MGL-609


S. I.
Diese Karteikarten bieten eine umfassende Übersicht über die Grundlagen der Pathologie und eignen sich ideal für Berufslehrlinge in der Medizin. Sie decken zentrale Begriffe wie Entzündung, Gewebeveränderungen und Krankheitsursachen ab, einschließlich genetischer Aspekte wie Mutationen und Erbgänge. Die Lernkarten behandeln auch verschiedene Tumorarten, ihre Ursachen, Therapieformen und Warnsignale, sowie die Unterschiede zwischen benignen, semimalignen und malignen Tumoren. Sie richten sich an angehende Mediziner, die ein solides Verständnis der Pathologie aufbauen möchten.
Flashcards
58
Students
18
Language
German
Category
Medical
Created / Updated
25.01.2014 / 17.09.2023

Lernkarten

die Begriffe Krankheit und Gesundheit definieren

Gesundheit

  • Zustand des völligen körperlichen, seelischen und sozialen Wohlbefindens

 

Krankheit

  • subjektives und/oder objektives Bestehen körperlicher und/oder geistig-seelischer Störungen bzw. Veränderungen

die wichtigsten inneren und äusseren Krankheitsursachen aufzählen, beschreiben und mit Beispielen
ergänzen

Äussere

  • physikalische Noxen (2.B. Trauma, Strahlen, extreme Temperaturen, Strom)
  • chemische Agentien (2.8. Umweltgifte, Alkohol, Drogen, Medikamente)
  • Mikroorganismen (beispielsweise Bakterien, Pilze, Viren)
  • Auslöser fehlgeleiteter lmmunantworten (führen zu Allergien, Autoimmunreaktionen)
  • Mangelkrankheiten (Unterernährung, Vitaminmangel, Eisenmangel, usw.)
  • psychische Krankheitsursachen (Stress)
  • soziale Krankheitsursachen (Arbeitsbedingungen, Kriege)
  • Unter-, Überbeanspruchung

 

Innere

  • Abweichungen des Erbmaterials
    • Genetisch bedingte Krankheiten können durch
      Ghromosomenanomalien oder Genveränderungen entstehen.
  • Altersveränderungen der einzelnen Organsysteme
    • das natürliche Altern führt zu einem
      Schwinden der körperlichen und psychischen Leistungskraft.

 

den Begriff multifaktorielle Krankheitsursache erklären

beim Vorhanden sein von mehr als einer Ursache spricht man von multifaktorieller Krankheitsentstehung

die Gründe für Zellschäden aufzählen

Sauerstoffmangel (Hypoxie)

  • Stört die Atmungskette und ist damit eine wichtige und häufige Ursache für Zellschädigung und -tod. Die Hypoxie ist von der Ischämie abzugrenzen, die durch den Verlust der Blutversorgung in einem Gewebe gekennzeichnet ist.

Chemische Substanzen

  • Sehr viele chemische Substanzen können Zellen schädigen. Selbst harmlose Agentien wie Glukose oder Salz in hohen Dosen, die das osmotische Gleichgewicht stören, können Zellschädigungen oder -tod zur Folge haben.

Gifte

  • verursachen schwere Schäden auf zellulärer Ebene, indem sie die Durchlässigkeit der Zellmembran, die osmotische Homöostase oder die Integrität eines Enzym stören.

Infektionen

  • Die Spanne möglicher Infektionserreger ist gross. Sie reicht von submikroskopischen Viren bis hin zu meterlangen Bandwürmern

Immunologische Reaktionen

  • Obwohl das Immunsystem den Körper gegen pathogene Mikroben schützt, können Immunreatkionen auch in Zellen und Geweben Schäden hervorrufen. Beispiele hierfür sind Autoimmunraktionen, die sich gegen das eigene Gewebe richten und allergische Reaktionen gegen Stoffe aus der Umwelt

Genetische Defekte

  • Genetische Defekte können zu pathologischen Veränderungen führen. Dies betrifft angeborene Fehlbildungen (z.B. Down-Syndrom) oder Erkrankungen, die auf einer einzelnen Genmutation beruhen (wie z.B. Sichelzellanämie (mutiere rote Blutkörperchen, häufig Afrikaner))

