AGG (BA SoPäd)

nach den Vorlesungen SoSe 14

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Johanna Bon
Diese Lernkarten behandeln auf Universitätsniveau die Themen Integrationspädagogik, Behinderung und Geschlecht. Sie beleuchten die Geschichte und Kritik des Normalisierungsprinzips, die Entwicklung der Behindertenbewegung und verschiedene Modelle von Behinderung. Zudem werden Geschlechterkonstellationen in der Integrationspädagogik sowie die Disability Studies analysiert. Das Learnset richtet sich an Studierende und Fachkräfte, die sich mit inklusiven Bildungsansätzen und den sozialen Aspekten von Behinderung auseinandersetzen möchten.
Cartes-fiches
56
Utilisateurs
2
Langue
Allemand
Catégorie
Affaires sociales
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
11.07.2014 / 12.07.2014

Cartes-fiches

Heterogenität nach Aristoteles

Verschiedenes, das nicht einander untergeordnet werden kann

[Was ist Behinderung?]

Begriffsgeschichte

-entstanden im 20 Jhdt.

-seit den 1960ern systematisch verwendet

-ab den 70ern "Behindertenpädagogik"

[Normalismus]

Inklusionspädagogik

-Kein Behinderunsbegriff

-Einheitliches Bildungssystem

-Normale Schule: MIT behinderten Kindern

-Lernschwierigkeiten = normal

-Eberwein '77: Sonderpädagogik --> Inklusionspädagogik

[Geschlechterkonstellationen]

Anteile des FS Lernen

Lernen 50%

[Geschichte]

Was war im 19. Jahrhundert?

-Separation, Segregation

-Industrialisierung, Soziale Frage, Brauchbare und Unbrauchbare

-Hilfsklassen und -Schulen (Entlastung, Erziehung zur Brauchbarkeit)

-"Idiotenanstalten": Verwahrung, Pflege

[Integrationspädagogik und Geschlecht]

Forschungsergebnisse

Lernleistung

-Kinder mit Förderbedarf: lerneffektiver

-Kinder ohne Förderbedarf: gleichbleibend

-soziale Kompetenzen bei allen gestärkt

[Normalismus]

Basis-Normalfelder

-viele Normaleinheiten = Normalfeld

-Voraussetzung: Datenerhebung

-Indikatoren (zB IQ im Basis-Normalfeld Intellligenz)

[Integrationspädagogik und Geschlecht]

Forschungsergebnisse

Soziale Integration

-alle haben "Gefühl des integriert seins"

-je länger integriert, desto besser (wohnortnahe Beschulung --> Freizeitbeziehungen)

[Disability Studies]

Kulturelles Modell von Behinderung

-Repräsentation von Behinderung in unterschiedlichen Kulturen

-Frage nach Bildern, Symbolen und Terminologien

[Normalisierungsprinzip, Behindertenbewegung]

Köbsell 2012

-traditioneller Umgang: MmB = unmündig, hilflos

-Behindertenbewegung: "zu Subjekten ihrer Leben werden"

Qualitätsstufen der Behindertenpolitik und -pädagogik

0. Extinktion: Auslöschung --> keine Rechte

1. Exklusion: Ausschluss --> Recht auf Leben

2. Segregation: Trennung --> Recht auf Bildung

3. Integration: Wiederherstellung --> Recht auf Gemeinsamkeit und Teilhabe

4. Inklusion: Einschluss: Recht auf Selbstbestimmung und Gleichheit

[Normalisierungsprinzip, Behindertenbewegung]

Behindertenbewegung

1978: Gründung der "Krüppelgruppen"

1980: Urteil des Franktfurter Landgerichts

1981: Kritik am UNO-Jahr der Behinderung

Krückenschlag Franz Christoph (1981): Nichtbehinderter wäre angezeigt und verhaftet worden

[Was ist Behinderung?]

Fazit (Zitate)

Schmuhl: "Begriffswandel = notwendige, aber nicht hinreichende Bedingung des politischen und sozialen Wandels"

Bleidick: "Behinderung --> Schutz und Hilfe, aber auch Stigmatisierung und Aussonderung"

Kant: "Irrtum = Begriff ist Bedingung der Sache selbst"

[Integrationspädagogik und Geschlecht]

Entwicklung der IP nach Dichans

Phase 1

Phase der vereinzelten Integration (1968-78)

-Einzelfälle integrativer Erziehung (initiiert von den Eltern)

-Öffentlichkeitsarbeit für die Wahrnehmung der Problemaatik der Aussonderung

[Geschichte]

Fazit

-Bild von Behinderung historisch variabel

-kulturell-gesellschaftliches Spannungsfeld
Abwehr, Geringschätzung, Missachtung <---> religiös, karitativ, sozial, medizinisch und pädagogisch motivierte Bemühungen

[Geschlechterkonstellationen]

Mädchenanteile GU/FS

Lernen: FS 41,3% <---> GU 45,9%

GE: FS 40,2% <---> GU 49,1%

Hören: FS 45,4% <---> GU 52,9%

 

Höhere Integrationsfähigkeit?

Étudier