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Ludwina Römisch
Lernen

Ludwina Römisch
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über psychopathologische Phänomene und Störungen, insbesondere im universitären Kontext. Sie behandeln häufige Erkrankungen wie Schizophrenie, Depression und Manie, sowie deren Symptome und diagnostische Merkmale. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Medizinstudenten und Psychologen, die sich mit der Erkennung und Behandlung psychischer Störungen vertraut machen möchten.
Karten
132
Lernende
18
Sprache
Deutsch
Kategorie
Psychologie
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
10.02.2013 / 02.02.2023

Lernkarten

Störungen der Vitalgefühle

- S

- Herabsetzung des allgemeinen Gefühls von Kraft, Energie und Lebendigkeit

- vitale Traurigkeit

- bei Manie auch gehoben

- Vorkommen: Depression, Manie

Deprimiert

- SF

- negativ getönte Befindlichkeit

- bis hin zu völliger Erstarrung im Schmerz

- Vorkommen: bei fast allen psychischen Krankheiten, auch Gesunden

Hoffnungslos

- S

- fehlende Zukunftsorientierung, pessimistische Stimmung

- bei Depression

Ängstlich

 

- SF

- Angst, manchmal ohne angeben zu können, wovor

- Ausdruck und Verhalten geben Hinweise, auch körperliche Symptome

- Vorkommen: bei vielen psychischen Krankheiten, Angststörungen, Gesunden, schizophrenen Psychosen, organischen Erkrankungen

 

Euphorisch

- SF

- Zustand des übersteigerten Wohlbefindens, des Behagens, der Heiterkeit, der Zuversicht, des gesteigerten Vitalgefühls

- Vorkommen: Manie, Schizophrenie, organische Störungen

Dysphorisch

- SF

- missmutige Verstimmtheit; übellaunig, mürrisch, nörgelnd, unzufrieden, ärgerlich

- Vorkommen: unspezifisch, Manie, Schizophrenie, organische Störungen, auch persönlichkeitsbedingt

Gereizt

- SF

- Pat reagiert unangemessen rasch oder heftig mit Ärger bzw Aggression

- Vorkommen: Manie, Schizophrenie, Sucht, Delir, Entzug, Persönlichkeitsstörungen

 

Innerlich unruhig

- S

- Pat spürt innere Angespanntheit, Aufgeregtheit oder Nervosität

- motorische Unruhe kann Folge sein, muss aber nicht

- Vorkommen: Angst, Depression, Manie, Schizophrenie, als Nebenwirkung von Neuroleptika, Akathisie

Klagsam/Jammrig

- F

- Schmerz, Kummer, Ängstlichkeit werden ausdrucksstark in Worten, Mimik und Gestik vorgetragen ("Wehklagen")

- bei Depression

Insuffizienzgefühle

- S

- Vertrauen in die eigene Leistungsfähigkeit oder den eigenen Wert ist vermindert oder verloren gegangen

- Vorkommen: beginnende Demenz, Depression

Gesteigertes Selbstwertgefühl

- S

- positiv erlebtes Gefühl der Steigerung des eigenen Wertes, der Kraft oder der Leistung

- Vorkommen: bei Manie, bei psychotischen Störungen

Schuldgefühle

- S

- Pat fühlt sich für eine Tat, Gedanken oder Wünsche verantwortlich, die er selbst als verwerflich ansieht

- bei Depression

Verarmungsgefühle

- S

- Pat fürchtet, ihm fehlen die Mittel, seinen Lebensunterhalt zu bestreiten, sei verarmt

- bei erfüllten Wahnkriterien auch Verarmungswahn markieren

- bei Depression

Ambivalent

- S

- Koexistenz widersprüchlicher Gefühle oder Impulse des Pat, die er als gleichzeitig vorhanden und oft als quälend empfindet

- Ambivalenz des Wollens, Denkens, Fühlens

- Vorkommen: Gesunde, Depression, Zwangsstörungen, Schizophrenie

Parathymie

- F

- Gefühlsausdruck und berichteter Erlebnisinhalt stimmen nicht überein

- auch Paramimie

- Vorkommen: Schizophrenie, organische Störungen, manisch-depressive Mischzustände

Affektlabil

- SF

- schneller Wechsel der Affekte, der auf einen Anstoß von außen erfolgt (Vergrößerung der affektiven Ablenkbarkeit) oder spontan auftritt (emotionale Instabilität)

- Vorkommen: Schizophrenie, organische Störungen, affektiven Störungen, organischen Psychosen

Affektinkontinent

- SF

- Affekte können bei geringem Anstoß überschießen, vom Pat nicht beherrscht werden und nehmen manchmal übermäßige Stärke an

- Vorkommen: organische Störungen, Schizophrenie, affektive Störungen, organische Psychosen

Affektstarr

- F

- Verminderung der affektiven Modulationsfähigkeit; Schwingungsfähigkeit vermindert

- Vorkommen: unspezifisch, affektive Erkrankungen, Schizophrenie, organische Störungen, organische Psychosen

