Lehrabschlussprüfung Baustoffkunde
Sämtliche Fragen der Lehrabschlussprüfungen Zeichner Fachrichtung Architektur zum Thema Baustoffkunde vom Jahr 2003 bis 2014.
Sämtliche Fragen der Lehrabschlussprüfungen Zeichner Fachrichtung Architektur zum Thema Baustoffkunde vom Jahr 2003 bis 2014.
-
- 1 / 442
-
Lernkarten
LAP 2011
Nennen Sie drei Rohstoffe, aus denen Fensterglas hergestellt wird.
- Quarzsand (60%)
- Soda (19%)
- Dolomit (Kalk 15%)
- weitere Rohstoffe (6%)
- zur Verbesserung des Schmelzens werden zusätzlich Glasscherben (20%) beigemischt
LAP 2011
Damit die Eigenschaften von Stahl verbessert werden können, wird dieser mit anderen Metallen zusammengeschmolzen. Wie heissen die dabei entstandenen Verbindungen mit dem Fachwort?
Legierungen
LAP 2011
Welche Korrosionsart ist für tragende Bauteile gefährlicher: Flächenkorrosion oder Lokalkorrosion? Erklären Sie weshalb.
Lokalkorrosion
Die Lokalkorrosion ist teilweise kaum erkennbar. Dadurch kann die Lokalkorrosion zu einem plötzlichen Versagen der Tragfunktion von Bauteilen führen (z. B. Deckeneinsturz).
LAP 2011
Nennen Sie vier bautechnische Nachteile bei Anwendung von Holz.
- anfällig auf Feuchtigkeit / Nässe
- Abmessungen beschränkt
- Geringer Querschnitt
- brennbar
- Zerstörung durch Schädlinge
LAP 2011
Was verstehen Sie unter Brettschichtholz? Wo setzen Sie Brettschichtholz ein?
Konstruktionsholz, aus einzelnen Lamellen schichtweise zusammengeleimt.
Wo aus statischen Gründen normales Kostruktionsholz zu grosse Dimensionen erreicht. Brettschichtholz weist eine grössere
Festigkeit auf.
LAP 2011
Nennen Sie vier Massnahmen, welche als konstruktiver Holzschutz (baulichtechnischer Holzschutz) bezeichnet werden.
- Wahl geeigneter Holzarten
- zweckmässige Trocknung
- einwandfreie konstruktive Ausführung
- Dauernden Luftzutritt
- Schutz vor eindringender oder aufsteigender Feuchtigkeit
LAP 2011
Dichtungsprofile aus Kunststoff. Aus welcher Kunststoffgruppe werden solche Dichtungsprofile (Bsp. Türen und Fenster) hergestellt?
Elastomere wie EPDM
LAP 2007
a.) Holz kann ganz unterschiedliche Feuchtigkeitszustände annehmen.
Erklären Sie zwei solche Zustände.
b.) Wie viel Feuchtigkeit in % darf das Konstruktionsholz noch besitzen damit
es eingebaut werden darf?
a.)
Darrtrocken - Zellenwände und Poren sind wasserfrei
Fasersättigung - Zellenwände wassergesättigt, die Poren wasserfrei
Wassersättigung - Zellenwände und Poren sind wassergesättigt
b.)
7% - 12%
LAP 2011
Nennen Sie drei Anwendungsbeispiele für Bauteile in Kunststoff im Wohnungsbau, die regelmässig ausgeführt werden.
- Dämmstoffe für Wärme- und Schalldämmung
- Rohre für Kanalisation und Sanitär
- Abdichtungen
- Fenster
- Oberflächen
LAP 2007
Man unterscheidet zwei grundsätzliche Arten von Holzschutz.
Nennen Sie die Begriffe.
- Baulich Konstruktiver Holzschutz
- Chemischer Holzschutz
Anstriche: Pilzhemmend. Schmutzabweisend.
LAP 2011
Nennen Sie mindestens vier anorganische Dämmstoffe.
- Steinwolle
- Glaswolle
- Schaumglas
- Blähton
- Vermiculit
- Perlit
- Porenbeton
LAP 2011
Nennen Sie die Einsatzbereiche von „Zellulose Flocken“ sowie „Steinwolle“.
Benennen Sie mindestens zwei Beispiele.
Zellulose Flocken:
- Wärmedämmung von Hohlraum (Elementbau)
- Wärmedämmung Aussenwand
- Wärmedämmung Dach
Steinwolle:
- Dämmungen in Zweischalenmauerwerk
- Dämmung in hinterlüfteten Fassaden
- Dämmung in Unterlagsböden (Wärme- und Trittschalldämmung)
LAP 2007
Nennen Sie drei Holzwerkstoffplatten, die vom Schreiner verwendet werden.
