Lehrabschlussprüfung Baustoffkunde

Sämtliche Fragen der Lehrabschlussprüfungen Zeichner Fachrichtung Architektur zum Thema Baustoffkunde vom Jahr 2003 bis 2014.

Sämtliche Fragen der Lehrabschlussprüfungen Zeichner Fachrichtung Architektur zum Thema Baustoffkunde vom Jahr 2003 bis 2014.


A. B.
Diese Lernkarten vermitteln grundlegendes und vertieftes Wissen über Baustoffe, ihre Eigenschaften, Funktionen und Anwendungen im Bauwesen, speziell für die Lehrabschlussprüfung. Im Fokus stehen Bindemittel wie Zement und Kunststoffe, aber auch Beton, Glas, Stahl und weitere Materialien sowie deren korrekte Verwendung und Prüfung. Ideal für Lernende in der Berufslehre, die sich auf Prüfungen vorbereiten oder ihr Fachwissen festigen möchten.
Karten
442
Lernende
35
Sprache
Deutsch
Kategorie
Technik
Stufe
Berufslehre
Erstellt / Aktualisiert
11.04.2016 / 18.05.2026

Lernkarten

LAP 2004

Holz als «Baustoff». Nennen Sie dazu 10 Vorteile.

Einheimischer Baustoff, Leichte Gewinnung, Jederzeit und fast überall erhältlich,

Geringes Gewicht, Leicht bearbeitbar, Erneuerbarer Baustoff, Fügt sich in den natürlichen

Kreislauf, Gute Zug-, Biegezug- und Druckfestigkeit parallel zur Faser, Gute Wärmedämmung,

Holz ist «heimelig», Grosse Auswahl (Holzarten), CO2-neutral, Lässt sich verleimen,

Angenehme Oberfläche

LAP 2004

Holz kann ganz unterschiedliche Feuchtigkeitszustände annehmen. Beschreiben Sie

zwei solche Zustände.

Darrtrocken -> Zellwände und Poren sind wasserfrei

Fasersättigung -> Zellwände wassergesättigt, die Poren wasserfrei

Wassersättigung -> Zellwände/Poren sind wassergesättigt

LAP 2004

a) Was ist ein Furnier und b) wozu werden sie verwendet?

a) Dünne Holzblätter aus Laub- oder Nadelholzstämmen

b) Oberflächen, Türen, Möbel, ...

LAP 2004

Welche einheimischen Holzarten eignen sich für Parkettböden? (mindestens zwei Angaben)

Eiche, Rotbuche, Ahorn, Esche, Nussbaum, Ulme

LAP 2004

Man unterscheidet zwei grundsätzliche Arten von Holzschutz. Welche?

Baulich konstruktiver Holzschutz

Chemischer Holzschutz

LAP 2004

Welche drei Kunststoffgruppen unterscheidet man nach ihrem strukturellen Aufbau?

Plastomere (Thermoplaste)

Duromere (Duroplaste)

Elastomere

LAP 2004

Einige Kurzbezeichnungen von Kunststoffen sind geläufig. Wie benennt man

Kunststoffe: PE; PS; PVC; PU.Nennen Sie bitte je ein typisches Einsatzgebiet.

PE Polyaethylen Folien, Kanalisationsrohre

PS Polystyrol Folien, Dämmstoffe

PVC Polyvinilchlorid sollte im Baugewerbe nicht mehr eingesetzt werden

PU Polyurethan Dämmung, Schaum

LAP 2004

Welche Eigenschaft der meisten Kunststoffe ist ein grosser Nachteil?

Das Brandverhalten, die Alterungsbeständigkeit

LAP 2004

Nennen Sie zwei Anwendungsbereiche für Polymer-Bitumendichtungsbahnen.

Dachhaut, Dampfsperren, Abdichtungen gegen aufsteigende Feuchtigkeit,

Grundwasserabdichtung gegen drückendes Wasser, Abdichtungen gegen nicht

drückendes Wasser

LAP 2004

Welche neutrale Instanz prüft in der Schweiz Baumaterialien, Bauteile und

Baukonstruktionen?

Eidgenössische Materialprüfungsanstalt (EMPA)

LAP 2009

Nennen Sie 5 von den 12 gängigsten Oberflächenausführungen von Kunststein.

Schalungsglatt, Besenstrich, abgerieben, Sichtbeton mit Brettstruktur, strukturiert, Rudolf-Struktur (abgeschlagene Rippenstruktur), einfach geschliffen, porenlos, geschliffen, gewaschen, sandgestahlt, scharriert, gestockt.

