Perimysium (Bindegewebssepten) zu Muskelfaserbündel zusammengefass.
  • innerhalb dieser Muskelfaserbündel Nerven und Gefässe zu einzelnen Muskelfasern
  • Muskelfasern zusammen = Muskelbauch
  • aussen umhüllt = Muskelfaszie
  • am Ende der Faszie setzt sie als Sehne an Knochenoberflächen oder Knochenvorsprüngen an.
  • Bildet Verbindung zwischen Muskel und Knochen

Wie erfolgt die Befestigung eines Skelettmuskels?

  • an mindesten zwei Punkten
  • Ursprung (meist unbeweglichere Teil)
  • Ansatz (meist beweglicher Teil)
  • an Extremitäten meist proximale (rumpfnahe) Anheftung = Ursprung
  • distale (rumpfferne) Anheftung = Ansatz

Was geschieht bei der Muskelkontraktion mit den Myofibrillen?

Wichtige Bestandteile der Myofibrillen sind lange Ketten von zwei sich zum Teil überlappenden Strukturen, den Myofilamenten (Aktin- und Myosinfilamenten)

  • die dünneren Aktinfilamente gleiten zwischen die dickeren Myosinfilamente
  • somit verkürzt sich die Myofibrille in ihrer Länge
  • wenn sich nun tausende Myofibrillen vekürzen, kommt es zu einer sichtbaren Muskelkontraktion
  • dieser Vorgang benötigt Energie, die die Muskelzelle in Form von Adenosintriphosphat ATP zur Verfügung stellt

Von wo bekommt der Skelettmuskel den Reiz zu kontrahieren?

  • von einer motorischen Nervenzelle = Motoneuron
  • Nerv und Muskel stehen nur indirekt über eine Synapse (Schaltstelle) in Kontakt.
  • Diese Synapse wird als motorische Endplatte bezeichnet

 

Wie läuft die Reizleitung und Erregungsübertragung ab?

  • Befehl zur Kontraktion durch elektrischen Reiz = Aktionspotential, über Motoneuron Richtung Synapse geleitet
  • In der (Prä)Synapse befindet sich in kleinen Vesikeln gespeichert der Neurotransmitter Acetylcholin
  • Erreicht Aktionspotential die Synapse so wird Acetylcholin in den synaptischen Spalt ausgeschüttet
  • Acetylcholin bindet an den Rezeptoren des Sarkolemms (Muskelzellmembran), wodurch Durchlässigkeit von Natrium erhöht wird = Natriumeinstrom in die Muskelzelle
  • dadurch kommt es in der Muskelfaser zu einer Entleerung des Kalziumspeichers. Dadurch (Kalzium) wird die Muskelkontrakion der Myofibrillen ausgelöst

Woraus besteht die motorische Einheit?

  • motorische Nervenfaser
  • innervierte Gruppe von Muskelfasern
    d.h. ein Nerv versorgt mehrere Muskelfasern

Hauptaufgaben der Skelettmuskulatur (2)

  • führt aktive Bewegungen mit Hilfe der "Bewegungsmuskulatur" durch z.B. Rennen
  • dient der Fixierung der Körperteile in bestimmten Stellungen: statische Funktionen indem die "Haltemuskulatur" eingesetzt wird z.B. aufrechte Körperhaltung

Wobeil spielt die Muskulatur noch eine wichtige Rolle? (3)

  • Wärmeproduktion (wichtigste Wirkung), durch Stoffwechselprozesse in den Muskelzellen bei Muskelkontraktionen wird Energie in Form von Wärme freigesetzt
  • Wärmespeicher, durch gute Durchblutung des Muskels
  • Unterstützung des veönsen und lymphatischen Rückstroms, von Peripherie zum Herz, durch Kontraktion werden Gefässe abschnittweise zusammengepresst, sodass das Blut gegen die Schwerkraft in Richtung Herz gepumpt wird.

Gleichwirkende Muskeln?

Synergisten (Zusammenspieler)

Entgegengesetzt arbeitende Muskeln?

