ABWL NAK 8

Eberenz

Eberenz


F. M.
Diese Lernkarten behandeln auf Universitätsniveau die Grundlagen der Personalwirtschaft, mit Fokus auf Mitarbeiter, Motivation und Arbeitsbedingungen. Sie decken Themen wie Personalentwicklung, Anreizsysteme, Arbeitszeitgestaltung und die Integration der Personalplanung in die Unternehmensstrategie ab. Besonders nützlich sind sie für Studierende und Berufstätige im Bereich Betriebswirtschaftslehre, die sich mit der Optimierung von Personalprozessen und der Steigerung der Mitarbeiterzufriedenheit auseinandersetzen möchten.
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Langue
Allemand
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
19.11.2013 / 02.02.2016

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Zu welchen Produktionsfaktoren gehören Mitarbeir?

„Menschen als Mitarbeiter bilden zusammen mit den anderen Potenzialfaktoren die Produktionsfaktoren, welche zur betrieblichen Leistungserstellung notwendig sind.“

Nennen Sie vier Unterschiede zwischen dem Produktionsfaktor Mensch und anderen Produktionsfaktoren.

  • der Mensch trägt Sinn in sich selbst
  • der Mensch ist nur teilweise in das System Unternehmen einbezogen
  • der Mensch weist eine größere Varietät hinsichtlich Einsatz und Verhalten als andere Produktionsfaktoren auf
  • der Mensch tritt dem Unternehmen als soziales Wesen gegenüber

Bei der Ableitung betriebswirtschaftlicher Entscheidungen spielen die Grundannahmen über die menschliche Natur von Mitarbeitern eine Rolle. Theoretischen Modellen in der Personalwirtschaft liegen bestimmte "Menschenbilder" zugrunde.

Nennen Sie vier Theorien, die eine besondere Bedeutung in der internationalen Forschung zum "HR Management" haben!

  1. Douglas McGregor: Theorie X, Theorie Y
  2. Frederick W. Taylor: Scientific Management
  3. Elton Mayo/Fritz J. Roethlisberger: Human-Relations-Bewegung
  4. Chester I. Bernard/James G. March/Richard M. Cyert: Anreiz-Beitrags-Theorie

Nennen Sie die Grundannahmen der Theorie X über den Menschen!

  • angeborene Abneigung gegen Arbeit
  • auf Grund von Arbeitsunlust muss Mensch gezwungen, gelenkt und geführt werden, um Ziele zu erreichen
  • drückt sich vor Verantwortung, hat wenig Ehrgeiz und ist auf Sicherheit bedacht

Was bezeichnet McGregor als die "Theorie X"?

Tradiotionelle Ansichten herkömmlicher Managementlehren über Führung und Leistung (er bezeichnet diese als Vorurteile)

Welche Konsequenzen ergeben sich aus der Theorie X für das Selbstverständnis eines Vorgesetzten?

  • direkte Aufgabenübertragung und Kontrolle
  • Arbeits- und Organisationsgestaltung, die geringe Anforderungen an den Mitarbeiter stellt
  • Betonung von Autorität und Kontrolle

Welche Gefahr ergibt sich aus der Annahme der Theorie X?

Es kann zu einer Verwechslung von Ursache und Wirkung kommen und es entsteht eine Art "Teufelskreis".

Auf welcher Grundlage basiert McGregors Theorie Y?

Auf der Grundlage der Motivations- und Persönlichkeitstheorie von Maslow.

Nennen Sie die Grundannahmen der Theorie Y über den Menschen!

  • Kontrolle und Sanktion sind nicht die einzigen Mittel Menschen dazu zu bewegen, sich für Ziele des Unternehmens einzusetzen
  • Mensch wird sich zu Gunsten von Zielen, denen er sich verpflichtet fühlt, der Selbstdisziplin und Selbstkontrolle unterwerfen
  • Wie stark Mensch sich Zielen verpflichtet fühlt, ist eine Funktion der Belohnung, die mit dem Erreichen dieser Ziele verbunden ist
  • Durchschnittsmensch lernt, bei geeigneten Bedingungen, Verantwortung nicht nur zu übernehmen, sondern sogar zu suchen

Welche Konsequenzen ergeben sich aus der Theorie Y für das Selbstverständnis eines Vorgesetzen?