Spanplatten, Faserplatten, Sperrholzplatten, (Furnier- , Stab-, Brettsperrholz)
OSB, MDF
LAP 2011
Welche Anforderungen stellen Sie an den Untergrund von Anstrichstoffen?
Nennen Sie deren vier.
sauber, fettfrei, rostfrei, trocken, staubfrei, neutral, Unebenheiten, Poren, Flickstellen ausgespachtelt.
LAP 2011
Lässt sich Linoleum biologisch abbauen? Begründen Sie.
Ja, alle verarbeiteten Rohstoffe entstammen aus natürlichen Rohstoffen
LAP 2007
Welche Vorteile haben Holzwerkstoffe im Vergleich mit Massivholz? Nur zwei
Angaben.
- Vorausbestimmbare Eigenschaften (kleinere Formveränderung)
- Verwendung von Abfallholz.
- chwinden, quellen
LAP 2011
Welche Gewebe eignen sich für Sonnenstoren?
Nennen Sie mindestens zwei Eigenschaften dieser Gewebe.
- synthetische Fasern, Glasfasern.
- lichtecht
- witterungsbeständig
- schwer brennbar
- fäulnis- und verrottungsbeständig
LAP 2007
Warum wird ein Kupferdach nicht mit Alu-Nägeln befestigt.?
Kupfer ist in der elektrochemischen Spannungsreihe an einer höheren Stelle.
Dadurch würde der Alu-Nagel durch die Kontaktkorrosion zerstört und könnte seine
Aufgabe nicht mehr erfüllen.
LAP 2007
Worauf ist allgemein bei der Verwendung von Metallen am Bau zu achten?
(vier Begriffe)
Korrosionsschutz
Brandschutz
Wärmeausdehnung
Giftigkeit (Blei)
Kontaktkorrosion
Zerstörung durch Mörtel
Kupfergrünspan
Wärmeschutz
LAP 2011
Zu den verschiedenen Beurteilungskriterien von Baustoffen zählen die wirtschaftlichen Faktoren. Nennen Sie zwei davon.
- Preis
- Lebensdauer
- Unterhalt
LAP 2007
Durch welche Brandschutzmassnahmen können Sie den Feuerwiderstand von
Stahlkonstruktionen erhöhen? (3 Angaben)
Ein- oder ausbetonieren
Ummauerung
Ummanteln z.B. Gips, Duripanel
Beschichtung
Anstriche
LAP 2007
Nennen Sie 3 verschiedene Möglichkeiten des Spenglers um Metalle
miteinander zu verbinden?
Kleben
Schweissen
Nieten
Stecken
Falzen
Löten
- Minergie ist eine weltweit geschützte Marke für nachhaltiges Bauen. Minergie ist der wichtigste Energiestandard in der Schweiz für Niedrigenergiehäuser. Der Nachfolger Minergie P ist ähnlich dem Passivhaus-Standard in Deutschland. Die Anforderungen sind für zwölf Gebäudekategorien verschieden definiert. Ebenso verschieden sind die Anforderungen bei der Sanierung von Altbauten und für Neubauten. Minergie, als auch Minergie-P kann zusätzlich als Minergie-ECO, respektive Minergie-P-ECO zertifiziert werden, wenn zusätzliche Kriterien, die sich auf "gesundes" Wohnen, Ressourcen-Verbrauch bei der Erstellung und weiteren ökologischen Kriterien beziehen, erfüllt werden.
- Dank der Energie Etikette genügt beim Kauf von Haushaltgeräten, Lampen und Personenwagen ein einziger Blick für die Beurteilung des Energieverbrauchs. Dieser ist in Energieeffizienzklassen von A bis G eingeteilt, wobei A (grün) die beste und G (rot) die schlechteste Klasse ist.
- Internationales Qualitätszeichen für nachhaltige Wohn- und Bauprodukte, geprüft auf Gesundheit, Umwelt und Funktion.
- Gefahrensymbol: Selbstentzündliche Stoffe, leichtentzündliche gasförmige Stoffe, feuchtigkeitsempfindliche Stoffe oder
brennbare Flüssigkeiten wie z. B. Ethanol, Aceton.
LAP 2007
Nennen Sie drei Ihnen bekannte Spenglerbleche mit je einem Vorteil und
einem Nachteil.
Kupfer
Vorteile:
Äusserst gut verarbeitbar, relativ weich, gut anpassbar, kein Unterhalt
nötig, weitgehend korrosionsbeständig.
Nachteile:
Grosse Ausdehnung, die berücksichtigt werden muss. Tropfwasser von
Kupferblech darf nicht auf darunterliegende Fassadenteile gelangen. Wird von
Alkalien angegriffen.
Kupfertitanzink
Vorteile:
(Rheinzink) Weich, anschmiegsam, leicht zu löten, unterhaltsfrei
Nachteile:
Grosse Ausdehnung, Gefahr der Bildung von Ermüdungserscheinungen bei
stark bewegten Teilen, bei niedrigen Temperaturen spröd, empfindlich gegen
Alkalien.