Definition Antriebs- und psychomotorische Störungen

- Antrieb: belebende Kraft, die die Bewegung aller psychischen Funktionen hinsichtlich Tempo, Intensität und Ausdauer bewirkt

- erkennbar durch Aktivitätsniveau und Psychomotorik

- Abgrenzung Trieb: vitale Lebensbedürfnisse; Drang: ungerichtetes unbestimmtes, nach Entaldung drängendes Gefühl innerer Unruhe

Antriebsarm

- SF

- Mangel an Energie, Initiative und Interesse

- spärliche Motorik und Mangel an Initiative

- Vorkommen: unspezifisch, organische Psychosen, affektive Störungen, Schizophrenie, persönlichkeitsbedingt

Antriebsgehemmt

- S

- Energie und Initiative werden als blockiert oder gebremst empfunden

- Pat bemüht sich deutlich, Hemmung zu überwinden

- Vorkommen: Depression, Schizophrenie, organische Störungen, Fieber

Antriebsgesteigert

- SF

- Zunahme an Energie, Initiative und Interesse

- Pat verfolgt viele Pläne, auch starker Bewegungsdrang

- Vorkommen: Manie, organische Störungen, affektive Ausnahmezustände

Motorisch unruhig

- SF

- gesteigerte und ungerichtete motorische Aktivität

- Wichtig: Abgrenzung zu Akathisie (Neuroleptika Nebenwirkung)

- Vorkommen: Manie, Schizophrenie, organische Störungen, Angststörungen, Psychosen

Parakinese

- F

- qualitativ abnorme, meist komplexe Bewegungen, die häufig die Gestik, Mimik und Sprache betreffen

- Stereotypien: Verbigerationen (Wortstereotypien); Echolalie, Echopraxie (automatisches Nachahmen); Katalepsie (Haltungsstereotypien); flexibilitas cerea (wächserene Biegsamkeit)

- Befehlsautomatismen, Negativismus (passiv-aktiv)

- Vorkommen: organische Störungen, Schizophrenie, im Kindesalter können einzelne Tics oder Stereotypien auch unspezifisch vorübergehende Angewohnheiten sein

Manieriert/bizarr

- F

- alltägliche Bewegungen und Handlungen scheinen dem Beobachter verstiegen, verschroben, posenhaft und verschnörkelt

- Vorkommen: Manie, Schizophrenie, Hysterie, persönlichkeitsbedingt

Theatralisch

- F

- Pat wirkt, als würde er sich selbst darstellen

- hier auch Aggravation

- bei Persönlichkeitsstörungen

Mutistisch

- F

- Wortkargheit bis hin zum Nichtsprechen

- Vorkommen: bei starker Antriebsminderung und hemmung, organischen Störungen

Logorrhoisch

- F

- verstärkter Redefluss

- kann stringent und logisch sein

- Vorkommen: Manie, Schizophrenie, organische Störungen

Definition Zirkadiane Besonderheiten und andere Störungen

- Regelhafte Schwankungen der Befindlichkeit innerhalb einer 24h Periode

- Gesamtbefindlichkeit

 

Morgens schlechter

- SF

- Akzentuierung der Symptomatik am Morgen

Abends schlechter

- SF

- müssen nicht jeden Tag auftreten, aber doch regelhaft

Abends besser

- SF

- Vorkommen: unspezifisch, auch Gesunde; beim deliranten Syndrom

Sozialer Rückzug

- SF

- Vorkommen: Depression, autistischen Störungen, Persönlichkeitsstörungen, Schizophrenie, abgeschwächt auch bei Gesunden

Soziale Umtriebigkeit

- SF

- Kontakte meist oberflächlich und wechselhaft

- Vorkommen: in manischen Phasen, bei Schizophrenie, Persönlichkeitsstörungen, Alkohol- und Drogeneinfluss

Aggressivität

- SF

- feindseliges, angriffslustiges Verhalten

- Vorkommen: Schizophrenie, Persönlichkeitsstörungen, Impulskontrollstörungen, stimulierende Drogen, Manie, epileptischer Dämmerzustand, organisches Psychosyndrom

Selbstbeschädigung

- SF

- Selbstverletzung ohne Suizidabsicht

- Vorkommen: Borderline Persönlichkeitsstörung, Schizophrenie, Essstörungen, Traumatisierungen, Angst- und Zwangsstörungen, Alkohol- und Drogenabhängigkeit

Mangel an Krankheitsgefühl

- SF

- Vorkommen: unspezifisch, Demenz, Manie, Schizophrenie, Persönlichkeitsstörungen

Mangel an Krankheitseinsicht

- S

- Pat erkennt krankhafte Erlebens- und Verhaltensweise nicht als krankheitsbedingt an

- Vorkommen: unspezifisch

Ablehnung der Behandlung

- SF

- sowohl unzureichende Mitarbeit als auch völlige Verweigerung

Pflegebedürftig

- SF

- Pat ist bei Aktivitäten des täglichen Lebens auf fremde Hilfe angewiesen

Étudier