  • Mitarbeiter erhalten Freiraum zur selbstständigen Gestaltung ihrer Arbeit
  • Einbeziehung der Mitarbeiter in Entscheidungsprozesse
  • Organisationsgestaltung, die Initiative und Engagement der Mitarbeiter ermöglicht und Wirkung!

Welche Eigenschaften wurden dem Menschen hinsichtlich Arbeit während der industriellen Revolution zugeschrieben (in Frederick W. Taylor - Scientific Management)?

  • billige Arbeitskraft
  • ohne höhere Bedürfnisse
  • streng rationales Verhalten

Was sind die vier Kerneigenschaften des Scientific Management hinsichtlich der Arbeit eines Menschen (gleichzeitig Probleme)?

Annäherung des Menschen an die Maschine:

  • starke Arbeitszerlegung
  • Physiologisch exakte Arbeitsausführung
  • Physiologisch vernünftige Arbeitszeiten
  • Leistungsfördernde Entlohnung

Simples Menschenbild führte zu enormen Produktivitätssteigerungen

Welches Grundprinzip steht hinter der Human-Relations-Bewegung?

Nicht allein physische Bedinungen, sondern die Form der Zusammenarbeit und die den Mitarbeitern gewidmete Aufmerksamkeit erhöhen die Leistung.

Welche Folgen ergeben sich aus der Human-Relations-Bewegung?

  • (Über-) Betonung von psychologischen Faktoren
  • Mitarbeiterzufriedenheit in Mittelpunkt gestellt,  eher "Gefühl der Zufriedenheit" als echte Befriedigung
  • Leistungsaspekte der Motivation untergewichtet

Welche zentrale Annahme steht hinter der Anreiz-Beitrags-Theorie?

Mitarbeiter = Organisationsteilnehmer = Entscheidungsträger

 

Ein Mitarbeiter wägt den Nutzen der vom Unternehmen gebotenen Anreize gegen den seiner Beiträge ab (bei Eintritt / Kündigung / während der Arbeitszeit)

Welche Hauptthesen stehen hinter der Anreiz-Beitrags-Theorie?

  • Unternehmen / Organisation ist System von wechselseitig abhängigen Personen
  • Alle Personen leisten Beiträge und empfangen Anreize
  • Mitarbeiter halten Arbeitsverhältnis aufrecht, solange Anreize ihren Beiträgen entsprechen oder diese übersteigen
  • Ist letzteres nicht gegeben geriet die Organisation aus dem Gleichgewicht

Woraus ergibt sich der Personalbedarf eines Unternehmens?

Die Höhe des Personalbedarfs eines Unternehmen ergibt sich aus dem Umfang der einzelnen Leistungsbeiträge zur Erfüllung der betrieblichen Gesamtaufgabe.

Hinsichtlich der Teilaufgaben sind folgende Aspekte zu betrachten:

  • quantitativ: Wie viele Mitarbeiter?
  • qualitativ: Welche Qualifikationen?
  • zeitlich: wann, in welcher Zeitperiode?
  • örtlich: wo, welches ist der Einsatzort?

Der quantitative Personalbedarf wird aus betr. Teilplänen abgeleitet. Im Vordergrund stehen der Absatz- und Produktionsplan.

Personalbedarf wird haupts. auf Grundlage des Beschäftigungsgrades ermittelt.

Wie wird die Personalplanung in die Unternehmensplanung integriert?

Siehe Bild

Nennen Sie wesentliche Probleme bei der Ermittlung des quantitativen Personalbedarfs!

Schwierig / nicht planbare Fehlzeiten:

  • Urlaub
  • Betriebliche Feiertage
  • Staatsbürgerliche Pflichten
  • Unentschuldigtes Fehlen

Peronalfluktuation

  • Kündigungen
  • Pensionierungen
  • Neueintritte
  • Tod

Nennen Sie zwei Instrumente zur qualitativen Personalbedarfsplanung.