Ernährungsstörungen

  • In Entwicklungsländern ist die Mangelernährung nach wie vor eine der Hauptursachen für Zellschädigung. Protein- oder Kalorienmangel bei der armen Bevölkerung sind nur zwei Beispiele

die dreigrundsätzlichen Zellreaktionen auf Noxen aufzählen

  • Anpassungsreaktionen (Hypertrophie, Hyperplasie, Atrophie, Dysplasie)
  • Zellablagerungen (Verfettungen, Verkalkungen, Pigmente, Fibrose, Ödeme)
  • Nekrose (Zelltod)

Formen der intra- und extrazellulären Ablagerungen aufzählen und erklären

 

 

  • Verfettung
  • Pigmente
  • Verkalkungen
  • Fibrose
  • Ödeme

den Begriff Verfettung erklären und an der Leber als Beispiel die Ursachen aufzeigen

Adipositas - Fettsucht - Fett lagert sich am ganzen Körper ein -  auch Orgene - meist chronische Schädigungen

  • hypoxämische Verfettung: Sauerstoffmangel in Leber und Herzen
  • Toxisch (Alkohol, Lösungsmittel)
  • Endokrin (hormonell durch Cortisolüberdosierung): Leber
  • Nutritiv (ernährungsbedingt): übermässige Ernährung oder durch selektiven Eiweissmangel

den Begriff Pigment definieren und Beispiele für endogene und exogene Pigmente aufzählen

  • Alle in Zellen und und Geweben nachweisbaren Stoffen die eine Eigenfarbe haben
  • Exogene
    • Kohle, Russ
    • Tätowierungen
  • Endogene
    • Melanin
    • Bilirubin (Abbauprodukt Hämoglobin)

den Begriff Verkalkung definieren und Beispiele nennen

Einlagerung Calzium an Stellen mit alkalischem Milieu (Nekrosen, Niere)

die Ursachen einer Fibrose, sowie Folgen der Fibrose nennen

  • zu viel kollagenes Bindegewebe
  • Ursachen:
    • Entzündungen z.B. Neurodermitis
    • Nicht entzündliche Ödeme: Indurationen (Verhärtungen) von stauungsbedingten Unterschenkelödemen
    • Nekrosen von Parenchym, z.B. Leberzirrhose
    • Arteriosklerose
  • Fibrose -> Sklerose (Verhärtung) und Verlust der Elastizität: Beeinträchtigung der Funktion

den Begriff Ödem definieren

  • Flüssigkeitsvermehrungen im Interstitium
  • Flüssigkeitsansammlung in den Lungenalveolen (Lungenödem)
  • Entstehung: gesteigerter Austritt von Blutflüssigkeit oder verminderte Rearbsorption von Gewebeflüssigkeit in die Gefässe

Transsudat: proteinarme nicht entzündliche Ödemflüssigkeit

Exsudat: proteinreiche Flüssigkeit die meist im Verlauf einer Entzündung aus den Gefässen austritt

die Formen der Zelladaption aufzählen

  • Atrophie
    • Atrophie bedeutet eine sekundäre Verminderung von Anzahl und/oder Grösse der Zellen eines
      primär regelrecht entwickelten Gewebes.
  • Hypertrophie
  • Hyperplasie
  • Dysplasie

Ursachen der Atrophie aufzählen

  • Altersatrophie (= senile Atrophie)
  • lnvolutionsatrophie (Rückbildungsatrophie)
    • z.B. Verschluss Ductus Botalli
  • Druckatrophie (mechanischer Druck)
    • Durchblutung Gewebe gestört
  • lnaktivitätsatrophie (nichtbeanspruchung Organe, Muskeln, Knochen)
    • z.B. Bettlägrigkeit
  • hormonal bedingte Atrophie (Konzentrationsverminderungen bestimmter Hormone)
    • Nebennierenatrophie bei langandauerndem Gebrauch von Steroiden
  • Atrophie bei Zirkulationsstörungen (Minderdurchblutung eines Organs)
    • z.B. verengte Nierenarterie
  • Hungeratrophie

Beispiele für die Hypertrophie und die Hyperplasie nennen

Hypertrophie = vergrösserte Zellen bei gleicher Anzahl

  • Bodybuilding

Hyperplasie = Vermehrung Zellanzahl

  • chronische Gewebereizung wie Hornhaus
  • hormonelles Ungleichgewicht wie Prostata

den Begriff Dysplasie definieren und seine Bedeutung als Präkanzerose erklären

  • embryonale Fehlentwicklung
  • Gewebeveränderung
  • Präkanzerose = schwere Dysplasie = Krebsvorstufe

den Begriff Nekrose definieren

Zelltod und die nachfolgenden morphologischen Veränderungen

die verschiedenen Nekroseformen erklären

  • trockene Gangrän,
  • feuchte Gangrän,
  • Abszess,
  • Schorf,
  • ischämischer
  • hämorrhagischer

