Prüfung Muskuloskelettales System III
Prüfung Muskuloskelettales System III, Modul Muskuloskelettales System III, Bsc Physiotherapy
Prüfung Muskuloskelettales System III, Modul Muskuloskelettales System III, Bsc Physiotherapy
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Lernkarten
Frakturheilung
indirekte, konservative Frakturheilung: über Kallusbildung (Wulst um Bruch, wo sich die Zellen einlagern können und so die zwei Bruchstücke verbinden)
direkte, sekundäre Frakturheilung: über Kontakt-Osteosynthese (der Bruch wird durch Schrauben unter Druck gebracht und heilt deshalb sofort)
Einteilung distale Radiusfraktur
Typ A: extraartikulär
Typ B: partielle Gelenksbeteiligung
Typ C: intraartikulär komplex -> OP-Indikation
Sensibilitätstests Befund Hand
S1: Schmerz : spitz / stumpf
S2: Temperatur : warm / kalt
S3: Berührung: dynamisch / statisch
S4: 2-Punkte-Diskrimination: normal sind 2-5mm, wenn >5mm aber <15mm dann S3+
-> in dieser Reihenfolge kommt Sensi auch zurück
Allodynie
Ein normalerweise nicht schmerzhafter Reiz, der als schmerzhaft empfunden wird
-> Tesung Hand (Allodynographie): 15kg auflegen, wenn es Sz auslöst, dann Allodynie
CRPS (= früher Sudeck)
- sich ausbreitende Schwellung
- Überwärmung
- rot-fleckig, cyanotisch, glänzende Haut
Klinische Regeln BWS
- einschiessende Sz durch Thorax -> Bandscheibenproblematik oder Red Flags
- horizontal verlaufende Sz-Ausstrahlungen -> Fazettengelenk
- Sz die nach unten ausstrahlen oder der Brustwand entlang gehen -> Nervenwurzelprobleme oder costovertebrale Probleme
Scapulocostales Syndrom
Schleifspuren auf den Rippen aufgrund der nahe anliegenden Scapula
Tietze's Syndrom
Ursache: Überbelastung der sternocostalen Gelenke
-> Sz bei Anstrengung und Atmung
Mechanisches vs. Nicht-mechanisches Muster
- 1/2 Tag Steifigkeit deutet eher auf Entzündungsprozess
- 1/2 Stunde Steifigkeit deutet eher auf ein mechanisches Muster
- sind die Zeichen bewegungs- oder haltungsabhängig? -> mechanisch!
- kontinuierlicher Sz? Auch in Nacht? -> entzündlich!
Gewebeveränderungen bei Nackenschmerzpatienten
- Head forward position
- Typ I wird in Typ II Fasern umgewandelt
- geringe Aktivität der HWS-Flexoren
- erhöhte Co-Aktivierung
- verzögertes Einsetzen der tiefen Muskulatur
- weniger Genauigkeit der Gelenkstellung Kopf & HWS
Ernsthafte Pathologien
-> Anzeichen dafür in Anamnese erfragen
- allg. Unwohlsein
- unerklärliche Gewichtsabnahme
- Fieber (>39 Grad über >4 Tage)
- Appetittlosigkeit
- Krebs in Hx
- ausgeprägte neurologische Zeichen
- bilateral
- akutes Entstehen ohne deutliche Erklärung
- progressiver Verlauf
- Osteoporose
- rheumathoide Arthritis
- Trauma
- Nachtschmerz
CAD (cervikale arterielle Dysfunktion)
-> 5 D & 3 N
- Dizziness (Schwindel)
- Dysarthrie (Sprechstörung)
- Dysphagie (Schluckstörungen)
- Diplopie (Doppelbilder)
- Drop Attacke (Sturz)
- Nausea (Übelkeit)
- Nystagmus (Augenzittern)
- Numbness (Taubheit der Zunge)
TOS (Thoracic Outlet Syndrome)
= Kompressionssyndrom
- Scalenuslücke
- zwischen Clavicula & 1. Rippe
- zwischen M.pectoralis minor & darunterliegenden Rippen
Symptome TOS
- Arterie: Sz un Müdigkeit bei Aktivität, welche in Ruhe verbessert werden kann. Erst distale Symptome (Hand), dann proximal)
- Vene: Schwllung und Spannung der Haut, Sz un Müdigkeit
- Nerven: Sz, Parästhesien, Gefühlslosigkeut im Verlauf des Nervenstammes, typisch N.ulnaris und primär Nervenwurzeln C8 und Th1, nächtliche Sz
T4-Syndrom
Kopfschmerzen: in den frühen Morgenstunden, kappenförmig oder helmartig
Armsymptome: uni- oder bilateral, distal am stärksten und handschuhartih
-> vergleichbare Zeichen in der BWS, am häufigsten T4
Was könnte alles geschädigt ein beim / rund ums periphere Nervensystem?