LAP 2009

Für was wird Blähton im Baugewerbe verwendet? (zwei Angaben)

  • Zuschlagstoffe für Leichtbaubeton
  • Elemente und Deckenplatten
  • Leichtbeton-Mauersteine
  • Lose geschüttet (Decken, Böden)
  • Dämmplatten (Blähton vermischt mit Polyurethan-Hartschaum)

LAP 2009

a.) Wir arbeiten am Bau hauptsächlich mit zwei Farbkarten. Die eine heisst RAL- Farbkarte. Nennen Sie die zweite Farbkarte.
b.) Nennen Sie zwei Anstrichtechniken.

a.) NCS (the Natural Colour System)
b.) streichen, rollen, spritzen, fluten, tauchen

LAP 2009

Aus welchem Material ist die Bereifung der Formel_1 Rennwagen?
Aus Kautschuk oder aus Gummi?

Gummi

LAP 2010

Aussenbauteile sind verschiedenartigen Feuchtigkeitseinwirkungen ausgesetzt. Nennen Sie vier.

  • von aussen durch Regen, Schnee, feuchtes Erdreich
  • von innen durch Kondensation an Oberflächen, Reinigung, Raumnutzung Nasszellen
  • im Bauteil selbst durch Kondensation von Wasserdampf aus Dampfdiffusion oder Lufteintritten infolge Undichtigkeit der Konstruktion.
  • Baufeuchtigkeit

LAP 2010

Benennen Sie die offenen Bereiche.

Lösung:

LAP 2010

Naturstein-Kreislauf:
Die beiden Gneissorten Paragneis und Othogneis werden durch eine Metamorphose in Metamorphite umgewandelt. Nennen Sie die beiden Entstehungsgruppen der beiden Gneissorten.

  • Ablagerungsgesteine (Sedimente)
  • Erstarrungsgesteine (Magmatite)

LAP 2010

Fragen über den Muschelkalk.

1) Bestandteile von dem Muschelkalk? (zwei Angaben)

2) Beschreibe seine Eigenschaften. (zwei Angaben)

3) Wo kann er verwendet werden? (zwei Angaben)
 

1) Bruchstücke von Muscheln, Kalk
2) Im feuchten Zustand gut sägbar. Schleif und Polierbar, Wetterbeständig, dekorativ
3) Mauersteine, Bodenplatten, Wand- und Fassadenbekleidungen, Abdeckungen

LAP 2010

Wie heissen die drei Hauptgruppen der Bindemittel?
Nennen Sie dazu je ein Bindemittel.

  • Mineralische Bindemittel :
    Zemente, Baukalke, Gips, Huppererde
     
  • Organische Bindemittel (Kunststoffbindemittel) :
    Polyvinilchlorid, Polystyrol, Polyurethane, Phenolharze, Epoxyharze, Terpolymere, Polyersterharze
     
  • Bituminöse Bindemittel:
    Asphalt, Teer, Bitumen

LAP 2010

Nennen Sie drei Verwendungen oder Fabrikate von Leichtbetonsteine,- Platten

Hohlklammersteine, Leichtbausteine, Mantelelemente (Kaminbau), Lärmschutzwände

LAP 2010

Leichtbauplatten: Wo und wie werden sie angewendet? (zwei Angaben)

  • Wärme und Schalldämmende Schichten an Wänden
  • Decken
  • Dächern
  • Verkleidungen

LAP 2010

Nennen Sie die vier Mörtelarten mit je einem Beispiel.

  • Mauermörtel:
    Zementmörtel, Verlängerter Mörtel, Hydraulischer Mörtel, Schamottemörtel, Kunststoffmörtel
     
  • Putzmörtel:
    Mineralische Putze, Silikatputz, Silikonharzputz, Kunststoffputz, Spezialputz
     
  • Mörtel für Überzüge:
    Zementüberzug, Hartbelag, Steinholz- und Hartsteinholzbelag, Kaltbitumenbelag, Kunstharzbelag, Selbstnivellierende Mörtel
     
  • Beschichtungen, Spezialmörtel:
    Wasserdichtemörtel, Beschichtungsmörtel, Öldichte Mörtel, Injektionsmörtel, Reprofilierungsmörtel, Ausgleichsmassen, Kleber für andere Stoffe

LAP 2010

Was sind die Aufgaben von dem Verputzmörtel? (drei Angaben)

