Anatomie

Verdauungssystem

Verdauungssystem


T. V.
Diese Lernkarten bieten einen Überblick über die Anatomie und Funktionen des Verdauungssystems, insbesondere der Leber, des Pankreas und des Darms. Sie behandeln Themen wie die Produktion und Funktion von Pankreassaft, die Verdauung von Nahrung, die Rolle der Galle und die Struktur des Dickdarms. Ideal für Auszubildende in der Medizin, die ein fundiertes Verständnis der Verdauungsorgane und ihrer Prozesse benötigen.
Cartes-fiches
38
Utilisateurs
47
Langue
Allemand
Catégorie
Médecine/Pharmacie
Niveau
Apprentissage
Créé / Mis à jour
12.05.2016 / 24.12.2025

Cartes-fiches

(Gastrointetinaltrakt, Magen – Darm – Trakt)

  • Ist ein durchgehender Schlauch
  • Vom Mund zum After

Verdauungssystem – Funktionen

  • Nahrungsaufnahme
  • Zerkleinerung, Durchmischung, Transport der Nahrung
  • Chemische Spaltung ( Verdauung) der Nahrung
  • Aufnahme in Blut/Lymphe ( Resorption)
  • Ausscheidung unverdaulicher und schädlicher Stoffe
  • Produktion weitere für Stoffwechsel u.a nötiger Substanzen ( Leber, Pankreas)
  • Beteiligung an Immunabwehr ( Rachen, Magen, Darm, u.a)
  • Energiespeicher ( Leber)
  • Abbau von Fremd – und Schadstoffen ( Leber)

Die Wand des Verdauungstraktes

Ist überall gleich aufgebaut:

4 Schichten von innen nach aussen:

1. Schleimhaut (Mukosa)

Mit Drüsen, Zotten ( Ausstülpungen), Krypten ( Vertiefungen) und dünner Muskelschicht

2. Submukosa

Bindegewebe mit Nervengeflechte (Plexus submucosus)

3. Muskelschicht (Muskularis)

(bis auf oberen Teil der Speiseröhre) überall glatte Muskulatur

innen ringförmige, aussen längsverlaufende Faserschicht

mit Nervengeflecht ( Plexus myentericus)

4. Serosa

Bindegewebe, Verbindung zu Nachbarorganen

Bauchraum

 

Die meisten Organe des Magen – Darm – „Schlauches“ liegen im Bauchraum.

Er wird unterteilt in

  • Bauchhöhlen  (Peritoneal höhle)
  • Und den dahinterliegenden
  • Retroperitonealraum ( „Hinterbauchraum“)

Bauchhöhle

  • Die Bauchhöhle wird innen vom Bauchfell (Peritoneum) überzogen, einer dünnen Bindegewebsschicht.
  • Die Bauchhöhle ist damit aber nur an der vorderen Bauchwand glatt „ austapeziert“ ( wie die Gummiblase in einem Fussball), an der „Hinterwand“ hat das Bauchfell Aussackungen, die einige Bauchorgane bedecken oder gang einhüllen.

Bauchfell hat

  • Eine grosse Oberfläche ( 2 m2 genauso grosse wie die Haut)
  • Und sondert etwas Flüssigkeit ab (vermindert Reibung bei Bewegungen der Organe

Lage der Organe im Bauchraum

 

Ein Organ im Bauchraum kann also liegen

  • vollständig in der Bauchhöhle = intraperitoneal
  • es ist fast überall von Bauchfell überzogen ( z.B. Magen, grosser Teil des Dünndarms)
  • Hinter der Bauchhöhle = retroperitoneal
  • Es ist nur vorn vom Bauchfell überzogen ( z.B. Duodenum, Teil des Dickdarms)
  • Ohne Kontakt zur Bauchhöhle = extraperitoneal
  • Es berührt das Bauchfell nicht ( z.B. Mastdarm)

Mesenterium (Gekröse)

Manche Darmteile ( intraperitoneale)

  • Sind (wie ein Wurst) völlig ins Bauchfell „eingerollt“ und „hängen“ darin von der hinteren Bauchwand herunter
  • Diesen „Stiel“, an dem sie „hängen“, nennt  man
  • Mesenterium (Gekröse)
  • Durch ihn müssen natürlich
  • Die den Darm versorgenden Gefäss und Nerven hindurchziehen
  • Blutversorgung der Bauchorgane
  • Erfolgt aus der Aorta
  • Über drei grossen Arterien:

 

à Magen, Leber, Gallenblasen, z.T. Pankreas und Duodenum

à z.T. Pankreas und Duodenum, Dünndarm, Dickdarm ( oberer Teil)

