Anatomie

Geschlechtsorgane

Geschlechtsorgane


S. R.
Diese Lernkarten bieten einen Überblick über die Anatomie der menschlichen Geschlechtsorgane und ihre Funktionen auf Berufslehrniveau. Sie behandeln sowohl die inneren als auch die äußeren Geschlechtsorgane von Mann und Frau, einschließlich Strukturen wie dem Ductus, Endometrium, und Schwellkörper. Die Karteikarten sind ideal für angehende Mediziner und Gesundheitsberufe, die sich mit der Anatomie und Physiologie der Fortpflanzungsorgane vertraut machen möchten.
Flashcards
17
Students
15
Language
German
Category
Medical
Created / Updated
03.06.2013 / 20.08.2021

Flashcards

Die Geschlechtsmerkmale: primär

- unmittlebar für die Fortpflanzung notwendig

- von Geburt an vorhanden:

  • Penis
  • Hoden/Nebenhoden
  • Samenwege
  • Eierstöcke
  • Eileiter
  • Gebärmutter
  • Scheide

Die Geschlechtsmerkmale: sekundär

- Entwickeln sich während der Pubertät:

  • tiefe Stimme, Bartwuchs
  • Brüste

Geschlechtsorgane des Mannes

- Innere Geschlechtsorgane:

  • Hoden (Testis)
  • Nebenhoden (Epididymis)
  • Samenleiter (Ductus deferens)
  • Prostata
  • Samenbläschen (Vesicula seminalis)
  • Cowper-Drüsen

- Aussere Geschlechtsorgane:

  • Penis
  • Hodensack (Skrotum)

Testes und Skrotum

- Testes (Sing. Testis):

  • wandern kurz vor Geburt von der Bauchhöhle durch den Leistenkanal in das Skrotum (Descensus testis)
  • Endokrine Aufgaben (Leydig-Zellen bilden Testosteron)
  • Fortpflanzungsaufgabe (Bildung von Spermien = Samenzellen)

- Skrotum (Hodensack)

  • durch Septum in zwei Räume aufgeteilt
  • entstanden an der Bauchwand
  • wichtig für konstante Temperatur (2-5 °C kühler, damit Spermien reifen können)

 

Männliche Sexualhormone

Testosteron:

  • wird von Leydig-Zellen (in den Hoden) gebildet durch Stimulation von LH (luteisierendes Hormon)
  • fördert Spermienbildung
  • führt zur Geschlechtsentwicklung (embryonal)
  • führt zur Ausbildung der sekundären Geschlechtsmerkmale (tiefe Stimme, Bartwuchs)
  • steigert Blutbildung und Eiweissaufbau

die ableitenden Samenwege

- dienen als Speicher und Ausführungsgänge für den Samen

- Epdidiymis (Nebenhoden):

  • befindet sich oben / an der Rückseite des Hodens
  • nimmt die Hodenkanälchen auf
  • speichert Spermien
  • aus dem Epididymis entsteht der Ductus epididymidis (Nebenhodengang)
  • Ductus epididymidis geht über in den Ductus deferens 

- Ductus deferens (Samenleiter):

  • zieht im Samenstrang duchr den Leistenkanal, zusammen mit Gefässen und Nerven
  • bildet mit Ductus excretorius (aus den Samenbläschen) den Ductus ejaculatiorius (D. excretorius + D. deferens = D. ejaculatorius)
  • Ductus ejaculatorius zieht durch die Prostata und mündet in die Urethra (Harnsamenröhre, eig. Harnröhre)

Geschlechtsdrüsen

1. Prostata:

  • liegt unterhalb der Harnblase, umschliesst die Harnröhre
  • produziert Sekret (ca. 1/4 der Samenflüssigkeit)

2. Vesicula seminalis / Glandula seminalis (Samenbläschen):

  • liegt seitlich unterhalb der Harnblase, über der Prostata
  • produziert Sekret (> 50 %  der Samenflüssigkeit)

3. Cowper-Drüsen

Äussere Geschlechtsorgane

Penis:

  • Gans penis (Eichel)
  • Penisschaft mit Schwellkörpern: Corpus cavernosum und Corpus spongiosum (rund um Urethra)
  • Peniswurzel
  • Erektion: Schwellkörper werden prall mit Blut gefüllt, gleichzeitig wird der venöse Rückstrom abgedrückt (Blut kann nicht in Körper zurück)

