Allgemeine Pathologie
MGL-609
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Lernkarten
die Begriffe Krankheit und Gesundheit definieren
Gesundheit
- Zustand des völligen körperlichen, seelischen und sozialen Wohlbefindens
Krankheit
- subjektives und/oder objektives Bestehen körperlicher und/oder geistig-seelischer Störungen bzw. Veränderungen
die wichtigsten inneren und äusseren Krankheitsursachen aufzählen, beschreiben und mit Beispielen
ergänzen
Äussere
- physikalische Noxen (2.B. Trauma, Strahlen, extreme Temperaturen, Strom)
- chemische Agentien (2.8. Umweltgifte, Alkohol, Drogen, Medikamente)
- Mikroorganismen (beispielsweise Bakterien, Pilze, Viren)
- Auslöser fehlgeleiteter lmmunantworten (führen zu Allergien, Autoimmunreaktionen)
- Mangelkrankheiten (Unterernährung, Vitaminmangel, Eisenmangel, usw.)
- psychische Krankheitsursachen (Stress)
- soziale Krankheitsursachen (Arbeitsbedingungen, Kriege)
- Unter-, Überbeanspruchung
Innere
- Abweichungen des Erbmaterials
- Genetisch bedingte Krankheiten können durch
Ghromosomenanomalien oder Genveränderungen entstehen.
- Genetisch bedingte Krankheiten können durch
- Altersveränderungen der einzelnen Organsysteme
- das natürliche Altern führt zu einem
Schwinden der körperlichen und psychischen Leistungskraft.
- das natürliche Altern führt zu einem
den Begriff multifaktorielle Krankheitsursache erklären
beim Vorhanden sein von mehr als einer Ursache spricht man von multifaktorieller Krankheitsentstehung
die Gründe für Zellschäden aufzählen
Sauerstoffmangel (Hypoxie)
- Stört die Atmungskette und ist damit eine wichtige und häufige Ursache für Zellschädigung und -tod. Die Hypoxie ist von der Ischämie abzugrenzen, die durch den Verlust der Blutversorgung in einem Gewebe gekennzeichnet ist.
Chemische Substanzen
- Sehr viele chemische Substanzen können Zellen schädigen. Selbst harmlose Agentien wie Glukose oder Salz in hohen Dosen, die das osmotische Gleichgewicht stören, können Zellschädigungen oder -tod zur Folge haben.
Gifte
- verursachen schwere Schäden auf zellulärer Ebene, indem sie die Durchlässigkeit der Zellmembran, die osmotische Homöostase oder die Integrität eines Enzym stören.
Infektionen
- Die Spanne möglicher Infektionserreger ist gross. Sie reicht von submikroskopischen Viren bis hin zu meterlangen Bandwürmern
Immunologische Reaktionen
- Obwohl das Immunsystem den Körper gegen pathogene Mikroben schützt, können Immunreatkionen auch in Zellen und Geweben Schäden hervorrufen. Beispiele hierfür sind Autoimmunraktionen, die sich gegen das eigene Gewebe richten und allergische Reaktionen gegen Stoffe aus der Umwelt
Genetische Defekte
- Genetische Defekte können zu pathologischen Veränderungen führen. Dies betrifft angeborene Fehlbildungen (z.B. Down-Syndrom) oder Erkrankungen, die auf einer einzelnen Genmutation beruhen (wie z.B. Sichelzellanämie (mutiere rote Blutkörperchen, häufig Afrikaner))
Ernährungsstörungen
- In Entwicklungsländern ist die Mangelernährung nach wie vor eine der Hauptursachen für Zellschädigung. Protein- oder Kalorienmangel bei der armen Bevölkerung sind nur zwei Beispiele
die dreigrundsätzlichen Zellreaktionen auf Noxen aufzählen
- Anpassungsreaktionen (Hypertrophie, Hyperplasie, Atrophie, Dysplasie)
- Zellablagerungen (Verfettungen, Verkalkungen, Pigmente, Fibrose, Ödeme)
- Nekrose (Zelltod)
Formen der intra- und extrazellulären Ablagerungen aufzählen und erklären
- Verfettung
- Pigmente
- Verkalkungen
- Fibrose
- Ödeme
den Begriff Verfettung erklären und an der Leber als Beispiel die Ursachen aufzeigen