à Dickdarm (untere Teil), Mastdarm (obere Teil)

Nicht aus der Aorta, sondern den Beckenarterien:

à Mastdarm (untere Teil)

Pfortader

  • Alle durch die 3 grossen Arterien versorgten
  • Bauchorgane geben ihr Blut über kleinere
  • Venen an die

 

  • Pfortader (Vea portae) ab, die es zur
  • Leber bringt.
  • In der Leber Aufzweigung in Kapillaren
  • Wieder Sammlung in Lebervenen
  • à untere Hohlvene
  • à rechtes Herz

Bauchdarm (Lymphabfluss)

  • vom Darm und den anderen Bauchorganen
  • über kleine Lymphgefässe
  • über Lymphknoten ( „Filter“)
  • in den Milchbrustgang
  • à ins Blut
  • à obere Hohlvene

à rechtes Herz

Mundhöhle

aufgaben: Aufnahme, Zerkleinerung und Vorverdauung der Nahrung

besteht aus Vorhof (=Raum zwischen Wangen, Lippen und Zähnen) und eigentlicher Mundhöhle

wird begrenzt:

  • oben: vom Gaumen
  • unten von der Zunge und Mundbodenmuskeln
  • seitlich u. vorn: von de Zähnen des Ober – und Unterkiefers
  • hinten: vom (Mund-) Rachen

ist ausgekleidet von Schleimhaut mit Schleimdrüsen (nicht Speicheldrüsen!)

Gaumen

  • trennt Nasen- und Mundhöhle
  • besteht aus hartem (Knochen) und weichem (Muskel) Teil

Funktion:

 

  • harter Gaumen dient als Widerlager der Zunge bei Nahrungszerkleinerung und  Artikulation mancher Laute
  • weicher Gaumen verschliesst den Rachen nach oben bei
  • Schlucken
  • Erbrechen
  • Sprechen ( Artikulation mancher Laute) (g, k, j, ch, ng )
  • Dazu wird der wiche Gaumen angehoben und gegen die Rachenhinterwand gedrückt

 

Die Zunge

  • besteht aus mehreren, dreidimensional verflochten Muskeln
  • kann sich als einziger Muskel selbst verlängern (seitliche und vertikale Muskel kontrahieren à Zunge verengt à verlängert
  • ist mit Schleimhaut überzogen
  • in der Schleimhaut liegen Papillen mit Tast- und Geschmacksknospen

Funktion

 

1. Muskel

  • Vermischen der Nahrung mit Speichel
  • Hilfe beim Zerkleinern der Nahrung
  • Reinigung der Mundhöhle
  • Transport der Nahrung in Richtung Rachen
  • Saugen
  • Artikulation (Lautbildung)

2. Sinnesorgan

  • Tasten (feinste Tastorgan)
  • Temperaturempfindung
  • Geschmacksempfindung (zusammen mit Riechorgan)
  • Immunabwehr (Zungenmandel)

Die Speicheldrüse

  • Es gibt die drei grossen (Ohr-, Unterzungen-, Unterkieferspeicheldrüse) und mehrere kleine Speicheldrüsen (in Lippen, Wangen, Zunge, Gaumen)
  • Alle münden in die Mundhöhle
  • Sie produzieren 0.5 – 1.5 Liter Speichel pro Tag
  • Vorverdauung
  • Gleiten von Nahrung

Speichel Zusammensetzung

  • Wasser (99%)
  • Schleim
  • Amylasen (chemische Spaltung)
  • Hydrogenkarbonat
  • Immunglobuline
  • Lysozym
  • Mineralstoffe

Zähne

  • Der kindliche Kiefer ist zu klein für alle bleibende Zähne, daher à
  • Milchgebiss 20 Zähne: 2 Schneide - ,1 Eck-, 2 Mahlzähne je Kieferseite
  • Bleibendes Gebiss 32 Zähne; 2 Schneide-, 1 Eck-, 2 Backen-, 3 Mahlzähne
  • Erster Milchzahn mit ca. 6 Monaten,
  • Erster bleibender mit ca. 6 Jahren

 

Funktion

  • Festhalten (Eckzähne), Abbeissen (Schneidezähne), Zermahlen der Nahrung
  • Angriffs- und Verteidigungswaffe
  • Artikulationshilfe

Rachen (Pharynx)