Antagonisten (Gegenspieler)

Beispiel für Zusammenspiel der Muskeln Unterarm

  • Beuger Musculus biceps brachii (ermöglichen Beugung des Unterarms), arbeiten an gleicher Bewegung = Synergisten
  • Strecker Musculus triceps brachii (ermöglicht Streckung des Unterarms) = Antagonist

Zwei Formen der Muskelkontraktion

  • Tetanische Kontraktion (Tetanus)
  • Muskeltonus

Was ist die tetanische Kontraktion (Tetanus)? (3)

  • wirken mehr als 20 Reize pro Sekunde auf den Muskel, so kann sich der Muskel zwischen den Einzelzuckungen nicht mehr entspannen
  • es kommt zu einer andauernden Kontraktion (Tetanus)
  • d.h. bei jeder von uns ausgeführten Bewegung handelt es sich um eine tetanische Kontraktion

Was ist der Muskeltonus?

  • normalerweise sind immer einige der Muskelfasern eines Muskels kontrahiert, während andere entspannt sind.
  • Am schwächsten ist der Muskeltonus im Schlaf

Was wird als Nebenprodukt bei Muskelarbeit produziert und was hat es für eine Funktion?

  • Milchsäure (Laktat) wird produziert
  • bei zu grosser Belastung steigt der Milchsäuregehalt im Muskel, Muskel wird übersäuert, schmerzhafte Blockierung
  • Milchsäure = Schutzfunktion für Muskel

Was ist die Energiequelle des Muskels?

  • ATP Adenosin-Tri-Phosphat

Wo liegen Sehnenscheiden und was haben sie für eine Funktion?

  • z.B. Hand, und Fussbereich, wo Sehnen über Knochen ziehen oder sich überkreuzen liegen Sehnen in einer Schutzhülle = Sehnenscheiden
  • Sind bindegewebige und innen glatte Führungskanäle, die ein wenig Flüssigkeit enthalten
  • Funktion: Sehnen werden vor Reibung geschützt, ernährt, richtig geführt

Was sind Schleimbeutel, wo kommen sie vor und welche Aufgaben haben sie?

  • dünnwandige, mit schleimiger Flüssigkeit gefüllte Bindegewebssäckchen
  • kommen vor in der Nähe von Gelenkshöhlen, wo Muskeln um oder über Knochen gleiten (z.B. Knie, Schulter, Ellbogen)
  • Funktion: Druckumverteilung, Reibungsverminderung an stark belastetetn Stellen

Bsp. für Flexoren

Beuger

Musculus biceps femoris und biceps brachii

(zweiköpfiger Oberschenkelmuskel, Oberarmmuskel)

Bsp. für Extensoren

Strecker

Musculus quadriceps femoris

(vierköpfiger Oberschenkelmuskel)

Bsp. für Abduktoren

Abspreizer

Musculus deltoideus

(Deltamuskel)

Bsp. für Adduktoren

Anzieher

Musculus pectoralis major

(grosser Brustmuskel)

Bsp. für Rotatoren

Dreher / Roller

Musculus glutaeus maximus

(grosser Gesässmuskel)

Bsp. für Sphinkter

Schliessmuskel

Musculus shincter ani externus

äusserer Afterschliessmuskel

Name

Funktion

  • Musculus sternocleidomastoideus
  • Kopfwender

 

  • Neigung des Kopf nach hinten
  • seitliche Neigung

  1. Name
  2. Funktion
  3. Besonderheit

  1. Musculus sternocleidomastoideus / Kopfwender
  2. seitliche Neigung / Neigung nach hinten
  3. Atemhilfsmuskel durch Heben des Thorax

  1. Name
  2. Funktion
  3. Besonderheit

  1. Musculus trapezius / Kapuzenmuskel
  2. Heben, Senken und Heranziehen der Scapula (Armheben) / Rotation des Kopfes zur Gegenseite
  3. keine Besonderheit

  1. Name
  2. Funktion
  3. Besonderheit

  1. Musculus pectoralis major / grosser Brustmuskel
  2. Adduktion, Innenrotation, Anteversion (Schultergelenk)
  3. Atemhilfsmuskulatur (Einatmung) bei abgestützten Armen

  1. Name
  2. Funktion
  3. Besonderheit

  1. Musculus deltoideus / Deltamuskel
  2. ermöglicht alle Bewegungen im Schultergelenk
  3. Region für i.m. Injektionen

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