  • Gangrän
    • spezielle Form der Nekrose infolge Ausfall Blutzufuhr
    • Trockene Gangrän: totes Gewebe trocknet aus, verfärbt sich schwärzlich
    • Feuchte Gangrän: totes Gewebe wird von Bakterien besiedelt -> Verflüssigung, bakterielle Gasentwicklung: totes Gewebe begnnt zu riechen
    • Findet sich häufig an Stellen, die leicht einer bakteriellen zugänglich sind
    • Ursache: z.B. Diabetes mellitus
  • Abszess
    • Eiteransammllung in neu entstandenem abgekapseltem Hohlraum
  • Schorf
    • Schutzdecke aus geronnenem Blut und getrocknetem Wundsekret
  • Ischämischer Infarkt (Blutarmut)
    • Verminderte Durchblutung
  • Hämorrhagischer Infarkt (einblutend)
    • Gewebseinblutung und nachfolgendes Absterben des Gewebes

die grossen Gruppen möglicher Stoffwechselstörungen aufzählen

  • Flüssigkeitshaushalt
  • Kohlenhydratstoffwechsel, beispielsweise durch den Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
  • Eiweissstoffwechsel
  • Fett- und Cholesterinstoffwechsel, beispielsweise durch zu hohe Bluttfettwerte, die
  • zur Entstehung von Arteriosklerose (Arterienverkalkung) f ühren kann
  • Pigmentstoffwechsel, beispielsweisederAlbinismus
  • Mineralstoffwechsel

den Begriff Entzündung definieren und ihre möglichen Ursachen nennen

Entzündungsreaktion eine Verteidigungsreaktion des Organismus auf eine Gewebsschädigung

 

physikalisch

  • mechanische Reize, Traumen, Hitze oder Kälte, Strahlung
  • chemische Stoffe: anorganisch (2.8. Säuren oder Laugen), organisch (2.8. Pflanzengifte)
  • infektiös: Bakterien, Viren, Pilze, Parasiten
  • immunologisch: Autoimmunerkrankungen, Allergien

den Ablauf und die Vorgänge der verschiedenen Entzündungsphasen benennen

  • Alteration
    • Schädigung des Gewebes
  • Kreislaufstörung
    • Eine Erweiterung der Arteriolen führt zur gesteigerten Durchblutung (aktive Hyperämie)
  • Exsudation
    • Austritt von proteinreicher Flüssigkeit und Zellen in das entzündete Gewebe. Die Gefässpermeabilität (Gefässdurchlässigkeit) wird erhöht, sodass zuerst Blutplasma, dann auch lmmunzellen ins Gewebe austreten.
  • Proliferation
    • Vermehrung Fibroblasten
  • Narbenbildung
    • Hört die Wirkung des schädigenden Agens auf, verschwinden die Entzündungszellen.

die lokalen und systemischen Entzündungszeichen aufzählen und erklären

lokal

  • Calor
  • Rubor
  • Dolor
  • Tumor
  • Funktio laesa

systemisch

  • Fieber
  • Tachykardie
  • verminderter Appetit
  • Veränderungen im Blutbild
    • Leukozytose (Bekämpfung d. Entzündung)
    • BSG (schnelleres Absinken RBK)
    • CRP (Entzündungsmolekül) erhöht

den Unterschied der Begriffe Entzündung und lnfektion erklären

  • Entzündung ist ein Heilungsversuch von Gewebszellen

 

  • Infektion ist ein aktives oder passives Eindringen, Verbleiben, Vermehren von pathogenen Lebewesen oder Molekülen (Bakterien, Pilze, Parasiten, Viren, Prionen)

die Begriffe primäre und sekundäre Wundheilung definieren und ihre klinische Relevanz nennen

primär

  • glatte Wundränder eng aneinander - minimale Bildung von Granulationsgewebe

sekundär

  • Wundränder weit voneinander entfernt - starke Bildung von Granulationsgewebe

die möglichen Komplikationen im Wundheilungsprozess aufzählen

  • Infekte
  • Keloid (überschiessende Narbenbildung)
  • Narbenkontraktur (Narbe die stark schrumpt, viel härter)