  • Ist ein ca. 15 cm langer Muskelmantel, der in drei Abschnitte gegliedert wird (Nasen-, Mund-, Kehlkopfrachen)
  • Ist nach vorn offen zu Nase- und Mundhöhle und
  • Nach „unten“ (distal) offen
  • Zur Luftröhre liegt vorne(über den Kehlkopfeingang) und
  • Zur Speiseröhre, lieg hinten in die er übergeht
  • Die Rachenwand besteht von innen nach aussen aus Schleimhaut, Muskel und Bindegewebe

Im Rachen

  • Kreuzen sich Nahrungs- und Atemweg (bei „Fehlleitung“ à Luftschlucken bzw. Aspiration)
  • Liegen die Mandel dient zu Immunabwehr (Tonsillen)(1 rachen-, 2 Gaumen-, 1 Zungenmandel)
  • Liegt die Verbindung zum Mittelohr ( Eustachische Röhre)

Schluckenvorgang

  • Bis (durch Zungendruck oder Schwerkraft) die Nahrung den weichen Gaumen und die Schlundenge berührt à Auslösung des Schluckreflexes

Phase unwillkürlich = Schluckreflex

 

  • (gesteuert durch Schluckzentrum i verlängerten Rückenmark)
  • Verschluss der Luftwege
  • Nach oben: weicher Gaumen à an Rachenhinterwand
  • Nach unten: Kehlkopf hochziehen à Kehldeckel verschliesst Luftröhre
  • Ring- und Längskonraktion der Rachenmuskulatur
  • Erschlaffen = Öffnen des oberen Ösophagussphinkter ( die Speise röhre ist kein „offenes Rohr“!)
  • Ring- und Längskontraktion d. Ösophagusmuskeln
  • Erschaffen = Öffnen des unteren Ösophagussphinkters (à Mageneingängen)
  • Täglich schluckt man ca. 1000 – 3000 mal

Speiseröhre

  • Ist ein dünner Muskelschlauch
  • Verbindet Rachen und Magen
  • Tritt durch das Zwerchfell und damit in die Bauchhöhle
  • Transportiert die Nahrung durch abwechselnde Kontraktion der Ring- und Längsmuskel („wellenförmig“) Peristaltik)

Magen

  • Liegt  in der Bauchhöhle unter der linken Zwerchfellkuppel ( à z.T. hinter dem linken Rippenbogen)
  • Wird unterteilt in
  • Mageneingang (Kardia)
  • Magenkuppel oder –Grund (Fundus)
  • Körper (Corpus)
  • Antrum
  • Pförtner (Pylorus)
  • Die Magenwand besteht von aussen nach innen aus
  • Bindegewebe
  • 3 Muskelschichten (Ring, Längs und Schrägschicht)
  • der faltigen Magenschleimhaut (mit 4 Arten Drüsen)

 

Magen – Drüsenzelllen

  • Drüsen im Oberflächenepithel (à zäher  Schleim = Schutz vor Magensäure)
  • Drüsen in Drüsenschläuchen
  • Nebenzellen à Schleim
  • Hauptzellen
  • Belegzellen
  • Hormonproduzierende Zellen

Magensaft

Verdauung: chemische Spaltung

 

Produktion bis 3l/d ( nüchtern nur 20 – 50ml Mageninhalt)

 

Bestandteile:

  • Salzsäure (à Desinfektion der Nahrung, Denaturierung der Eiweisse, Aktivierung des Pepsinogens)
  • Pepsin (à Eiweisspaltung)
  • Lipasen (wenig, à Fettspaltung)
  • Schleim
  • Intrinsic factor (à Vitamin B12 – Träger)

Funktion

Speichern der Nahrung

  • So sind wenige, grosse Mahlzeiten möglich
  • Weitergabe an den Darm in kleinen Portionen (Pförtner als „Einspritzpumpe)

Desinfektion der Nahrung

  • Nur bei sehr grossen Bakterienmengen überleben einige
  • Darm (Infektion), Gallenblase usw.

Verdauen

  • Durchmischen und Zerkleinern auf <1mm (durch Peristaltik, 1-4 cm/s „gerührt und nicht geschüttelt“
  • Denaturieren und Andauen der Eiweisse

Verweildauer der Nahrung

 

  • Flüssigkeiten (entlang „magenstrasse“) 10 -20min.
  • Feste Nahrung
  • Kohlenhydrate 1 - 2 h
  • Eiweisse 2 - 3 h
  • Fette bis 5 h
  • Magenentleerung wird gebremst, wenn im abgegebenen Speisebrei (im Duodenum)
  • pH niedrig
  • Eiweisse, Fett wird gebremst
  • Unverdauliches (Knochen, Fasern, Fremdkörper)
  • Wird erst während regelmässiger (alle 2 h) interdigestiver  Phasen weitergegeben, durch spezielle Peristaltische Wellen

