Prüfung Muskuloskelettales System III

Prüfung Muskuloskelettales System III, Modul Muskuloskelettales System III, Bsc Physiotherapy

Prüfung Muskuloskelettales System III, Modul Muskuloskelettales System III, Bsc Physiotherapy


S. Z.
Diese Lernkarten behandeln auf Universitätsniveau Erkrankungen und Verletzungen des muskuloskelettalen Systems, mit Fokus auf Frakturen, Nervenverletzungen und Gelenkprobleme wie Skoliose und Spondyloarthritis. Sie decken Diagnosen, Therapien und klinische Merkmale ab, etwa die Einteilung von Frakturen, das T4-Syndrom und das Thoracic Outlet Syndrome. Ideal für Medizinstudenten und Ärzte, die sich auf orthopädische und neurologische Pathologien spezialisieren.
Karten
31
Lernende
1
Sprache
Deutsch
Kategorie
Medizin
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
31.05.2016 / 01.06.2016

Lernkarten

Frakturheilung

indirekte, konservative Frakturheilung: über Kallusbildung (Wulst um Bruch, wo sich die Zellen einlagern können und so die zwei Bruchstücke verbinden)

direkte, sekundäre Frakturheilung: über Kontakt-Osteosynthese (der Bruch wird durch Schrauben unter Druck gebracht und heilt deshalb sofort)

Einteilung distale Radiusfraktur

Typ A: extraartikulär
Typ B: partielle Gelenksbeteiligung
Typ C: intraartikulär komplex -> OP-Indikation

Sensibilitätstests Befund Hand

S1: Schmerz : spitz / stumpf
S2: Temperatur : warm / kalt
S3: Berührung: dynamisch / statisch
S4: 2-Punkte-Diskrimination: normal sind 2-5mm, wenn >5mm aber <15mm dann S3+

-> in dieser Reihenfolge kommt Sensi auch zurück

Allodynie

Ein normalerweise nicht schmerzhafter Reiz, der als schmerzhaft empfunden wird
-> Tesung Hand (Allodynographie): 15kg auflegen, wenn es Sz auslöst, dann Allodynie

CRPS (= früher Sudeck)

- sich ausbreitende Schwellung
- Überwärmung
- rot-fleckig, cyanotisch, glänzende Haut

Klinische Regeln BWS

- einschiessende Sz durch Thorax -> Bandscheibenproblematik oder Red Flags

- horizontal verlaufende Sz-Ausstrahlungen -> Fazettengelenk

- Sz die nach unten ausstrahlen oder der Brustwand entlang gehen -> Nervenwurzelprobleme oder costovertebrale Probleme

Scapulocostales Syndrom

Schleifspuren auf den Rippen aufgrund der nahe  anliegenden Scapula

Tietze's Syndrom

Ursache: Überbelastung der sternocostalen Gelenke

-> Sz bei Anstrengung und Atmung

Mechanisches vs. Nicht-mechanisches Muster

- 1/2 Tag Steifigkeit deutet eher auf Entzündungsprozess
- 1/2 Stunde Steifigkeit deutet eher auf ein mechanisches Muster
- sind die Zeichen bewegungs- oder haltungsabhängig? -> mechanisch!
- kontinuierlicher Sz? Auch in Nacht? -> entzündlich!

Gewebeveränderungen bei Nackenschmerzpatienten

- Head forward position
- Typ I wird in Typ II Fasern umgewandelt
- geringe Aktivität der HWS-Flexoren
- erhöhte Co-Aktivierung
- verzögertes Einsetzen der tiefen Muskulatur
- weniger Genauigkeit der Gelenkstellung Kopf & HWS

Ernsthafte Pathologien 
-> Anzeichen dafür in Anamnese erfragen

- allg. Unwohlsein
- unerklärliche Gewichtsabnahme
- Fieber (>39 Grad über >4 Tage)
- Appetittlosigkeit
- Krebs in Hx
- ausgeprägte neurologische Zeichen
- bilateral
- akutes Entstehen ohne deutliche Erklärung
- progressiver Verlauf
- Osteoporose
- rheumathoide Arthritis
- Trauma
- Nachtschmerz

CAD (cervikale arterielle Dysfunktion)
-> 5 D & 3 N

- Dizziness (Schwindel)
- Dysarthrie (Sprechstörung)
- Dysphagie (Schluckstörungen)
- Diplopie (Doppelbilder)
- Drop Attacke (Sturz)

- Nausea (Übelkeit)
- Nystagmus (Augenzittern)
- Numbness (Taubheit der Zunge)

TOS (Thoracic Outlet Syndrome)

= Kompressionssyndrom

- Scalenuslücke
- zwischen Clavicula & 1. Rippe
- zwischen M.pectoralis minor & darunterliegenden Rippen

Symptome TOS

- Arterie: Sz un Müdigkeit bei Aktivität, welche in Ruhe verbessert werden kann. Erst distale Symptome (Hand), dann proximal)

- Vene: Schwllung und Spannung der Haut, Sz un Müdigkeit

- Nerven: Sz, Parästhesien, Gefühlslosigkeut im Verlauf des Nervenstammes, typisch N.ulnaris und primär Nervenwurzeln C8 und Th1, nächtliche Sz

T4-Syndrom

Kopfschmerzen: in den frühen Morgenstunden, kappenförmig oder helmartig

Armsymptome: uni- oder bilateral, distal am stärksten und handschuhartih

-> vergleichbare Zeichen in der BWS, am häufigsten T4

Was könnte alles geschädigt ein beim / rund ums periphere Nervensystem?