Adipositas - Fettsucht - Fett lagert sich am ganzen Körper ein - auch Orgene - meist chronische Schädigungen
- hypoxämische Verfettung: Sauerstoffmangel in Leber und Herzen
- Toxisch (Alkohol, Lösungsmittel)
- Endokrin (hormonell durch Cortisolüberdosierung): Leber
- Nutritiv (ernährungsbedingt): übermässige Ernährung oder durch selektiven Eiweissmangel
den Begriff Pigment definieren und Beispiele für endogene und exogene Pigmente aufzählen
- Alle in Zellen und und Geweben nachweisbaren Stoffen die eine Eigenfarbe haben
- Exogene
- Kohle, Russ
- Tätowierungen
- Endogene
- Melanin
- Bilirubin (Abbauprodukt Hämoglobin)
den Begriff Verkalkung definieren und Beispiele nennen
Einlagerung Calzium an Stellen mit alkalischem Milieu (Nekrosen, Niere)
die Ursachen einer Fibrose, sowie Folgen der Fibrose nennen
- zu viel kollagenes Bindegewebe
- Ursachen:
- Entzündungen z.B. Neurodermitis
- Nicht entzündliche Ödeme: Indurationen (Verhärtungen) von stauungsbedingten Unterschenkelödemen
- Nekrosen von Parenchym, z.B. Leberzirrhose
- Arteriosklerose
- Fibrose -> Sklerose (Verhärtung) und Verlust der Elastizität: Beeinträchtigung der Funktion
den Begriff Ödem definieren
- Flüssigkeitsvermehrungen im Interstitium
- Flüssigkeitsansammlung in den Lungenalveolen (Lungenödem)
- Entstehung: gesteigerter Austritt von Blutflüssigkeit oder verminderte Rearbsorption von Gewebeflüssigkeit in die Gefässe
Transsudat: proteinarme nicht entzündliche Ödemflüssigkeit
Exsudat: proteinreiche Flüssigkeit die meist im Verlauf einer Entzündung aus den Gefässen austritt
die Formen der Zelladaption aufzählen
- Atrophie
- Atrophie bedeutet eine sekundäre Verminderung von Anzahl und/oder Grösse der Zellen eines
primär regelrecht entwickelten Gewebes.
- Atrophie bedeutet eine sekundäre Verminderung von Anzahl und/oder Grösse der Zellen eines
- Hypertrophie
- Hyperplasie
- Dysplasie
Ursachen der Atrophie aufzählen
- Altersatrophie (= senile Atrophie)
- lnvolutionsatrophie (Rückbildungsatrophie)
- z.B. Verschluss Ductus Botalli
- Druckatrophie (mechanischer Druck)
- Durchblutung Gewebe gestört
- lnaktivitätsatrophie (nichtbeanspruchung Organe, Muskeln, Knochen)
- z.B. Bettlägrigkeit
- hormonal bedingte Atrophie (Konzentrationsverminderungen bestimmter Hormone)
- Nebennierenatrophie bei langandauerndem Gebrauch von Steroiden
- Atrophie bei Zirkulationsstörungen (Minderdurchblutung eines Organs)
- z.B. verengte Nierenarterie
- Hungeratrophie
Beispiele für die Hypertrophie und die Hyperplasie nennen
Hypertrophie = vergrösserte Zellen bei gleicher Anzahl
- Bodybuilding
Hyperplasie = Vermehrung Zellanzahl
- chronische Gewebereizung wie Hornhaus
- hormonelles Ungleichgewicht wie Prostata
den Begriff Dysplasie definieren und seine Bedeutung als Präkanzerose erklären
- embryonale Fehlentwicklung
- Gewebeveränderung
- Präkanzerose = schwere Dysplasie = Krebsvorstufe
den Begriff Nekrose definieren
Zelltod und die nachfolgenden morphologischen Veränderungen
die verschiedenen Nekroseformen erklären
- trockene Gangrän,
- feuchte Gangrän,
- Abszess,
- Schorf,
- ischämischer
- hämorrhagischer
- Gangrän
- spezielle Form der Nekrose infolge Ausfall Blutzufuhr
- Trockene Gangrän: totes Gewebe trocknet aus, verfärbt sich schwärzlich
- Feuchte Gangrän: totes Gewebe wird von Bakterien besiedelt -> Verflüssigung, bakterielle Gasentwicklung: totes Gewebe begnnt zu riechen
- Findet sich häufig an Stellen, die leicht einer bakteriellen zugänglich sind
- Ursache: z.B. Diabetes mellitus
- Abszess
- Eiteransammllung in neu entstandenem abgekapseltem Hohlraum
- Schorf
- Schutzdecke aus geronnenem Blut und getrocknetem Wundsekret
- Ischämischer Infarkt (Blutarmut)
