Kurs 01144 - Fernuni Hagen


B. L.
Diese Karteikarten behandeln fortgeschrittene Themen der Analysis für Universitätsstudenten, mit Fokus auf differenzierbare Funktionen. Sie decken Ableitungen, Taylorpolynome, den Satz von Taylor, partielle Ableitungen und den Satz von Schwarz ab. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Studierende, die sich auf Prüfungen in höherer Mathematik vorbereiten und ein tiefes Verständnis der komplexen Zusammenhänge in der Analysis benötigen.
Cartes-fiches
27
Utilisateurs
3
Langue
Allemand
Catégorie
Mathématiques
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
25.07.2014 / 08.06.2021

Cartes-fiches

Wie lautet der Satz über implizite Funktionen?

Die Gleichung F(c) = 0 lässt sich in geeigneter Umgebung von c nach y auflösen, das heißt es gibt eine offene Umgebung U von a, eine offene Umgebung V von b und eine stetig differenzierbare Funktion g: U → V derart, dass:

  • U x V := { t(x, y) aus Rm+n | x aus U, y aus V } ist Teilmenge von M und F(x,g(x)) = 0 für jedes x aus U. Wenn t(x, y) Element von U x V mit F(x,y) = 0, dann ist y := g(x).
  • g(1)(x) = -([Fy(1)( g(x) )]-1 * Fx(1)(x)) für jedes x aus U. Insbesondere gilt: g(1)(a) = -([Fy(1)( g(a) )]-1 * Fx(1)(a))

Wie lautet der Satz von Taylor in R?

  • limx→a Rk(x) * (x - a)-k = 0 für alle k > 0 aus N0
  • limx→a Rk(x) * (x - a)-(k+1) = f(k+1)(a) * (k+1)!-1 falls  f(k+1) existiert
  • Ist f sogar k+1-mal differenzierbar, so gibt es zu jedem x aus I \ {a} mindestens ein x* aus ] min{x, a}, max{x, a} [ mit:

Rk(x) = f(k+1)(x*) * (k+1)!-1 * (x - a)k+1 (Restdarstellung von Lagrange)

Wie lautet die Leibnitzsche Formel?

(fg)(k) = (k0)*f(0)*g(k-0) + (k1)*f(1)*g(k-1) + (k2)*f(2)*g(k-2)  + … + (kk)*f(k)*g(k-k)

Welches sind die Voraussetzungen für den lokalen Umkehrsatz?

Sei M eine Teilmenge des Rn, a ein Element von M, f: M → Rneine stetig differenzierbare Abbildung und Rang f(1)(a) = n.

Welches sind die Voraussetzungen für Differenzierbarkeit in a aus Rn?

Sei M eine Teilmenge von Rn, a ein innerer Punkt von M und f: M → Rm.

Wie lautet eine geschlossene Formel für die Ableitung k-ter Ordnung (f/g)(k) von f/g?

(f/g)(k) = (f(k) - [ (k0) * (f/g)(0) * g(k-0) + (k1) * (f/g)(1) * g(k-1) + … + (kk-1) * (f/g)(k-1) * g(k-(k-1))) / g

Wann heißt eine Abbildung "offen"?

Falls für jede offene Menge Q, die Teilmenge von M ist, gilt, dass f(Q) offen ist, heißt f eine "offene Abbildung".

Welches sind die Voraussetzungen für den Satz von Taylor in R?

Sei I ein Intervall, a aus I, k aus N0, f: I → R k-mal differenzierbar, Tk das k-te Taylorpolynom und Rk: I → R die k-te Restfunktion definiert durch:

f(x) =  Tk(x) + Rk(x) für alle x aus I.

Welches sind die Voraussetzungen für den Banachschen Fixpunktsatz?

Sei (X,|| ||) ein Banachraum, M eine nichtleere, abgeschlossene Teilmenge von X und F: M → Rn eine kontrahierende Selbstabbildung, das heißt, F(M) ist eine Teilmenge von M und es gibt eine reelle Konstante q für die gilt: 0<=q<1 derart, dass:

|| F(x) - F(y) || <= q * || x - y || für alle x, y aus M.