Dünndarm – Abschnitte

Nach dem Magenausgang (Pförtner) folgen

Zwölffingerdarm (Duodenum)

  • 25 cm lang
  • hier münden
  • der Ausführungsgang des Pankreas
  • der Gallengang

 

Leerdarm (Jejunum)

  • Ca. 3 m lang
  • Endet in enger Ringmuskel- „Klappe“, die den Rückfluss aus dem Dickdarm verhindert

 

3. Krummdarm

Aufbau

  • Wand = 4 Schichten – Bau des ganzen Darmtraktes
  • Schleimhaut hat grosse Oberfläche (200 m2 = Tennisplatz)
  • Falten
  • Zotten
  • Krypten (Vertiefung)
  • Mikrovilli (Fortsetzte)

Funktion

  • Endgültige Verdauung der Nahrung:
  • Sekretion von Verdauungssäfte (Dünndarmsekret)
  • Chemische Zerkleinerung des Nahrungsbreies in resprtionsfähige kleine Moleküle
  • Aufnahme dieser Moleküle durch die Darmschleimhaut
  • „Weitergabe“ an Blut und Lymphe
  • Rückresoption aller Verdauungssäfte (Speichel, Magensaft, Pankreassaft, Galle, Dünndarmsaft zusammen 8l/d
  • (à Darmschleimhautzellen werden alle 4 – 5 Tage erneuert!)
  • Weiterbeförderung des Nahrungsbreies à Dickdarm

Darmbewegungen

Nahrungsbrei muss durchmischt und vorwärtsbewegt werden. Ist unwillkürlich

Bewegungen während/kurz nach einer Mahlzeit:

 

Zotten sind beweglich

  • Dank eigener Muskelschicht à besserer Kontakt zum Nahrungsbrei

Mischen

  • Abwechselnde Kontraktion der Ring- und Längsmuskeln
  • à Brei wird vor- und zurückbewegt („Pendeln“) und getrennt („segmentiert“)

peristaltische Wellen

  • koordiniert Ring- und Längskonraktion über den ganzen Darmabschnitt „laufend“
  • à Brei wird Richtung After bewegt

 

Darmbewegung - Steuerung

1. gesteuert durch enteritisches autonomes Nervensystem in der Darmwand

  • enthält fast so viele Nervenzellen wie das Rückenmark
  • steuert auch die Sekretion von Verdauungssaften und die Koordination mit den Darmbewegungen

2.  beeinflusst von zentral durch Sympathikus und Parasympathikus

  • Parasympat. ( à fördert Darmbewegung)
  • Sympathikus ( à hemmt und  Sekretion)
  • Beachte: für Schliessmuskeln entgegengesetzte Wirkung!

Verdauung

Kohlenhydrate ( z.B: in Brot, Reis, Kartoffeln, Nudeln)

  • Vielfachzucker (Polysaccharide) à Einfachzucker (v.a. Glukose)
  • Durch Ptyalin (im Speichel), Amylase (im Pankreassaft) Maltasen ( im Dünndarmsaft)

Eiweisse (z.B. in Fleisch, Fisch, Hülsenfrüchten, Eiern)

  • Polypetide à Aminosäuren
  • Durch Salzsäure, Pepsin (im Magensaft), Trypsin (Pankreassaft), Peptidasen (Dünndarmsaft)

Fett (z.B. Wurst, Butter, Milch, Eiern)

  • Neutralfett ( Triglyzeride), Cholesterinester à Glyzerin, Fettsäuren, Cholesterin
  • Durch Lipasen (im Magensaft, aber v.a. im Pankreassaft und Galle

Vitamine

  • Wasserlösliche direkt resorbiert (aber Vit. B12 braucht intistic factor aus Magen)
  • Fettlösliche (ADEK) wie Fette

Dickdarm

  • Ca. 1m lang, 7 cm Durchmesser
  • Längsmuskulatur verläuft in drei Bänder  (Taenien)
  • Ringsmuskulatur bildet Einschnürungen à zwischen ihnen entstehen Ausbuchtungen (Haustren)

Abschnitte

Blinddarm (Caecum) mit Wurmfortsatz (Apendix)

Grimmdarm (Colon)

  • Aufsteigender Teil
  • Querteil
  • Absteigender teil
  • S – förmiger Teil (Sigma)

Mastdarm (Rectum)

 