- Verminderte Durchblutung
- Hämorrhagischer Infarkt (einblutend)
- Gewebseinblutung und nachfolgendes Absterben des Gewebes
die grossen Gruppen möglicher Stoffwechselstörungen aufzählen
- Flüssigkeitshaushalt
- Kohlenhydratstoffwechsel, beispielsweise durch den Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
- Eiweissstoffwechsel
- Fett- und Cholesterinstoffwechsel, beispielsweise durch zu hohe Bluttfettwerte, die
- zur Entstehung von Arteriosklerose (Arterienverkalkung) f ühren kann
- Pigmentstoffwechsel, beispielsweisederAlbinismus
- Mineralstoffwechsel
den Begriff Entzündung definieren und ihre möglichen Ursachen nennen
Entzündungsreaktion eine Verteidigungsreaktion des Organismus auf eine Gewebsschädigung
physikalisch
- mechanische Reize, Traumen, Hitze oder Kälte, Strahlung
- chemische Stoffe: anorganisch (2.8. Säuren oder Laugen), organisch (2.8. Pflanzengifte)
- infektiös: Bakterien, Viren, Pilze, Parasiten
- immunologisch: Autoimmunerkrankungen, Allergien
den Ablauf und die Vorgänge der verschiedenen Entzündungsphasen benennen
- Alteration
- Schädigung des Gewebes
- Kreislaufstörung
- Eine Erweiterung der Arteriolen führt zur gesteigerten Durchblutung (aktive Hyperämie)
- Exsudation
- Austritt von proteinreicher Flüssigkeit und Zellen in das entzündete Gewebe. Die Gefässpermeabilität (Gefässdurchlässigkeit) wird erhöht, sodass zuerst Blutplasma, dann auch lmmunzellen ins Gewebe austreten.
- Proliferation
- Vermehrung Fibroblasten
- Narbenbildung
- Hört die Wirkung des schädigenden Agens auf, verschwinden die Entzündungszellen.
die lokalen und systemischen Entzündungszeichen aufzählen und erklären
lokal
- Calor
- Rubor
- Dolor
- Tumor
- Funktio laesa
systemisch
- Fieber
- Tachykardie
- verminderter Appetit
- Veränderungen im Blutbild
- Leukozytose (Bekämpfung d. Entzündung)
- BSG (schnelleres Absinken RBK)
- CRP (Entzündungsmolekül) erhöht
den Unterschied der Begriffe Entzündung und lnfektion erklären
- Entzündung ist ein Heilungsversuch von Gewebszellen
- Infektion ist ein aktives oder passives Eindringen, Verbleiben, Vermehren von pathogenen Lebewesen oder Molekülen (Bakterien, Pilze, Parasiten, Viren, Prionen)
die Begriffe primäre und sekundäre Wundheilung definieren und ihre klinische Relevanz nennen
primär
- glatte Wundränder eng aneinander - minimale Bildung von Granulationsgewebe
sekundär
- Wundränder weit voneinander entfernt - starke Bildung von Granulationsgewebe
die möglichen Komplikationen im Wundheilungsprozess aufzählen
- Infekte
- Keloid (überschiessende Narbenbildung)
- Narbenkontraktur (Narbe die stark schrumpt, viel härter)
Entzündungen nach ihrem zeitlichen Verlauf einteilen und erklären
- akut
- beginnen dramatisch, verlaufen stadienhaft in kurzer Zeil zur völligen Heilung
- subakut
- zeitlicher Verlauf liegt zwischen akute und chronischer Entzündung. Meist entwickelt sich das Krankheitsbild schleichend (z.B. Schilddrüsenentzündung)
- Perakut
- kurzen Verlauf und führen meist innert kurzer Zeil zum Tode (z.B. Meningitis)
- chronisch
- lang andauernden Verlauf (z.B. Hepatitis B) ab 6 Monaten
Die Gründe aufzählen, warum eine Entzündung chronisch werden kann
- Unfähigkeit des Organismus, den Aggressor zu eliminieren, bsp. lmmunschwäche, anatomische Veränderungen (Bsp.: Restharn bei Blasensenkung begünstigt Blasenentzündungen)
- autoimmune Vorgänge
- nichtabbaubare allergisch-toxische Substanzen: Fremdkörper, fortwährende Exposition gegenüber entzündungsverursachenden Noxen
- persistierende (fortdauernde) lnfektion durch intrazelluläre Erreger (Tuberkulose, Virus), die daher vom lmmunsystem nicht erreicht werden.
