Abu Abschlussfrage
BfGs: Fage 10/13 i
BfGs: Fage 10/13 i
-
- 1 / 29
-
Flashcards
1. Erklären Sie den Begriff «Handlungsfähigkeit».
Wer handlungsfähig ist, kann selbstständig alle Rechtsgeschäfte machen (Verträge abschliessen). Voraussetzung dazu ist die Urteilsfähigkeit und die Mündigkeit.
2. Beim Lohn werden Abzüge für Sozialversicherungen gemacht. Nennen Sie fünf Beispiele.
- AHV Alters- und Hinterlassenenversicherung - IV Invalidenversicherung - EO Erwerbsersatzordnung - ALV Arbeitslosenversicherung - NBU Nichtbetriebsunfallversicherung
3. Beschreiben Sie den Zusammenhang zwischen Bedürfnissen und Gütern.
Bedürfnisse sind das Verlangen des Menschen, einen Mangel zu beheben. Um diese Mangelgefühle (z.B. Hunger) zu befriedigen, braucht es Güter (z.B. Nahrungsmittel), die produziert werden müssen.
4. Erläutern Sie den Unterschied zwischen öffentlichem und privatem Recht.
Das öffentliche Recht regelt die Rechtsbeziehungen zwischen dem Staat und seinen Bürgern (z.B. Steuerrecht). Es ist zwingendes Recht. Das Privatrecht regelt die Rechtsbeziehungen zwischen gleichberechtigten Bürgern untereinander (z.B. im OR).
5. Erklären Sie die Begriffe «Kündigungsfrist» und «Kündigungstermin» und nennen Sie zwei Vertragsarten, für die eine Kündigungsfrist gilt.
Die Kündigungsfrist ist der Zeitraum zwischen der Mitteilung der Kündigung und der Beendigung des Vertragsverhältnisses. Der Kündigungstermin ist der Zeitpunkt, auf den das Vertragsverhältnis beendet wird (üblicherweise Ende Monat). Mietvertrag, Arbeitsve
6. Nennen Sie drei Dokumente, die Sie in der Regel der Steuererklärung beilegen.
Lohnausweis, Kontoauszüge , Zusammenstellung Berufsauslagen
7. Erklären Sie die Begriffe «juristische Person» und «natürliche Person».
Natürliche Personen sind einzelne Menschen mit ihren Rechten und Pflichten. Juristische Personen sind Personenverbindungen (z.B. Verein, AG, Genossenschaft etc.), die Rechte und Pflichten haben.
8. Erklären Sie, warum der starke Franken für die Schweizer Wirtschaft ein Nachteil sein kann.
Ausländer, die Produkte aus der Schweiz erwerben möchten, müssen dafür viel mehr bezahlen. Deshalb sind Produkte der Exportindustrie (z.B. Uhren) sowie der Tourismus in der Schweiz für Ausländer (zu) teuer. Dies kann zu Entlassungen oder zu Produktionsver
9. Erklären Sie die Preisbildung in einer freien Marktwirtschaft.
Auf dem Markt herrscht Wettbewerb zwischen Anbietern und Nachfragern. Je grösser die Nachfrage nach einem Produkt ist, umso höher ist der Preis. Kleine Nachfrage oder ein grosses Angebot führen zu sinkenden Preisen.
10. Erklären Sie den Begriff «Bruttoinlandprodukt».
Das Bruttoinlandprodukt (BIP) misst den Wert aller Güter und Dienstleistungen, die innerhalb eines Jahres in einem Land produziert werden.
11. Beschreiben Sie die drei Ebenen der Schweizer Rechtsordnung.
- Bundesverfassung (BV) - Grundlage, regelt den Aufbau des Staates - Gesetze - Konkretisierung der BV - Verordnungen - Konkretisierung der Gesetze
14. Nennen und erläutern Sie drei Kaufvertragsarten.
- Barkauf: Lieferung und Zahlung der Ware zum gleichen Zeitpunkt. - Kreditkauf: Zuerst wird Ware geliefert und zu einem späteren Zeitpunkt bezahlt. - Kauf von Waren mit Kreditvertrag: Lieferung der Ware mit Bezahlung einer Anzahlung. Der Rest des Preises
13. Erklären Sie das magische Dreieck der Geldanlage.
Ertrag/ Rendite Risiko Verfügbarkeit Es ist unmöglich alle drei Kriterien zu erreichen. Wenn z.B. der Ertrag hoch ist, ist das Risiko umso grösser oder die Verfügbarkeit ist schlecht.