Entzündungen nach ihrem zeitlichen Verlauf einteilen und erklären

  • akut
    • beginnen dramatisch, verlaufen stadienhaft in kurzer Zeil zur völligen Heilung
  • subakut
    • zeitlicher Verlauf  liegt zwischen akute und chronischer Entzündung. Meist entwickelt sich das Krankheitsbild schleichend (z.B. Schilddrüsenentzündung)
  • Perakut
    • kurzen Verlauf und führen meist innert kurzer Zeil zum Tode (z.B. Meningitis)
  • chronisch
    • lang andauernden Verlauf (z.B. Hepatitis B) ab 6 Monaten

Die Gründe aufzählen, warum eine Entzündung chronisch werden kann

  • Unfähigkeit des Organismus, den Aggressor zu eliminieren, bsp. lmmunschwäche, anatomische Veränderungen (Bsp.: Restharn bei Blasensenkung begünstigt Blasenentzündungen)
  • autoimmune Vorgänge
  • nichtabbaubare allergisch-toxische Substanzen: Fremdkörper, fortwährende Exposition gegenüber entzündungsverursachenden Noxen
  • persistierende (fortdauernde) lnfektion durch intrazelluläre Erreger (Tuberkulose, Virus), die daher vom lmmunsystem nicht erreicht werden.

die Begriffe exsudative, ulzerative, proliferative und granulomatöse Entzündung und ihre Bedeutung erklären

  • exsudative Entzündung
    • viel austretende Flüssigkeit (Exsudate) am Ort der Entzündung
  • ulzerative Entzündung
    • ein tief reichender Haut-, Schleimhaut- und eventuell Gefässinnenwanddefekt.
  • proliferative Entzündung
    • Neubildung (Proliferation) von Fibroblastenzellen,
  • granulomatöse Entzrindung
    • überschiessenden knötchenförmigen Ansammlung von Entzündungszellen und Bindegewebe in Form von so genannten Granulomen

Formen der exsudativen Entzündung erklären

serös und eitrig

die Sonderformen der exsudativen Entzündung nennen

  • Empyem
    • eitrige Entzündung in einem bestehenden anatomischen Hohlraum (beispielsweise Pleuraspalt)
  • Abszess
    • Eiteransammlung in einem durch Gewebszerfall neu entstandenen Hohlraum bezeichnet.
  • Phlegmone
    • diffuse, eitrige Entzündungsform ohne klare Abgrenzung.

mögliche allgemeine Ursachen für Kreislaufstörungen nennen

  • kardial (Pumpversagen: Myokardinfarkt)
  • gefässbedingt (Volumenmangel: Blutungen)
  • blutbedingt (Vasodilatation: fulminante Bakterieninfektion)
  • steuerungsbedingt (Vasodilatation: Rückenmarksverletzung)

grob die verschiedenen kardialen Ursachen für Kreislaufstörungen erklären

  • Druckbelastung
    • häufigster Grund Bluthochdruck. Herzmuskel pumpt erhöhten Widerstand und hypertrophiert. Füllungsvolumen nimmt ab ->Rückstau des Blutes in Lungen oder in Leber
  • Volumenbelastung
    • Klappeninsuffizienzen (undichte Herzklappen)
  • Änderung der Herzfrequenz
    • Bei Tachykardien, Bradykardien, Arrhythmien -> zu wenig Blut wird ausgeworfen
  • Kontraktionsstörungen
    • Kontraktionsstörungen des Herzmuskels führen zu einer reduzierten Pumpleistung. (Endokarderkrankungen, Myokarderkrankungen, Druck von aussen (Herzbeutelerguss, u.a.))

den Begriff Blutung erklären

Austreten von Blut aus Gefässen in umliegendes Gewebe, in Hohlräume oder an Oberflächen.

Wo blutet es?