- neutraler "Container" (Bindegewebshülle)
- peripherer Nerv oder Nervenwurzel
- Hämatome / Ödeme extraneural
- Verklebungen extraneural
- Hämatome / Ödeme intraneural
- Fibrose intraneural (intrafasciculär)

extraneurale Nervenverletzung

= Verletzung des nervenbettes, mechanische Berührungsflächen des Nervs mit anderen Strukturen

Differenzierung SLR mit Nackenflex: Sz nimmt ab, da verklebte Stelle wieder gleichmässig unter Zug

Therapie: Slider

Intraneurale Nervenverletzung

= Verletzung an jeder beliebigen Struktur des NS, Nerv selbst ist betroffen

SLR mit Differenzierung Nackenflex: Sz wird noch stärker, da Nerv bereits gedehnt

Therapie: Tensioner

Funktionelle vs. Strukturelle Skoliose

Funktionell: korrigierbar, keine Torsion der WS
strukturell: meist nicht korrigierbar, Struktur ist betroffen, Torsion vorhanden (Rippenbuckel oder Lendenwulst)

Apex ( = Höhe des Scheitelwirbels)

Der Wirbel, der am meisten lateral von der Mittellinie ist

Skoliose Schweregrad nach Copp

 

10-20 Grad -> leichte Skoliose
20-50 Grad -> mittelschwere Skoliose
>50 Grad -> schwere Skoliose

Klassisches und häufig anzutreffendes Skoliosemuster

- thorakaler Rippenbuckel rechts
- BWS-Rippental links
- BWS gesamt abgeflacht
- oberer Rmpf rechts translatiert
- Lumbalgie Lendenwulst links, Luftfigur rechts +
- LWS-Lordose
- Wirbelsäule verschraubt

Einteilung Beckenfraktur

Typ a: Frakturen mit ganz oder teilweise erhaltener Stabilität des Beckenrings -> Pat darf voll belasten

Typ b: Beteiligung des Acetabulums -> Teilbelastung

Typ c: hintere Beckenringfraktur in Kombination mit Schambeinfrakturen -> sehr instabil, Fixation notwendig -> meistens keine Belastung erlaubt

Einteilung OSG Fraktur nach Weber

Typ a: Bruch unterhalb der Syndesmose -> Gelnk noch stabil

Typ b: Bruch auf Höhe der Syndesmose, das Band ist häufig mitbetroffen -> Gelenk kann noch stabil sein

Typ c: Bruch oberhalb der Syndesmose, das Band ist gerissen -> Gelenk instabil -> Fixation notwendig!

Polytrauma Nebendiagnosen

- Osteoporose -> Knochenheilung --
- Diabetes mellitus Typ II -> Wundheilung --
- Adipositas -> Wundheilung --, Mobilisation schierig
- Alter

-> allg bei Polytrauma: lange Regeneration, da Immunsystem geschwächt

Impingement Einteilung

CAM -> Femurhals zu dick
Pincer -> Acetabulums zu fest überwachsen
mixed > CAM & Pincer

Klinische Merkmale Sponyloarthrithis

- entzündliche Rückenschmerzen
- Arthritis
- Enthesitis (Sehnenansatz) 
- Uveitis (rotes Auge)
- Daktylitis (Wurstfinger / -zehe)
- Psoriasis (Schuppenflechte)
- M.Crohn / Colitis ulcerosa
- gutes Ansprechen auf NSAR
- familiäre Vorbelastung mit SA
- HLA-B27+
- CRP erhöht
- radiologisch aktive Sakroileitis

 

Diagnose Spondyloarthritis

- Sakroileitis in MRI
- HLA-B27+ und >2 klinische Merkmale

Pathologie M.Bechterew

Entzündung Sehnenansätze -> Ödeme und Schäden am Knochenmark -> Granulationsgewebe mit Infiltration durch Lymphozyten und Makrophagen -> Beschädigung der Gelenksrönder -> wird durch Faserknorpel ersetzt -> Gelenk versteift

Psoriasis Arthritis

Psoriasis ( Schuppenflechte) kann gelenksbefall machen -> Psoriasis Arthritis -> Knochen werden angefressen

SAPHO-Syndrom

- Synovitis
- Akne
- Pustuloses (eitergefüllte Buckel, steril, nicht infektiös)
- Hyperostose (krankhafte Vermengung der Knochensubstanz)
- Osteitis (Spondyloarthritis, Spondylodiszitis, multifaktorielle Osteomyelitis oder Postulate Arthroosteitis)

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