12. Nennen Sie die vier Voraussetzungen, die für die Entstehung eines Vertrages erfüllt sein müssen.
- Vertragspartner sind sich einig über den Inhalt - Vertragspartner sind handlungsfähig - Vertrag hat die richtige Form - Inhalt des Vertrages ist zulässig
15. Nennen Sie die Bedingungen, unter welchen man von einem Kaufvertrag zurücktreten kann.
- Wenn beide Vertragsparteien einverstanden sind - Innerhalb von 7 Tagen bei Haustürkäufen und Werbefahrten (wenn Bestellwert mindestens CHF 100.- ist) - bei Verträgen unter dem KKG (Leasing, Kauf von Waren mit Kreditvertrag, Barkredit) ebenfalls innerhal
16. Nennen Sie drei Rechte, die der Käufer bei mangelhafter Lieferung hat.
Der Käufer muss die Ware sofort prüfen und eine Mängelrüge machen. Nach OR hat er das Recht wahlweise auf - Ersatzlieferung - Minderung (Rabatt) - Wandelung (Auflösung des Vertrags) Im Kleingedruckten (AGB) sind häufig andere Regelungen vorgesehen.
17. Nennen Sie je drei Vor- und Nachteile der Kredit-/ Debitkarten gegenüber der Barzahlung.
Vorteile: - wenig Bargeld herumtragen - bargeldlose Zahlungsmöglichkeit - Kreditkarten genügen oft bei Depots oder Kautionen, die man hinterlegen muss Nachteile: - Gebühren - Bei Verlust gibt es Gefahr des Missbrauchs und Kosten für Ersatz - Schlechte Kon
18. Nennen Sie vier wichtige Bestimmungen des Konsumkreditgesetzes.
- schriftlich - Höchstgrenze des Zinssatzes 15% im Jahr - Kreditgeber muss Kreditfähigkeit des Kreditnehmers prüfen - Rücktrittsrecht innert 7 Tagen
19. Nennen Sie drei Vor- und Nachteile beim Leasing eines Autos.
Vorteile: - man bezahlt nur die Nutzung des Autos - wenig Erspartes notwendig - Möglichkeit, am Ende der Leasingdauer das Auto zu übernehmen Nachteile: - nicht Eigentümer des Autos - hohe Folgekosten (Vollkasko obligatorisch, Kaution) - über längere Zeit
20. Nennen Sie die Leistungen, welche von der Grundversicherung der Krankenkasse erbracht werden.
- Arzt- und Behandlungskosten - Spitalaufenthalt in allgemeiner Abteilung - Medikamente aus der Arzneimittelliste
21. Ein Teil der Behandlungs- kosten beim Arzt oder im Spital geht zulasten des Versicherten. Erklären Sie, wie sich dieser Teil zusammensetzt.
- aus Franchise (fixer Betrag) von mindestens CHF 300.- - Selbstbehalt (10% der Kosten) bis maximal CHF 700.-
22. Nennen Sie drei Massnahmen, mit denen Sie Krankenkassenprämien sparen können.
- Franchise erhöhen bis maximal CHF 2500.- - Hausarztmodell oder HMO wählen - Unfallversicherung ausschliessen (falls im Betrieb versichert) - jährlich zur günstigsten Krankenkasse wechseln
23. Nennen Sie drei rechtliche Folgen bei einem Verkehrsunfall.
- strafrechtlich (Verletzung der Verkehrsregeln ergibt Strafen) - privatrechtlich (Haftpflicht - Schadenersatz zahlen) - verwaltungsrechtlich (Führerausweisentzug)
24. Erklären Sie das Bonus-/ Malus -System der Haftpflichtversicherung.
Die Versicherung belohnt unfallfreies Fahren mit einem Prämienrabatt (Bonus). Bei Leistungen der Versicherung erhöht sich die Prämie (Malus).
25. Nennen Sie die politischen Einheiten, aus denen sich der Bundesstaat Schweiz zusammensetzt.
26 Kantone und ca. 2'600 Gemeinden. Die Kantone innerhalb des Bundes und die Gemeinden innerhalb der Kantone sind selbstständig und erfüllen eigene Aufgaben. Man spricht von Föderalismus.
26. Erklären Sie die typischen Merkmale der Schweizerischen Eidgenossenschaft.
- Die Schweiz ist ein Bundesstaat mit Kantonen, die selbstständige Aufgaben übernehmen (Föderalismus genannt). - Das Volk hat auf allen 3 Staatsstufen (Gemeinde, Kanton, Bund) direkte Mitsprachemöglichkeiten. - 4 Sprachen prägen die Kultur
27. Erklären Sie den Begriff «Gewaltenteilung».
Die Macht im Staat ist auf 3 Gewalten aufgeteilt: - Legislative, Parlament (gesetzgebende Gewalt) - Exekutive, Regierung (ausführende Gewalt) - Judikative, Gericht (rechtsprechende Gewalt) Die Trennung der Gewalten verhindert Machtmissbrauch.
28. Nennen Sie die Organe/Behörden auf Bundesebene.
- Bundesrat (Regierung) - National- und Ständerat (Parlamente) - Bundesgerichte
29. Nennen Sie die Menschenrechte, die in der Bundesverfassung erwähnt werden.
- Grundrechte (z. B. Menschenwürde, Meinungsfreiheit) - Staatsbürgerliche Rechte (z.B. Bürgerrecht) - Politische Rechte (z.B. Stimm- und Wahlrecht)