Altprotokolle - Naturstoffe etc.
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Cartes-fiches
Sirolimus (Rapamycin)
makrozyklisches Lacton (Makrolid) aus Streptomyceten
• potentes Immunsuppressivum (oral bioverfügbar)
• bindet an intrazelluläre Immunophiline (FKBP12)
• hemmt die Aktivität von mTOR (mechanistic Target of Rapamycin) und verringert dadurch die Proliferation von B-Zellen und T-Zellen
• zugelassen zur Prophyllaxe von Organtransplantat-Abstoßungen
Solanin
Steroidalkaloidsaponin
Vorkommen: in Nachtschattengewächsen wie Kartoffeln (grüner Anteil enthält viel davon) und Tomaten, entstehen durch Lichteinfluss und werden durch Kochen nicht zerstört
Wirkung: schwach giftig durch Depolarisation der Mitochondrienmembran, Calciumgehalt in Cytoplasma ↑ dadurch Apoptose-Einleitung
Vergiftungserscheinungen "Solanismus":
bei ca. 200 mg: Benommenheit, Dyspnoe, Berührungsempfindlichkeit,
weitere Einnahme: Übelkeit, Erbrechen etc.
tödlich: 400 mg
Tacrolimus, Womit darf Tacrolimus nicht kombiniert werden?
• potentes Immunsuppressivum (oral bioverfügbar), makrozyklisches Polyketid (Typ 1)
• bindet an intrazelluläre Immunophiline (FKBP)
• hemmt die Aktivität von NF-AT und verringert dadurch insbesondere die T-Zell-Proliferation => geringere Bildung von IL-2
• dadurch verringerte Proliferation von B-Zellen und T-Zellen
• zugelassen zur Prophyllaxe von Organtransplantat-Abstoßungen
Nicht in Kombi mit Sirolimus?
Taxane
Diterpenoide
Zytostatika -> Mitosehemmstoffe
z.B. Paclitaxel, Docetaxel,
Tetrahydrocannabinol
Vorkommen: Cannabis sativa
Wirkung: psychoaktiv, Analgesie, Glücksgefühl, Entspannung, Die Aktivierung hemmt über G-Proteine die Adenylylcyclase, blockiert Ca2+-Kanäle und aktiviert K+-Kanäle. Die Transduktionsmechanismen ähneln hierbei den Opioidrezeptor-Subtypen μ, δ und κ.
Cannabinoid-Rezeptor 1 & 2
Theophyllin
Purinalkaloid
in Kaffeebohnen, Kolanüssen etc.
Phosphordiesterasehemmer in hohen konz. → erhöhte intrazell. cAMP-Konz. → Bronchodilatation, da vermehrte Proteinkinase A-Aktivität
-> Asthma bronchiale
therapeutisch relevante Konzentrationen im Plasma 20 Mikrogramm/ml
NW bei > 20 mikrogr./ml -> Unruhe, Schlaflosigkeit, Übelkeit, Kopfschmerzen
wird vollsynthetisch gewonnen
oral in Retardform
additiv mit Coffein
Chloroquin
ähnlich Chinin
Wirkung: hemmt die Umsetzung des Hämoglobin in Hämazoin aus Photoporphyrin 9
Hämozoin (auch Malaria-Pigment genannt): entsteht bei der Verdauung von Hämoglobin durch den Malariaparasiten Plasmodium falciparum in dessen asexuellen intraerythrozytischen Reproduktionszyklus.
Anwendung: Malariaprophylaxe