Anatomie


S. N.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die menschliche Anatomie, insbesondere die Knochen, Gelenke und Muskeln. Sie decken Themen wie die Struktur und Funktion von Knochen, die verschiedenen Gelenktypen, die Bewegungen des Körpers und die Aufbau der Extremitäten ab. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Medizinstudenten und Gesundheitsfachleute, die ihr Verständnis der menschlichen Anatomie vertiefen möchten, da sie detaillierte Informationen zu Knochenverbindungen, Muskelgewebe und Nervengewebe bieten.
Flashcards
35
Students
7
Language
German
Category
Medical
Level
Other
Created / Updated
11.11.2014 / 25.02.2019

Cartes-fiches

Definition Anatomie, Pathologie, Biologie und Physiologie

Anatomie: Lehre von Lage, Form und Bau der GESUNDEN Organe und Gewebe

Pathalogie: Lehre von Lage, Form und Bau der kranken Organe und Gewebe

Biologie: Lehre von den Lebewesen

Physiologie: Lehre von Funktionen und Leistungen des menschlichen Körpers

Gliederung des menschlichen Körpers

  • Caput - Kopf
  • Collum – Hals
  • Truncus – Rumpf (alles aus den Extremitäten
    1. Thorax (Cavitas thoracis) – Brusthöhle
    2. Abdomen (Cavitas abdominalis) – Bauchraum
    3. Pelvis (regio pelvis) – Beckenraum

Das Diaphragma (Zwerchfell) ist die Linie zwischen Thorax und Abdomen

 

  • OEX (Obere Extremität)
    1. Brachium (Oberarm)
    2. Antebrachium (Unterarm)
    3. Manus (Hand)
  • UEX (Untere Extremität)
    1. Femur (Oberschenkel)
    2. Crus (Unterschenkel)
    3. Pes (Fuß)

Orientierung am Körper

Achsen:

Längsachse – Vertikalachse

Querachse – Transversalachse

Pfeilachse – Sagitalachse (wie ein Pfeil, der auf dich zukommt)

 

Ebenen:

Frontalebene

Transveralebene

Medianebene (Sagitalebene) – median=exakt in der Mitte, medial=zur Mitte hin 

Woraus besteht eine Zelle?

Zelllehre = Zytologie (zyto = die Zelle betreffend)

  • Zytolemma – Zellwand
  • Zytoplasma – Zellflüssigkeit in der die Zellorganellen enthalten sind, die unterschiedliche Stoffwechselfunktionen erfüllen 
  • Nucleus – Zellkern
  • Nucleolus (i) –Kernkörperchen
  • Zytoskelett      

Aufgaben der Zelle?

  • Vermehrungsfähigkeit (z.B. Fortpflanzung, nachwachsen nach einer Operation
  • Formwechsel (Wachstum und Entwicklung)
  • Informationsaustausch (Aufnahme, Weiterleitung, Verarbeitung, Speicherung und Abgabe von Infos
  • Stoff- und Energiewechsel 

Zellmembran?

= Zellwand - Zytolemma:

 

hält das Zytoplasma zusammen und hat einen dreischichtigen Aufbau:

Zellorganellen?

Zellkern

3-10 Mikrometer groß

besteht aus einem Doppelmembran

den Nukleoli

Chromatin – alle Chromosomen, sie sind die Träger der Eranlagen

 

Mitochondrien

0,5 – 1 Mirkometer groß

„ Kraftwerk“ der Zelle

sind zuständig für die Zellatmung

Energielieferanten für den Stoffwechsel

 

Agranuläres (glattes) und granuläres endoplasmatisches Retikulum

stellt die Proteine her – Proteinsynthese

 

Ribosomen:

zuständig für die Eiweißsynthese

 

Golgi Apparat:

sozusagen das Postamt der Zelle

transportiert die Syntheseprodukte an die richtige Stelle

 

Lysosomen: Verdauung organischer Substanzen

 

Peroxisomen: Entgiftung

 

Zytoskelett: Stäbchen und Härchen, die die Zelle in Form halten

 

Zentralkörperchen: Spindelapparat und Zellteilung

Chromosomen + Zellteilung

Chromosomen:

