Altprotokolle - Naturstoffe etc.

Altprotokolle - Naturstoffe etc.

Altprotokolle - Naturstoffe etc.


N. K.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über natürliche Wirkstoffe und ihre Anwendungen auf Universitätsniveau. Sie behandeln die Wirkungen und Vorkommen von Substanzen wie Chloroquin, Lovastatin und Paclitaxel, die in der Medizin und Pharmazie von Bedeutung sind. Besonders relevant für Studierende der Biologie, die sich mit Naturstoffen und ihren biologischen Effekten auseinandersetzen möchten.
Flashcards
143
Students
1
Language
German
Category
Biology
Level
University
Created / Updated
12.07.2016 / 21.08.2016

Flashcards

Sirolimus (Rapamycin)

makrozyklisches Lacton (Makrolid) aus Streptomyceten

• potentes Immunsuppressivum (oral bioverfügbar)
• bindet an intrazelluläre Immunophiline (FKBP12)
• hemmt die Aktivität von mTOR (mechanistic Target of Rapamycin) und verringert dadurch die Proliferation von B-Zellen und T-Zellen
• zugelassen zur Prophyllaxe von Organtransplantat-Abstoßungen

Solanin

Steroidalkaloidsaponin

Vorkommen: in Nachtschattengewächsen wie Kartoffeln (grüner Anteil enthält viel davon) und Tomaten, entstehen durch Lichteinfluss und werden durch Kochen nicht zerstört

Wirkung: schwach giftig durch Depolarisation der Mitochondrienmembran, Calciumgehalt in Cytoplasma ↑ dadurch Apoptose-Einleitung

Vergiftungserscheinungen "Solanismus":

bei ca. 200 mg: Benommenheit, Dyspnoe, Berührungsempfindlichkeit, 

weitere Einnahme: Übelkeit, Erbrechen etc.

tödlich: 400 mg

Solasodin

Steroidalkaloidsaponin aus Solanum Arten

Vorkommen: Solanum dulcamara (bittersüßer Nachtschatten)

Wirkung: Ausgangsstoff industrielle Fertigung von Steroidhormonen

Tacrolimus, Womit darf Tacrolimus nicht kombiniert werden?

• potentes Immunsuppressivum (oral bioverfügbar), makrozyklisches Polyketid (Typ 1)
• bindet an intrazelluläre Immunophiline (FKBP)
• hemmt die Aktivität von NF-AT und verringert dadurch insbesondere die T-Zell-Proliferation => geringere Bildung von IL-2
• dadurch verringerte Proliferation von B-Zellen und T-Zellen
• zugelassen zur Prophyllaxe von Organtransplantat-Abstoßungen

Nicht in Kombi mit Sirolimus?

Taxane

Diterpenoide

Zytostatika -> Mitosehemmstoffe

z.B. Paclitaxel, Docetaxel, 

Tetracyclin

Breitbandantibiotikum aus Streptomyceten

Tetrahydrocannabinol

Vorkommen: Cannabis sativa

Wirkung: psychoaktiv, Analgesie, Glücksgefühl, Entspannung, Die Aktivierung hemmt über G-Proteine die Adenylylcyclase, blockiert Ca2+-Kanäle und aktiviert K+-Kanäle. Die Transduktionsmechanismen ähneln hierbei den Opioidrezeptor-Subtypen μ, δ und κ.

Cannabinoid-Rezeptor 1 & 2

Theophyllin

Purinalkaloid

in Kaffeebohnen, Kolanüssen etc.

Phosphordiesterasehemmer in hohen konz. → erhöhte intrazell. cAMP-Konz. → Bronchodilatation, da vermehrte Proteinkinase A-Aktivität

-> Asthma bronchiale

therapeutisch relevante Konzentrationen im Plasma 20 Mikrogramm/ml

NW bei > 20 mikrogr./ml -> Unruhe, Schlaflosigkeit, Übelkeit, Kopfschmerzen

wird vollsynthetisch gewonnen

oral in Retardform

additiv mit Coffein

Thujon

bicyclisches Monoterpenlacton, flüssig, mentholartiger Geruch

in Thymian, Wermut, Rosmarin etc.

Wirkung: Nervengifte, in höheren Dosen epileptische Krämpfe (durch GABAa-Rezeptor Antagonismus), Schwindel, Halluzination etc. 

Tocopherol (Vit. A)

Tyramin

indirektes Sympathomimetikum, wird durch MAO schnell abgebaut, Mydriatikum

Umckalin

Cumarin, in Pelargonium Extrakt, weshalb es bei Verwendung von Antikoagulanzien und erhöhter Blutungsneigung nicht verwendet werde ndarf

Urushiol

aus Polyketidsynthese mit Fettsäuren als Starter

Vorkommen: Giftefeu (poison ivy) Toxicodendron radicans

Wirkung: extrem potente Allergene -> Kontaktallergien, kann auch tödlich sein

Uzarigenin

Vorkommen: Xysmalobium undulatum (Uzarawurzel), Apocynacae

Wirkung: Antidiarrhoisch, herzwirksame Steroidglykoside mit besonderen Aglyka und Zuckern, hohe Hydrophilie, geringe Bioverfügbarkeit

Valepotriate

Vorkommen: Valeriana officinalis

Wirkung: Bitterstoff, sedierend

Vitamin K

Xanthohumol

Chalkon

Phytoestrogen aus Hopfen

Xanthosin

Nucleosid aus Xanthin und Ribose

Zimtsäure

aus Zimt, Vorstufe Flavonoide

Ölsäure

C18:1

Etoposid

partialsynthetische Abwandlung vom Podophyllotoxin 

Vorkommen: Podophyllum hexandrum (Himalaya- Maiapfel)

Wirkung: Zytostatikum: Inhibitor der Topoisomerase II friert Topoisomerase II da ein, wo beide Sränge getrennt sind -> viele Doppelstrangbrüche

Anwendung: Krebs

Lovastatin

natürliches Statin aus Aspergillus theseus etc. daraus dann Simvastatin

HMG-CoA-Reduktase Hemmer

Die HMG-CoA-Reduktase trägt auch den Beinamen "Cholesterin-Synthase-Enzym" (CSE), weshalb die Statine auch CSE-Hemmer genannt werden.

Chloroquin

ähnlich Chinin

Wirkung: hemmt die Umsetzung des Hämoglobin in Hämazoin aus Photoporphyrin 9

Hämozoin (auch Malaria-Pigment genannt): entsteht bei der Verdauung von Hämoglobin durch den Malariaparasiten Plasmodium falciparum in dessen asexuellen intraerythrozytischen Reproduktionszyklus.

Anwendung: Malariaprophylaxe

Study