akutes Lungenversagen und ARDS
zur Vorlesung vom 13.05.2016 (2)
zur Vorlesung vom 13.05.2016 (2)
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Lernkarten
Abkürzung: ARDS
acute respiratory distress syndrom
Abkürzung: AWR
Aufwachraum
Abkürzung: IMC
intermediate care station
Abkürzung: NIV
nichtinvasive Ventilation
Def.: NIV
Maskenbeatmung mit Beatmungsdruck
ARDS im Röntgen-Thx
beidseitige, milchig weiße Verschattung der Lunge
ARDS im CT
hyperdense Areale im Bereich des Lungengewebes als Zeichen der Ansammlung von Flüssigkeit
Def.: ARDS
- allg. Definition
- Klausur: 4 Punkte
schwere Form des akuten Lungenversagens mit Bildung eines Lungenödems nach einer pulmonalen Inflammatsionreaktion mit Schädigung des Lungenparenchyms
- akuter Beginn (1 Woche)
- bilaterale diffuse Verschattung
- kein Anhalt für kardiale Genese
- Oxygenierung eingeschränkt
Abkürzung: ALI
acute lung injury
Def.: ALI
acute lung injury, wenn Horovitz-Quotient <300mmHg
(entspricht: leichte ARDS)
Epidemiologie: ARDS
- Inzidenz
- Letalität
- Inzidenz: 138/100.000
- Letalität: 40-50%
Risikofaktoren: ARDS
- direkt (Schädigung der Lunge)
- indirekt (extrapulmonale Erkrankung)
Risikofaktoren: ARDS
- Klausur: Ursache in über 50% der Fälle
- Klausur: Ein ARDS kann auch durch eine einfache
- Klausur: Ursache in über 50% der Fälle eine indirekt (extrapulmonal).
- Klausur: Ein ARDS kann auch durch eine einfache Entzündung des großen Zehs mit anschließender Sepsis ausgelöst werden.
Abkürzung: MODS
multiorgan dysfunction syndrom
Synonym: MODS
Multiorganversagen
Therapie des ARDS
- ...
- ...
- ...
- kausale Therapie
- supportive Therapie
- spezifische Therapie
Therapie des ARDS: kausale Therapie (1)
Triggerelimination
Therapie des ARDS: supportive Therapie (7)
- negative Flüssigkeitsbilanz
- antimikrobioelle/antiinfektive Therapie
- invasives Monitoring
- Sheldon-Katheter zur Dialyse
- enterale Ernährung
- lungenprotektive Beatmung
- assistierte Spontanatmung
Therapie des ARDS: spezifische Therapie (4)
- PEEP
- kinetische Therapie
- inhalierte Vasodilatoren
- extrakorporale Ventilationssysteme
Abkürzung: PCV
pressure controlled ventilation
Abkürzung: PEEP
positive end exspiratory pressure
Def.: assitierte Spontanatmung
Pat. atment noch selbst und wir dabei je nach Bedarf unterstützt.
→ Zwerchfellprotektion
Def.: PEEP
- Tidalvolumen
Erhalt eines positiven endexspiratorischen Drucks, der dem Kollabs der Alveolen entgegenwirkt.
- TIdalvolumen: ca. 6ml/kg KG
Def.: Recruitment Manöver
Erst nach ein paar Atemzügen mit PEEP bleibt die Lunge vollständig entfaltet, da es bei den anfänglichen Atemzügen zum Lösen von Atelektasen kommt.
Probleme der PEEP (2)
wenn PEEP zu hoch gewählt wird
- Behinderung des venösen Rückstroms zum Herzen
- Kompression der Lungengefäße → Reduktion der Lungenperfusion
Der paO2 gibt Auskunft über die
Der pCO2 gibt Auskunf über die
Optionen zur Erhöhung der Oxygenierung (2)
- Erhöhung des FIO2
- cave: Verstärkung des respiratory burst
- Erhöhung des PEEP
- cave: kardiovaskuläre Probleme
Der pCO2 ist direkt proportional zum
AMV (Atemminutenvolumen).
Reduktion des pCO2 (1)
- Erhöhung des AMV
- Erhöhung der Atemfrequenz oder
- Erhöhung des Atemzugvolumens (=Tidalvolumen)
- cave: Erhöhung des shear-Stresses und damit Verstärkung der Entzündungsreaktion
- deswegen: permissive Hyperkapnie
Therapie des ARDS: spezifische Therapie
kinetische Therapie (2)
- klassisches Verfahren mit regelmäßigem Wechsel zwischen Bauch- und Rückenlage
- Rotortest-Verfahren in speziellen Lagerungsbetten
Therapie des ARDS: spezifische Therapie
extrakorporale Ventilationssysteme
- ILA/Novalung
- Kanülen in A. und V. femoralis
- geringe Füllungsmenge (20% des HZV): nur Beeinflussung des pCO2
- ECMO (ultima ratio)
- verschiedene Anschlussmöglichkeiten