Chromnickelstahl
Vorteile:
Ausserordentlich stabil und zäh, mit hoher Zugfestigkeit, benötigt keinen
Unterhalt, weitgehend korrosionsbeständig.
Nachteile:
Durch seine Zähigkeit etwas schwer verarbeitbar, Reflexion
durch glatte Oberfläche, zum Falzen und Hartlöten ungeeignet.
Aluman
Vorteile:
Weitgehend korrosionsbeständig, leichte Verformbarkeit, weich, unterhaltsfrei.
Nachteile:
Sehr grosse Ausdehnung, kann nicht gelötet werden, empfindlich gegen
Alkalien und Salze.
Walzblei
Vorteile:
Sehr weich, sehr gut verformbar für komplizierte Anpassungsarbeiten, grosse
Säurebeständigkeit.
Nachteile:
Sehr kleine mechanische Festigkeit, kann nicht auf Zug beansprucht werden,
hohes Gewicht, bedingte Alterungsbeständigkeit, empfindlich gegen Alkalien.
Uginox
Vorteile:
Edelstahl verbleit, nicht glänzend, geringe Ausdehnung, hohe Festigkeit
Nachteile:
Nur 0.4 mm dick, für Spenglerbleche geeignet, begrenzte Verformung.
Stahlblech verzinkt
Vorteile:
Sehr stabil, dennoch elastisch, gut verarbeitbar.
Nachteile:
Korrodiert sehr rasch, muss gestrichen und laufend unterhalten werden, nicht
für äussere Spenglerarbeiten verwendbar.
LAP 2007
Was ist Beton? Allgemeine Beschreibung
Künstlich hergestellter Stein, Gemisch aus Zement, Kies, Sand und Wasser
LAP 2007
a.) Welche zwei Aufgaben übernimmt der bewehrte Beton
b.) Welche Funktion übernimmt dabei der Stahl?
a.) Druckspannungen ( Druckkräfte), Korrosionsschutz der Bewehrung
b.) Zugspannung
LAP 2007
Nennen Sie vier Faktoren die die Betonqualität beeinflussen.
Herstellung:
Betonzusatzmittel
Betonzusatzstoffe
Verarbeitung:
Verdichtung des Betons
Nachbehandlung
LAP 2007
Beton kann auf Grund der Verarbeitung unterschieden werden.
Nennen Sie drei Begriffe.
Vibrier- oder Rüttelbeton
Schleuderbeton
Vakuumbeton
Stampfbeton
Spritzbeton
LAP 2007
Welche Massnahmen verbessern den U-Wert von Isoliergläsern?
(zwei Angaben)
Aufdampfen einer Metallschicht auf der inneren Glasscheibe.
Zwischenraum mit Edelgas füllen
Randverbund aus Edelstahl oder Kunststoff
Die Dreifachverglasung (Mehrere Gläser)
LAP 2007
a.) Was sagt der g-Wert eines Glases aus?
b.) Wann ist die Qualität besser? Wenn der g-Wert grösser oder kleiner ist?
a.) Gesamtenergiedurchlassgrad.
Direkte Sonnenenergietransmission und sekundäre Wärmeabgabe
b.) kleiner je besser
LAP 2007
Ein Tondachziegel ist engobiert. Was beutet das.
Übergiessen des Ziegels mit einer feinem Tonschlamm.
LAP 2007
Bei keramischen Baustoffen wird von Sinterung gesprochen. Was bedeutet das?
Das entsprechende Produkt wird bis zur Sintergrenze erhitzt (gebrannt)
1300 – 1500 Grad. Dabei erfolgt ein teilweiser Porenverschluss.
LAP 2007
In welche drei Hauptgruppen werden die Natursteine eingeteilt?
Erstarrungsgesteine (Magmatite)
Ablagerungsgesteine (Sedimente)
Umwandlungsgesteine (Methamorphite)
LAP 2007
Marmor ist ein sehr edler Naturstein. Erklären Sie aus welchem
Ursprunggestein das er entstanden ist?
Wo wird er am Bau angewendet? (zwei Angaben)
Nennen Sie seine Eigenschaften. (zwei Angaben)
Umwandlungsgestein: Kalkstein
Anwendung am Bau: Boden- und Wandplatten, Fassadenverkleidungen,
Abdeckungen, Bildhauerblöcke, Möbel
Eigenschaften: Polierbar, dicht, säureempfindlich, verschiedene Farben,
unterschiedlich witterungsbeständig
LAP 2007
Nennen Sie zwei eindeutige Nachteile der Kunststoffe.
- Ausdehnung bei Wärme und Kälte
- Das Brandverhalten
- Alterungsbeständigkeit