Die Arbeitsanalyse bezeichnet die systematische Untersuchung der Aufgaben in Bezug auf:

  • Arbeitsobjekt
  • Arbeitsmittel
  • Arbeitsvorgänge

Die Stellenbeschreibung beschreibt die erforderlichen Führungs- und Liestungsanforderungen für eine Stellle, sowie die Einordnung in die Organisationsstruktur.

Nennen Sie Aufgaben und Ziele der Personaleinsatzplanung!

Aufgaben:

  • Zuordnung der Mitarbeiter zu Aufgaben (bezüglich Quantität, Qualität, Einsatzzeit, Einsatzort)

Ziel:

  • Einsatz der Mitarbeiter zur mengen-, qualitäts- und termingerechten Erfüllung der Unternehmensaufgaben

Teilaufgaben:

  • Personaleinführung / -einarbeitung
  • Zuordnung Arbeitskräfte + Arbeitsplätze
  • Anpassung der Arbeit und Arbeitsbedinungen an Menschen

Worum geht es bei der Personaleinarbeitung? Nennen Sie weiterhin Manahmen zur Personaleinführung.

Es geht um das Kennenlernen der Aufgaben und Arbeitsinstrumente (oft Probezeit).

Maßnahmen:

  • Agabe Dokumente
  • Betriebsbesichtigung
  • Vorstellung + Einführung bei allen Stellen
  • Zuweisung eines Paten
  • Vorträge + Seminare

Worauf muss bei der Zuordnung von Arbeitskräften und -Plätzen beachtet werden? Welche Arbeisbedinungen können beeinflusst werden?

  1. optimale Erfüllung der Unternehmensaufgabe (quantitativ, qualitativ, zeitlich)
  2. Übereinstimmung der Fähigkeiten mit Anforderungen
  3. Berücksichtigung von Wünschen und Interessen (max. Motivation)

Technische, soziale, rechtliche Bedingungen. Arbeitsplatzgestaltung, Arbeitszeit, etc.

Nennen Sie Vor- und Nachteile der Arbeitsaufteilung. Wie können diese kompensiert werden?

+ Perfektionierung des Handwerkes (durch Wiederholung)
+ Verringerter Input durch Anpassung des Arbeitsplatzes an Aufgabe
+ Zeitersparnis (keine Rüstzeit)
+ Verkürzung Anlern- / Einarbeitungszeit

  •  

+ Förderung des techn. Fortschritt

- Ermüdigung & ges. Schäden
- Eintöigkeit und Monotonie
- Einenung des Fähigkeitspotenzial des Mitarbeiters

  • Job Engagement (Breiteres Aufgabenspektrum)
  • Job Enrichment (Aufgabenbereicherung)
  • Job Rotation
  • Teilautonome Arbeitsgruppen

Definieren Sie den Begriff "Motivation". Nennen Sie ein Beispiel für ein Bedürfnis und das dazugehörige Motiv.

Unter Motivation versteht man die Aktivierung oder Erhöhung der Verhaltensbereitschaft eines Menschen, bestimmte Ziele, welche auf eine Bedürfnisbefriedigung ausgerichtet sind, zu erreichen.
-> benötigt Aktivierungsmaßnahmen

Bedürfnis: Hunger
Motiv: Verlangen nach Fresh (zielgerichtet auf Bedürfnisbefriedigung)

Grenzen Sie Inhaltstheorien von Prozesstheorien ab (Motivationstheorien).

Inhaltstheorien: Was erzeugt bestimmtes Verhalten?

Prozesstheorien: Wie kann ein bestimmtes Verhalten erzeugt werden?

Definieren Sie die Begriffe Motivationsinhalte und Motivationsdynamik nach Maslow.

Siehe Bild

Geben Sie die Grundthese der Inhaltstheorie von Herzberg wieder.

Motivatoren:
Führen zu einer Erhöhung der Arbeitszufriedenheit.
Beziehen sich meist auf Arbeit selbst
z.B. Leistung, Anerkennung, Abeit selbst

Frustratoren:
Führen zu Arbeitsunzufriedenheit
Meist bezogen auf den Kontext der Arbeit 
z.B. Unternehmenspolitik, Kontrolle des Vorgesetzen, Beziehung zum Vorgesetzten
 

Unterscheiden Sie die Begriffe "intrinisch" und "extrinisch" im Kontext der Prozesstheorie von Porter/Lawler.

