Analgetika

ZHAW Pharmakologie & Toxikologie

ZHAW Pharmakologie & Toxikologie


D. R.
Diese Lernkarten bieten einen Überblick über Analgetika und deren Wirkungsmechanismen auf Universitätsniveau. Sie konzentrieren sich auf die Unterschiede zwischen Opioiden und Nicht-Opioiden, die Hemmung der Prostaglandinsynthese durch COX, sowie die Nebenwirkungen und Anwendungsgebiete von Schmerzmitteln. Medizinstudenten und Ärzte profitieren von diesem Learnset, um die verschiedenen Analgetika besser zu verstehen und gezielt einzusetzen.
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Langue
Allemand
Catégorie
Biologie
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
24.10.2016 / 11.01.2022

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Sie können Schmerzmitteln (Analgetika) in die verschiedenen Unterkategorien einteilen

Einteilung der Analgetika

Opioid-Analgetika

  • Benötigen ärztliche Rezepte
  • starke Analgetika
  • Angriffspunkt ZNS und Gehirn
  • schmerzreduzierend (Analgetisch)

Nicht-opioide Analgetika

  • Nichtsteroidale Antiphlogistika (NSAIDs)
  • Nicht-saure antipyretische Analgetika

 

  • Schwache Analgetika
  • Angriffspunkt peripher
  • Schmerzreduzierend (Analgetisch), Antiypretisch (fiebersenkend) und antiphlogistisch (entzündungshemmend, nur NSAIDs) 

 

Sie können die molekularen Angriffspunkte und Wirkungsmechanismen der verschiedenen Schmerzmittel erklären und in einer Skizze aufzeichnen

Opioide Analgetika  

  • Wirken an Opioid-Rezeptoren (Subtypen δ,κ1,μ-Rezeptoren) Siehe kript S.4 welche an Synapse der Nozirezeptoren vorkommen
  • Agonist, effekt ist eine Hemmung des Calcium Einstroms an den Nozizeptoren

Nicht Opioide Analgetika  

  • Nichtsteroidale Antiphlogistika
    • greifen in die Prostaglandinsynthese ein, indem sie Cylooxygenasen (COX 1,2) hemmen
  • Nicht-saure antipyretische Analgetika, der
    • Wirkungsmechanismus ist noch unbekannt.
    • Hemmen die Prostaglandinfreisetzung ohne blockierung der COX

Sie können anhand der Molekülstruktur von Morphin die Struktur-Wirkungsbeziehung erklären 

Morphin und andere Opioid Rezeptoren besitzen folgende Strukturen

  • Anionisches Zentrum
  • Mulde
  • Flache Oberfläche
  • Bindungsstelle für phenolische OH-gruppen   --> Bindungsstelle für Morphin

Sie können Unterschiede von Opioiden und Nicht-Opioiden Schmerzmitteln in einer Tabelle darstellen (Indikation; Wirkungen, Verwendung, Wirkungsmechanismus, UW, Vor- und Nachteile, etc.) 

 Opioide                           

  • Indikation 
    • Besonders starke Schmerzzustände z.B. unfallbedingte Schmerzen, Tumorschmerzen 
  • Wechselwirkung:
    • mikro-opioid-rezeptor  (2 weitere Subtypen)                                                        
  • Verwendung:
    • Analgetisch
    • Sedativ
    • Tranquilisierende Wirkung
  • Wirkungsmechanismus:
    • Agonist, hemmt die freisetzung von Schmerzbotenstoffen an der Synapse
  • UW: Siehe Vorteile, Nachteile
  • Vorteile:
    • Starke Analgetika
  • Nachteile:
    • Abhängigkeit
    • Atemdepressive Wirkung
    • Obstipation
    • harnverhaltene Wirkung
    • hypotensiver Effekt

Nicht Opioiden

  • Indikation
    • Verschiedene Schmerzzustände (z.B. Kopfschmerzen, Zahnschmerzen), Migräne, Fieber, und ev. Entzündliche Prozesse des rheumatischen Formenkreises. 
  • Wechselwirkung:   Isoenzyme COX-1, COX-2, Nicht Sauer Antipyreitka --> Keine Blockade von COX 1&2, Wirkmechanismus noch nicht geklärt.                                           
  • Verwendung:
    • Antiphlogistisch
    • Antipyretisch 
    • Analgetisch
  • Wirkungsmechanismus:
    • Hemmung der Prostaglandinsynthese 
  • UW:  Siehe Vorteile, Nachteile für NSAIDs, Nicht saure antipyretika haben keine Nebenwirkungen. 
  • Vorteile: 
    • Keine sedierenden oder psychotropen Eigenschaften. 
  • Nachteile:
    • Ulzera (NSAIDs)
    • Hemmen die Blutgerinnung (NSAIDs)

Sie können je ein Wirkstoff für opioide-Analgetika und nicht-opioide Analgetika nennen

opioide-Analgetika

  • Morphin 
  • Methadon
  • Pethidin
  • Buprenorphin
  • Fentanyl
  • Naloxon

nicht-opioide Analgetika

  • Acetylsalicylsäure
  • Diclofenac
  • Ibuprofen
  • Piroxicam
  • Mefaminsäure

Sie können erklären, welche unerwünschte Wirkungen die Anwendung von Opioiden-Analgetika einschränken

Atemdepressive Wirkung, Obstipation, harnverhaltene Wirkung, hypotensiver Effekt, Abhängigkeit.

Sie können den Unterschied von Nicht-sauren antipyretische Analgetika und nichtsteroidalen Antiphlogistika erklären 

Nicht-sauren antipyretischen Analgetika 

  • Antipyretisch, Analgetisch, jedoch nicht antiphlogistisch
  • Haben keine typische Nebenwirkungen wie die NSAIDs
  • Hemmen die Prostaglandinfreisetzung ohne blockierung der COX. 

Nichtsteroidalen Analgetika (NSAIDs)

  • Enthalten keine Steroide 
  • Blockieren COX, hemmen die Prostaglandinsynthese

Sie können anhand des Wirkungsmechanismus erklären, warum NSAIDs auch als Thrombozytenaggregationshemmer wirken und warum gastrointestinale Probleme als häufige unerwünschte Wirkungen bei NSAIDs auftreten 

Durch die Hemmung der Prostaglandinsynthese durch COX wird auch die Produktion von Thromboxan A2 gehemmt.  Thromboxan A2 fördert  normalerweise die Thrombozytenaggregation, wird es weniger Produziert kommt es zur Thrombozytenaggretgationshemmung (Blutgerinnung erhöht).

Durch die Hemmung der Prostaglandinsynthese durch COX wird auch die Produktion von Prostacyclin gehemmt. Prostazyklin erhöht normalerweise die Magenschleimproduktion und die Magensäureproduktion. Wird die Prostazyklin Produktion gehemmt so kann es zu Ulzera  der Magen-Darmschleimhaut kommen. 

Was sind Analgetika?

Substanzen, die in therapeutischen Dosen die Schmerzempfindung verringern bzw. unterdrücken ohne bei einer solchen Dosierung eine allgemeinnarkotische Wirkung zu besitzen.

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