Funktion

  • Rückresorption von Wasser und Salzen à Stuhl eingedickt
  • Peristaltik langsam à Verweildauer des Kotes ca. 10 – 18 h
  • Kot wird gleitfähig durch Schleim aus Schleimdrüsen (in Krypten (im Dickdarm keine Zotten))
  • Spaltung unverdaulicher Stoffe durch Bakterien (meist anaerobe), aber keine Resorption
  • Bakterienbesiedelung ab Geburt stimuliert die Entwicklung des Immunsystems
  • Sammlung und Entleerung des Kotes erfolgt im Rektum (Defäkation)

Stuhlentleerung ( Defäkation)

  • Füllung des oberen Rektumsà Dehnungs-/ Druckrezeptoren „melden“ à Stuhldrang
  • Innere Afterschliessmuskel erschlafft à Stuhl wird nur noch vom (willkürlichen) äusseren Schliessmuskel (und Beckenbodenmuskel) gehalten
  • Falls keine willkürliche Defäkation erfolgt à innerer Schliessmuskel kontrahiert nach ca. 30s wieder à Anpassung an erhöhte Füllung (bis max. 2l )
  • Ansonsten willkürlich Erschlaffung des äusserer Schliessmuskel
  • Evtl. zusätzliche Pressen (Kontraktion der Bauchmuskel à intraaabdomineller Druck)
  • Über parasympathische Nerven zum Mastdarm) à Erschlaffung beider Schliessmuskel und Kontraktion der Längsmuskel von Colon, Sigma  und Rektum –A Ausstoss der Kot

Die Leber

  • Liegt in der Bauchhöhle unter der rechten Zwerchfellkuppel und reicht bis in den linken Oberbauch
  • Ist bei tiefer Einatmung tastbar
  • Wiegt ca. 1.5 kg
  • Ist von einer dünnen Kapsel aus Bindegewebe umgeben, die Schmerzrezeptoren enthält
  • Wird „doppelt“ mit Blut versorgt:
  • Sauerstoffreiches Blut aus der Aorta (über Leberarterien)
  • Sauerstoffarmes, aber nährstoffreiches Blut aus der Pfortader

Funktion

 

  • Stoffwechsel (Umwandlung/Speicherung von Kohlenhydrate, Eiweissen, Fetten ß aus Pfortader
  • „Entgiftung“ (=aussscheidungsfähig machen) körpereigener und fremder (Medikamente!) Stoffe à Blut, Galle
  • Produktion der Galle ( à Fettverdauung; Ausscheidung )
  • Produktion wichtiger Protein (Albumin, Gerinnungsfaktoren)
  • Immunabwehr (Lebereigene Makrophagan)
  • Beachte die hohe Regenerationsfähigkeit (bis 2/3 der Leber)
  • Stoffwechsel
  • Kohlenhydrate, Eiweisse, Cholesterin und Fette werden im Leber auf und abgebaut.

 

Die Galle (Flüssigkeit)

 

  • Wird in der Leber gebildet ca. 0.5l/d
  • Besteht aus Wasser, Bilirubin, Gallensäure, Cholesterin und andere fettlösliche Ausscheidungsprodukten
  • Wird über den Gallengang peristaltisch zum Duodenum transportiert
  • Falls der Schliessmuskel (Sphinkter) an der Mündungsstelle (Papille) geschlossen ist à Rückstau und Füllung der Gallenblase (=Reservoir)
  • Gallenblasse liegt an der Leberunterseite, ist Birnenförmig und fast max. 100ml Galle
  • Durch die Gallenblasenwand wird Wasser entzogen à Galle auf ein Zehntel eingedickt à Fassungsvermögen

Bauchspeicheldrüse (Pankreas)

  • Ca. 20 cm lang; in Kopf, Körper und Schwanz unterteilt
  • Liegt quer im Oberbauch, Kopf vom „Duodenum-C“ umschlossen, hinter dem Bauchfell
  • Besteht aus:
  • Exokrinem Teil (Drüssenläppchen), der Verdauungsenzyme produziert und über den Pankreasgang ins Duodenum ausscheidet (Pankreassaft)
  • Endokrinem Teil (ca. ½ Million kleiner Zellinseln), der mehrere Hormone bildet und sie ins Blut abgibt

Exokrines Pankreas

  • Ca. 1.5l/d gebildet
  • Enthält:
  • Bikarbonat à Neutralisation des Magensaftes
  • Amylasen, Trypsin, Lipasen à Verdauung von Kohlenhydrate, fette und Eiweisse: Trypsin wird erst im Dünndarm aktiviert

Endokrines Pankreas

  • Insulin
  • Glukagon
  • Beide haben wichtige Funktionen v.a. im Kohlenhydratstoffwechsel

 

Étudier