die Begriffe exsudative, ulzerative, proliferative und granulomatöse Entzündung und ihre Bedeutung erklären
- exsudative Entzündung
- viel austretende Flüssigkeit (Exsudate) am Ort der Entzündung
- ulzerative Entzündung
- ein tief reichender Haut-, Schleimhaut- und eventuell Gefässinnenwanddefekt.
- proliferative Entzündung
- Neubildung (Proliferation) von Fibroblastenzellen,
- granulomatöse Entzrindung
- überschiessenden knötchenförmigen Ansammlung von Entzündungszellen und Bindegewebe in Form von so genannten Granulomen
Formen der exsudativen Entzündung erklären
serös und eitrig
die Sonderformen der exsudativen Entzündung nennen
- Empyem
- eitrige Entzündung in einem bestehenden anatomischen Hohlraum (beispielsweise Pleuraspalt)
- Abszess
- Eiteransammlung in einem durch Gewebszerfall neu entstandenen Hohlraum bezeichnet.
- Phlegmone
- diffuse, eitrige Entzündungsform ohne klare Abgrenzung.
mögliche allgemeine Ursachen für Kreislaufstörungen nennen
- kardial (Pumpversagen: Myokardinfarkt)
- gefässbedingt (Volumenmangel: Blutungen)
- blutbedingt (Vasodilatation: fulminante Bakterieninfektion)
- steuerungsbedingt (Vasodilatation: Rückenmarksverletzung)
grob die verschiedenen kardialen Ursachen für Kreislaufstörungen erklären
- Druckbelastung
- häufigster Grund Bluthochdruck. Herzmuskel pumpt erhöhten Widerstand und hypertrophiert. Füllungsvolumen nimmt ab ->Rückstau des Blutes in Lungen oder in Leber
- Volumenbelastung
- Klappeninsuffizienzen (undichte Herzklappen)
- Änderung der Herzfrequenz
- Bei Tachykardien, Bradykardien, Arrhythmien -> zu wenig Blut wird ausgeworfen
- Kontraktionsstörungen
- Kontraktionsstörungen des Herzmuskels führen zu einer reduzierten Pumpleistung. (Endokarderkrankungen, Myokarderkrankungen, Druck von aussen (Herzbeutelerguss, u.a.))
den Begriff Blutung erklären
Austreten von Blut aus Gefässen in umliegendes Gewebe, in Hohlräume oder an Oberflächen.
Wo blutet es?
