Blut


J. S.
Diese Lernkarten bieten einen grundlegenden Einblick in die menschliche Anatomie, insbesondere in das lymphatische System, Blutbildung und Blutgruppen. Sie behandeln Themen wie Lymphknoten, Milz, Thymus, Leukozyten, Blutplasma und die Funktionen von Organen wie Leber und Niere. Diese Lernkarten eignen sich besonders für Grundschüler, die die Grundlagen der Anatomie und Physiologie verstehen möchten, um ein besseres Verständnis für den Aufbau und die Funktionen des menschlichen Körpers zu erlangen.
Karten
9
Lernende
4
Sprache
Deutsch
Kategorie
Biologie
Stufe
Grundschule
Erstellt / Aktualisiert
16.11.2014 / 25.12.2017

Lernkarten

1. Aufgaben und Zusammensetzung dees Bluts

 

Lehre von Blut und blutbildenden Organen und Blutkrankheiten --> Hämatologie

-flüssiges Gewebe

- Blutplasma ist Intrazellularsubstant

- Blutzelle: rote Blutkö. (Erythrozyten), weisse Blutkö. (Leukozyten), Bluttplättchen (Thrombozyten)

 

Aufgaben:  aufgrund weitverzweigten Gefässsystems und Durchlässigkeit der Gefässwände mit sämtlichen Geweben des Organismus in Verbindung.

- Transportfunktion: transp. Nährstoffe, Atemgase, Stoffwechselprodukte und Hormone

- Wärmeregulation: transp. die im Stoffwechsel erzeugte Wärme und hält konstante Temp.

- Abwehrfunktion: Bakt., Viren, Pilze etc. von Lc und von ihnen produzierten Antikörpern unschädlich gemacht.

- Reperaturfunktion: bei Verletzungen des Gefässsystems, dichten Tc defekte Stellen mithilfe spez. Proteinne, den Gerinnungsfktoren ab.

 

Zusammensetzung: gesamtmenge: 5-6l // zirkulierende Menge: 3.5-4l // Rest in Leber und Milz

besteht aus etwa - 42 Vol.-% festen Anteilen (Hämatokrit) // 58 Vol.-% flüssigen Anteilen (Blutplasma)

 

2. Blutplasma

plasma und intrazelluläre Flüssigkeit gleiche Zusammensetzung. Eiweisskö. sind im Plasma höher konzentriert und bei Transp.vorgängen, Abwehrmechanismen & Blutgerinnung wesentlich beteiligt.

Blutplasma; 90% Wasser, Plasmaproteine 8%, andere Stoffe 2%

Plasmabestandteile im Einzelnen: 

Albumine: aus Aminosäuren zsm.gesetzte Eiweisskö. - Transp. und Aufrechterhaltung des kolloidosmotischen Drucks

Globuline: zsm.gesetzte Eiweisskö. mit Kohlenhydrat- od. Fettanteil. 4 Fraktionen a1, a2, B & y-Globuline; durch Elektrophorese aufspaltbar.  Abwehrfunktion (Immunglobuline)

Fribrinogene: Blutgerinnung. gelöste Fibrinogen in feste Fibrin umgewandelt --> feste Blutgerinnsel -> Wundverschluss. !! - Blutplasma ohne Fibrinogen = Blutserum

Elektolyte: Substanzen die in wässeriger Lösung in elekt. geladene Teilchen zerfallen. Na+, K+, Ca2+, Mg2+, Cl-, SO42-,Phosphat und Bikarbonat. Haben Einfluss auf Wasserhaushalt und Säure-Basen-Gleichgewicht & in zahlreichen Lebensvorgängen in der Zelle beteiligt.

Nährstoffe: Kohlenhydrate, Fette und fettähnliche Stoffe

Stoffwechselendprodukte: Restprodukte des Stoffwechsels zur Ausscheidung durch Niere.

Hormone: an Transporteiweisse gebunden

3. Blutbildung (Hämatopoese)

alle Blutzellen aus undifferenzierten Stammzellen des roten Knochenmarks (Urstammszellen od. pluripotente Zellen). rotes K.mark bei Erw. in flachen Knochen (Sternum), Schädelknochen und Enden der langen Röhrennknochen.

Urstammszellen spez. sich zu Stammzellen; Ec (Proerythroblasten)  und Lc (Myeloblasten, Monoblasten, Lymphoblasten) sowie Thrombozyten.

4. Erythrozyten

95% aller Zellen im Blut. Mithilfe roten Blutfarbstoffs (Hämoglobin) binden und transp. Sauerstoff und teilweise Kohlendioxid. Bei Männern Zahl ca. 5Mio/mm3

beidseitig eingedellte Scheiben, keinen Zellkern ( nicht teilungsfähig), Zellmembran ist semipermeabel dh. fr. H2O durchlässig, fr. Kationen & grosse Moleküle schwer durchlässig.