- neutraler "Container" (Bindegewebshülle)
- peripherer Nerv oder Nervenwurzel
- Hämatome / Ödeme extraneural
- Verklebungen extraneural
- Hämatome / Ödeme intraneural
- Fibrose intraneural (intrafasciculär)
extraneurale Nervenverletzung
= Verletzung des nervenbettes, mechanische Berührungsflächen des Nervs mit anderen Strukturen
Differenzierung SLR mit Nackenflex: Sz nimmt ab, da verklebte Stelle wieder gleichmässig unter Zug
Therapie: Slider
Intraneurale Nervenverletzung
= Verletzung an jeder beliebigen Struktur des NS, Nerv selbst ist betroffen
SLR mit Differenzierung Nackenflex: Sz wird noch stärker, da Nerv bereits gedehnt
Therapie: Tensioner
Funktionelle vs. Strukturelle Skoliose
Funktionell: korrigierbar, keine Torsion der WS
strukturell: meist nicht korrigierbar, Struktur ist betroffen, Torsion vorhanden (Rippenbuckel oder Lendenwulst)
Apex ( = Höhe des Scheitelwirbels)
Der Wirbel, der am meisten lateral von der Mittellinie ist
Skoliose Schweregrad nach Copp
10-20 Grad -> leichte Skoliose
20-50 Grad -> mittelschwere Skoliose
>50 Grad -> schwere Skoliose
Klassisches und häufig anzutreffendes Skoliosemuster
- thorakaler Rippenbuckel rechts
- BWS-Rippental links
- BWS gesamt abgeflacht
- oberer Rmpf rechts translatiert
- Lumbalgie Lendenwulst links, Luftfigur rechts +
- LWS-Lordose
- Wirbelsäule verschraubt
Einteilung Beckenfraktur
Typ a: Frakturen mit ganz oder teilweise erhaltener Stabilität des Beckenrings -> Pat darf voll belasten
Typ b: Beteiligung des Acetabulums -> Teilbelastung
Typ c: hintere Beckenringfraktur in Kombination mit Schambeinfrakturen -> sehr instabil, Fixation notwendig -> meistens keine Belastung erlaubt
Einteilung OSG Fraktur nach Weber
Typ a: Bruch unterhalb der Syndesmose -> Gelnk noch stabil
Typ b: Bruch auf Höhe der Syndesmose, das Band ist häufig mitbetroffen -> Gelenk kann noch stabil sein
Typ c: Bruch oberhalb der Syndesmose, das Band ist gerissen -> Gelenk instabil -> Fixation notwendig!
Polytrauma Nebendiagnosen
- Osteoporose -> Knochenheilung --
- Diabetes mellitus Typ II -> Wundheilung --
- Adipositas -> Wundheilung --, Mobilisation schierig
- Alter
-> allg bei Polytrauma: lange Regeneration, da Immunsystem geschwächt
Impingement Einteilung
CAM -> Femurhals zu dick
Pincer -> Acetabulums zu fest überwachsen
mixed > CAM & Pincer
Klinische Merkmale Sponyloarthrithis
- entzündliche Rückenschmerzen
- Arthritis
- Enthesitis (Sehnenansatz)
- Uveitis (rotes Auge)
- Daktylitis (Wurstfinger / -zehe)
- Psoriasis (Schuppenflechte)
- M.Crohn / Colitis ulcerosa
- gutes Ansprechen auf NSAR
- familiäre Vorbelastung mit SA
- HLA-B27+
- CRP erhöht
- radiologisch aktive Sakroileitis
Diagnose Spondyloarthritis
- Sakroileitis in MRI
- HLA-B27+ und >2 klinische Merkmale
Pathologie M.Bechterew
Entzündung Sehnenansätze -> Ödeme und Schäden am Knochenmark -> Granulationsgewebe mit Infiltration durch Lymphozyten und Makrophagen -> Beschädigung der Gelenksrönder -> wird durch Faserknorpel ersetzt -> Gelenk versteift
Psoriasis Arthritis
Psoriasis ( Schuppenflechte) kann gelenksbefall machen -> Psoriasis Arthritis -> Knochen werden angefressen
SAPHO-Syndrom
- Synovitis
- Akne
- Pustuloses (eitergefüllte Buckel, steril, nicht infektiös)
- Hyperostose (krankhafte Vermengung der Knochensubstanz)
- Osteitis (Spondyloarthritis, Spondylodiszitis, multifaktorielle Osteomyelitis oder Postulate Arthroosteitis)