  • Kapillär, venös, arteriell, kardial
  • Innere (Blut verbleibt im Körper), äussere Blutung

folgende Begriffe erklären

  • äussere Blutung
  • innere Blutung
  • arterielle Blutung
  • kapillare Blutung
  • venöse Blutung
  • Petechien
  • Hämatom
  • Epistaxis
  • Hämatemesis
  • Meläna
  • Hämaturie

  • äussere Blutung
  • innere Blutung
  • arterielle Blutung
  • kapillare Blutung
  • venöse Blutung
  • Petechien
    • kleine Einzelblutungen
  • Hämatom
    • Bluterguss
  • Epistaxis
    • Blutung aus der Nase
  • Hämatemesis
    • Erbrechen von Blut
  • Meläna
    • Blut im Stuhl (schwarz)
  • Hämaturie
    • Erythozyten im Urin

den Begriff des Schockes definieren, seine verschiedenen Entstehungsmechanismen erklären und die klinischen Zeichen nennen

ein akutes generalisiertes Kreislaufversagen mit kritischer Minderdurchblutung lebenswichtiger Organe und fortschreitender ischämischer Hypoxie

  • hypovolämisch = Volumenmangel (Blutung, Flüssigkeitsverlust, Erbrechen, Diarrhoe)
  • anaphylaktisch = allergisch (Insektenstiche, Medis)
  • septisch = gefässbedingt - Vasodilatation (Gefässerweiterung) (Bakterien)
  • kardiogen = Pumpversagen (Myokardinfarkt, Lungenembolie)
  • neurogen = Steuerungsbedingt (Rückenmarksverletzungen)

die Begriffe lschämie und lnfarkt definieren, ihre Ursachen und Folgen nennen

lschämie

  • Verminderte Durchblutung eines Organs oder Organbezirks infolge einer herabgesetzten Blutzufuhr. Dies führt zu Hypoxie (Sauerstoffmangel) im Gewebe.
    • Wandveränderung : z. B. du rch eine Wandverdicku ng (Arteriosklerose)
    • Verschluss des Gefässlumens: durch einen Thrombus oder Embolus
    • Kompression des Gefässes: z.B. durch einen Tumor oder Abszess

lnfarkt

  • Gewebsnekrose infolge Sauerstoffmangel
    • lschämischer (Blutarmut) lnfarkt: lschämische lnfarkte werden durch einen Arterienverschluss
      verursacht, der zu einem völligen und anhaltenden Durchblutungsstop und damit zu einem verminderten Blutgehalt im betroffenen Gebiet führt. Diese lschämie führt zur hypoxiebedingten Nekrose. Bsp; Herzinfarkt, weisse Enzephalomalazie (ischämischer Hirninfarkt bei Hirnembolie)
    • Hämorrhagischer (Einblutung) lnfarkt: Bei Einblutungen ins Gewebe kann kein neues sauerstoffreiches Blut nachströmen, Gewebe kann absterben.

die infarktgefährdeten Organe aufzählen

  • Herz
  • Gehirn (vor allem die Hirnrinde)
  • Netzhaut
  • Nierenrinde
  • Milz
  • Lungenlappen
  • Darmschlingen
  • Endarterien der Extremitäten

den Begriff der Thrombose und ihre Ursachen erörtern

Blutgerinnsel in einem Gefäss

Virchow'sche Trias:

  • Wandläsionen infolge Arteriosklerose
  • Stase des Blutstroms (z.B. durch Thrombus)
  • Veränderung der Blutzusammensetzung (z.B. durch Tumor)

die häufigsten Entstehungsorte der Thrombosen benennen

  • Beckenvenen
  • tiefe Beinvenen
  • Herzvorhof bei Vorhofflimmern (Art von Herzrhythmusstörung)
  • Herzklappen bei einer Entzündung
  • Aneurysmen (Gefässaussackungen)
  • Halsschlagadergabelung

Komplikationen und mögliche Folgen eines Thrombus beschreiben

  • Embolisation: Der Thrombus oder ein Teil davon bricht ab und wird als Embolus verschleppt.
  • Auflösung: Enzyme im Blut lösen den Thrombus auf.
  • Organisation: wird in Bindegewebe umgewandelt und vernarbt.
  • Rekanalisation: Wiederherstellung der Gefässdurchgängigkeit.

den Begriff der Embolie definieren und ihre verschiedenen Entstehungsmechanismen nennen

Verschleppung von Material in der Blutbahn mit der Folge des Steckenbleibens und des Verschlusses des Gefässsystems

  • Thromboembolien (losgelöster Thrombusteil, über 90 % der Embolien entstehen aus Thromben)
  • Tumorzellen
  • bakterielle Embolien (Verschleppung von Bakterienherden)
  • Luftembolien (Taucherkrankheit, Caissonkrankheit)
  • Fetttropfen (bei Knochenbrüchen)
  • Fruchtwasser

Study