zur Vorlesung vom 01.06.2016


Z. S.
Diese Lernkarten behandeln abdominelle Beschwerden und Leitlinien zu Brennen beim Wasserlassen auf Universitätsniveau. Sie decken Themen wie Symptome, Diagnose und Therapie von Erkrankungen wie Appendizitis, Reizdarmsyndrom, Gastroenteritis und Harnwegsinfekten ab. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Medizinstudenten, die sich auf Prüfungen vorbereiten, da sie wichtige klinische Zeichen, Red Flags und Behandlungsoptionen zusammenfassen.
Karten
21
Lernende
2
Sprache
Deutsch
Kategorie
Medizin
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
07.06.2016 / 31.07.2018

Lernkarten

Def.: red flags

Kriterien, die darauf hindeuten, dass eine "harmlose" Krankheit einen dramatischen Verlauf nimmt

Die 7 Attribute des Schmerzens

  1. Lokalisation
  2. Ausstrahlung
  3. Dauer
  4. Intensität
  5. Charakter
  6. zeitlicher Zusammenhang
  7. kausaler Zusammenhang

Anamnese bei Bauchschmerzen

  • bei V.a. Gastroenteritis sollte man immer nach ... fragen
  • bei V.a. Reizdarmsyndrom sollte man immer nach ... fragen

  • bei V.a. Gastroenteritis sollte man immer nach Auslandsaufenthalten fragen
  • bei V.a. Reizdarmsyndrom sollte man immer nach psychosozialen Aspekten fragen

Untersuchungsreihenfolge Abdomen

  • Inspektion
  • Auskultation
  • Perkussion
  • Palpation

Def.: Pollakisurie

Miktionsstörung mit erhöhter Frequenz bei kleinen Harnmenge

Abkürzung: HWI

Harnwegsinfekt

unterer HWI

  • Synonym
  • Symptome beschränken sich auf
  • Klinik

  • Zystitis
  • Symptome beschränken sich auf den unteren Harntrakt
  • Klinik
    • Dysurie
    • Pollakisurie
    • imperativer Harndrang
    • Schmerzen oberhalb der Symphyse

oberer HWI

  • Synonym
  • Klinik

  • Pyelonephritis
  • Klinik
    • Flankenschmerz
    • klopfschmerzhaftes Nierenlanger
    • Fieber

unkomplizierter HWI

komplizierter HWI

HWI: Primärtherapie bei Erstinfektion

  • antibiotische Therapie:
    • Trimethoprim 150mg (2x1 Tbl.)
    • Nitrofurantoin (Mittel der Wahl)
    • Fosfomycin (single dose)
    • kein Cotrimoxazol, da Gefahr der Allergie

oder

  • symptomatische Behandlung:
    • ausreichende Flüssigkeitszufuhr
    • Schmerzmittel
    • pflanzliche Wirkstoffe

HWI: Therapie bei Zweitinfektion (innerhalb von 14d)

  • AB-Wechsel
  • Anlegen einer U-Kultur und anschließend gezielte AB-Therapie
  • Wechsel auf Reserve-AB

HWI: Therapie bei Neuinfektion (nach mehr als 14d)

wie Primärtherapie

Schockindex

  • Berechnung
  • positiver Index, d.g. Schock liegt vor be

  • \(Schockindex = {Herzfrequenz \over systolischer RR}\)
  • positiver Index: >1

Klausur: red flags bei Divertikulitis (1)

  • Sepsis, SIRS

Klausur: red flags bei Cholezystolithiasis (4)

  • Cholzystitis, Cholangitis
  • Pankreatitis
  • Ileus
  • Sepsis, SIRS

  • Warum sind i.d.R. nicht alle Appendizitiszeichen positiv?
  • Wieviele Zeichen müssen positiv sein, damit man weiterhin einen V.a. auf Appendizitis haben darf?

  • Aufgrund der Lagevariabilität sind i.d..R nicht alle Appendizitis-Zeichen positiv. Das ist auch der Grund, weshalb es überhaupt so viele Zeichen gibt.
  • Es genügt bereits ein positives Zeichen, um einen V.a. auf Appendizitis bezubehalten.

Welches Präparat sollte man bei Morphintherapie bei einem Patienten mit chronsicher Obstipation zusätzlich zur Schmerzmedikation geben und warum?

Methylnaltrexon

  • Derivat des Opiodirezeptorantagonisten Naltrexon
  • verbessert die Obstipationssituation, wenn andere Laxantien keine Wirkung mehr zeigen

Reizdarmsyndrom

  • Synonym
  • Diagnoseübermittlung gegenüber dem Patienten: Es gilt zu beachten ... (4)

  • funktionelle Darmbeschwerden
  • Es gilt zu beachten:
    • als definierte Krankheit darstellen
    • Worte wie "psychosomatisch" vermeiden
    • biopsychosoziales Bild verdeutlichen
    • realistische Therapieziele setzen

Klausur: red flags bei Reizdarmsyndrom/funktionellen Darmberschwerden

  1. Leitsymptom
  2. Symptomatik
  3. zusätzlich im Stuhl
  4. Familienanamnese
  5. Erstmanifestation nach dem ... Lj.
  6. kurze Anamnese (< ... ) und/oder ... Symptomatik
  7. im Labor (2)

  1. Leitsymptom Durchfall
  2. B-Symptomatik
  3. Blut im Stuhl
  4. Colon-Ca in der Familie
  5. Erstmanifestation nach dem 50. Lebensjahr
  6. kurze Anamnese (< 6-12m) und/oder progrediente Symptomatik
  7. im Labor: Anämie und Entzündungszeichen

CAVE: Schmerzen können zwar im Abdomen liegen, aber nicht immer muss auch der GIT betroffen sein z.B.

beim Myokardinfarkt

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