Hämoglobin: ein Eiweiss. Enthält Eisen. Bindet Sauerstoff, der in Ec transp. wird. Bei Eisenmangel ist Hämoglobin gehalt in Ec vermindert, häufige Ursache von Anämie. // bei Männer ca. 15g/100ml, bei Frauen ca. 13g/100ml Hämoglobin gelöst im Blut.

Lebenszyklus der Ec: leben ca. 120d. Ecpoese muss ständig stimuliert werden, sonst Mangel. Erythropoetin, Hormon, das in Niere gebildet wird, stimuliert direkt an das rote Knochenmark. Bei Sauerstoffmangel vermehrte Produktion von Erythropoetin (bei Sportler auch od. Krankheiten). Polyglobulie = zuviele Ec; dadurch Blut dickflüssig und neigt verstärkt zur Gerinnung.

- Milz fängt alte, funktionslose Ec aus Blut und zerlegt sie

- Auch in Leber und Knochenmark können alte Ec entsorgt werden

- freigesetzte Hämoglobin wird in Häm und Globin gespalten // aus Häm wird Eisenmolekül abgespalten

Transferrin und Ferritin, 2 Transp.moleküle, nehmen Eisenmolekül auf, damit nicht durch Niere ausgeschieden werden kann. // Das Häm wird weiter in Leber zu Bilirubin und Urobilinogen abgebaut, anschliessend über Gallenwege zu z.T über Niere ausgeschieden.

Ikterus; Gallen-, Bilirubinausscheidung gestört. Steigt im Blut Bilirubin an --> gelbliche Färbung der Haut und Schleimhaut

Das rote Blutbild: Hämatokrit - Volumenanteil der Blutkö. Frauen: 37-47%, Männer: 40-54%

MCV = mittleres korpuskuläres Volumen; welches Volumen in Femtoliter der durchschnittliche Ec besitzt // norm 82-96fl

MCH = mittlere korpuskuläre Hb-Menge; wie viel Picogramm Hb durchschnittlich in einem Ec vorhanden sind // norm 27-32 pg

MCHC= mittlere korpuskuläre Hb-Konzentration; durchschnittliche Hb-Konzentration in den Ec. Genauste Ec-Index. zur berechnung Hk od Hb. // norm 32-36g Hb/dl Ec

 

5. Blutgruppen

50 Systeme / 2 wichtigste --> AB0-System und Rh-System

AB0-System: Ec tragen an Membran oberflächliche, individuelle Merkmale (Antigene) und lassen sich in best. Blutgruppen ordnen. Antigen A -> A, Antigen B -> B, Antigen AB -> AB, kein Antigen -> 0

Von Kinder an in Blutserum natürliche Antikörper gegen Ec, die fremde Oberflächenstrukturen aufweisen. Gegen eigene Ec bildet Kö keine Antikörper. // Wenn Ec einer best. Blutgruppe mit Antikö zsm.gebracht werden, erfolgt Antigen-Antikörper-Reaktion --> lebensbedrohlichen allergischen Zwischenfall. Ec verklumpen und später lösen sich auf.

RH-System: keine natürliche Antikörper, nur wenn Menschen zuvor Blut einer anderen BG übertragen worden ist (erworbene Antikö). Das wichtigste BG-System ist Rhesus- od. Rh-System. 

85% aller Menschen besitzen auf Oberfläche ihrer Ec chemische Struktur --> Rh-Faktor, kann als Antigen wirksam werden. Träger von Rh-Faktor ist Rh+, sonst rh- // werden Rh+ auf rh- übertragen, bilden Empfänger Anti-Rh-Antikörper.

Rhesuskinder; Kind immer + // wenn Mutter 1. Schwang. macht nicht schlimm, bei 2. Anti-Rh+ lösen im Kind Agglutination der Ec.

 

5. Blutgruppen ll

Vererbung der Blutgruppen: bei Vererbung dominant-rezessiven Erbgang: A und B gegenüber 0 dominant. // Kodominanz: A und B gleichsam dominant --> AB

AA od A0 -> A, BB od B0 -> B, AB -> AB, 00 -> 0 // bei AB - 00 --> A od B // Vaterschaftsnachweis

Vererbung Rhesus-Faktor: Rh+ dominant gegenüber rh-

6. Leukozyten

Allg. Merkmale: 

  • alle Lc können aus Blutbahn in Gewebe auswandern
  • Erfüllen dort wichtige Aufgaben der Immunabwehr
  • Neutrophile Granulozyten & Monozyten sind zur Phagozytose befähigt
  • aus dem Gefäss auswandernden Lc werden in Gewebe abgebaut, die übrigen im MMS (Monozyten...)
  • Lebensdauer wenige Tage, ausser langlebigen B-Lymphozyten
  • Lc-Zahl: 4000-9000/ml - Leukopenie: zu wenig - Leukozytose: zu viele

Granulozyten: besitzten Kern und im weissen Zytoplasma anfärbbare Körnchen // 50-70% der Lc

Differenzierung - Eosinophile, Basophile, Neutrophile, Lymphozyten, Monozyten

Eosinophile Granulozyten: Granula rot, ca. 3% aller Granulozyten, Zunahme bei allergischen Reaktionen & Wundinfektionen