 

Es gibt 46 diploide Chromosome. Diese werden wie folgt aufgeteilt:

44 Autosomen (egal ob männlich oder weiblich)

2 Gonosomen (Geschlechtschromosomen) xx – weiblich, xy – männlich

 

Zellteilung:

Mitose = indirekte Kernteilung, gilt für alle Körperzellen = diploid

 

Meiose = Reifeteilung = Bildung der Geschlechtszellen = Keimzellen = haploid

Das Gewebe wird in 4 Haupttypen eingeteilt: 

  1. Epithelgewebe (Deckschicht)
  2. Binde- und Stützgewebe
  3. Muskelgewebe
  4. Nervengewebe 

Epithelgewebe?

äußere und innere Oberflächen/Deckschicht

Gliederung:

  • Deckepithel
  • Drüsenepithel
  • Sinnesepithel

Deckepithel

….wird weiters unterschieden in einschichtiges oder mehrschichtiges.

 

Einschichtig:

  • Plattenepithel:
    • Endothel = bei den Gefäßen = innerste Auskleidung
    • Peritoneum = Bauchfell = Fell das über alle Organe geht
    • Pleura = Rippen- Lungenfell

 

  • kubisches Epithel: Nierenkanälchen
  • Zylinderepithel: im Darmtrakt
  • mehrreihiges Flimmerepithel: Eileiter, Luftröhre = filtern, bringen den „Dreck“ wieder hoch
  • Übergangsepithel (Urothel):
    • Harnblase gefüllt (mehrreihig, gedehnt)
    • Harnblase leer (mehrreihig, ungedehnt)

 

Mehrschichtig:

  • unverhorntes Plattenepithel: Mundschleimhaut
  • verhorntes Plattenepithel: Epidermis
  • Zylinderepithel: Magenschleimhaut

Das Basalmembran gibt dem Epithel den mechanischen Halt und ist die Membran zwischen Epithelgewebe und einem angrenzenden Gewebe.

 

Drüsenepithel?

…..produzieren Sekrete, die über spezielle Ausführungsgänge an Ihren Bestimmungsort gelangen.

Hier unterscheidet man:

  • exokrine Drüsen: Sekret wird an die äussere Körperoberfläche abgegeben, z.B. Schweißdrüsen
  • endokrine Drüsen: Sekret wird an eine innere Körperoberfläche abgegeben, wie z.B. das Insulin in der Bauspeicheldrüse

Es gibt auch verschiedene Strukturen:

  • tubulär (fingerförmig)
  • alveolär (traubenförmig)
  • tubulo-alveolär (Mischung aus beiden)

 

Die Sekrete können verschiedene Flüssigkeiten absondern:

  • serös: dünn fast wie Wasser, durchsichtig. z.B. Ohrspeicheldrüse
  • mukös: schleimig – zähflüssig
  • gemischt: Unterkiefer-Speicheldrüse

Binde- und Stützgewebe?

….alles was uns stabil haltet!

wird unterteilt in:

  • Bindegewebe
  • Knorpelgewebe
  • Knochengewebe

Bindegewebe:

….umhüllt die Organe, Gefäße und Nerven, sozusagen als Isolierschicht (Schutzschicht). In Form von Bändern dient es zur Stabilisierung der Gelenke und in Form von Sehnen zur Kraftübertragung.

Knorpelgewebe:

wird unterteilt in:

  • Hyaliner Knorpel (durchscheinend): Epiphysenfugen (Wachstumsfuge), Rippenknorpel
  • elastischer Knorpel: Ohrmuschel, Kehldeckel
  • Faserknorpel: Zwischenwirbelscheiben (Bandscheiben), Symphyse

Knochengewebe:

Muskelgewebe?

Muskelzelle = Muskelfaser und kann bis zu 20cm lang werden

Muskelgewebetypen:

  • glatte Muskulatur: unwillkürlich, langsam, kaum ermüdbar, geringe Kraft, dünn, z.B. innere Organe – in den Blutgefäßen
  • quergestreifte Muskulatur: willkürlich, schnell, ermüdet schnell, viel Kraft,

z.B. Skelettmuskulatur

  • Herzmuskel

 

Nervengewebe?

