Aerobe Systeme biologischer Abluftreinigung (2/2)
Umwelttechnologie Belegarbeit
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Lernkarten
Welche Vorrichtungen zur Abluftbehandlung gibt es?
- Biofilter (Flächenfilter)
- Biotropfkörper (Trickling Filter)
Biowäscher (Entkoppelter Bioreaktor)
Wie ist das Verfahrensprinzip der Abgasbehandlung?
Durch Biofilter, Biowäscher oder Biotropfkörper können gas- oder dampfförmige Verunreinigungen (Schadstoffe oder belästigende Stoffe) entfernt werden, sofern diese biologisch abbaubare, organische Verbindungen enthalten. Ebenfalls abgebaut werden können Schwefelwasserstoff und Ammoniak.
Thema Biofilter: Wovon ist die Leistungsfähigkeit des Filters abhängig?
- Porenstruktur und -volumen
- Wasserbindungsvermögen
- Druckverlust
- Anteil organischer Substanzen (Filterstandzeit)
- Oberfläche
- pH- Wert
- Temperatur
Nennen Sie die Einsatzgebiete des Biotropfkörpers.
- Abbau von Lösemittel (Lack- und Druckindustrie)
- Abbau von Kohlenwasserstoffen (Chemie- und Pharmaindustrie, Halbleiterindustrie, Holz- und Papierindustrie)
- zur Geruchsbeseitigung in der Nahrungsmittel- und Tabakindustrie
Welche Parameter können in einem Biofilter gemessen werden?
Welche Stoffe werden als Filtermaterial bei Flächenfiltern eingesetzt?
- Fasertorf
- Kompost
- Rindenextrakt
- geschreddertes Holz
- inerte Materialien wie Blähton, Lava
Was sind die Vor- und Nachteile eines Biofilters?
+ hohes Wasserbindungsvermögen und grpsses Nährstoffreservoir
+ biologisch stabil
+ robuster Betrieb
+ geringe Investitionskosten
+ gut geeignet bei mittleren bis geringen Rohgaskonzentrationen (<1g/m3)
- grosser Flächenbedarf
- Sauerstoff/ Nährstoffmangel führt zur Bildung von anaeroben Zonen
- bei Verfahrensumstellungen sind Adaptionszeiten erforderlich
Was sind die Vor- und Nachteile eines Biotropfkörpers?
+ inertes Trägermaterial muss nicht ausgetauscht werden
+ Regelung und Anpassung von Feuchte, pH-Wert und Nährlösung
+ biologische Aktivität auf Trägermaterial und Wasserreservoir ergänzen sich
+ geringe Störanfälligkeit aufgrund der Wasserpufferung
+ geringer Waser- und Energiebedarf
+ geringe Betriebskosten
- Veränderung der Abgaszusammensetzung erfordert Adaptionszeit
- höhere Investitionskosten als Biofilter
- kein Nährstoff- und Wasserreservoir im Trägermaterial
Erklären Sie das Prinzip des Biotropfkörperverfahrens.
- Kunststoff- oder Keramikaufwuchselemente mit definierter Oberfläche, Porengrösse und Druckverlust
- Fläche: 200-800 m2/m3
- Vorimpfen des Filters mit bestimmten Mikroorganismen
- während der Inbetriebnahmephase bildet sich ein biologischer Rasen auf dem inerten Filtermaterial
- Nährstoffversorgung, Feuchtigkeitskontrolle und pH-Kontrolle geschehen zwangsläufig über einen Kreislauf