Basophile Granulozyten: blau.-schwarz, 2%, Erhöhte Zahl bei chron. Erkrankungen, verlassen Blutbahn und siedeln sich im interstitiellen Raum als Mastzellen -> Blutmastzellen // Reaktion vom Soforttyp

Neutrophile Granulozyten: bräunlich-violett, sind nur 6-8h im Blut wandern dann in Gewebe, im Gewebe fressen im Rahmen unspezifischer Abwehr Fremdkö und Bakt., jüngere sind Stabkernige und ältere sind Segmentkernig, Linksverschiebung; von li nach re aufgezeichnez, jung li alt re - einen überschuss an jüngeren Granulozyten // neutrophile Gran. sind erhöht bei bakt. Infekt., sind erniedrigt beni Sepsis

Monozyten: 2-10% der Lc, grösste Zellen im Blut, grossen hufeisenförmig gebuchteten od. gelappten Kern, nur 1-2 Tage im Blut dann in verschiedene Organe -> ortsständige Makrophagen umwandeln, Aufgabe ist Phagozytose von Mikroorganismen, sind erhöht bei chron. Infekt. oder Tumoren.

Lymphozyten: 20-45% der Lc, 4% im Blut, 70% in lymphatischen Organen, 10% im Knochenmark und Rest in andere Organe, erfüllen vielfältige Funktionen innerhalb Immunsystems (keine Phagozyten!). erhöhte Lymphozytenzah bei Keuchhusten, Tuberkulose, Röteln, nach Ort B-Lymphozyten (im Knochenmark)  und T-Lymphozyten (im Thymus), unter Mikroskop nicht unterscheiden

7. Lymphatisches System

Aufbau: aus Stammzellen des Knochenmarks Lymphozyten geformt, vermehrt, geprägt und gespeichert, über Blutgefässe und Lymphgefässe können Lymphozyten zirkulieren & Infos im Körper verbreiten.

zum lymphatischen System gehören: Lymphgefässe, Milz, Thymus, lymphatischer Rachenring, Dünndarm, Axilläre Lymphknoten, Wurmfortsatz, Inguinale Lymphknoten - alle lymphatischen Organe aus retikulärem Bindegewebe

Aufgaben: 

  • Phagozytose
  • vermehrung von Lymphozyten
  • Vernichtung von Bakt.
  • Bildungsstätte von Immunglobulinen (durch Plasmazellen)
  • Transp. von Nahrungsfetten
  • Drainage von interstitieller Flüssigkeit ins venöse System

Lymphe: im Kapillarsystem gebildet, Lymphkapillaren übernehmen ca. 10% der ins Interstitium arbeitenden Flüssigkeit  und leiten über grosse Lymphgefässe zurück ins venöse System.

Lymphfollikel der Schleimhäute: Knötchen aus lymphatischem Gewebe, liegen in Schleimhaut des Magen-Darm-Kanals + Atemwege, Wurmfortsatz -> lymphatisches Organ

7. Lymphatisches System ll

Tonsillen: untersch.

  • Rachentonsillen: unpaarig am Dach des Nasenrachennraums
  • Tubentonsillen: paarig an Seitenwänden des Nasenrachenraums
  • Gaumentonsillen: paarig beidseits zwischen vorderen und hinteren Gaumenbogen
  • Zungentonsille: aus zahlreichen Lymphfollikeln am Zungengrund

Lymphknoten: aus lymphatischem Gewebe mit bindegewebiger Kapsel, in Lymphbahnen zahlreiche Lymphknoten eingeschaltet, die sich an versch. Köregionen gruppieren udn als regionale Lymphknotenstation bezeichnet werden.

Aufgaben; aktivierung der B-Lymphozyten, reinigung des Lymphe durch Makrophagen // Lymphom: Lymphknotenschwellung , Ursache Entzündungen od. malige Tumoren

Milz: im linken Oberbauch, unterhalb Zwerchfell und von Bauchfell überzogen, grösse einer Hohlhand und Form Kaffeebohne, Gewicht 150g, ähnlichen Aufbau wie Lymphknoten ist jedoch in Blutkreislauf eingeschaltet

Aufgaben; Abbau überalterter Blutzellen, Speicherum Thrombozyten, Reinigung Blut durch Abbau von kleinen Blutgerinnseln, Bakt. und Antigenen

Splenomegalie: Milzvergrösserung im Rahmen von Blut uns Lympherkrankungen, akuten Infek.krankheiten, rheumatischen Erkrank. od Leberfunktionsstörungen // operative entfernung ohne ernsthafte Auswirkung, da Funktion von Leber, Lymphknmoten und Knochenmark übernommen wird.

Thymus: aus zwei miteinander verwachsenen Lappen und direkt hinter Brustbein, wiegt ca. 40g, im frühen Kindesalter am grössten und antrophiert im Erw.alter zu Fettkörper, Prägung von T-Lymphozyten stat, Funktionsverlust im Wachstumsalter führt zu schweren immunologischen Störungen.

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