Zusammenhang zwischen Arbeitsleistung und Arbeitszufriedenheit:

Intrinische Belohnungen resultieren aus der Arbeit selbst (5te Stufe der Maslow Pyramide), das Individuum gibt sie sich selbst.

Extrinische Motivation ergibt sich aus den ersten vier Grundbedürfnissen Maslows. Hierbei ist die wahrgenommene Angemessenheit ("steht die Belohnung im Verhältnis zu meiner eingesetzten Arbeit?") von entscheidener Rolle. Durch Unternehmen vermittelt

Nennen Sie den Unterschied zwischen monetären und nichtmonetären Anreizen und geben Sie je 3 Beispiele.

Als monetären Anreiz bezeichnet man materielle anreize, wie z.B. Lohn, Erfolgsbeteiligungen, das betriebliche Vorschlagswesen oder auch betriebliche Soziallleistungen.

Im Gegensastz dazu sind nichtmonetäre Anreize immaterielle Dinge wie Ausbildungsmöglichkeiten, Arbeitsinhalt, Führungsstil, Arbeitszeit- und Pausenregelung, oder auch das Betriebsklima.

Lohnformen werden als Anreizinstrument eingesetzt. Welche Lohnformen gibt es?

Lohnformen

Unterscheiden Sie: Zeitlohn, Akkordlohn, Prämienlohn.

Zeitlohn berechnet sich nach Arbeitszeit. Lohnsatz/Zeiteinheit x Anzahl Zeiteinheiten/ Periode = Lohn / Periode
- kein direkter Leistungsanreiz
+ vorteilhaft bei: Arbeiten mit hohem Qualitätsstandart, Bedarf von hoher Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit, quantitativ schwer erfassbar, Drohung der Überlastung

Der Akkordlohn ist ein Leistungslohn. Wird auf Grund von Leistung berechnet (Geldbetrag pro hergestelltem Stück). Zeitakkord: Zeit gutgeschrieben pro herg. Stk.
+ Leistungsanreiz (direkt)
- Überanspruchung, Qualität / Ausschussquote
- Gruppenarbeiten

Prämienlohn = Grundlohn + Zuschlag
Höhe der Prämie abhängig von Mehrleistung (neben Normalleistung). Mehrere Arten Mengenprämie / Güteprämien, Prämienzeitlohn / Prämienstücklohn, Einzelprämie / Gruppenprämie

Was ist die Aufgabe der Personalentwicklung und was für Gründe sprechen dafür?

Personalentwicklung = Fähigkeiten der Mitarbeiter fördern, sodass Qualifikationen den Anforderungen entsprechen

Gründe:

  • Externe Personalbeschaffung problematisch
  • Qualifiziertere Mitarbeiter -> bessere Wettbewerbsfähigkeit
  • immaterielle Investition
  • Gesellschaftiche Bedeutung
  • Teil des Anreizsystems

Was ist bei der Gestaltung eines Laufbahnsystems (Karriereentwicklung) zu berücksichtigen?

Beförderungskriterien:
persönliche Beitragsleistung, Unternehmenszugehrigkeit

Charakteristiken der Personalbeurteilung:
Bewertungsmethoden (zB Gespräch)
Beruteilungsperson (zB Vorgesetzten)
Beurteilungsvorgehen (zB standardisierte Verfahren)

Was versteht man unter Personalaus- und Weiterbildung?

Alle personalpolitischen Maßnahmen zur Veränderung der Fähigkeiten + Verhaltensweisen der Belegschaftsmitglieder:

Fähigkeiten / Kompetenzen:

  • Fachliche
  • Interkulturelle
  • Methodische
  • Persönliche
  • Soziale

Arten:

  • Grundausbildung vs. Weiter-  / Fortbildung
  • betriebsinterne / betriebsexterne Ausbildung
  • on-the-job / off-the-job
  • allgemein / aufgabenorientiert

Étudier