Wie lautet die Definition von Differenzierbarkeit in a aus Rn?

Es gibt eine (m,n)-Matrix A, so dass:

limx→a ( f(x) - [f(a) + A * (x - a)] ) * || (x - a) || -1 = 0

Welche Voraussetzungen gelten für den Satz über implizite Funktionen?

Sei M eine nichtleere Teilmenge des Rm+n, F: M → Rn stetig differenzierbar, z = t(x, y) die Elemente von Rm+n, wobei x aus Rm und y aus Rn ist. Weiterhin sei Fx(1) die Matrix, die partiellen Ableitungen nach x enthält und Fy(1) die Matrix, die die partiellen Ableitungen nach y enthält. Sei nun c = t(a,b) ein Element aus Rm+n, so dass F(c) = 0 und Rang Fy(1)(b) = n.

Welche notwendigen Bedingungen gelten für offene Abbildungen?

Sei M eine nichtleere Teilmenge des Rn und f: M → Rn stetig differenzierbar auf M mit Rang f(1)(x) = n für alle x aus M.

Wie lautet der lokale Umkehrsatz?

Es gibt eine offene Umgebung U von a, die Teilmenge von M ist, und eine offene Umgebung V von b := f(a), so dass:

  • f|U injektiv ist und f(U)=V
  • Ist g: V→U die Umkehrabbildung von f|U, so ist g stetig differenzierbar auf V und es gilt für alle y aus V:

g(1)(y) = f(1)(x)-1

wenn x := g(y).

Wie lautet der Banachsche Fixpunktsatz?

Es gibt genau ein x* aus X derart, dass:

F(x*) = x*.

Dieses x* ist der Grenzwert jeder Iterationsfolge (xk), definiert durch:

xk = F(xk-1) für alle k aus den natürlichen Zahlen,

mit einem beliebigen Startpunkt x0 in M.

Wie lautet die Ableitung k-ter Ordnung für die Potenzreihenfunktion f(x) = a0 + a1 * (x-a) + a2 * (x-a)2 + … mit Konvergenzradius r > 0?

Die Potenzreihenfunktion ist beliebig oft differenzierbar mit der Ableitung k-ter Ordnung:

f(k)(x) = k! * ((kk) * ak * (x - a)k-k + (k+1k) * ak+1 * (x - a)k+1-k + (k+2k) * ak+2 * (x - a)k+2-k + …).

Insbesondere gilt:

f(k)(a) = k! * ak.

Wie lautet der Satz über invertierbare Matrizen?

Sei Rnn die Menge der reellen (n,n)-Matrizen und Ann die Menge invertierbaren Matrizen aus Rnn. Dann gelten:

  1. Seien A aus Ann , B aus Rnn und gelte: || A - B || < (|| A-1 ||)-1, dann folgt: B  ist aus Ann und es gilt: || B-1 || < || A-1 || * (1 - || A-1 || * || A - B ||)-1
  2. Die Abbildung inv: Ann → Rnn definiert durch inv(A) := A-1 für alle A aus Ann ist stetig.

Wie lautet die Definition einer Ableitung k-ter Ordnung in R?

Die Ableitung k-ter Ordnung f(k) von f für k aus N0 wird rekursiv definiert durch:

  • f(0)(x) := f(x)
  • Ist f(k): M → R differenzierbar, so ist f(k+1)(x) := ( f(k)(x) )(1)
  • Existiert die Ableitung k-ter Ordnung von f, so heißt f k-mal differenzierbar. Existiert f(k) für jedes k aus N, so heißt f beliebig oft differenzierbar.

Wie ist das k-te Taylorpolynom im Entwicklungspunkt a in R definiert?

Tk: R → R, x → Tk(x) = f(0)(a) * 0!-1 * (x - a)0 + f(1)(a) * 1!-1 * (x - a)1 + … +  f(k)(a) * k!-1 * (x - a)k ist eine Polynomfunktion vom Grad <= k und es gilt:

Tk(n)(a) = f(n)(a) für n <= k und 

Tk(n)(x) =0 für n > k

Welches sind die Voraussetzungen für das k-te Taylorpolynom im Entwicklungspunkt a in R?

