Analgetika

Pharmakologische Schmerztherapie

Pharmakologische Schmerztherapie


Tiffany Kogler
Diese Karteikarten bieten einen umfassenden Überblick über Analgetika und ihre Wirkmechanismen, Indikationen und Nebenwirkungen, geeignet für Studierende der Medizin. Sie behandeln verschiedene Analgetika wie Opioide, NSAIDs und Paracetamol, sowie deren spezifische Eigenschaften und Anwendungsgebiete, einschließlich der Behandlung von Schmerzen, Entzündungen und Fieber. Medizinstudierende profitieren von den detaillierten Informationen zu Wirkungen, Kontraindikationen und unerwünschten Arzneimittelwirkungen, um ein tiefes Verständnis der Pharmakologie von Schmerzmitteln zu erlangen.
Flashcards
7
Students
9
Language
German
Category
Medical
Level
University
Created / Updated
20.06.2013 / 01.08.2020

Flashcards

ASS = Acetylsalicylsäure

  • NSAID/NSAR - nicht sauer -> antiphlogistische Wirkung
  • Hemmung von COXI & II -> verminderte Prostaglandinsynthese
  • analgetisch, antipyretisch, antiphlogistisch, thrombozytenaggregationshemmend
  • Ind: Thrombozytenaggregationshemmung (bereits ab <30mg/d, typischerweise 100mg/d), Schmerzen (0.5-1g), Antirheumatikum (hohe Dosis 3g), BertterSyndrom, KawasakiSyndrom
  • UAW: Magengeschwür, Ulcus, Blutungen, Verschlecherung d. Nierenfkt, Analgetikaasthma
  • KI: Gastritis/Ulcus, Atopiker (-> Asthma), <16J (-> ReyeSyndrom = Hepatoencephalopathie), akuter Gichtanfall, 3. Trimenon
  • Impfwirkung herabgesetzt (weniger AK durch Entzündungshemmer)
  • hepatische Biotransformation (in Acetat & Salicylsäure), aber renale Elimination 

Ibuprofen

  • NSAID, sauer 
  • PG-Synthese-Hemmer durch reversible, kompetitive Hemmerung von COX I & II
  • analgetisch, antipyretisch, antiphlogistisch
  • Ind: Antirheumatikum (800mg), Analgetikum (400mg), hämodynamisch wirksamer offener Ductur arteriosus Botalli, Mukoviszidose
  • UAW: GIT (durch verminderte Wirkung zytoprotektiver Prostaglandine, aber: Ulcus sehr selten), Ödeme
  • KI: Gastritis, 3. Trimenon, Atopiker, vorgeschödigte Niere
  • geringeres Nebenwirkungspotential als andere NSAIDs
  • in geringer Dosis als Analgetikum/Antipyretikum, in hoher Dosis als Antirheumatikum (NSAID)

Diclofenac

 

  • NSAID, sauer 
  • PG-Synthese-Hemmer durch reversible, kompetitive Hemmerung von COX I & II
  •  sehr stark analgetisch & antiphlogistisch, antipyretisch
  • Ind: Antirheumatikum, Analgetikum, nicht infektiöse Augenentzündungen, aktinische Keratose
  • UAW: Ulcus, Arneimittelasthma
  • KI: Gastritis, 3. Trimenon, Atopiker

Paracetamol

  • Nicht-opioid-Analgetikum
  • PG-Synthese-Hemmer durch reversible, kompetitive Hemmerung von COX I & II
  • Aktivierung schmerzhemmender zentraler Serotoninrezeptoren vom 5HT3-Typ
  • analgetisch (schwach, Potenz durch Coffein gesteigert), antipyretisch - nicht antiphlogistisch
  • MIttel der Wahl bei Schwangeren & Kindern
  • allgemein sehr gut verträglich
  • UAW: hepato- & nephrotoxisch, Transaminasenanstieg, Agranulozytose
  • KI: Leber- & Nierenfunktionsstörungen, Marcumar, Favismus
  • Probenecid hemmt die Glucoronidierung von Paracemtamol und somit den Abbau
  • erhöhte Lebertoxizität bei Alkohol & CYP450-Induktoren

Metamizol

  • Nicht-opioid-Anagletikum, Antipyretikum
  • sehr stark analgetisch & antipyretisch, spasmolytisch
  • KI: Favismus, hepatische Porphyrie
  • UAW: schwere Blutdruckabfälle (bis zum Schock bei zu schneller i.v.-Gabe), Agranulozytose
  • Senkung d. Ciclosporinspiegels
  • Verringerung d. Wirkung von Diuretika

Opioide

  • schwache Opioide: Tramadol, Tilidin(+Naloxon), Codein, Pethidin
  • starke Opioide: Morphin, Piritramid, Fentanyl, Oxycodon, (Levo-)Methadon
  • alles reine Agonisten: hohe Affinität zum µ-Rezeptor -> Analgesie, Atemdepression, Sucht     geringe Affinität zum k-Rezeptor -> Sedierung

 

  • Tilidin ist ein Prodrug und wird in der Leber CYP450-anhängig zu Nortilidin aktiviert

 

  • Morphin kann niedrig dosiert wegen seiner atemdepressiven Wirkung zur Behandlung von Dyspnoe eingesetzt werden (vermindert Angst, senkt O2-Verbrauch)
  • Morphin sorgt für Histaminfreisetzung

 

  • Pethidin ist ein Prodrug und wird CYP450-abhängig zu Norpethidin aktiviert. 
  • renale Elimination! -> Akkumulation von Norpethidin bei Niereninsuffizienz -> krampfauslösend
  • nur als Analgetikum bei akuten Schmerzen, nicht zur Dauertherapie
  • keine Konstriktion d. Sphincter oddi

 

  • Fentanyl kann als Matrixpflaster (TTS) gegeben werden

 

  • Levomethadon sorgt wegen seiner extrem langen Anflutungszeit nicht für eine "Kick" bei Abhängigen

 

  • alle: nicht mit Benzodiazepinen, Alkohol o. oralen Antikoagulantien kombinieren -> Atemdepression

Flupirtin

  • Öffnung selektiv einwärts gerichtet K+-Kanäle -> Stabilisierung d. Ruhemembranpotenzials -> Hemmung d. Schmerzweiterleitung
  • zentral wirksames Analgetikum
  • Ind: schmerzhafte Museklverspannungen, Spätstadium d. M. Bechterew
  • KI: Myasthenia gravis (wegen muskelrelaxierender Wirkung)
  • UAW: Grünfärbung d. Urins
  • schwere Leberschäden in Kombination mit Carbamazepin u./o. Paracetamol
  • verstärkte Wirkung bei Alkohol, Diazepam, Marcumar, Paracetamol, Carbamazepin

Study