  • Schutz von Feuchtigkeits- und Witterungseinflüssen
  • Verbesserung der Wärme-, Kälte- und Schalldämmung
  • „Verschönerung der Mauerflächen“
  • Abdichtung

LAP 2010

  1. Nennen Sie vier mögliche Bestandteile von Stahlbeton.
  2. Nennen Sie zwei Konsistenzarten.

  1. Zement, Kies-Sand, Wasser, Zusatzmittel, Armierung
     
  2. steif, plastisch, weich, flüssig

LAP 2010

Die Steine sind in drei Qualitäten aufgeteilt: Benenne Sie sie genauer
BN:
BH:
BS:

BN: normale Qualität
BH: hochwertige Qualität
BS: Sonderqualität

LAP 2010

Was kennen Sie für Flächenbearbeitungen von Glas? (vier Angaben)

  • Metallbeschichtungen (reflektierende Gläser)
  • Mattierte Gläser (sandstrahlen oder ätzen)
  • Emaillieren (mit Email belegen)
  • belegen (mit Silbernitrat = Spiegel)
  • Siebdruck, Schriftzügen, Motiven

LAP 2010

Nennen Sie drei Herstellungsverfahren für die Glasherstellung.

  • Floaten
  • Ziehen
  • Giessen I Walzen
  • Blasen
  • Pressen

LAP 2010

Legen Sie die Hierarchie der vier unten genannten Metalle fest. Von unedlen zu edlen Metallen.


Aluminium - Gold - Zinn - Chrom

Aluminium - Chrom - Zinn - Gold

LAP 2010

Nennen Sie drei Bestandteile der chemischen Zusammensetzung von Holz

C Kohlenstoff
H Wasserstoff
O Sauerstoff
N Stickstoff
Asche (Mineralien)

LAP 2010

Ergänzen Sie die Bezeichnungen am Stamm.

1.) Mark
2.) Kern
3.) Splint
4.) Kambium
5.) Bast
6.) Borke

LAP 2010

Geben Sie folgende Grad (in %) der Holztrocknung bezogen auf Ihren Einsatz am Bau.

Balkenlagen, Dachstühle:
Fenster:
Innere Schreinerarbeiten:

Balkenlagen, Dachstühle: 15% - 20%
Fenster: 10% – 12%
Innere Schreinerarbeiten: 6% – 10%

LAP 2010

Nennen Sie von den drei Schadenarten von Holz je ein Beispiel.


Schäden durch äussere Einflüsse:

Holzschäden durch Pilzbefall:

Holzschäden durch Insektenbefall:
 

Schäden durch äussere Einflüsse:
Pochkäfer, Hausbock, Rossameisen

Holzschäden durch Pilzbefall:
Stammfäulen, Lagerfäulen, Hausfäulen

Holzschäden durch Insektenbefall:
Schwindriss, Kernrisse, Überwaldungen, Fremdkörpereinflüsse

LAP 2010

Nennen Sie die zwei Rohstoffe aus denen ein Kunststoff hergestellt werden kann.

Rohöl, Erdgas

LAP 2010

Sie kennen den Einsatzort einer Dampfsperre oder Dampfbremse.
Wo liegt der Unterschied von diesen Folien? ( Gesucht ist der Wertname)

Diffusionswiderstand

LAP 2010

Eine Dämmung die im Perimeterbereich eingesetzt wird muss eine bestimmte Eigenschaft haben?

Sie muss wasserbeständig sein.

LAP 2010

Woraus werden die Farben zusammengesetzt? (3 Angaben)

  • Bindemittel
  • Lösungsmittel
  • Farbmittel
  • Füllstoffe
  • Zusatzstoffe

LAP 2010

Wir arbeiten am Bau hauptsächlich mit zwei Farbsystemen. Nennen Sie die beiden.

  • NCS
  • RAL

LAP 2010

Warum greifen Insekten im Gegensatz zu anderen Pflanzenstoffen das Textil Hanf nicht gerne an?

Hanf ist ein Eiweissfreies Produkt, und für die Insekten nicht interessant.

LAP 2010

Was ist das?

Kragplattenanschluss

LAP 2010

Der Unterschied zwischen Zementunterlagsboden und
Anhydritunterlagsboden liegt im Bindemittel.

  1. Wie heissen die Bindemittel?
     
  2. Welcher ist schwerer zum einbringen?
     

  1. Baugips und Zement
  2. Zementunterlagsboden

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