Nervengewebe:

Es gibt ein Zentrales Nervensystem (Gehirn + Rückenmark) und ein peripheres Nervensystem (alle Nerven die vom Rückennerv abgehen)

Dendriten = afferent = zuführend (sensibel)

Axon = Neurit = efferent = abführend (motorisch)

Synapsen (Übertragungsstelle):

 

Aufgaben der Knochen?

  • Stützfunktion
  • Schutzfunktion
  • Bewegungsfunktion (aktiv = willentlich, passiv = z.B. bei einer Physiotherapie)
  • Bildung der Blutzellen (Knochenmark)

Knochentypen?

  • Röhrenknochen: Oberschenkelknochen, Fingerknochen, Oberarmknochen
  • Platte Knochen: Schulterblatt, Scheitelbein
  • Unregelmäßige Knochen: Nasenbein, Jochbein

Knochenaufbau?

Knochenaufbau

Knochenumbau?

Osteoblasten: Zellen die es umbauen

Osteoklasten: Zellen die das Gewebe abbauen 

Osteoporose?

= „Entkalkung“, es fehlt der Kalkgehalt, der Knochen ist nicht mehr so stabil und wird porös. 

Knochenverbindungen?

Kontinuierliche KV – „unechte Gelenke“

  • Syndesmose = Bandhaft (Bindegewebe): Membrana interossea, Suturae (Schädelnähte)
  • Synchondrose = Knorpelhaft: Epiphysenfuge, Verbindung von Rippen zu Brustbein, Symphyse
  • Synostose = Knochenhaft: os coxae

 

Diskontinuierliche KV = echte Gelenke (Articulatio)

charakterisiert durch:

  • Gelenkkörper
  • Gelenkflächen ( facies articularis)
  • Gelenkspalt (cavitas articularis)
  • Gelenkflüssigkeit (Synovia)
  • Gelenkkapsel ( capsula articularis)

 

Gelenkformen:

  • Kugelgelenk: Innen- und Aussenrotation, Beugung und Streckung, seitlich in beide Richtungen, z.b. Schultergelenk
  • Eigelenk: Beugung und Streckung, seitlich ein wenig, proximales Handgelenk
  • Scharniergelenk: Ellenbogengelenk

Rumpfskelett?

Wirbelsäule – columna vertebralis

Wirbel – vertebrum / vertebrae

Bandscheiben – disci intervertebralis

Aufteilung der Wirlbelsäule:

  • Halswirbelsäule (HWS): 7 bewegliche Halswirbel (vertebrae cervicales)
  • Brustwirbelsäule (BWS): 12 gegeneinander bewegliche Brustwirbel (vertebrae thoracicae)
  • Lendenwirbelsäule (LWS): 5 gegeneinander bewegliche Lendenwirbel (vertebrae lumbales)
  • Kreuzbein: 5 miteinander verwachsene Kreuzwirbel (Os sacrum)
  • Steißbein: 3-5 miteinander verwachsene Steißwirbel (Os coccygis)

Krümmung der Wirbelsäule?

Lordose - Kyphose

Wirbel 1?

Wirbelaufbau

Wirbel 2?

Bandscheibe

Atlas + Axis

 

Brustbein

Brustbein

Handaufteilung?

  • 8 Handwurzelknochen (Carpus)
  • 5 Mittelhandknochen (Metacarpus)
  • 14 Fingerknochen (Phalanges)

PIP = Proximales Interphalongeal Gelenk

DIP = Distales Interphalongeal Gelenk 

Fußaufteilung?

Fuß (Pes)

  • 7 Fußwurzelknochen (Tarsus)

Sprungbein (Talus) und Fersenbein (Calcaneus)

Malleolengabel und Talus ergeben das obere Sprunggelenk

  • das untere Sprunggelenk ist zwischen Talus und Calcaneus)
  • 5 Mittelfußknochen (Metatarsus)
  • 14 Zehenknochen (Phalanges)

Hirnhäute?