Geschlechtsorgane der Frau

- Innere Geschlechtsorgane:

  • Eierstöcke (Ovarien)
  • Eileiter (Tuben
  • Gebärmutter (Uterus)
  • Scheide (Vagina)

- Äussere Geschlechtsmerkmale:

  • grosse / kleine Schamlippen (Labien)
  • Klitoris
  • Scheidenvorhof (Vestibulum vaginae)

die Ovarien

  • befinden sich am seitlichen Rand des kleinen Beckens
  • Funktionen: Bildung von Östrogen und Progesteron, Reservoir für Eizellen, Reifung von Eizellen
  • Eizellreifung: pro Zyklus ca. 10-15 Primordialfollikel die zur Reifung kommen, Primordialfollikel -> Primärfollikel -> Sekundärfollikel -> Tertiärfollikel, Tertiärfollikel wächst am besten und kommt dann zur Ovulation (Eisprung) und wird so zum Graaf-Follikel

die Tubae uterinae (Tuben, Eileiter)

  • indirekte Verbindung zwischen Ovarien und Uterus
  • nur über die Fimbrien (Schleimhautfransen mit den Ovarien verbunden
  • nehmen die Eizellen nach dem Eisprung auf und transportieren sie zur Gebärmutter
  • im Normalfall Ort der Befruchtung

der Uterus

  • liegt zwischen Harnblase (vorne) und Rektum (hinten)
  • besteht aus: Corpus (Gebärmutterkörper, Isthmus (Gebärmutterenge), Cervix (Gebärmutterhals, Teil der in die Scheide ragt heisst Portio)
  • ausgekleidet durch das Endometrium (Uterusschleimhaut)
  • dicke Schicht aus glatter (unwillkürlicher) Muskulatur: Myometrium

weibliche Sexualhormone

- Östrogen:

  • fördert Ausprägung der Geschlechtsmerkmale
  • für Aufbau des Endometriums nach Menstruation zuständig
  • bewirken Eizellreifung im Eierstock
  • bewirken vermehrt den Einbau von Calcium in die Knochen
  • haben Einfluss auf die Stimmung / das Verhalten
  • bereiten die Brust auf Milchbildung / -abgabe vor

- Progesteron:

  • bereiten Endometrium auf Aufnahme einer befruchteten Eizelle vor
  • erhält die Schwangerschaft am Anfang
  • bereitet Brust auf Milchbildung vor

Menstruationszyklus

  • Dauer 28 Tage
  1. Menstruation: Abstossung Endometrium
  2. Proliferationsphase: Aufbau der neuen Schleimhautschicht, Eisprung ca. am 14. Zyklustag, im Eierstock bleibt Rest des Graaf-Follikels (Gelbkörper)
  3. Sekretionsphase: Wachstum der Drüsen im Endometrium, Sekretbildung -> optimaler Zustand für Einnistung
  4. Ischämiephase: falls keine Befruchtung stattfindet, Rückbildung Gelbkörper, Abnahme Durchblutung des Endometriums, dauert wenige Stunden, leitet Phase 1 ein

die Vagina

  • Bindegewebiger Muskelschlauch
  • Verbindung zwischen Uterus und äusseren Genitalien
  • enthält saures Sekret zum Schutz vor Keimen (Milchsäurebakterien bilden aus Glykogen Milchsäure)
  • Scheidenöffnung im Kindesalter durch sehr individuell ausgeprägte elastische Hautfalte (Hymen = Jungfernhäutchen) bedeckt

Äussere weibliche Genitale

  • Schamlippen: grosse und kleine
  • Scheidenvorhof: begrenzt durch kleine Schamlippen, mündet in Urethra
  • Klitoris: erektiler Schwellkörper, beinhaltet viele sensible Nerven
  • Vulva: besteht aus Schambehaarung, grosse/kleine Schamlippen, Klitoris, Scheidenvorhof, harnröhrenöffnung

die weibliche Brust (Mammae, sing. Mamma)

  • bildet sich unter Einfluss der weiblichen Sexualhormone vollständig aus
  • besteht aus Bindegewebe, Fettgewebe, Drüsengewebe
  • Drüsengewebe ist in Lappen gegliedert, druch Binde- / Fettgewebe getrennt
  • jeder Lappen mündet in Ausführungsgang an der Mamille (Brustwarze)
  • während Schwangerschaft Beginn der Laktation (Milchbildung)

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