Sei M eine Teilmenge von R, a aus M, k ein Element von N0 und f: M → R k-mal differenzierbar in a.

Welches sind die Voraussetzungen für die Definition der partiellen Ableitung k-ter Ordnung in a aus Rn?

Sei M eine Teilmenge des Rn, a ein innerer Punkt von M, f: M → R und k aus N.

Wie lautet die Definition der partiellen Ableitung k-ter Ordnung in Rn?

  • Seien für k = 1 die partiellen Ableitungen der Ordnung 1 von f im Punkt a wie gewohnt definiert mit D1f(a), …, Dnf(a).
  • Die partielle Ableitung Dn1…nkf(a) mit 1 <= nj <= n, 1<= j <= k sei bereits definiert und es existiere eine Umgebung U von a so das Dn1…nkf(x) für alle x aus der Schnittmenge von U und M existiert und Dn1…nkf: Schnittmenge von U und M → R in a partiell differenzierbar nach der nk+1-ten Koordinate ist, dann wird Dn1…nk+1f(a) := Dnk+1 (Dn1…nkf)(a) definiert.

Welches sind die Voraussetzungen für den Satz von Schwarz?

Sei M eine Teilmenge von Rn, a eine innerer Punkt von M, f: M → R, k > 1 aus N und U eine Umgebung von a, die ganz in M liegt, auf der f (k-1)-mal partiell differenzierbar.

Wie lautet der Satz von Schwarz?

  • Ist k = 2, exisitert für gegebene n1, n2 mit 1 <= n1, n2 <= n die partielle Ableitung Dn1n2f(x) für alle x aus U und ist die Funktion Dn1n2f: U → R stetig in a, so existiert Dn2n1f(a) und es gilt: 

Dn2n1f(a) = Dn1n2f(a)

  • Ist k >= 2, sind alle partiellen Ableitungen der Ordnung k-1 auf U differenzierbar und sind alle partiellen Ableitungen der Ordnung k in a stetig, so kommt es bis zur Ordnung k nicht auf die Reihenfolge der Koordinaten bei der partiellen Differenziationen an.

Welches sind die Voraussetzungen für die Definition des k-ten Taylorpolynoms im Entwicklungspunkt a aus Rn?

Sei M eine Teilmenge von Rn, a ein innerer Punkt von M, k aus N0 und f: M → R k-mal partiell differenzierbar in a.

Wie ist das k-te Taylorpolynom im Entwicklungspunkt a aus Rn definiert?

Es ist Tk: Rn → R definiert durch Tk(x) := 0!-1 * t0(x - a) + 1!-1 * t1(x - a) + … + k!-1 * tk(x - a) mit

  • tj(u) = f(a) für j = 0 und
  • tj(u) = D1…njf(a) * u1…unj + D21…njf(a) * u2u1…unj + … + Dnj,nj-1…1f(a) * unj…u1 für alle 1 <= j <= k.

 

Welches sind die Voraussetzungen für den Satz von Tayler im Entwicklungspunkt a aus Rn?

Sei M eine Teilmenge von Rn, a und x aus M, so dass die abgeschlossene Verbindungsstrecke zwischen ihnen [a, x] := { a + t * (x - a) | 0 <= t <= 1 } im Innern von M liegt, k aus N und f: M → R auf [a, x] k-mal differenzierbar ist.

Wie lautet der Satz von Taylor im Entwicklungspunkt a aus Rn?

Es gibt ein s aus ]0, 1[, so dass mit z := a + s * (x - a) die Taylorsche Formel gilt:

f(x) - Tk-1 = k!-1 * (D1…nkf(z) * (x1 - a1) * … * (xnk - ank) + D21…nkf(z) * (x2 - a2) * (x1 - a1) * … * (xnk - ank) + Dnk,nk-1…1f(z) * (xnk - ank) * (xnk-1 - ank-1) * … * (x1 - a1).

Dabei ist Tk-1  das (k-1)-te Taylorpolynom im Entwicklungspunkt a.

Étudier