3 Aufteilungen:

  • Dura mater encephali = harte Hirnhaut (venöse Gefäße vom Gehirn)
  • Arachnoidea mater encephali = Spinnwebhaut (da ist die Gehirnflüssigkeit)
  • Pia mater encephali = weiche Hirnhaut (liegt unmittelbar auf dem Gehirn)

Muskeln Allgemeines?

Ursprung: am unbeweglichen Knochen (meist cranial/proximal)

Ansatz: am beweglichen Knochen (meist caudal/distal)

 

caput = Muskelkopf

venter = Muskelbauch

tendo = Sehne

Aponeurose = breitflächige Sehne

 

1 Muskel muss mindestens 1 Gelenk überspringen = für die Bewegung

 

Synergisten: machen die gleiche Bewegung

Antagonisten: gegenläufige Funktion, z.B.: Oberarm anziehen = m. biceps angespannt und m. triceps entspannt

 

Muskelhilfeinrichtungen

Muskelhilfseinrichtungen:

  • Sehnen: aus straffem Bindegewebe – Kollagenfasern, Aponeurosen
  • Sehnenscheiden (vagina tendinum) = Gleit- und Schutzhüllen, durch Haltebänder (Retinacula) fixiert; z.B.: am Hand und Sprunggelenk
  • Schleimbeutel (bursa synovialis): bindegewebige Säcke mit Flüssigkeit, Druckverteilung, Reibungsminderung, Stoßdämpfer

Muskelkontraktionen

Kontraktion: zusammen ziehen des Muskels, er verkürzt sich

Ruhetonus: Ruhespannung des Muskels

Tetanus: Dauerkontraktion (kann nicht mehr willentlich entspannen)

Isotonische Kontraktion: verkürzen oder verlängern

Isometrische Kontraktion: ohne Verkürzung

Gelenkbewegungen:

Adduktion             = Heranführen

Abduktion             = Wegführen

Opposition            = Gegenüberstellen (Daumen zur Handinnenfläche)

Reposition             = Zurückstellen(Daumen wieder zum Ausgangspunkt)

 

Flexion                  = Beugen

Extension              = Strecken

Anteversion           = Vornehmen (Hände nach vorne heben 90° Winkel)

Retroversion                   = Zurücknehmen

Elevation               = Hände von 90° Winkel weiter hinauf

 

Innenrotation        = Einwärtsdrehen (Fußsohle zur Mitte hin)

Außenrotation       = Auswärtsdrehen (Fußsohle zur Seite hin)

Supination             = Auswärtswenden (Handfläche nach oben)

Pronation              = Einwärtsdrehen (Handfläche nach unten)

 

Rückenmuskulatureinteilung?

  • oberflächliche
  • autochthone (liegen an der Wirbelsäule, meist vom Kopf bis unteres Becken, tragen viel dazu bei um aufrecht zu Stehen)

Gelenke

Articulatio humeri: caput humeri, cavitas glenoidalis, Deltamuskel

ist ein Kugelgelenk = alle Bewegungen möglich

 

Articulatio acromioclavicularis: gehört indirekt zum Schultergelenk, unbewegliches Gelenk

 

Articulatio cubiti (Ellenbogengelenk): Flexion und Extension, Pronation und Supination, Schaniergelenk

 

Articulatio radiocarpalis: wird aus Radius und Carpus gebildet, Ullna ist nicht beteiligt! Flexion und Extension, Eigelenk

 

Articulatio coxae: Collum femoris, caput femoris, Acetabulum, Ligamentum iliofemorale (eines der stärksten Bänder im menschlichen Körper)

 

Articulatio genus (Kniegelenk): Schaniergelenk

vorderes Kreuzband                 = ligamentum cruciatum anterior

äußerer Meniscus                     = Meniscus lateralis (halbmondförmig)

innerer Meniscus                      = Meniscus medialis

hintere Kreuzband                    = Ligamentum cruciatum posterior

 

Patella ist in der Sehne des Quadriceps eingebettet

 

Articulatio talocruralis (OSG): Malleolengabel + Talus (Sprungbein)

 

Untere Sprunggelenk: zwischen Talus und Calcaneus (Fersenbein)

Étudier