- Kapillär, venös, arteriell, kardial
- Innere (Blut verbleibt im Körper), äussere Blutung
folgende Begriffe erklären
- äussere Blutung
- innere Blutung
- arterielle Blutung
- kapillare Blutung
- venöse Blutung
- Petechien
- Hämatom
- Epistaxis
- Hämatemesis
- Meläna
- Hämaturie
- äussere Blutung
- innere Blutung
- arterielle Blutung
- kapillare Blutung
- venöse Blutung
- Petechien
- kleine Einzelblutungen
- Hämatom
- Bluterguss
- Epistaxis
- Blutung aus der Nase
- Hämatemesis
- Erbrechen von Blut
- Meläna
- Blut im Stuhl (schwarz)
- Hämaturie
- Erythozyten im Urin
den Begriff des Schockes definieren, seine verschiedenen Entstehungsmechanismen erklären und die klinischen Zeichen nennen
ein akutes generalisiertes Kreislaufversagen mit kritischer Minderdurchblutung lebenswichtiger Organe und fortschreitender ischämischer Hypoxie
- hypovolämisch = Volumenmangel (Blutung, Flüssigkeitsverlust, Erbrechen, Diarrhoe)
- anaphylaktisch = allergisch (Insektenstiche, Medis)
- septisch = gefässbedingt - Vasodilatation (Gefässerweiterung) (Bakterien)
- kardiogen = Pumpversagen (Myokardinfarkt, Lungenembolie)
- neurogen = Steuerungsbedingt (Rückenmarksverletzungen)
die Begriffe lschämie und lnfarkt definieren, ihre Ursachen und Folgen nennen
lschämie
- Verminderte Durchblutung eines Organs oder Organbezirks infolge einer herabgesetzten Blutzufuhr. Dies führt zu Hypoxie (Sauerstoffmangel) im Gewebe.
- Wandveränderung : z. B. du rch eine Wandverdicku ng (Arteriosklerose)
- Verschluss des Gefässlumens: durch einen Thrombus oder Embolus
- Kompression des Gefässes: z.B. durch einen Tumor oder Abszess
lnfarkt
- Gewebsnekrose infolge Sauerstoffmangel
- lschämischer (Blutarmut) lnfarkt: lschämische lnfarkte werden durch einen Arterienverschluss
verursacht, der zu einem völligen und anhaltenden Durchblutungsstop und damit zu einem verminderten Blutgehalt im betroffenen Gebiet führt. Diese lschämie führt zur hypoxiebedingten Nekrose. Bsp; Herzinfarkt, weisse Enzephalomalazie (ischämischer Hirninfarkt bei Hirnembolie) - Hämorrhagischer (Einblutung) lnfarkt: Bei Einblutungen ins Gewebe kann kein neues sauerstoffreiches Blut nachströmen, Gewebe kann absterben.
- lschämischer (Blutarmut) lnfarkt: lschämische lnfarkte werden durch einen Arterienverschluss
die infarktgefährdeten Organe aufzählen
- Herz
- Gehirn (vor allem die Hirnrinde)
- Netzhaut
- Nierenrinde
- Milz
- Lungenlappen
- Darmschlingen
- Endarterien der Extremitäten
den Begriff der Thrombose und ihre Ursachen erörtern
Blutgerinnsel in einem Gefäss
Virchow'sche Trias:
- Wandläsionen infolge Arteriosklerose
- Stase des Blutstroms (z.B. durch Thrombus)
- Veränderung der Blutzusammensetzung (z.B. durch Tumor)
die häufigsten Entstehungsorte der Thrombosen benennen
- Beckenvenen
- tiefe Beinvenen
- Herzvorhof bei Vorhofflimmern (Art von Herzrhythmusstörung)
- Herzklappen bei einer Entzündung
- Aneurysmen (Gefässaussackungen)
- Halsschlagadergabelung
Komplikationen und mögliche Folgen eines Thrombus beschreiben
- Embolisation: Der Thrombus oder ein Teil davon bricht ab und wird als Embolus verschleppt.
- Auflösung: Enzyme im Blut lösen den Thrombus auf.
- Organisation: wird in Bindegewebe umgewandelt und vernarbt.
- Rekanalisation: Wiederherstellung der Gefässdurchgängigkeit.
den Begriff der Embolie definieren und ihre verschiedenen Entstehungsmechanismen nennen
Verschleppung von Material in der Blutbahn mit der Folge des Steckenbleibens und des Verschlusses des Gefässsystems
- Thromboembolien (losgelöster Thrombusteil, über 90 % der Embolien entstehen aus Thromben)
- Tumorzellen
- bakterielle Embolien (Verschleppung von Bakterienherden)
- Luftembolien (Taucherkrankheit, Caissonkrankheit)
- Fetttropfen (bei Knochenbrüchen)
- Fruchtwasser