Diabetes Mellitus


Isa S_
Diese Karteikarten bieten einen Überblick über die Diagnose, Therapie und Komplikationen von Diabetes mellitus, insbesondere Typ 2, und richten sich an Berufslehrlinge in der Biologie. Sie behandeln die Pathogenese, Symptome und präventiven Maßnahmen, sowie Spätkomplikationen wie Neuropathie, Makro- und Mikroangiopathie, und deren Auswirkungen auf das Gefäßsystem. Die Karteikarten sind besonders nützlich für angehende Mediziner und Pflegekräfte, die ein fundiertes Verständnis der Krankheit und ihrer Behandlung benötigen.
Flashcards
14
Students
56
Language
German
Category
Biology
Created / Updated
31.12.2015 / 14.10.2025

Flashcards

1. Was charakterisiert den Diabetes Mellitus? (Definition)

 

Chronische Stoffwechselstörung mit erhöhtem Blutzucker Konzentration im Blut, infolge Insulinmangels.

Insulin --> Hormon in der Bauchspeicheldrüse

2. Welche beiden Grundformen werden unterschieden?

Pathogenese:

Typ1: absoluter Insulinmangel, auftreten oft im Kindes- und Jugendalter

Pathogenese:

Entwickelt sich relativ schnell

 

Typ2: gestörte Insulinausschüttung meist in Kombination mit Insulinresistenz und gestörter Glukoseverwertung in den Zellen. (oft bei Adipositas, selten bei Normalgewichtigen)

Pathogenese:

Entwickelt sich schleichend über Jahre als Teufelskreis

Durch Überernährung und Bewegungsmangel kommt es zur verminderten Aufnahme von Glukose in die Zellen, da diese resistent gegen Insulin werden.

-->Glukose steigt àvermehrter Ausschüttung von Insulin à Hungergefühl

Essen führt zu weiterer Gewichtszunahme

-->Teufelskreis läuft bis Pankreas nicht mehr Insulin bilden kann und Produktion einstellt.

Zerstörung der B-Zellen der Langerhansschen Insel in der Pankreas durch Autoimmunprozesse

Welche Personen betreffen sie hauptsächlich? Kennen Sie noch drei weitere Störungen, bzw. Erkrankungen,

die zu einem Diabetes mellitus führen?

  • Übergewichtige Menschen

  • Bewegungsmangel

  • Schwangerschaftsdiabetes (3%)

  • Durch chronische Entzündungen (Pankreas C)

  • Hormonelle Erkrankungen (Hyperthyreose)

  • Medikamentös induziert (Cortison, Schilddrüsenhormone)

  • Genetische Syndrome (Down-, Klinefelter-, Turner-Syndrom)

3. Welche sechs Symptome können auf einen noch nicht diagnostizierten Diabetes mellitus 

hinweisen?

  • Müdigkeit und Leistungsschwäche

  • Kopfschmerzen

  • Heisshunger (durch Hyperinsulinämie bei Typ2)

  • Polyurie (vermehrtes Wasserlassen) und Polydipsie (vermehrter Durst)

  • Juckreiz

  • Ungewollter Gewichtsverlust

  • Gehäufte Harnwegs-, Haut- und Wundinfektionen (Zucker ist ein guter Nährboden für Bakterien und Pilze)

4. Wie wird der Diabetes diagnostiziert?

Bei Vorsorge:

 

Bei Verdacht:

Bei Vorsorge:

  • Nachweis von Glukose im Urin

Bei Verdacht:

  • Bestimmung des Nüchternblutzuckers (BZ) normal <110mg/dl, Diabetes >126mg/dl

  • Orale Glukose Toleranztest OGTT BZ nach 2 Std. normal <140mg/dl, Diabetes >200mg/dl

  • Ggf. Ketonkörper im Urin oder Autantikörper im Blut bei V.a. Typ1

5. Welche Rückschlüsse können aus einem HbA1c Wert gezogen werden?

 

Wann wird er bestimmt und wozu dient die Bestimmung? Welche Werte sollte er haben?

 

Zeigt ein Durchschnittswert vom Blutzucker der letzten 3 Monate an.

Zur Therapiekontrolle, zum Erreichen einer normoglykämischen Stoffwechsellage mit HbA1c <7%, BMI <25.

6. Welche beiden akut lebensbedrohlichen  Stoffwechselentgleisungen können

beim Diabetes mellitus auftreten?

  • Hypoglykämie
  • Hyperglykämie

7. Welche beiden Spätkomplikationen betreffen das Gefäßsystem? Nennen Sie zu beiden Gruppen jeweils drei typische Erkrankungen, bzw. Störungen.

 

An welcher Spätkomplikation versterben dreiviertel der Diabetiker?

 

Makroangiopathie (Erkrankung grosser Gefässe) mit frühzeitiger Arteriosklerose

-->75% der Diabetiker versterben an kardiovaskulären Komplikationen

  • KHK mit Herzinfarkt (ohne typische Sz, aufgrund der Neuropathie)

  • pAVK mit zu Amputationen führenden Komplikationen

  • ischämischer Hirninfarkt

 

Mikroangiopathie (Gefässdurchmesser <2mm)

  • Glomerulosklerose der Nieren à Niereninsuffizienz à Dialyse

  • Retinopathie à Erblindung

  • Polyneuropathie peripher sensomotorisch, zuerst gestörtes Vibrationsempfinden

  • Neuropathie

An kardiovaskulären Erkrankungen, Arteriosklerose

Welche Folgeerkrankungen, außerhalb des Gefäßsystems treten bei Diabetes auf?

  • Diabetisches Fusssyndrom

    àVerletzung am Fuss mit (infizierten)schlecht heilenden Wunden, durch Neuropathie, Makro- und Mikroangiopathie führen zu schweren Komplikationen bis Amputation

  • Bakterielle und mykotische Harnwegs- und Hautinfektionen

  • Fettleber

  • Fettstoffwechselstörung

8. Welche Störungen werden unter dem Begriff „diabetisches Fußsyndrom“ zusammengefasst?

 

Durchblutungsstörung, Nervenschaden, Infektionen

Was verursacht ein „diabetisches Fußsyndrom“? Erläutern Sie den Pathomechanismus.

 

Welche Komplikationen sind beim diabetischen Fuß zu erwarten?

 

-->Verletzung am Fuss mit (infizierten)schlecht heilenden Wunden, durch Neuropathie, Makro- und Mikroangiopathie führen zu schweren Komplikationen bis Amputation

 

Nekrose, Sepsis, Zwang zur Amputation

Welche präventiven Maßnahmen sind empfehlenswert?

 

Optimale Blutzuckereinstellung, gutes Schuhwerk, keine Druckstellen / Blasen

9. Auf welchen fünf Schwerpunkten beruht die Therapie bei Diabetes mellitus?

  1. Diät

  2. Bewegung

  3. Medikamente

  4. Patientenschulung- und Kontrolle

  5. Prophylaxe und Kontrolle der Komplikationen

Welche grundsätzlichen Unterschiede bestehen bei der Therapie des Typ1 und Typ2 Diabetes?

 

Welche Prinzipien sind gleich?

 

Typ1: ist sofort auf Insulin angewiesen

Typ2: kann Therapie probieren mit Diät und ausreichen Bewegung, orale Medikamenteneinnahme.

 

Bewegung

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